US-Arbeitsmarkt: Wie man 10 Millionen Arbeitslose verschwinden läßt

Die „enttäuschten“ Meldungen über den amerikanischen Arbeitsmarkt für den März waren zwar für US-Präsident Obama etwas peinlich und ließen auch die Aktienmärkte kurzfristig absinken, tatsächlich dienten sie aber dazu, die katastrophale Lage der amerikanischen Arbeitnehmer zu verschleiern. Die 88.000 angeblich neu geschaffenen Arbeitsplätze und die offizielle Arbeitslosenrate von 7,6% sind fiktive Größen, die durch statistische Manipulationen zustande kamen.

Eine genauere Betrachtung der Daten des Arbeitsmarktberichtes zeigt nämlich ein weit schlimmeres Bild. Die Haushaltsstatistik des Büros für Arbeitsstatistik ergab einen sehr großen Rückgang der Erwerbsbevölkerung (offiziell 155,0 Mio.) um 496.000 Personen; die Zahl der Amerikaner, die aus der Kategorie der Erwerbsbevölkerung herausgefallen sind, stieg im März deutlich auf 663.000 Personen, gleichzeitig sank sowohl die Zahl der Beschäftigten (143,3 Mio.) als auch die der Arbeitslosen (11,7 Mio.) im März um jeweils mehr als 200.000 Personen. Die „Partizipation“ (d.h., der Anteil der beschäftigten oder aktiv Arbeit suchenden Personen) an der Erwerbsbevölkerung sank um 0,2% auf 63,3%, und der Anteil der Beschäftigten an der Gesamtbevölkerung (Erwerbsquote) um 0,1% auf 58,3%. Nimmt man die offiziell arbeitslosen Amerikaner, die unfreiwillig Teilzeitbeschäftigten und diejenigen, die im Lauf des letzten Jahres aus der Kategorie der Erwerbsbevölkerung herausgefallen sind, kommt man auf eine Zahl von mehr als 22 Millionen Menschen.

Hinzu kommen weitere mehr als 4,5 Millionen Menschen, die zur Erwerbsbevölkerung zählen würden, aber seit mehr als einem Jahr nicht mehr nach Arbeit gesucht haben (die „offiziell ignorierten Personen“). Dazu gehören mehr als 3,5 Millionen junger Menschen, die in den letzten fünf Jahren ins arbeitsfähige Alter hereingewachsen sind, aber niemals Arbeit gefunden haben. Tatsächlich fehlen in den USA also nicht nur 11,7 Millionen Arbeitsplätze, sondern mehr als 26 Millionen.

Seit Obama im Januar 2009 Präsident wurde, wuchs die US-Bevölkerung um etwa 13 Millionen Menschen, die arbeitsfähige Bevölkerung wuchs um 10,5 Millionen, aber die Erwerbsbevölkerung nur um 1,1 Millionen, die Beschäftigung nur um 1,8 Millionen und die der als „nicht in der Erwerbsbevölkerung“ gezählten Personen (89,9 Mio.) um 9,45 Millionen! Im gleichen Zeitraum sank die Partizipation um 2,4% – ein sehr hoher Wert.

Die Lage der Betroffenen wird durch die Wirkung der von Präsident Obama durchgesetzten automatischen „Rasenmäher“-Kürzungen noch verschärft, die auch die Leistungen für Arbeitslose betreffen. Wie National Public Radio am 5. April meldete, gelten fast 5 Millionen Amerikaner als „Langzeitarbeitslose“, d.h., sie haben mehr als sechs Monate lang ohne Erfolg versucht, Arbeit zu finden. Viele von ihnen erhalten ergänzendes Arbeitslosengeld, das anteilig von der Bundesregierung und den Bundesstaaten finanziert wird. Aufgrund der Sequestrierung wurde nun der Bundesanteil um 10% gekürzt – tatsächlich liegt die Kürzung sogar noch höher, weil sie in einen Zeitraum von sechs Monaten gezwängt wird. Angesichts der Tatsache, daß das Arbeitslosengeld sowieso nicht gerade üppig bemessen ist, ist eine Kürzung um 10% sehr einschneidend. Man stelle sich vor, das eigene Gehalt würde von 300$/Monat auf 270$/Monat verringert.

Die Zahlen zeigen vor allem, wie dringend die USA Großprojekte wie die Nordamerikanische Wasser- und Strom-Allianz (NAWAPA) brauchen, das allein direkt und indirekt mindestens 6 Millionen Arbeitsplätze schaffen würde. Eine solches Programm kann aber nur finanziert werden, wenn das bankrotte Finanzsystem durch die Einführung eines Trennbankensystems nach dem Vorbild von Glass-Steagall von der Last des „Giftmülls“ der Finanzspekulanten befreit und durch ein Kreditsystem nach dem Vorbild der „Bank der Vereinigten Staaten“ ersetzt wird. Dafür kämpft das LaRouche Political Action Committee (LPAC) in den USA.

Quelle: bueso

 

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