Tragische Resultate der Austerität in Griechenland

Die tragischen Resultate der in Griechenland im Rahmen der Memoranden umgesetzten Sparpolitiken sind unter anderem Armut, Ernährungsunsicherheit und Ungleichheiten.

Ein Bericht, den das Transnational Institute (TNI), ein in Holland ansässiges nicht gewinnorientiertes Forschungszentrum, in Zusammenarbeit mit der Menschenrechtsorganisation FIAN International und der griechischen Organisation Agroecopolis am 20 November 2018 in Brüssel veröffentlichte, gelangt zu der Schlussfolgerung, dass die in Griechenland im Rahmen der Memoranden umgesetzten Austeritäts-Politiken das internationale Menschenrecht und konkret das Recht der Bürger auf Nahrung verletzen.

Laut dem Bericht „steigerten die Austeritätsmaßnahmen nicht nur die Armut und die Ernährungssicherheit, sondern etablierten auch ein unternehmerisches System für landwirtschaftliche Nahrungsmittel, das die Ungleichheiten bei dem Zugang zu Lebensmitteln und deren Kontrolle verewigt„.

Riesige Auswirkungen auf Lebensstandard der griechischen Familie

Olivier de Schutter, ehemaliger UN-Sonderreferent für das Recht auf Nahrung (2008 – 2014) und Mitglied des UN-Ausschusses für wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Rechte, merkte den Gericht kommentierend, „Griechenland mag, wie gesagt wird, nun außer Gefahr sein, für das Lebenshaltungsniveau der griechischen Familien und spezieller das Recht auf Nahrung waren die Auswirkungen jedoch riesig„, und endete: „Es ist wichtig, dass wir die Lehren aus dem ziehen, was geschah. Diese Befunde stellen einen signifikanten Beitrag zu einer Diskussion dar, die jetzt geführt werden muss.

Konkret wird in dem besagten Bericht angemerkt, dass im Jahr 2017 rund 38,9% der Landwirte von Armut bedroht waren, die Arbeitslosigkeit auf dem Land von 7% im Jahr 2008 auf 25% im Jahr 2013 stieg, während das landwirtschaftliche Pro-Kopf-Einkommen während der Krisenjahre – also von 2008 bis 2013 – um 23,5% sank.

„Ernährungsunsicherheit“ in Griechenland verdoppelte sich

Zusätzlich hat die „Ernährungsunsicherheit“ in Griechenland zugenommen, wobei die Lebensmittelpreise trotz des heftigen Rückgangs der inländischen Einkommen und Arbeitskosten mit schnelleren Rhythmen als in der Eurozone während der Dauer der Krise stiegen. Dies hatte zum Resultat, dass sich der Anteil der Haushalte (von 7% im Jahr 2008 auf über 14% im Jahr 2016) mehr als verdoppelte, die sich wirtschaftlich nicht wenigstens alle zwei Tage eine Mahlzeit mit Fleisch, Geflügel, Fisch (oder eine gleichwertiges vegetarisches Gericht) zu leisten vermögen.

Was die landwirtschaftliche Bevölkerung betrifft, hatten viele der umgesetzten Reformen – wie höhere Steuern, die Änderung des Einkommensteuerstatus und die Erhöhung der Mehrwertsteuer – den Anstieg der gesamten steuerlichen Belastung als Quote des landwirtschaftlichen Netto-Mehrwerts von 4% zwischen 1993 und 2010 auf 15,4% im Jahr 2016 zum Resultat.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Quelle: gr-blog

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1 Kommentar

  1. Olivier de Schutter, ehemaliger UN-Sonderreferent für das Recht auf Nahrung (2008 – 2014) und Mitglied des UN-Ausschusses für wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Rechte, merkte den Gericht kommentierend, „Griechenland mag, wie gesagt wird, nun außer Gefahr sein, für das Lebenshaltungsniveau der griechischen Familien und spezieller das Recht auf Nahrung waren die Auswirkungen jedoch riesig„, und endete: „Es ist wichtig, dass wir die Lehren aus dem ziehen, was geschah. Diese Befunde stellen einen signifikanten Beitrag zu einer Diskussion dar, die jetzt geführt werden muss.

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    Frage:

    Warum erarbeitet die UNO nicht einmal einen Pakt gegen die Ausbeutung ALLER Menschen durch die Politiker, die Plutokraten und deren Konzernen, speziell der Finanzbranche?

    Antwort:

    Weil die UNO ein großkonzerngesteuertes Verbrechersyndikat ist.

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