Totalitarismus durch ideologisiertes und inszeniertes Heldentum

von Peter A. Weber (qpress)

Ideologisiertes und inszeniertes Heldentum im Dienste des TotalitarismusRoberto J. De Lapuente besitzt das richtige Gefühl für die Gefahr des aufkommenden Totalitarismus, dem die Förderer dieses Trends ein Gesicht verliehen haben: dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Mit seinem Beitrag „Das Gesicht des Totalitarismus“ trifft er voll ins Schwarze.: „Der ukrainische Präsident Selenskyj wurde gleich zu Beginn der Buchmesse in Frankfurt zugeschaltet, sein Gesicht ist überall präsent, man entkommt ihm nicht — so muss sich Totalitarismus anfühlen.“

 

Definition des Unsagbaren

Der Brockhaus definiert Totalitarismus unter anderem so: „das Prinzip derjenigen politischen Herrschaft, die einen uneingeschränkten Verfügungsanspruch über die von ihr Beherrschten stellt und ihn über die öffentliche Sphäre hinaus auf den Bereich des Persönlichen ausdehnt“. Ziel sei es, „ein umfassendes neues Wertesystem durchzusetzen“.

Superhero Selenskyj

Und ganz genau dies passiert derzeit mit uns, unserem Staat und der Gesellschaft. Mit Selenskyj hat sich die westliche Herrschaftselite samt ihrer Profiteure ein Gesicht geschaffen, mit dem man über einen Personenkult die eigenen niederen Beweggründe und üblen Absichten vertuschen kann. Ein Held wurde erschaffen, ein „Superhero“. Dafür stehen in der Filmgeschichte mehrere idealisierte Kultfiguren wie Superman, Spiderman, Batman, Ironman, Hulk etc.. Jetzt wurde eine reale Figur systematisch aufgebaut und mit angedichteten positiven Eigenschaften angehübscht, um als williges politisches Werkzeug zu dienen.

Für die Öffentlichkeit und die Bürger, die auf dieses falsche Idol hereinfallen, bedeutet dies ein schlechtes Zeugnis und der Beweis dafür, dass sie einem Trugbild erlegen sind, was eigentlich leicht zu durchschauen ist.

Vergöttlichte Eigenschaften

Betrachten wir doch mal die wunderbaren Attribute, die man dem Vorzeige-Gott Selenskyj  übergestreift hat:

  • untadeliger Streiter für die westliche Demokratie und das Wertesystem
  • unbeugsamer mythologisierter nationalister Held, der wie Erzengel Michael mit dem Schwert in der Hand uneigennützig die Interessen des gemeinen Volkes verteidigt
  • der einzige Vertreter des Guten gegen den teuflischen Erzfeind aus Rußland
  • Vorkämpfer für Freiheit und Menschenrechte
  • ein Überflieger der Rechtschaffenheit und mitmenschlichen Sympathie

Die Ukraine wird inszeniert als letzter Hort der freien Welt, die vom Satan persönlich bedroht ist. Am besten wir hängen gleich unseren Kindern ein Bild des Abgottes Selenskyj über das Bett.

Blau-gelbes Paradies

Blau-gelbes ParadiesÜberall werden uns die blau-gelben Fahnen aufs Auge gedrückt und die Mitleidsmasche abgezogen für die armen Westukrainer, die von Rußland ausgelöscht werden. Wer denkt an den anderen Teil der Ukraine, der seit 2014 von Kiew und seinen Auftraggebern aus den USA terrorisiert werden? Sind das Ukrainer zweiter Klasse, deren Leben keinen Pfifferling wert ist? Wenn irgendwo mit zweierlei Maß gemessen wird, dann in der Ukraine. Wirtschaftsflüchtlinge und Sozialtouristen aus der Ukraine werden nur so hofiert. Alles, was blau-gelb angestrichen ist, das wird kritiklos ohne Hinterfragen als der Ausbund von Gutmenschentum, bemitleidungs- und unterstützungswürdigen Tuns angepriesen und nicht hinterfragt.

Es fehlt nur noch, dass man den Propheten Selenskyj als Erlöser auf einem Esel reitend, als Retter der Menschheit und volksverbundenen König feiert, die Krone aufsetzt und ihn zum Heiligen verklärt. Der erste Schritt dazu ist bereits gemacht. Die aktuellste Meldung lautet:

EU-Parlament Ukrainisches Volk und stellvertretend dafür Selenskyj erhält Sacharow-Preis

Das ist nur eine Vorstufe zum Friedensnobelpreis, der dem Scheinhheiligen schon gewiß ist. Glaubt nicht, dass diese Meldung ein Witz ist. Aber ein Aberwitz schon. Wörtlich:

„Für seine Kämpfe und Leiden erhält das ukrainische Volk vom EU-Parlament den diesjährigen Sacharow-Preis. Der Preis wird an Personen und Organisationen verliehen, die sich für Menschenrechte einsetzen.

Das ukrainische Volk, vertreten durch seinen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, erhält in diesem Jahr den Sacharow-Menschenrechtspreis des Europaparlaments.

Die Auszeichnung sei für die Ukrainer, die vor Ort kämpften, für diejenigen, die fliehen mussten. Und für diejenigen, die Verwandte und Freunde verloren hätten, begründete die Parlamentspräsidentin Roberta Metsola die Vergabe. Sie sagte: „Ukrainer verteidigen seit Monaten heldenhaft ihr Leben, ihre Familien und ihre Freiheit. Sie riskieren ihr Leben auch für Europa und die Werte, an die wir alle glauben. Für Frieden und Demokratie“.

Glaubt diese gottverlassene Roberta Metsola wirklich an ihre heuchlerische Botschaft? Und was meint sie mit Ukrainern? Natürlich nicht diejenigen, die seit 2014 unter dem Terror aus Kiew leiden und die nicht aus wirtschaftlichen Gründen in den Westen sondern zur Lebensrettung nach Rußland geflohen sind und noch fliehen? Welche verrottete Demokratie, welche verkommenen Werte und welchen vom Westen nicht gewünschten Frieden meint diese von den USA gekaufte Frau Metsola? Wenn jemand den Sacharow-Preis verdient hätte, dann doch die Bevölkerung der Ost-Ukraine und ihre Führer.

Nominiert waren auch der inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange und die kolumbianische Wahrheitskommission- aber diese abgehalfterten Figuren, die der EU und ihren Kolonialherren aus den USA ein Dorn im Auge sind, hatten natürlich keinerlei Chance auf Verleihung. Was für ein abgrundtiefes, ekeliges und schmieriges Kriechertum der EU!

Zitate De Lapuente

„1984-Feeling gab es auf der Buchmesse in Frankfurt am Main. Zu Beginn der Veranstaltung wurde der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj live zugeschaltet. Was dieser mit Büchern zu tun hat, weiß niemand so recht. Letztlich ging es mal wieder — wie so häufig dieser Tage — um die viel beschworene Haltung. Ein Entrinnen aus dieser omnipräsenten Propaganda-Show ist kaum möglich. Man ist ihr mindestens passiv ausgesetzt. Die Buchmesse ist aber nur das neueste von unzähligen Beispielen.

Das Gesicht von Selenskyj in überdimensionaler Größe erinnert in gewisser Weise an die Wandprojektionen des Großen Bruders in der Verfilmung von George Orwells „1984“. Ebenso der im Anschluss an die Liveschalte folgende Jubelschrei der anwesenden Menschen. Die totalitäre Ästhetik hält immer mehr Einzug in das private wie das öffentliche Leben und lehrt die verbliebenen kritischen Menschen das Gruseln.“

„Ob am Ticketautomaten, am Bus oder einfach nur beim Nachbarn gegenüber: Die Ukraine-Flagge sieht man allerorten. Sie scheint so präsent wie das Antlitz des ukrainischen Präsidenten.“

„Wohin man auch blickt: Die Ukraine ist schon da. Sie wird gepusht von Leuten, die dort nie waren, die niemals vorhatten, dort Urlaub zu machen. Ja, die dieses Land noch nicht mal geographisch richtig einordnen konnten. Aber jetzt tickt man ukrainisch. Und zeigt es bei jeder Gelegenheit, an jeder Ecke, überall dort, wo man mit dieser Haltung zu glänzen glaubt.“

Haltungsschäden vorprogrammiert

„Genau darum geht es: Um Haltung. Sie ist das Schlagwort der Stunde in dieser Republik. Niemals war Haltung so wichtig. Sie ist ein Türöffner und eine Karrierevoraussetzung. Dieses Land hält sich sogar Journalisten, die nur aus Haltung zu bestehen scheinen. Haltung bedeutet dabei nicht, dass man zu seiner eigenen Anschauung steht. Sie verteidigt und auch gegen Widerstände weiterhin hochhält. Haltung bedeutet hier, die Ansichten von Wirtschaft und Politik hochzuhalten, das Hohelied der grauen Eminenzen zu singen. Auch wenn sie offensichtlich fadenscheinig sind. Dann muss man erst recht in die Bresche springen und Haltung zu beweisen und zu bewahren.

Verletzung von MenschenrechtenDiese Haltung, wie sie seit Jahren postuliert wird, ist keine demokratische Grundeinstellung, sondern nimmt mehr und mehr totalitäre Züge an. Sie wird ja gerade nicht als Option angepriesen, die man auch ablehnen kann. Man hat sie zu haben. Besser noch: Aktiv zu propagieren. Wer das nicht tut, macht sich verdächtig. Diese Haltung führt zu einem Symbolismus, der versucht, die Öffentlichkeit gleichzuschalten.

Dieser Symbolismus behängt etwa alles mit Ukraine-Flaggen oder setzt unbescholtenen Buchmessebesucher einen ukrainischen Präsidenten vor, der Präventivschläge anregt. Jeder Besucher wird also zwangsläufig mit hineingezogen in ein Politikum, auch wenn er nur Kochbücher sichten wollte. Verlage, für die der Börsenverein spricht, machen sich dadurch mit dieser Haltung gemein. Anwesende Autoren nehmen ungefragt und ungewollt eine Rolle ein, wenn der Big Brother Reden schwingt. Es gibt kein Entkommen.“

Links:

https://www.rubikon.news/artikel/das-gesicht-des-totalitarismus
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-sacharow-preis-101.html

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