Syrische Dilemmata

Ein Aufsatz von Jürgen_2

Die letzten Jahre haben anhand mehrerer Indizien gezeigt, daß die Regierung Israels und die Führung Saudi-Arabiens heimlich zusammenarbeiten. Dies ist an und für sich ungeheuerlich, ein horribile dictu, daß die Bewahrer islamischer Stätten wie Mekka und Medina mit den Juden Israels zusammenarbeiten, die Jerusalem für sich allein reklamieren, wobei der Prophet Mohammed vom dortigen Tempelberg seine angebliche Auferstehung gen Himmel vollzogen haben soll. Allerdings sind Israel und Saudi-Arabien zwei enge Verbündete der USA, die mit amerikanischen Waffen versorgt werden, was schon für einer gewisse Interessengemeinsamkeit spricht.

Als die neuen amerikanischen sozialen Massenmedien im Jahre 2011 den arabischen Frühling hervorbrachten, sahen die sunnitischen Wahabiten der Golf-Region (Saudi-Arabien, Katar, UAE), fanatische Sektierer, die Gelegenheit die Schiiten in Syrien, dort Alawiten genannt, zu stürzen. Dies hätte auch fast geklappt, wenn nicht Rußland im September 2015 eingegriffen hätte, um nicht den Verlust seiner einzigen Marinebasis im Mittelmeer, Latakia, zu riskieren. Den Russen gelang es durch Luftangriffe den Vormarsch der Wahabiten aufzuhalten und der syrischen Regierung sogar gewaltige Geländegewinne zu ermöglichen. Derweil sahen sich die syrischen Schiiten gezwungen zur Unterstützung schiitische Verbündete ins Land zu holen: das waren die libanesischen Hizbollah und der Iran.

Bis zu diesem Zeitpunkt hielt sich Israel relativ zurück: Die Leiden der von den Wahabiten unterdrückten oder getöteten Schiiten, Christen und Jesiden hat ihnen keine sonderliche diplomatische Unterstützung entlockt.

Die enge Verbindung und Abhängigkeit der syrischen Regierung vom Iran und seiner Verbündeten Hizbollah und Hamas machte jedoch Israel zunehmend nervös. Denn die Iraner anerkennen nicht das Existenzrecht Israels und haben sogar einen Feiertag, den El-Kuds-Tag zur Befreiung Jerusalems von der israelischen Besatzung. Deswegen haben die Israelis schon mehrfach die Hizbollah und iranische Waffentransporte von libanesischem Gebiet aus, dessen Souveränität sie verletzten, angegriffen und Schiiten getötet. Die Israelis beteuern immer wieder, sie wollten weder den Syrern schaden noch den Russen, aber die Festsetzung der (schiitischen) Iraner in Syrien könnten sie aus ihrem Sicherheitsinteresse heraus nicht dulden.

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Auch für die saudische Theokratie ist ein Mißerfolg der Iraner in Syrien lebensnotwendig, weil die schiitischen Iraner sich beim Einsatz für Jerusalem in der muslimischen Welt als die besseren Hüter muslimischer Stätten zeigen als die Saudis, die Jerusalem schon aufgegeben haben.

Nach dem Angriff der Westmächte auf Syrien am 14. April aufgrund eines frei erfundenen Giftgasangriffs, wobei selbst ein tatsächlicher Giftgasangriff keinerlei militärische Einmischung rechtfertigt hätte, sehen sich die Russen vor der Frage gestellt, ob sie ihre neusten Boden-Luft-Raketen S-300 zur Vernichtung iraelischer Kampfjets zur Verfügung stellen sollen:

https://de.wikipedia.org/wiki/S-300P

Die Israelis jammern natürlich, diese Raketen würden auch ihren eigenen Luftraum weit in Israels Norden gefährden.

Wie geht es jetzt weiter? Wie weit wollen die Russen zur Erhaltung Latakias gehen? Who knows? Jedenfalls haben sich alle Konkurrenten immer weiter hochgeschaukelt und die Frage ist, wielange sich der Krieg noch auf Proxies (= Stellvertreter) beschränken läßt, oder ob der Dritte Weltkrieg an der Jerusalem-Frage ausbricht.

Das Dilemma wird ganz gut dargestellt im Gespräch von Sophie Shevardnadze vom 27. April 2018 mit dem israelischen Generalleutnant Benjamin Gantz, dem 20. Stabschef der israelischen Streitkräfte:

https://www.rt.com/shows/sophieco/425272-israeli-air-force-strikes-syria/

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