
von Meinard Müller (opposition24)
„Die Sonne schickt keine Rechnung“, hieß es früher. Das war einmal. In Brüssel hat man jetzt eine Möglichkeit gefunden, auch das Licht zu besteuern. Kurz gesagt geht das so: Die Sonne scheint, aber nicht überall gleich. Spanien bekommt mehr, Finnland weniger. Und was tut die EU? Genau: Sie ruft eine neue Steuer ins Leben. Eine Sonnensteuer. Natürlich mit Ausgleich. Natürlich mit Behörde.
Solarsteuer kommt – weil die Erde geneigt ist
Ab dem 1. Januar 2027 werden Betreiber von Solaranlagen zur Kasse gebeten. Wer über 12.000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugt, zahlt 7,8 Prozent des Erlöses. Nicht für Reparaturen oder Netze, sondern nach Brüssel.
Denn Brüssel hat festgestellt: Die Erde ist um 23,4 Grad geneigt. Dadurch bekommt Südeuropa mehr Sonne ab als der Norden. Und das sei, man höre und staune, ein Wettbewerbsnachteil für Länder wie Irland oder Estland.
Was macht Brüssel daraus? Eine Umverteilungsmaschine. Dieses Mal zahlt nicht Nord für Süd, sondern Süd zahlt für Nord. Wer zu viel Sonne hat, wird ganz solidarisch zur Kasse gebeten.
EUSOLA – das neue Sonnen-Kontrollamt
Natürlich braucht es eine Behörde. Sie heißt: EUSOLA. Die Europäische Solaragentur. Dort wird künftig genau berechnet, wo wie viel Sonne eingestrahlt ist. Mit Satelliten, Algorithmen und ganz viel Papier. Wer zu viel Strahlung abbekommt, muss abgeben. Wer im Wolkenschatten sitzt, bekommt Zuschüsse. Die Sonne wird nicht mehr als Geschenk der Natur gesehen, sondern als ungleiche Ressource. Brüssel macht Sonnenlicht zum Steuerobjekt. Die Bürokratiekosten dürften aber rund ein Drittel der Einnahmen auffressen.
Auch innerhalb Deutschlands soll das greifen. Bayern hat mehr Sonne als Schleswig-Holstein. Macht nichts, dann gleicht man das eben aus. Und wenn die Statistik nicht reicht, hilft ein Bürokrat mit dem Taschenrechner nach.
Was kommt als Nächstes? Regensteuer? Windquote?
Die EU hat Geschmack gefunden, immer weitere Steuern zu erheben. Das ist die eine Sache. Weit verwerflicher ist, dass wir mit Steuern gesteuert werden.
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