Seit 2001 haben die USA $32 Millionen pro Stunde für Krieg ausgegeben

von Waking Times (theblogcat)
https://www.wakingtimes.com/2019/04/26/since-2001-we-have-spent-32-million-per-hour-on-war/

Diesen März jährte sich zum 16. Mal die von den USA angeführte Invasion in den Irak.

Im Jahr 2003 begründeten Präsident George W. Bush und seine Berater den Krieg mit der Idee, dass Saddam Hussein, der damalige Diktator des Irak, Massenvernichtungswaffen besaß – Waffen, die nie gefunden wurden. Dennoch geht Bushs „Global War on Terror“ all diese Jahre später weiter – im Irak und in vielen anderen Ländern.

Es ist ein guter Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, was dieser Krieg – der längste in der Geschichte der USA – die Amerikaner und andere auf der ganzen Welt gekostet hat.

Erstens, die wirtschaftlichen Kosten: Nach Schätzungen des Costs of War-Projekts am Watson Institute for International and Public Affairs der Brown University hat der Krieg gegen den Terror die Amerikaner seit 2001, als die USA in Afghanistan einmarschierten, unglaubliche 5,6 Billionen Dollar gekostet.

5.600 Milliarden Dollar. Diese Zahl beinhaltet nicht nur den Kriegsfonds des Pentagons, sondern auch zukünftige Verpflichtungen wie Sozialleistungen für eine ständig wachsende Zahl von Veteranen nach dem 11. September.

Für die meisten von uns ist eine so riesige Summe nicht begreifbar.





Sie bedeutet, dass die USA pro Stunde $32 Millionen ausgeben, so eine Berechnung des National Priorities Project beim Institute for Policy Studies.

Anders ausgedrückt: Seit 2001 hat jeder amerikanische Steuerzahler fast 24.000 Dollar für die Kriege ausgegeben – das entspricht der durchschnittlichen Anzahlung für ein Haus, für einen neuen Honda Accord oder ein Jahr an einer öffentlichen Universität.

So verblüffend diese Zahlen auch sein mögen, die Budgetkosten sind im Vergleich zur menschlichen Belastung gering.

Bis 2015, als das Costs of War-Projekt seine neuesten Ergebnisse herausgab, waren bis zu 165.000 irakische Zivilisten als direkte Folge des US-Krieges gestorben, dazu kamen rund 8.000 US-Soldaten und Militärdienstleister im Irak. (Anm.d.Ü.: Abgesehen von den 20 Veteranen, die sich jeden Tag das Leben nehmen)

Diese Zahlen sind nur noch weiter gestiegen. Bis zu 6.000 Zivilisten wurden 2017 durch US-geführte Angriffe im Irak und in Syrien getötet – mehr Zivilisten als in jedem anderen Jahr, so die Watchdog-Gruppe AirWars.

https://airwars.org/

Zusätzlich zu diesen direkten Todesfällen sind im Irak mindestens viermal so viele Menschen an den Nebenwirkungen des Krieges gestorben, wie Unterernährung, Umweltzerstörung und verschlechterte Infrastruktur.

So ist zum Beispiel seit der Invasion im Jahr 2003 die irakische Gesundheitsversorgung stark gesunken – mit bombardierten Krankenhäusern und Kliniken, gefährdeter Medikamenten- und Stromversorgung und Tausenden von Ärzten und medizinischem Personal, die aus dem Land fliehen.

Unterdessen breitet sich der Krieg weiter aus, nicht mehr nur in Afghanistan, Irak oder Syrien, wie viele Amerikaner glauben. Tatsächlich eskaliert das US-Militär ein finsteres Netzwerk von Anti-Terror-Operationen auf der ganzen Welt – in mindestens 76 Nationen oder 40 Prozent der Länder der Welt.

Im vergangenen Oktober gab es Nachrichten über vier Green Berets, die von einer Tochtergesellschaft des Islamischen Staats in dem westafrikanischen Land Niger getötet wurden, und gab den Amerikanern einen Eindruck davon, wie breit dieses Netzwerk ist. Und dazu kommen all die verheerenden Folgen des Militarismus für die Menschen in diesen Ländern.

Wir müssen uns fragen: Sind diese erstaunlichen Kosten es wert? Erreichen die USA etwas, das ihrem Ziel, die globale terroristische Bedrohung zu verringern, nahe kommt?

Die Antwort ist ein schallendes Nein.

Die Aktivitäten der USA im Irak und im Nahen Osten haben nur zu größeren politischen Umwälzungen und Unruhen geführt. Die von den USA geführte Koalition wird nicht als befreiende Kraft, sondern als Aggressor angesehen. Dies hat die Rekrutierung von Aufständischen angeheizt, und es gibt jetzt mehr terroristische Gruppen im Nahen Osten als je zuvor.

Solange sich nicht ein breiter Teil der amerikanischen Öffentlichkeit dafür einsetzt, den Krieg gegen den Terror zu beenden, werden diese explosionsartig ansteigenden Kosten – wirtschaftliche, menschliche, soziale und politische – einfach weiter steigen.

(Visited 2 times, 1 visits today)
Seit 2001 haben die USA $32 Millionen pro Stunde für Krieg ausgegeben
4 Stimmen, 5.00 durchschnittliche Bewertung (99% Ergebnis)

6 Kommentare

  1. Diese Rechnung scheint eine Milchmädchenrechnung zu sein. Wenn man es umrechnet wären dieses ca. 1.300 USD pro Kopf und Jahr. Jeder deutsche Steuerzahler zahlt für die Flüchtlinge ca. 600 USD pro Kopf und Jahr. Für die EU Bürokratie 250 USD, Für die Politiker in der BRD….usw. so zu addieren  ist Effekthascherei. 

    • Thukydides über die Ursache des Peloponnesichen Kriegs (I, 23):   “Den wahren Grund freilich, zugleich den meistbeschwiegenen, sehe ich im Wachstum Athens, das die erschreckten Spartaner zum Krieg zwang, aber die beiderseits öffentlich vorgetragenen Beschuldigung, derentwegen sie den Vertrag aufhoben und den Krieg anfingen, waren folgende:”

      Auch heute werden nur Vorwände vorgetragen, um den eigentlichen Grund zu verschleiern:  Amerikas Machtverlust wegen Überschuldung und potentiellem Staatsbankrott.  Der Hegemon ignoriert jedwedes internationales Recht oder Völkerrecht, um seine gefährdete Wirtschaftshegemonie wieder herzustellen:  deswegen rücksichtloser Kampf via Sanktionen gegen China, Rußland, Venezuela usw.

      Man beobachte argwöhnisch, wenn der "Wahrheits"-Rundfunk unser moralisches Empfinden gegen irgendjemand aufzuhetzen versucht.

      • Die USA haben zum 2. Mai sämtliche Ausnahmen vom Ölimport aus dem Iran aufgehoben.  Dies betrifft jedoch große und mächtige Abnehmer der Iraner, Alliierte der USA und nicht,  wie China, Japan, Taiwan und Süd-Korea.  Inwieweit die mit Israel verbündeten Saudis das vom Markt genommene Öl kompensieren können, ist unklar.  Das dadurch verursachte Steigen des Ölpreises würde allerdings die Kurse des IPO von Saudi Aramco steigen lassen. 

        Da diese großen Abnehmer die Schädigung ihrer Ökonomie sich unmöglich gefallen lassen können, würden sich die Amis erneut eine Niederlage einholen, wie schon in Syrien und Venezuela, es sei denn, sie würden wieder eine False Flag-OP durchführen, um ihre gewaltige Militärorganisation einsetzen zu können, die die derzeitige friedliche  Lage zu ihren Gunsten ändert und durch sie durch ihre orchestrierten internationalen Medien die Iraner eines moralischen Vergehens beschuldigen können.

  2. "War On Terror" oder "War Of Terror"? Das haben ein Großteil der Ami´s leider immer noch nicht verstanden und feiern weiter ihren Patriot-Act. Mit Bomben statt Feuerwerk. So verblendet…

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*