Schadenersatz: Muss der Steuerzahler Bayer retten

von WiKa (qpress)

BRDigung: Spätestens seit der Finanzkrise 2007 wissen wir wie wichtig die Banken für uns sind. Seither zeichnet es den Sozialstaat aus, dass er die Banken nebst dem Geldadel rettet, damit das Kapital nicht darben muss. Ähnliche Schlüsselpositionen bezüglich der Umverteilung von unten nach oben besetzen die Agrarkonzerne, denen es erlaubt ist unsere Lebensmittel zu manipulieren und patentieren zu lassen. Sie dürfen darüber hinaus, zur Ertragssteigerung, alles vergiften, was den gesunden Profitinteressen solcher Konzerne im Wege steht.

Gerade an dieser Stelle hat sich Deutschland, nicht nur in Europa, sondern weltweit einen sehr guten Namen erarbeitet. Es gilt somit als Gewissheit, dass Deutschland, also der „deutsche Steuerzahler“, jedes noch so unsinnige Konstrukt retten wird. Zumindest solange es Aussicht auf eine solide Entreicherung der Masse bietet, zugunsten einer kleinen Klientel, die des Geldes so dringend bedarf, wie der Krebspatient seiner Chemotherapie. So kam der Eigentümerwechsel bei Monsanto gerade noch zur rechten Zeit, bevor der Konzern über die dortigen US-Gerichte zu existenzbedrohenden Schadenersatzansprüchen verurteilt wurde. An dieser Stelle mehr dazu: Monsanto soll 290 Millionen Dollar an Krebskranken zahlen[SpeiGel auf Linie].

Deutschland taugt für jegliche Schadensbehebung

Gottlob ist das jetzt eine überwiegend Deutsche Angelegenheit. Damit scheint garantiert zu sein, dass alles wieder gut wird. Die vorherigen Monsanto-Aktionäre konnten gerade noch rechtzeitig mit 66,66 Milliarden Dollar abgefunden werden, bevor der Bayer-Monsanto Konzern nunmehr die anstehenden Schadenersatzforderungen exklusiv in Deutschland verbuchen darf. Die mit der Übernahme erreichte zentrale Zusammenführung aller weltweit auftretenden Schadenersatzansprüche gegen den neuen Konzern in Deutschland, gilt als der größte Erfolg dieser genialen Agro-Fusion.

Schadenersatz: Muss der Steuerzahler Bayer rettenGerade Gentechnik bei Pflanzen und hochwertige Gifte, gegen alles Leben, sind die klassisch deutschen Geschäftsfelder, die man nicht leichtfertig dem Rest der Welt überlassen darf. Neben den Schadenersatzklagen bezüglich Glyphosat als Krebserreger, ist es jetzt auch langsam mal an der Zeit die Schadenersatzansprüche der Vietnamesen auf Stichhaltigkeit zu überprüfen. Die Vietnamesen hatten bislang leider kaum Gelegenheit diesen Konzern wegen der Agent-Orange-Folgen zu verklagen. Auch das kann sich dank der Übernahme Monsantos jetzt alles grundlegend ändern.

Die Segnungen der Chemie sind kaum zu übersehen

Die Missbildungen beim Nachwuchs von Mensch und Tier bringen bis heute zirkusreife Kreaturen an den Tag. Bayer würde es lieber sehen, man refinanzierte deren Unterhalt mit Eintrittsgeldern für die Besichtigung. Allerdings gibt es da noch Leute, die das überaus pietätlos finden und lieber direkt gegen den Monster-Konzern klagen. Das geht in Deutschland auch grundsätzlich viel besser. Es kostet nur einen Bruchteil dessen, was für dasselbe in den USA aufgerufen wird. Hier ist die Gesundheit eines Menschen nach der Taxtabelle viel günstiger zu ruinieren als in den USA.

Dennoch bleibt abzuwarten, wann sich die kommerzielle Verwertung des Gift-Elends zu dessen Folgenbehebungsrefinanzierung endgültig durchsetzt. Eigentlich sollte die Gesellschaft hier längst reif genug für den Anblick als auch den Aspekt der sich selbst finanzierenden Verwertung des Elends sein. Sollten die Einnahmen daraus einmal des Maß der geforderten Wiedergutmachung überschreiten, stünde es den Konzernen frei entsprechende Beteiligungen daran einzufordern. Schließlich wäre das neue Geschäftsfeld ohne ihre chemischen Missbildungsmittelchen niemals entstanden.

Mordsgeschäft durch gelungene Übernahme

Jetzt hat Bayer mit der Übernahme von Monsanto mehr oder minder das Mordsgeschäft des Jahrhunderts gemacht. In Verbindung mit den Anstehenden Schadenersatzansprüchen aus aller Herren Länder, wird der Konzern zum ganzen Stolz aller Deutschen. So ein Flaggschiff will man sich so schnell von diesen ausländischen Kräften nicht versemmeln lassen, wie schon damals bei den Banken, bei deren Rettung sich der Sozialstaat final bewährte. Grund genug, bereits heute über umfassende Rettungsmaßnahmen des Steuerzahlers, zugunsten des unfehlbaren Bayer-Monsanto Konzerns, nachzudenken. Das Steuervieh aus bundesdeutscher Niederhaltung wird es der Regierung danken.

Schadenersatz: Muss der Steuerzahler Bayer rettenNatürlich wird sich Bayer-Monsanto nicht ausschließlich auf die Rettung durch den Steuerzahler verlassen können. Deshalb meldet der Konzern jetzt auch auf natürliche Pflanzen fix noch Patente an. Damit kann am Ende sogar Mutter Natur noch das Überleben des Konzerns sichern. Das ergibt umso mehr Sinn, falls die Gifte des Konzerns mal versehentlich einen Großteil der Menschheit dahinraffen sollten. Das Europäische Patentamt hat da offensichtlich Mitleid mit dem Konzern. Es patentierte dem Konzern schon mal einen nicht patentfähigen Broccoli, wie man hier nachlesen kann: EU-Skandal: Monsanto-Bayer meldet Patent auf natürlichen Brokkoli an. Auch das sollte man als gutes Vorzeichen werten, dass der Konzern selbst nach dem Ableben des Steuerzahlers noch gute Überlebenschancen hat. Schließlich benötigt der überlebende Teil der Menschheit immer noch patentierte Lebensmittel. Die nicht patentierten Pflanzen sollten bis dahin längst erfolgreich als Schädlingspflanzen totgespritzt sein.

Schadenersatz: Muss der Steuerzahler Bayer retten
5 Stimmen, 5.00 durchschnittliche Bewertung (99% Ergebnis)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere