Russland sollte Europa die rote Karte zeigen

Finian Cunningham (antikrieg)

Die Arroganz der Europäischen Union gegenüber Russland ist zu weit gegangen, nachdem der Block diese Woche Moskau wegen der dubiosen Navalny-Affäre mit Sanktionen belegt hat.

Seit Wochen häufen sich die Andeutungen, dass die russische Regierung irgendwie für die angebliche Vergiftung der Oppositionsfigur Alexej Navalny verantwortlich sei. Nun hat die Europäische Union die Unterstellung des Fehlverhaltens durch die Verhängung von Sanktionen gegen mehrere hohe russische Beamte formalisiert.

Wir waren hier schon früher mit ähnlichen Provokationen konfrontiert, darunter die Skripal-Farce, der Abschuss eines malaysischen Flugzeugs über der Ukraine und fadenscheinige Behauptungen, Russland bedrohe die europäische Sicherheit, um nur einige zu nennen.

Dies ist jedoch ein lächerlicher Schritt zu weit. Es wurden keine Beweise zur Untermauerung der europäischen Behauptungen gegen Russland in Bezug auf die Navalny-Saga vorgelegt. Alle Bemühungen Moskaus um Zusammenarbeit bei der Untersuchung dessen, was geschah, als er am 20. August erkrankte, wurden abgeblockt.

Russland war von Anfang an transparent. Navalny wurde erlaubt, umgehend zur medizinischen Behandlung nach Deutschland zu reisen. Und russische Ärzte, die ihm das Leben retteten, legten analytische Daten vor, die zeigten, dass es in seinem Körper keine toxische Substanz gab. Dennoch haben die Deutschen alle russischen Forderungen nach gegenseitiger Transparenz von ihrer Seite zurückgewiesen, um ihre außergewöhnlichen Behauptungen zu untermauern, dass Navalny mit einem militärischen Nervengas vergiftet wurde.

Der russische Dissident wurde von den europäischen Führern in absurder Weise als internationaler Staatsmann gepriesen und in den Medien in den Vordergrund gerückt, um skurrile Behauptungen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufzustellen.

Die verblüffende Vernachlässigung des Rechtsweges durch die Europäer sowie die Missachtung diplomatischer Normen in ihrer Kommunikation mit Moskau zeigen, dass sie normaler bilateraler Beziehungen unwürdig sind. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte diese Woche Recht, als er vorschlug, dass Moskau künftig den Dialog mit den europäischen Hauptstädten abbrechen könnte.

Navalny ist eine zwielichtige Gestalt, von der manche sagen würden, sie sei eine professionelle Eintagsfliege, die im Auftrag der westlichen Geheimdienste arbeitet, um die russische Innenpolitik zu verschlimmern und im Gegenzug Futter für die ausländische Einmischung in die Angelegenheiten Russlands zu liefern.





Die Tatsache, dass diese zwielichtige Persönlichkeit – die innerhalb Russlands kaum öffentliche Unterstützung genießt – von westlichen Regierungen und Medien gepriesen und gefeiert wird, verdeutlicht die wahre Agenda gegenüber Russland. Nämlich der Regimewechsel.

Die empörende Verletzung diplomatischer und rechtlicher Normen im Zusammenhang mit der seltsamen Navalny-Affäre durch die Europäische Union zeigt, dass europäische Politiker ihn insgeheim für legitimer halten als die gewählte Regierung in Russland.

Die Doppelmoral und Heuchelei hier ist erschütternd. Russland wird routinemäßig beschuldigt, sich in westliche so genannte Demokratien einzumischen, und doch sind sie es, die versuchen, mit Pferd und Wagen durch die souveränen Angelegenheiten Russlands zu fahren, während sie seine politischen Führer mit Beleidigungen überhäufen.

Das ist also der Dank, den Russland erhält? Wenn Russland nicht in Syrien eingegriffen hätte, um diesen Krieg zu beenden, würde die levantinische Nation höchstwahrscheinlich von kopfabschlagenden Dschihadisten überrannt werden, die sich in Scharen auf den Weg nach Europa machen würden.

Das ist der Dank, den Russland dafür erhält, dass es Europa jahrzehntelang mit wirtschaftlichem Kohlenwasserstoff-Treibstoff versorgt hat.

Das ist der Dank, den Russland dafür erhält, dass es versucht, den Frieden und die strategische Stabilität von Atomwaffen auf dem europäischen Kontinent zu erhalten, während Europas so genannter amerikanischer Verbündeter sein Bestes tut, um Rüstungskontrollverträge zu zerreißen und einen Schatten der Vernichtung über Europa zu werfen.

Das ist der Dank, den Russland dafür erhält, dass es Europa vor sieben Jahrzehnten vor Faschismus und Völkermord gerettet hat, nur dass dieses edle Opfer mit schmutzigen revisionistischen Ansprüchen auf Russland zurückgeworfen wurde.

Zu lange hat Russland westliche Staaten als „Partner“ bezeichnet, während die Realität so aussieht, dass Washington und seine europäischen Vasallen auf höchst feindselige und antagonistische Weise handeln, um Russland zu schaden.

Die Welt verändert sich, und der globale Dreh- und Angelpunkt befindet sich nicht mehr in den zerfallenden, bankrotten westlichen Altnationen. Russland kann auf das Wachstum Chinas und Eurasiens als den zukünftigen Motor der Entwicklung blicken. Moskau sollte den Europäern höflich aber bestimmt sagen, dass ihre dummen, erniedrigenden Sanktionen Konsequenzen haben. Europa sanktioniert sich selbst davon, das Privileg normaler Beziehungen zu Russland zu haben.

Es ist an der Zeit, dass Russland Europa (und den Vereinigten Staaten von Amerika) ein paar rote Karten für ihr offensives Verhalten zeigt. Die Abkehr vom Nord-Stream-2-Projekt, an dem die Europäer und Amerikaner viel zu lange herumgepfuscht haben, könnte eine solche Rote Karte sein. Lassen Sie die Europäer für das teure Gas bezahlen, das ihre Führer anscheinend haben wollen, und lehnen Sie sich dann zurück und sehen Sie zu, wie die sozialen Revolten in Europa wüten.

Es fällt ihnen auf ihre eigenen Köpfe.

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Russland sollte Europa die rote Karte zeigen
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11 Kommentare

  1. Man kann mit westlichen Vollidioten nicht normal Reden. Sie verstehen einfach nicht die kleinsten Dinge.

    Das beste Beispiel ist die deutsche Quasselbude. Bei Reden der AfD Abgeordneten, beginnt ein Schreien und kreischen, welches einfach aussagt, das sie da nicht folgen können! Weil einfach zu blöd!

  2.  "Rote Karte" bedeutet Platzverweis.Was eigentlich nur bezüglich des eigenen Territoriums gelten kann. Warum sollte Rußland das tun? Dann sind sie wieder "die Bösen" und zur Verfolgung eigener Ziele ist es auch nicht förderlich! Also wird in voller Mannschaftsstärke weitergespielt! Was EU da veranstaltet, gegenüber Rußland, kann eh nicht ernst genommen werden! Das ist sowas von lächerlich!.

  3. Russland könnte in Null Komma Nix den Gashahn für Europa zudrehen und der EU die rote Karte zeigen. Machen sie aber zum Glück nicht, weil sie wissen, dass sie damit das gemeine Volk treffen würden. Ich bin mal gespannt, wann die Berliner und Brüsseler Verwaltungskasper einen ordentlichen Tritt der Alliierten in den Hinter bekommen. Zeit wird es!

    • Den Gashahn hat Russland noch nie dicht geschoben,
      allein darum sind es gute, zuverlässige & vernünftige 
      Menschen und unsere Freunde.
      Wir sind sowieso alle verwandt.
      Absoluter Schwachsinn dagegen ankämpfen zu wollen,
      von diesen völlig beknackten BRD-Irrlichtern hierzulande.
      Aber sie repräsentieren uns im Ausland? Kotze.

  4. Die Rote Karte sollte den widerlichen EU, US und NATO – Strategen schon lange gezeigt werden. Ich bewundere die Gleichmut der RF, die sich Gott sei Dank nicht herausfordern läßt.

    Es  lohnt sicih nicht mehr, über die Unperson Merkel & CO zu schreiben……

    • Das stimmt, Tusculum. In Nachsicht & Engelsgeduld waren die Russen immer schon erstaunlich. Von wegen Aggressor. Langsam wirklich nur noch peinlich und dient uns allein dem Fremdschämen, wie 00Maasmän, AKK0815 und Konsorten agieren. Verteidigungsminister Shoigu hat neben Lawrow ebenfalls festgestellt: "Mit denen kann man nicht vernünftig reden." Recht hat er! Mit Bekloppten spricht man nicht. Die Russen wissen, daß das nicht "wir" sind! Aber wie kann man sich auf internationaler Bühne nur so verhalten? Gilt für Brüssel sowieso, Katastrophe.

      Vor allem, aus welcher "Position der Stärke" heraus wollen sie Sanktionen verhängen? Haha! Wollen sie, das Russland sich totlacht statt einzumarschieren? Das könnte funktionieren?
      Eben der übliche Größenwahn im Todeskampf.

      Wenn in USA die Obama-Clinton-Biden-Bombe platzt, ist auch Ferkill´s gesamte Bande dran. Dann fliegt hier alles auseinander. Mindestens deswegen! Kerbholz gar nicht lang genug. USA jagen & verurteilen Terroristen weltweit. Völlig egal welcher Nation die entstammen…das Recht nehmen sie sich. Und natürlich tragen sie auch Verantwortung für dieses Wirtschaftsgebiet. Wir sind schließlich kein Staat.

      Also gut für uns, wenn diese Gestalten sich nicht nur national- sondern auch international weiter isolieren (G7) und völlig blamieren, umso schneller sind sie weg. Jeder sieht und weiß mittlerweile, was für krimineller Unrat das ist. In den USA wird entschieden werden, wie es mit uns weitergeht (alles Delaware-Firmen). Können wir Wehrlose momentan nix machen, außer Generalstreik natürlich. Freiwilliger Lockdown! Aber das Land ist zu gespalten, zu verstrahlt & desinformiert. Hmm. Müßen wir Geduld haben.

      Russland hat jedenfalls gesagt, daß es nirgendwo einmarschieren wird, außer jemand schreit ganz laut um Hilfe. Dann sind sie in 36 Stunden vor Ort. Wie in Syrien oder Italien, selbst Masken in die USA. Sehr gute Freunde! Mit denen verdirbt man sich´s doch nicht! Außer man verfolgt andere Pläne. Aber dafür ist es nach Jelzin wohl etwas zu spät?
      Guten Morgen Atlantikbrücke! Oder Gute Nacht.

      • Lawrow sagte, die Russen werden jetzt ihre Diplomaten aus Brüssel zurückziehen(, weil die EU echt eine Lachnummer ist, meinen vermutlich auch Johnson und Trump.)  Recht so, die EU hat es in keiner Weise verdient, diplomatisch anerkannt zu werden.  Je mehr die EU sich selbst isoliert, um so früher wird sie zu unser aller Wohlergehen zusammenklappen, diese verdammte Migranten-Einschleußorganisation!

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