Russische Perspektiven

Putins rechte Hand Nikolai Patruschew im Interview: „Die Wahrheit ist auf unserer Seite“ – über das Timing der Sonderoperation Russlands in der Ukraine.

Die Sonderoperation in der Ukraine hat die Konfrontation zwischen Russland und den westlichen Ländern unter Führung der Vereinigten Staaten auf einen Höhepunkt gebracht. Die Kämpfe finden nicht nur in den Weiten der Ukraine statt, sondern auch auf der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Ebene.

Quelle: laufpass

Welche Bedrohungen drohen Russland und wie lange kann die Sonderoperation noch andauern, erklärte der Sekretär des Sicherheitsrates der Russischen Föderation Nikolai Patruschew gegenüber AiF.

Was versucht der Westen zu tun?

Gleb Ivanov, AiF.ru: Die Vereinigten Staaten und andere westliche Staaten dämonisieren Russland ganz offen und gehen zu direkten Beleidigungen über. Was hat das zu bedeuten?

Nikolai Patruschew: Der Stil der Angelsachsen hat sich seit Jahrhunderten nicht geändert. Und so diktieren sie der Welt auch heute noch ihre Bedingungen und treten die souveränen Rechte der Staaten rücksichtslos mit Füßen. Unter dem Deckmantel des Kampfes für Menschenrechte, Freiheit und Demokratie setzen sie in Wirklichkeit die Doktrin der „goldenen Milliarde“ um, die besagt, dass nur eine begrenzte Anzahl von Menschen in dieser Welt gedeihen kann. Das Schicksal des Rests, so glauben sie, besteht darin, sich im Namen ihres Ziels zu beugen.

Um den Wohlstand einer Handvoll Magnaten in der Londoner City und an der Wall Street zu mehren, verursachen die vom Großkapital kontrollierten Regierungen der Vereinigten Staaten und Großbritanniens eine Wirtschaftskrise in der Welt, die Millionen von Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika zum Hungertod verurteilt und ihren Zugang zu Getreide, Düngemitteln und Energieressourcen einschränkt. Durch ihr Handeln provozieren sie Arbeitslosigkeit und eine Migrationskatastrophe in Europa. Sie sind am Wohlstand der europäischen Staaten nicht interessiert und tun alles, um sie vom Sockel der wirtschaftlich entwickelten Länder zu stoßen. Und um die bedingungslose Kontrolle über diese Region zu erlangen, wurden die Europäer auf einen Stuhl mit zwei Beinen namens NATO und EU gesetzt, wobei sie verächtlich zusahen, wie sie balancierten.

Heute wird zunehmend behauptet, dass westliche Pharmaunternehmen an der Verbreitung gefährlicher Krankheiten und an der täglichen Abhängigkeit der Menschheit von Medikamenten interessiert sind…

Einige Experten äußern sich zu der von Menschen verursachten Coronavirus-Infektion und glauben, dass sie in den Labors des Pentagons mit Hilfe einiger großer multinationaler Pharmaunternehmen erzeugt worden sein könnte. Clinton-, Rockefeller-, Soros- und Biden-Fonds waren mit staatlichen Garantien an dieser Arbeit beteiligt. Anstatt sich um die Gesundheit der Menschheit zu kümmern, gibt Washington Milliarden für die Erforschung neuer Krankheitserreger aus. Darüber hinaus wendet die westliche Medizin zunehmend gentechnische, synthetische biologische Methoden an und verwischt damit die Grenze zwischen künstlich und natürlich.

Washington heckt Pläne aus, Russland als terroristisches Land anzuerkennen, einige Länder wie Litauen weisen Russland bereits offiziell einen solchen Status zu…

Wie man so schön sagt: Einem Dieb geht der Hut hoch. Heute ist es einfacher zu sagen, welche der größten internationalen Terrororganisationen nicht mit amerikanischer Hilfe entstanden sind. Die Vereinigten Staaten nutzen sie weitgehend als Instrument der geopolitischen Konfrontation, auch mit unserem Land. Mitte der 1980er Jahre wurde Al-Qaida unter der Kontrolle amerikanischer Geheimdienste auf afghanischem Boden gegründet, um sich gegen die Sowjetunion zu stellen. In den 1990er Jahren schufen die Vereinigten Staaten die Taliban-Bewegung, um Einfluss auf Afghanistan und Zentralasien zu nehmen.

Geleitet von ihren angeblichen „nationalen Interessen“ stürzten die Vereinigten Staaten unliebsame Regime in Libyen und im Irak mit Waffengewalt und versuchten dies auch in Syrien. Und in allen Fällen sind es vor allem radikale Gruppen, deren weiterer Zusammenschluss nach Al-Qaida und den Taliban, die den Amerikanern außer Kontrolle geraten sind, zur Schaffung eines terroristischen Monsters namens Islamischer Staat geführt hat.

Es ist auch bekannt, dass Washington herzliche Beziehungen zu neonazistischen Schlägern in der Ukraine unterhält.

Was bedeutet Entnazifizierung?

Die Neonazis in der Ukraine sind immer noch sehr umstritten. Im Westen wird einhellig behauptet, sie seien nicht dort. Präsident Biden, der den Kongress um Waffenlieferungen in Milliardenhöhe an die Ukraine bittet, bezeichnet dieses Land als die vorderste Front im Kampf für die Freiheit…

Wahrscheinlich werden die Menschen im Westen ihre rosarote Brille erst abnehmen, wenn die verrohten ukrainischen Schläger auf ihren Straßen zu wüten beginnen. Übrigens, nicht nur in Europa. Erinnern Sie sich an die jüngste Schießerei in der amerikanischen Stadt Buffalo. Ich möchte die Amerikaner fragen, worin der Unterschied zwischen einem Neonazi, der in einem Supermarkt Menschen erschießt, und den militanten Asow-Kämpfern besteht, die die Zivilbevölkerung des Donbass Tag für Tag, Jahr für Jahr, erniedrigen und zerstören?

Was ist mit Entnazifizierung gemeint? In den letzten Monaten wurde viel darüber gesprochen, aber nicht jeder versteht diesen Begriff.

Alles wird klar, wenn Sie sich an die Geschichte erinnern. Während der Potsdamer Konferenz unterzeichneten die UdSSR, die USA und Großbritannien ein Abkommen über die Ausrottung des deutschen Militarismus und Nazismus.

Entnazifizierung bedeutete eine Reihe von Maßnahmen. Neben der Bestrafung von Nazi-Verbrechern wurden die Gesetze des Dritten Reiches aufgehoben, die Diskriminierung aufgrund von Rasse, Nationalität, Sprache, Religion und politischer Überzeugung legalisierten. Nazi-Doktrinen und militaristische Lehren wurden aus der Schulbildung entfernt.

Unser Land hat sich 1945 solche Ziele gesetzt, und wir setzen uns jetzt die gleichen Ziele, um die Ukraine vom Neonazismus zu befreien. Damals waren jedoch England und die USA auf unserer Seite. Heute haben diese Länder eine andere Position eingenommen, unterstützen den Nazismus und gehen aggressiv gegen die meisten Länder der Welt vor.

Was wird mit der Ukraine geschehen?

Einige unserer Leser äußern sich manchmal besorgt, wie sie schreiben, über „die Verzögerung des Zeitplans für die Sonderoperation in der Ukraine.“

Wir jagen keinen Fristen hinterher. Der Nationalsozialismus muss entweder zu 100% ausgerottet werden, oder er wird in einigen Jahren wieder auftauchen, und zwar in einer noch hässlicheren Form.

Wie schätzen Sie die Chancen für einen erfolgreichen Abschluss der Sonderoperation ein?

Alle Ziele, die sich der russische Präsident gesetzt hat, werden erfüllt werden. Es kann gar nicht anders sein, denn die Wahrheit, auch die historische Wahrheit, ist auf unserer Seite. Nicht umsonst hat General Skobelev einmal gesagt, dass nur unser Land sich den Luxus leisten kann, aus Mitgefühl zu kämpfen. Mitgefühl, Gerechtigkeit, Würde sind starke, verbindende Ideen, die wir immer in den Vordergrund gestellt haben und stellen werden.

Und welches Schicksal erwartet die Ukraine? Wird sie als Staat überleben?

Das Schicksal der Ukraine wird von den Menschen bestimmt, die auf ihrem Territorium leben. Ich möchte Sie daran erinnern, dass unser Land nie das Schicksal souveräner Mächte kontrolliert hat. Im Gegenteil, wir haben ihnen geholfen, ihre Staatlichkeit zu verteidigen. Wir haben die USA während ihres Bürgerkriegs unterstützt. Frankreich hat wiederholt Hilfe erhalten. Auf dem Wiener Kongress 1815 ließen sie es nicht zu, dass es gedemütigt wurde, und während des Ersten Weltkriegs haben sie Paris zweimal gerettet. Es war die UdSSR, die es den Briten und Amerikanern 1945 nicht erlaubte, Deutschland in viele Staaten aufzuteilen. Die entscheidende Rolle Moskaus bei der Wiedervereinigung Deutschlands, die vor allem von den Franzosen und Briten abgelehnt wurde, ist allgemein bekannt. Russland spielte eine ebenso wichtige Rolle in der Geschichte der polnischen Staatlichkeit. Gleichzeitig verdrängt der Westen heute auf jede erdenkliche Weise den Beitrag unseres Landes zur Erhaltung anderer Staaten.

Übrigens, Finnland, das jetzt der NATO beitreten will, wurde auch als Staat innerhalb des russischen Reiches gegründet?

Da haben Sie Recht. Außerdem hat Finnland den Zweiten Weltkrieg, obwohl es auf der Seite Deutschlands stand, dank der Position Moskaus mit minimalen Schäden überstanden. Jetzt hat man Finnland zusammen mit Schweden dazu überredet, der NATO beizutreten, angeblich zu ihrer eigenen Sicherheit. Die Türkei und Kroatien sind jedoch dagegen, aber ich denke, Helsinki und Stockholm werden trotzdem in den Block aufgenommen, weil Washington das so beschlossen hat, ebenso wie Brüssel, das von ihnen kontrolliert wird. Der Wille anderer Völker interessiert die Führung der Vereinigten Staaten nicht, obwohl ich glaube, dass viele Einwohner dieser Länder verstehen, in welches Abenteuer sie hineingestoßen werden.

Die NATO ist kein defensiver, sondern ein rein aggressiver, offensiver Militärblock, und der Beitritt zu ihr bedeutet die automatische Übertragung eines erheblichen Teils ihrer Souveränität an Washington. Wenn sich die militärische Infrastruktur der Allianz auf das Territorium Finnlands und Schwedens ausdehnt, wird Russland dies als direkte Bedrohung seiner eigenen Sicherheit wahrnehmen und gezwungen sein, darauf zu reagieren.

Die NATO-Mitglieder nicken den Finnen und Schweden in der Ukraine beharrlich zu…

Aber die Logik ist hier das Gegenteil. Es war die tatsächliche Führung der NATO-Mitglieder durch die Kiewer Behörden, die zu dem katastrophalen Szenario geführt hat. Wäre die Ukraine unabhängig geblieben und nicht von dem derzeitigen Marionettenregime kontrolliert worden, das von der Idee besessen ist, der NATO und der EU beizutreten, dann hätte sie schon längst alle bösen Geister der Nazis aus ihrem Land vertrieben. In der Zwischenzeit wird ein endlos schwelender Konflikt in diesem Land als ideales Szenario für die gesamte nordatlantische Allianz unter Führung der Vereinigten Staaten angesehen. Der Westen braucht die Ukraine als Gegengewicht zu Russland und auch als Testgebiet für die Entsorgung veralteter Waffen. Indem sie die Feindseligkeiten anheizen, pumpen die Vereinigten Staaten Geld in ihren militärisch-industriellen Komplex und bleiben, wie in den Kriegen des 20. Jahrhunderts, auf der Gewinnerseite. Gleichzeitig betrachten die Vereinigten Staaten die Einwohner der Ukraine als Verbrauchsmaterial, das keinen Platz in der „goldenen Milliarde“ hat.

Vergessene Geschichte

Apropos Milliarden. Zelensky sagt, Russland müsse Reparationen an die Ukraine zahlen…

Russland hat das Recht, Reparationen von den Ländern zu verlangen, die die Nazis in der Ukraine und das kriminelle Kiewer Regime unterstützt haben. Die DVR und die LPR sollten von ihnen eine Entschädigung für alle materiellen Schäden für 8 Jahre Aggression verlangen. Und das ukrainische Volk selbst verdient Reparationen von den Hauptverursachern des Konflikts, d.h. den Vereinigten Staaten und Großbritannien, die die Ukrainer zum Kampf zwingen, die Neonazis unterstützen, sie mit Waffen versorgen und ihre Militärberater und Söldner schicken.

Viele Ukrainer glauben leider immer noch, was der Westen und das Kiewer Regime ihnen erzählen. Die Ernüchterung wird früher oder später kommen. Sie müssen erst noch die Augen öffnen und sehen, dass das Land in Wirklichkeit gar nicht existiert, dass der Genpool des Volkes, sein kulturelles Gedächtnis von den Westlern zerstört und durch rabiate Genderkonzepte und leere liberale Werte ersetzt wird.

Das Vergessen der Geschichte und die Abkehr von ihren Werten ist offenbar nicht nur für die Ukrainer ein Problem?

Ja, natürlich. Letztes Jahr besuchte ich das Museum des Großen Vaterländischen Krieges in Minsk. Die Fremdenführerin erzählte mir ihre Eindrücke vom Besuch einer Gruppe von Studenten aus den Vereinigten Staaten, die während der gesamten Führung daran zweifelten, ob ihnen im Museum die Wahrheit gesagt wurde, weil sie naiv glaubten, dass es Amerika war, das Nazi-Deutschland besiegt hat.

Leider halten einige Schullehrer in unserem Land an einer solchen falschen Version der schicksalhaften Ereignisse fest. Sie verdrehen die Tatsachen und die Lehre. Dem Thema des Heldentums des sowjetischen Volkes in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges wird im Geschichtsunterricht nur wenig Zeit eingeräumt, und in den Schulbüchern wird es oft nur oberflächlich beschrieben. Das Ergebnis ist, dass nur wenige Gymnasiasten die Namen derjenigen nennen können, die 1945 unter Einsatz ihres eigenen Lebens den Sieg errungen haben, und fast niemand hat von den Helden des Ersten Weltkriegs oder des Vaterländischen Krieges von 1812 gehört.

Kampf um die Erinnerung

Was ist Ihrer Meinung nach der Grund dafür?

Zuallererst müssen wir uns die Ausbildung der Lehrkräfte ansehen. Es ist an der Zeit, sich auf die Gedanken von Ushinsky und Makarenko zu besinnen, dass der Lehrer die Persönlichkeit des Schülers formt und dass seine Berufung nicht in der Erbringung von Dienstleistungen, sondern in der Aufklärung, Bildung und Erziehung bestehen sollte. Spezialisierte Universitäten sollten künftige Lehrer zu hochkarätigen Meistern ausbilden und sie nicht am Fließband produzieren.

Lehrer nehmen einen besonderen Platz im Leben eines jeden Bürgers ein. Daher ist eine willkürliche Interpretation der Welt- und Nationalgeschichte durch einzelne Lehrer, die die Autorität unseres Landes untergräbt und die Köpfe der Kinder auf der Grundlage falscher Fakten und Mythen programmiert, inakzeptabel. Die psychologische Manipulation der Jugend, die Kluft zwischen den Generationen, die Verzerrung der historischen Wahrheit – all das ist unvereinbar mit der beruflichen Berufung eines Lehrers.

Ich erinnere mich an den Bismarck zugeschriebenen Ausspruch, dass „Schlachten von Lehrern gewonnen werden“.

Meiner Meinung nach ist der Gedanke durchaus zutreffend. Vor allem unter den Bedingungen des hybriden Krieges, der jetzt gegen Russland geführt wird. Und in diesem Krieg stehen die Lehrer an vorderster Front. Die Leiter von Bildungseinrichtungen, deren Absolventen keine Bücher über das Heldentum des sowjetischen Volkes während des Großen Vaterländischen Krieges in der Hand hatten oder nur eine vage Vorstellung von den Heldentaten derer haben, die für das Vaterland gekämpft haben, müssen persönlich zur Verantwortung gezogen werden.

Es ist unmöglich, das Thema der patriotischen Erziehung der Jugend auf außerschulische Aktivitäten zu verlagern. In den Berichten wird dies alles schön beschrieben, aber es gibt kein Ergebnis. In einigen Schulen, einschließlich Privatschulen, gilt das Wort ‚Patriotismus‘ als veraltet.

Was schlagen Sie vor, um diese Situation zu ändern?

Es ist notwendig, die Autorität von Lehrern zu erhöhen, die ihrem Beruf treu sind und ihr Leben der Erziehung wahrer Patrioten widmen. Die wichtigste Aufgabe ist heute die Wiederbelebung der historischen Traditionen sowie der Schutz der traditionellen russischen geistigen und moralischen Werte. Um sie zu lösen, bedarf es eines systematischen Ansatzes bei der Erziehung und Bildung. Es ist notwendig, das staatliche Programm in diesem Bereich in allen Phasen der Reifung eines Menschen und seiner Bildung als Bürger umzusetzen. Es sollte ein umfassendes Modell für diesen Prozess entwickelt werden.

Gegenwärtig werden unsere Studenten und Lehrer aus dem westlichen Wissenschafts- und Bildungsbereich verdrängt. Ich halte es für ratsam, das so genannte Bildungssystem des Bologna-Prozesses aufzugeben und zu den Erfahrungen mit dem weltweit besten einheimischen Bildungsmodell zurückzukehren.

Darüber hinaus ist es notwendig, den Umfang des staatlichen Auftrags für die Schaffung von Literatur- und Kunstwerken, Filmen und Fernsehprogrammen deutlich zu erhöhen, die darauf abzielen, die historische Erinnerung zu bewahren, Stolz auf unser Land zu wecken und eine reife Zivilgesellschaft zu bilden, die sich der Verantwortung für ihre Entwicklung und ihren Wohlstand bewusst ist.

Nur so werden wir in der Lage sein, den Bedrohungen und Herausforderungen, die vom kollektiven Westen ausgehen und das Bewusstsein des Einzelnen, der Gruppe und der Öffentlichkeit beeinflussen, erfolgreich zu begegnen.


Nikolai Patruschew: Als Putin 1999 erstmals Ministerpräsident wurde, übernahm Patruschew sein bisheriges Amt als sein Nachfolger des FSB, des russischen Inlandsgeheimdienstes. Seit 2008 ist Patruschew der Sekretär des Sicherheitsrates Russlands und gehört damit zu den unmittelbaren Beratern Putins in Fragen der nationalen Sicherheit. Patruschew wird immer wieder als möglicher Nachfolger von Putin genannt.


Quelle: https://aif.ru/politics/world/pravda_na_nashey_storone_nikolay_patrushev_o_srokah_specoperacii

Englische Version hier: https://thesaker.is/truth-is-on-our-side-about-the-timing-of-the-special-operation-nikolai-patrushev/

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Russische Perspektiven
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17 Kommentare

  1. Die Deutschen wurden erzogen, sich nach 1945 an das Sklavendasein im goldenen Käfig zu gewöhnen. Die Frage ist, wie sie mit der veränderten Lebenslage in Zukunft zurechtkommen werden, wo alles viel schwieriger ist, weil wir kein homogenes Volk mehr sind.

    Sie haben im Zweiten Weltkrieg als Soldaten tapfer gekämpft und mußten dann feststellen, daß Millionen ihrer Frauen von den Feinden vergewaltigt wurden. Das drückt natürlich auf das nationale Selbstbewußtsein.

    Geschichte der „Anonyma“ vom 20. April bis 22. Juni 1945 in Berlin:

    https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?sts=t&cm_sp=SearchF-_-home-_-Results&tn=Eine%20Frau%20in%20Berlin

    https://www.zvab.com/servlet/BookDetailsPL?bi=31156783503&searchurl=sortby%3D20%26tn%3DEine%2BFrau%2Bin%2BBerlin&cm_sp=snippet-_-srp1-_-title2

    „Eben will ich treppauf steigen, da umfaßt mich von hinten im Dunkeln einer, der lautlos hinterdreinschlich.

    Riesenpratzen, Schnapsdunst. Mein Herz hüpft wie verrückt. Ich flüstere, ich flehe: „Nur einer, bitte, bitte, nur einer. Meinetwegen Sie. Aber schmeißen Sie die anderen raus.“

    Er verspricht es flüsternd und trägt mich wie ein Bündel auf beiden Armen durch den Korridor. Ich ahne nicht, welcher von den vieren es ist, wie er aussieht. Im dunklen, fast gänzlich scheibenlosen Vorderzimmer lädt er mich auf der kahlen, abgedeckten Bettstatt des früheren Untermieters ab. Ruft dann ein paar grobe Stummelsätze in Richtung Küche durch den Gang [zu den anderen], klinkt die Tür hinter sich zu und legt sich im Dunkeln zu mir. Ich friere erbärmlich und bitte und bettle, mich doch nebenan ins aufgeschlagene Bett zurückzulassen. Er will nicht, scheint die Rückkehr der Witwe zu befürchten. Erst nach einer halben Stunde, als alles ruhig geblieben, ist er zum Umzug zu bewegen.

    Das Automatengewehr klirrt nun am Bettpfosten; seine Mütze hat der Mann auf den Pfostenknauf gestülpt. Still für sich hat inzwischen das Talglicht weitergebrannt. Petka, so nennt sich der Soldat, hat einen Stiftskopf, blondes Borstenhaar wächst ihm dreieckig in die Stirn, es faßt sich an wie Sofaplüsch. Im übrigen ein Riese, breit wie ein Schrank, mit Holzfällerpratzen und weißen Zähnen. Ich bin so müde, so kaputt, weiß kaum noch, wo ich bin. Petka murkst herum, er ist aus Sibirien, naja. Sogar die Stiefel hat er jetzt ausgezogen. Mir ist taumelig, ich bin nur noch halb da, und diese Hälfte wehrt sich nicht mehr, sie fällt gegen den harten, nach Kernseife riechenden Leib. Endlich Ruhe, Dunkelheit, Schlaf.

    Früh um vier kräht der Hahn, den der Troß mit sich führt. Ich bin gleich hellwach, ziehe meinen Arm unter Petka hervor. Der zeigt lächelnd seine weißen Zähne. Steht flink auf, erklärt mir, daß er jetzt Wache habe, daß er jedoch bestimmt um sieben Uhr wiederkehren werde – ganz bestimmt! Und er zerquetscht mir zum Abschied beinah die Finger.“

    Nach mehrfacher weiterer Vergewaltigung nach Petka entschließt sich Anonyma nur einem einzigen Russen mehr zur Verfügung zu stehen, einem höheren Offizier, der sie vor den mehrfachen Vergewaltigungen schützen kann.

    „Als ich aufstand, Schwindel, Brechreiz. Die Lumpen fielen mir auf die Füße. Ich torkelte durch den Flur, an der schluchzenden Witwe vorüber ins Bad. Erbrechen. Das grüne Gesicht im Spiegel, die Brocken im Becken. Ich hockte auf der Wannenkante, wagte nicht nachzuspülen, da immer wieder Würgen und das Wasser im Spüleimer so knapp.

    Sagte dann laut:Verdammt! und faßte einen Entschluß.

    Ganz klar: Hier muß ein Wolf her, der mir die Wölfe vom Leib hält. Offizier, so hoch es geht, Kommandant, General, was ich kriegen kann. Wozu hab ich meinen Grips und mein bißchen Kenntnis der Feindsprache?

    Sobald ich wieder gehen konnte, nahm ich einen Eimer und verzog mich hinunter auf die Straße. Schlenderte auf und ab, spähte in die Höfe, äugte umher, kehrte wieder ins Treppenhaus zurück, gab Obacht. Ich legte mir Satze zurecht, mit denen ich einen Offizier ansprechen könnte; überlegte, ob ich nicht zu grün und elend aussähe, um zu gefallen. Fühlte mich körperlich wieder besser, nun, da ich etwas tat, plante und wollte, nicht mehr nur stumme Beute war.

    Eine halbe Stunde lang nichts, d. h. keine Sterne. Ich kenne ihre Rangabzeichen und Ränge nicht, weiß nur, daß Offiziere Sterne an der Mütze haben und meistens Mäntel an. Ich sah aber bloß grünes Volk und Hundsgemeine. Wollte es schon für den Tag aufgeben, klopfte bereits an unsere Vordertür, da tat sich an der Wohnung gegenüber, die einem rechtzeitig geflüchteten Hausbewohner gehört, die Tür auf. Ein Besternter. Groß, schwarzlockig, gut genährt. Wie er mich mit dem Eimer sieht, lacht er mich an, radebrecht: „Du – Frau?“ Ich lache zurück, überschütte ihn mit meinem besten Russisch. Er ist entzückt, seine Sprache zu hören. Wir schwatzen, albern, kalbern, wobei ich herausbekomme, daß er Oberleutnant ist. Schließlich verabreden wir uns für heute abend, 19 Uhr, in der Wohnung der Witwe. Bis dahin hat er dienstlich zu tun. Er heißt Anatol Soundso, ist Ukrainer.

    „Werden Sie auch bestimmt kommen ?“

    Er, vorwurfsvoll: „Aber ganz bestimmt, und so schnell ich kann.“

    Zuerst tauchte gegen 17 Uhr ein anderer, schon fast Vergessener auf: Petka von der letzten Nacht, Petka mit dem Bürstenhaar und dem Romeogestammel. Er bringt zwei Kameraden mit, die er uns als Grischa und Jascha vorstellt. Schon sitzen sie alle drei um unseren runden Tisch herum, noch ein bißchen befangen, wie Jungens, die bei besseren Leuten eingeladen sind. Bloß Petka benimmt sich, als sei er hier zu Hause, führt mich den anderen mit ausgesprochenem Besitzerstolz vor. Die drei räkeln sich auf den Sesseln, fühlen sich wohl. Jascha stellt eine Flasche Wodka hin. Grischa kramt aus einem durchgefetteten Stück der Prawda (es ist die Titelseite, leider alte Nummer) Heringe und Brot heraus. Hausherrenhaft ruft Petka nach Gläsern. Er schenkt ein, schlägt mit der Faust auf den Tisch und kommandiert:

    „Wiypitj nado, austrinkenl“

    Die Witwe und ich und auch der erst vor einer halben Stunde urplötzlich aufgekreuzte Untermieter Herr Pauli, entlassener Volkssturmmann – müssen uns mit an den Tisch setzen, müssen mit den Burschen trinken. Petka legt vor jeden von uns eine Scheibe dunklen, feuchten Brotes auf die Tischplatte, zerteilt dann kurzerhand auf dem polierten Mahagoni die Heringe und drückt uns mit dem Daumen Stücke davon aufs Brot, wobei er uns anstrahlt, als sei dies eine ganz besondere Gunst und Delikatesse.

    ….

    Plötzlich steht Anatol im Zimmer, erfüllt die Stube mit seiner Mannsgegenwart. Hinter ihm drein trabt ein Soldat mit einem Kochgeschirr voll Schnaps und einem runden, dunklen Brot unterm Arm. Die Männer sind alle in bestem Futterzustand, drall und prall, in sauberen, praktisch-derben Uniformen, mit breiten Bewegungen, sehr selbstbewußt. Sie spucken ins Zimmer, werfen ihre langen Zigarettenmundstücke in die Gegend, wischen die Heringsgräten vom Tisch auf den Teppich hinunter und fläzen sich breit in den Sesseln.

    Anatol berichtet, daß die Front nunmehr am Landwehrkanal liegt, und ich muß an den öden, alten Singsang denken: „Es liegt eine Leiche im Landwehrkanal . . .“ Viele Leichen werden nun darin liegen. Anatol behauptet, daß sich in den letzten Tagen 150 deutsche Generäle ergeben hätten. Er kramt aus einer Zellophantasche eine Karte von Berlin heraus, zeigt uns darauf den Frontverlauf. Es ist eine sehr genaue Karte, russisch beschriftet. Eigentümliches Gefühl, als ich nun, Anatols Wunsch willfahrend, ihm zeige, wo sich unser Haus befindet.

    Also Samstag, 28. April 1945, Front am Landwehrkanal.

    • Zur Info:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Marta_Hillers

      „Marta Hillers (* 26. Mai 1911 in Krefeld; † 16. Juni 2001 in Basel) war eine deutsche Journalistin. Bekannt wurde sie postum durch eine zu Lebzeiten nur anonym veröffentlichte autobiografische Erzählung mit dem Titel „Eine Frau in Berlin“. In dieser berichtet sie vom Alltagsleben der Berliner während der sowjetischen Besatzung am Ende des Zweiten Weltkrieges, insbesondere von den Massenvergewaltigungen deutscher Frauen durch marodierende Rotarmisten.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Anonyma_%E2%80%93_Eine_Frau_in_Berlin

      • Zu den anvertrauten Details gehört die Schilderung, wie russische Soldaten kurz vor Kriegsende die damals zwölf Jahre junge Hannelore Renner* mehrfach vergewaltigten und sie dann „wie einen Sack Zement“ aus einem Fenster warfen. Seither hatte sie mit einer schweren Wirbelsäulenverletzung zu kämpfen.

        Seither auch hatte sie zeitlebens Erinnerungsschübe an jenen Tag, wenn sie nur die Mischung aus Knoblauch, Alkohol und Achselschweiß wahrnahm. Die hämischen Journalisten, die lange nach dem Krieg über sie als „Barbie aus der Pfalz“ spotteten, hatten keine Ahnung, woher eine gewisse Gesichtsstarre vielleicht sonst noch rühren könne als von einer leichthin unterstellten Naivität.

        * später Hannelore Kohl

  2. Es ist wohl kaum zielführend, die angelsächische Art.139 Geschichtsklitterung von Gnaden der transatlantischen und translevantinischen Täter-„Befreier“ zu überwinden, indem man sich der Geschichtsklitterung eines Patruschew an die Brust wirft.
    Kommissar Patruschew wird eben auch von den langen Schatten der durchaus schmutzigen Vergangenheit Rußlands bzw. der UdSSR immer wieder eingeholt – dabei könnte Patruschew, jenseits von Partisanenschinken-Prosa („während des 1.Weltkrieges Paris zweimal gerettet“ – wann soll das denn gewesen sein ? Vielleicht im September 1914, als zwei dilettantische Troupiers in Ostpreußen zwei zahlenmäßig weit überlegene russische Armeen in den Untergang führten ? Und das zweite Mal ? Ist damit Brusilov 1916 gemeint ? Oder am Ende gar noch die billigen Tricksereien Bronstein-Trotzkis vor Brest-Litowsk, nachdem die russische Armee vor dem Hintergrund von falschen Allianzen, Größenwahn, Korruption, militärischer Unfähigkeit, St.Petersburger Intrigen und bolschewistischer Agitation, sponsored by Wall-Street und dem AJC sich längst in Wohlgefallen aufgelöst hatte ? Die Russen haben ein Talent dafür, selbst die größten Bolzen, die sie geschossen haben, noch zu Heroentaten umzustricken) doch einmal seinen Beitrag leisten und die sowjetischen Archive der Jahre 1939-1941 öffnen und damit der Wahrheit einen mutigen Dienst erweisen.
    Das wird absehbar jedoch nicht geschehen – zu groß ist der Dreckhaufen, den die „friedliebende Sowjetunion“ -vgl.Baltikum und Finnland 1940, Bukowina 1941- unter Stalin und Kumpanen aufgeschaufelt hat.

  3. “ Es ist an der Zeit, sich auf die Gedanken von Ushinsky und Makarenko zu besinnen, …“
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    So so, na dann schauen wir uns mal den großen Makarenko an, der bei uns in der DDR auch als der bewundernswerte Pädagoge angepriesen wurde:

    „Anton Semjonowitsch Makarenko ( * 13. März 1888 in Belopolje bei Sumy in der Ukraine; † 1. April 1939 in Golizyno bei Moskau) war ein kommunistischer Pädagoge, der aus schwer erziehbaren Kindern einen „neuen Menschen“ im sowjet-bolschewistischen Sinne schaffen wollte.

    Geboren als Sohn eines Eisenbahnanstreichers, hatte er lediglich einen Vierklassenabschluß, machte aber dennoch eine Ausbildung zum Lehrer, was in Rußland offenbar ohne weiteres möglich war. Bis 1914 war er dann Lehrer in der Ukraine:

    Er absolvierte eine vierklassige Fachschule in der Stadt Krementschug und einen einjährigen pädagogischen Lehrgang, arbeitete als Lehrer in der Eisenbahnergrundschule in der Siedlung Krjukow, dann an der Bahnstation Dolinskaja. 1917 absolvierte Makarenko die Pädagogische Hochschule Poltawa mit Goldmedaille. Wegen Sehschwäche wurde er vom Militär entlassen. Zwei Jahre lang leitete er die Eisenbahnschule bei der Waggonwerkstatt Krjukow, dann zog er nach Poltawa.

    Bekanntheit erlangte Makarenko erst nach der Oktoberrevolution durch den Aufbau eines Heimes für kriminelle Kinder und Jugendliche. Diesen Kindern versuchte Makarenko nun in der „Gorki-Kolonie“ ein neues Heim zu geben und sie in die neue Gesellschaft in Form der Kollektiverziehung, die auf verinnerlichter Disziplin, Selbstverwaltung und Zwangsarbeit beruhte, einzugliedern. Makarenko als Kommunist hatte das Ziel, auch die Jugendlichen im Sinne des Kommunismus zu erziehen. 1927 übernahm er die Arbeitskommune „Felix Dserschinski“, benannt nach dem Gründer der „Tscheka“. Die Kolonie wurde später auch zu einer Kaderschmiede für den bolschewistischen Geheimdienst. Ab 1935 war er in Kiew als Stellvertretender Leiter der Arbeitskolonien des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten der Ukrainischen SSR tätig. Anfang 1939 wurde Makarenko mit dem Orden des Roten Banners der Arbeit ausgezeichnet, trat der kommunistischen Partei bei, starb aber kurz darauf einen plötzlichen Tod.

    Wegen seiner Regimetreue durfte er sich auch als Autor versuchen. Seine belletristischen Versuche waren allerdings derart ungelenk, daß nur durch die Protektion Maxim Gorkis die Werke veröffentlicht werden konnten. Nach Makarenkos Tod 1939 galten diese dann plötzlich Kritiklos als Standardwerke der Pädagogik. Makarenko wurde nachgesagt, er habe die Philosophie des Marxismus-Leninismus vollkommen ins Pädagogische übertragen, und zwar dadurch, daß er die Theorie und Praxis einer dem Kommunismus entsprechenden Kollektiv-Pädagogik geschaffen hat. Seine Ansicht der Kollektiverziehung wurde nach der Bolschewisierung Europas in Folge der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht als Leitbild der Erziehung auf sämtliche Sowjet-Satellitenstaaten des Ostblocks übertragen.“

    Quelle: Metapedia
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    Hier mal noch ein bekanntes Zitat von ihm:

    „Was du nicht weißt – lernst du! Wenn du lernst – helfen wir! Wenn du nicht willst – zwingen wir dich“

    • „… hatte er lediglich einen Vierklassenabschluß, machte aber dennoch eine Ausbildung zum Lehrer, was in Rußland offenbar ohne weiteres möglich war.“

      Warum auch nicht, wenn man sieht wer heutzutage alles für die „Grünen“ in den Parlamenten sitzt, … die Namen dürften allzu bekannt sein.

  4. Ach ja, die alte Mär vom „Großen Vaterländischen Krieg“, auch so ein scheinbar unausrottbares Lügenkonstrukt, wie so viele andere.

    Genauso wie die Ukraine gehijackt wurde, von Leuten die mit den Interessen des Landes und seiner Bevölkerung so viel zu tun haben, wie eine Kuh mit dem Rückenschwimmen, genauso wurde die Sowjetunion über Stalin für eine kommunistischen Politchimäre gekapert.

    Göring hatte zurecht beim sogenannten IMT in Nürnberg zu Protokoll gegeben, (es ging um den Vorwurf des nicht provozierten Angriffskrieges) daß Deutschland mit einer neutralen Sowjetunion im Rücken, den Krieg gar nicht hätte verlieren können und daß man eine solche komfortable Position nicht leichtfertig aus der Hand gibt.

  5. „Die Wahrheit“ ist auf wessen (wenn nicht immer) welcher Seite? Zumal, im Zusammenhang mit Entnazifizierung? Ich kann es nicht mehr hören! Alles was auch nur den Hauch von Nationalismus in sich trägt, selbst in der Ukraine, es wird in dieser Form gebrandmarkt; als ob es nichts anderes mehr gäbe! Nur, bedarf es dessen, so als Rechtfertigung? Gibt es keine anderen Gründe mehr dafür, warum man wie vorgeht? Wenn es ethnische Säuberungen seitens der Ukraine im Donbass oder anders wo gibt, warum muß man sie dem entsprechend überhöhen? Reicht der Grundtatbestand, als solcher, nicht mehr aus?

    Und, „die Wahrheit“, wer hat sie nicht gepachtet? Ist sie nicht schon lange verkommen zur Hure der Mächtigen? Der Unwissende oder Gläubige, ist er nicht darauf angewiesen zu vertrauen, das, was ihm als Wahrheit verkauft wird, als solche anzunehmen? Aus welcher all dieser Wahrheiten soll der Mensch, laut Jesus, noch Freiheit erlangen können? Da wird man doch glatt noch zum christlichen Fundi! 🙂

    Aber, wenn man nicht nur die Worte, sondern auch die eigene Haltung auf die Waage legt, was bleibt einem übrig, aus diesem Dilemma von verdrehten Wahrheiten herauszukommen? Wer gewissenhaft, auch mit sich selbst, umgeht, wohin soll oder kann er sich wenden?
    Eine Wahrheit ist, daß der Mensch offensichtlich unvollkommen ist! Es fehlt ihm an so ziemlich allem, um gottgleich werden zu können! Da helfen auch gewisse ritualhafte Übungen nicht weiter! Aus einem Saustall ein Schloß zu machen, wem ist es je gelungen? Was bleibt, ist das Streben danach!

    Vermutlich die einzige Übung, die zählt! 🙂

    • Die Menschen des anglo-zionistischen Westens leben mindestens seit 120 Jahren in falschen Illusionen und Vorstellungen, die den tatsächlichen Wahrheiten widersprechen. Aber offensichtlich läßt sich das Leben auch mit falschen Prämissen ganz gut durchwandern und genießen. Und noch nicht einmal der Corona-Unfug wurde breitflächig hinterfragt, genausowenig der von der Nato vom Zaun gebrochene Ukraine-Krieg. Die Menschen brauchen keine Wahrheit, weil sie daran nicht glauben, und sie brauchen auch keine Freiheit, weil es sich bei beiden um idealistische Vorstellungen handelt, die dem zum platten Materialismus erzogenen Mitbürger scheißegal sind.

      https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lesen/LU12/JHN.18/Johannes-18

      37Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. 38Spricht Pilatus zu ihm: WAS IST WAHRHEIT? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm.

      • Wohl wahr, materialistisch halt! Allerdings, ganz ohne geht es ja auch nicht, aber, halt nicht nur! Nur, wo verläuft eine noch gesunde Grenze zwischen idealistischem Streben und durchaus materialistischen Grundbedürfnissen? Ist nicht uns allen das Hemd näher wie die Hose? Der Bauch wichtiger, wie der Geist?

        Und selbst der, der darüber nachdenkt, was findet er, außer vielleicht einem Kompromiß aus beidem? 🙂

          • Jetzt, wo Du es sagst, fällt es mir wie Schuppen von den Haaren! Daß ich das nicht früher bemerkt habe?! Tut mir leid, ich wäre nie auf die Idee gekommen das mit Eitelkeit Deinerseits zu verbinden! Habe ich jetzt was verpasst? Ich glaube nicht! 🙂

            • Alles, was ich schreibe, ist doch nur bloße Eitelkeit meinerseits; denn daß sich etwas ändern könnte, habe ich in 12 Jahren des Kommentierens nicht erlebt. Ganz im Gegenteil, vielleicht werden die Verhältnisse deswegen immer schlimmer, weil ich soviel kommentiere?

              • Zugegebenermaßen, etwas Eitelkeit schwingt immer mit, wenn man sich oder sein Denken präsentiert. Aber, wenn man davon ausgeht, daß es irgend welche konkreten Auswirkungen haben könnte, dann handelt es sich nur noch um pure Selbstüberschätzung! 😉

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