Polizei in Frankreich hat die Faxen dicke und solidarisiert sich mit den Gelbwesten

Französische Polizeigewerkschaft ruft zum unbefristeten Streik auf: „Derselbe Kampf wie Gelbwesten“

Die Gewerkschaft der Polizei VIGI kündigt ab dem 8. Dezember einen unbefristeten Streik an und erklärt sich solidarisch mit dem Kampf der Gelbwesten. Für Samstag den 8. Dezember ist eine neue „landesweite Mobilisierung“ der Gelbwesten geplant.

Die VIGI-Polizeigewerkschaft hat eine unbefristete Streikankündigung ab Samstag, dem 8. Dezember, dem Tag der nächsten nationalen Mobilisierung der Gelbwesten, eingereicht.

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Die Forderungen der Gelbwesten-Bewegung gehen uns alle an. Es ist an der Zeit, sich legal zu organisieren und Solidarität mit ihnen zu zeigen, zum Wohle aller. Wir sind besorgt, weil wir Teil des Volkes sind. Unser Anliegen ist es, am Ende des Monats über die Runden zu kommen und nicht die Teppiche im Elysée für 300.000 Euro zu wechseln“, so die offizielle Erklärung der Polizeigewerkschaft.

„Das Personal aller nationalen Polizeikräfte ist durch eine Ansammlung von mehr als 25 Millionen Überstunden völlig erschöpft“, erläutert zudem Alexandre Langlois, Generalsekretär der VIGI, in einem Brief an den französischen Innenminister Christophe Castaner.

Die Gewerkschaft geht davon aus, dass es sogar Tote geben wird.

Wir wissen, dass wir Verwundete haben werden, und wir befürchten, dass aufgrund der Inkompetenz der Direktoren Tote unter uns sind.“

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Polizei in Frankreich hat die Faxen dicke und solidarisiert sich mit den Gelbwesten
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6 Kommentare

  1. 06.12.2018

    Nachdem sich Macron die ganze Zeit als Inkarnisation von Jupiter (= Zeus) und Ludwig XIV. (Sonnenkönig) gerierte und seinen 40. Geburtstag mit dem Pomp eines Cäsaren feierte, gibt er ganz plötzlich klein nach und hat die Steuererhöhungen nicht nur für 6 Monate zurückgezogen, sondern insgesamt. 

    Er hat zwar unklugerweise die Gendarmerie, auf die allein er sich stützen kann, zwar durch Überforderung schwer frustriert, doch glaube ich nicht, daß die Verweigerung einer einzigen Polizeigewerkschaft ausreicht, um ihn zu stürzen.  Die Massenmedien werden jetzt zu einem Großangriff auf die Massen übergehen, um sie durch Verwirrung zu neutralisieren.

  2. 06.12.2018

    Nachdem sich Macron die ganze Zeit als Inkarnisation von Jupiter (= Zeus) und Ludwig XIV. (Sonnenkönig) gerierte und seinen 40. Geburtstag mit dem Pomp eines Cäsaren feierte, gibt er ganz plötzlich klein nach und hat die Steuererhöhungen nicht nur für 6 Monate zurückgezogen, sondern insgesamt.  Er hat zwar unklugerweise die Gendarmerie, auf die allein er sich stützen kann, durch Überforderung schwer frustriert, doch glaube ich nicht, daß die Verweigerung einer einzigen Polizeigewerkschaft ausreicht, um ihn zu stürzen.  Die Massenmedien werden jetzt zu einem Großangriff auf die Massen übergehen, um sie durch Verwirrung zu neutralisieren.

  3. 06.12.2018

    Heute ging es mit Demonstrationen in Paris weiter wegen der hohen Immatrikulationsgebühren für ausländische Studenten in Paris.  John Laughland (who has a doctorate in philosophy from the University of Oxford and who has taught at universities in Paris and Rome, is a historian and specialist in international affairs) hält es durchaus für möglich, daß es in Frankreich jetzt zu einer echten Revolte kommt, weil das ganze dortige politische System schon seit Jahrzehnten auf tönernen Füßen steht.  So ähnlich wie Obama mit "change" hat Macron mit  "en marche" dem verrotteten politischen System in Frankreich neues Leben einzuhauchen versucht, allerdings ist er mit einer sehr geringen Wahlbeteiligung ans Ruder gekommen, was zeigt, daß viele Franzosen der politischen Klasse nicht mehr glauben und apathisch geworden sind.  Da seine Bewegung nur durch die Massenmedien und mit plutokratischem Wahlwerbungs-Geld geschaffen wurde und nur aus kurzfristig aus dem Boden gestampften Diäten-Glücksrittern im Parlament besteht, hat er keine solide Basis.  Und jetzt hat er sogar durch die Steuererhöhungen die Hoffnungen, die er im Wahlkampf weckte, total enttäuscht, so daß der jahrzehntelang aufgestauten Wut der Bevölkerung tatsächlich ein politisches Vakuum gegenüber steht.  

    Für uns kommt diese Entwicklung ziemlich überraschend, weil uns der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seinem ununterbrochenen Bemühen uns zu verarschen natürlich darauf nicht vorbereitet hat. 

  4. 06.12.2018
    Die politisch unsichere Lage hat sich heute doch nachteilig auf die Börsen ausgewirkt:  Das unentwegt widersprüchliche Verhalten Trumps, das man nur noch als Psychoterror bezeichnen kann:  Erst verkündet er im Handelskrieg mit China einen Erfolg erzielt zu haben, dann ließ er heute den Chief Financial Officer, eine junge Frau, von Huawei in Kanada festnehmen, dann die martialische Sprache der Nato und der Amerikaner wegen des Asowschen Meers gegenüber Rußland, dann die Revolte in Frankreich, die die Banken um ihre französischen Staatsanleihen fürchten lassen.  Dann sackt der Aktienkurs der Deutschen Bank ab, deren Bankrott so gewaltig wäre, daß keine Macht der Welt diesen beheben könnte.  
    Die Welt steht wieder mal am Abgrund. Mal sehen, ob der Herdentrieb der Jobber die Börsen morgen weltweit weiter nach unten treibt, und ob die unendlich großen Papiergeldmengen der Zentralbanken das System noch einmal stabilisieren können.
    Sic transit gloria mundi, d. h. des Menschen Gott, sein Geld.

  5. " Das unentwegt widersprüchliche Verhalten Trumps …"

    liegt wohl daran, daß der Schwanz mit dem Hund wedelt?

     

    Davon abgesehen, daß der Herr Trump halt auch nicht so kann, wie er gerne möchte?

    Da gibt es zuviele Mitspieler, die man nicht sieht! Es ist halt nicht so homogen wie in Rußland oder China …

     

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