Operation „Epische Wut“

von Manlio Dinucci (voltairenet)

Die Operation „Epische Wut“ sollte der Abschlusspunkt der von Benjamin Netanjahu angekündigten Reorganisation des Nahen Ostens sein. Die Vereinigten Staaten schlossen sich ihr ohne nachzudenken an. Nach einem Monat Kampf leistet Iran nicht nur weiterhin Widerstand, sondern will seine Bedingungen durchsetzen. Da sie kaum noch Munition haben und seine Soldaten durch eine Reihe von Kriegen an sieben Fronten erschöpft sind, erwägt Tel Aviv eine mögliche Eskalation: Was, wenn die atomare Bombardierung Irans die Lösung wäre?

Operation „Epische Wut“Die von den USA gestartete „Epische Furie“ gegen den Iran begann am 28. Februar mit dem Massaker an 175 Mädchen und Lehrern, als eine Rakete eine Grundschule in Minab traf.

Auf die Frage eines Journalisten der New York Times, ob die Vereinigten Staaten die Schule getroffen hätten, antwortete Präsident Trump: „Nein. Meiner Meinung nach und basierend auf dem, was ich gesehen habe, war es Irans Werk.“ Kriegsminister Pete Hegseth fügte hinzu: „Die einzige Partei, die Zivilisten ins Visier nimmt, ist Iran.“ Eine Reihe von Beweisstücken, die von der New York Times gesammelt wurden – darunter Satellitenbilder und andere verifizierte Videos – zeigen, dass die Grundschule von einer US-amerikanischen Tomahawk-Rakete getroffen wurde. Ein Stück Eisen von der Rakete, die die Schule traf, trägt die Inschrift „Made in USA“ und den Namen „Globe Motors“, ein Produzent mit Hauptsitz in Ohio.

Das Pentagon berichtete, dass in den ersten sieben Tagen der Operation Epic Fury mehr als 3000 Ziele im Iran mit Tausenden Bomben und Raketen getroffen wurden. Zu den eingesetzten Kräften gehören strategische Bomber und Jagdbomber, elektronische Kriegsflugzeuge, Spionage- und Angriffsdrohnen sowie Raketeneinheiten sowie weitere Bewaffnung, die das Pentagon selbst nicht auflisten kann, weil sie geheim sind. Trump kündigt nun eine mögliche Entsendung von US-Truppen nach Iran an, um „die angereicherten Uranvorräte des Landes zu sichern“. Er sagte zu den Reportern: „Truppen nach Iran schicken? Wir haben es noch nicht gemacht, aber es ist etwas, das wir tun könnten. Wenn wir das täten, wären die Iraner so dezimiert, dass sie nicht mehr am Boden kämpfen könnten. Vielleicht werden wir es irgendwann tun. Das wäre eine fantastische Sache.“ Und ohne halbe Worte erklärt Trump, dass er als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika entscheiden sollte, wer in der iranischen Regierung sitzen soll.

Die wirtschaftlichen Kosten des Krieges sind enorm. Das Pentagon hat bekannt gegeben, dass die ersten sechs Tage der Operation Epic Fury die Vereinigten Staaten mehr als 11 Milliarden Dollar gekostet haben. Man denke nur, dass nur eine einzige der tausenden satellitengelenkten Gleitbomben, die bei den Bombardierungen Irans eingesetzt wurden, so viel kostet, wie das durchschnittliche Bruttogehalt von 25 Jahren Arbeit in Italien. Der Zuwachs der US-Militärausgaben, die Trump von 1000 auf 1500 Milliarden Dollar pro Jahr erhöhen will, dient als Puffer für das Wachstum der Militärausgaben der europäischen NATO-Länder: Die Ausgaben von Italien, die bereits den Durchschnitt von 120 Millionen pro Tag übersteigen, müssen gemäß den in der NATO eingegangenen Verpflichtungen schnell auf mehr als 300 Millionen Euro pro Tag steigen. Hinzu kommt der Anstieg der Ölpreise, verursacht durch den Krieg, der jetzt über 100 Dollar pro Fass liegt, was dann auch zu einem Anstieg der Lebenshaltungskosten führen wird. Diese und andere Mechanismen sind der Beginn einer globalen Wirtschaftskrise.

Gleichzeitig beschleunigt die Operation „Epic Fury“ das Risiko eines Atomkriegs erheblich. Israel – dem die USA gerade 12000 weitere 1000-Pfund-Bomben liefern, um sie gegen Iran und den Libanon einzusetzen – entdeckt nun, dass die von den USA gelieferten Raketenabwehrsysteme nicht so narrensicher sind, wie behauptet. Verschiedene iranische Raketen schaffen es, sie zu überlisten, da sie Städte und andere Ziele in Israel treffen. Die Auswirkungen sind stark – mehr als nur in Bezug auf Schäden und Opfer – sie wirken psychologisch stark auf die Bevölkerung. An diesem Punkt wächst die Möglichkeit, dass Israel, das einzige Land im Nahen Osten mit Atomwaffen, eine Atombombe gegen den Iran einsetzen könnte. Die israelische Presse spricht offen von der „Samson-Option“. Die Times of Israel beschreibt sie folgendermaßen: „Die Samson-Option ist eine Doktrin, die von der Logik des Überlebens getrieben wird: Wenn alle anderen Abschreckungen versagt haben und die Existenz des jüdischen Staates auf dem Spiel steht. Im Moment sind die Bedingungen für seine Aktivierung noch nicht vorhanden. Aber das Szenario ändert sich. Eine unvorhergesehene Eskalation oder ein Angriff mit großer Zahl an Opfern könnte die Berechnungen über Nacht verändern. Die Samson-Option sieht den Einsatz von nuklearer Gewalt als Israels extreme Verteidigungsmaßnahme vor. Doch im Gegensatz zum biblischen Samson, der mit seinen Feinden starb, würde Israel – selbst wenn es diplomatisch verurteilt wurde – leben, aufrecht und weiterhin in der Lage sein, sein eigenes Existenzrecht zu verteidigen. »

Kurze Zusammenfassung der internationalen Presseüberprüfung von Grandangolo auf Kanal 262 des italienischen Fernsehsenders Byoblu, Freitag, 12. März 2026 um 21:30 Uhr.

Übersetzung
Horst Frohlich
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