Ohne Gold keine Freiheit

Von Udo Ulfkotte, Publizist

Die Feindschaft gegen den Goldstandard stammt von Wohlstaatsbefürwortern. Dies, weil der Goldstandard für sie unvereinbar mit den Haushaltsdefiziten jener Staaten ist.

Der amerikanische Wirtschaftswissenschafter Alan Greenspan ist kein ausgewiesener Goldfachmann. Er ist unverdächtig, den Goldpreis beeinflussen zu wollen. Greenspan war von 1987 bis 2006 Chef der amerikanischen Notenbank Federal Reserve.Der mächtigste Notenbanker der Welt, ein bekennender Kapitalismuskritiker, erteilte allen Kleinanlegern den Rat, Teile ihrer Ersparnisse in Gold anzulegen.

Greenspan verfasste den zeitlosen Aufsatz «Gold und wirtschaftliche Freiheit. All jene, die in einem Sozial- oder Wohlfahrtsstaat leben, sollten die offenen Ausführungen des lange Zeit mächtigsten Mannes der Welt zum Gold, dessen Wert, zum Goldstandard und zur Beziehung von Freiheit und Gold kennen. Greenspan wörtlich:

«Die Feindschaft gegen den Goldstandard in jeglicher Form durch eine wachsende Zahl von Wohlfahrtsstaat-Befürwortern wurde von einer ganz anderen Einsicht verursacht – nämlich der Erkenntnis, dass der Goldstandard unvereinbar ist mit chronischen Haushaltsdefiziten.

Goldstandard verunmöglicht Überschuldung

Man erkennt, dass der Wohlfahrtsstaat nichts weiter als ein Mechanismus ist, mit welchem der Staat das Vermögen der produktiven Mitglieder einer Gesellschaft konfisziert, um damit zahlreiche Wohlfahrtsprojekte zu finanzieren. Ein Grossteil der Vermögenskonfiskation erfolgt in Form von Steuern. Aber die Wohlfahrtsbürokraten erkannten, dass die Steuerlast begrenzt werden musste, wenn sie an der Macht bleiben wollten. Ihre Alternative war massive Staatsverschuldung. So müssen sie durch das Auflegen von Staatsanleihen Geld borgen, um die enormen Wohlfahrtsausgaben zu finanzieren.

Unter einem Goldstandard wird die Menge an Kredit, den eine Wirtschaft verkraften kann, von den realen Sachwerten der Wirtschaft begrenzt, weil jeder Kredit letztlich ein Anspruch auf einen realen Sachwert ist. Aber Staatsanleihen sind nicht durch reale Sachwerte unterlegt, sondern nur durch das Regierungsversprechen, aus künftigen Steuereinnahmen zu bezahlen. (…)

Papier gibt keine Sicherheit

In Form von Staatsanleihen erzeugten Wohlfahrtsstaaten ein Papiervermögen, welches die Banken nach kompliziertem Verfahren wie Realvermögen als Sicherheit akzeptieren, gleichsam als Ersatz für das, was früher eine Einlage in Gold war. Der Inhaber einer Staatsanleihe oder eines auf Papiergeld gegründeten Bankguthabens glaubt, dass er einen gültigen Anspruch auf reale Werte hat. In Wirklichkeit sind aber mehr Ansprüche auf Realwerte im Umlauf als solche vorhanden sind. (…)

Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. (…) Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates erfordert es, dass es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, das hinter der Verteufelung des Goldes durch die Verfechter des Wohlfahrtsstaates steht.»

Auszug aus «Mit Gold durch die Krise», von Udo Ulfkotte, erschienen im Kopp-Verlag, Rottenburg/D, 2011.

Quelle: schweizerzeit

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