Norbert Röttgen ist mittlerweile „Muttis Dümmster“

von altermann (qpress)

Sehr geehrter Herr Dr. Röttgen,

Norbert Röttgen ist mittlerweile „Muttis Dümmster“am 16. Mai 2012 titelte das Handelsblatt: „Wie „Muttis Klügster“ alles verspielte“. Als Handelsblatt würde ich heute titeln: „Wie aus „Muttis Klügster“ „Muttis Doofster“ wurde und ich begründe das. Anlass war Ihr Auftritt beim ZDF in Berlin direkt (8.3.2020).

    1. Die Nachrichten bringen einheitlich, dass kaum Syrer unter den momentanen Flüchtlingen an der griechisch/türkischen Grenze sind, aber Sie erzählen munter das Märchen vom syrischen Flüchtling weiter. Fast Zweidrittel der „Freigelassenen“ kommen aus Afghanistan, die zweitmeisten aus Pakistan. Alle aus islamischen Shitholestates – wie Trump diese Staaten einmal bezeichnet hat.
    2. Wenn man nicht mehr weiter weiß – (bildet man keinen Arbeitskreis) – sondern schaut in die gesetzlichen Grundlagen. In der UN Charta steht in Artikel 2, Abs.4: „Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“ Türkei und Syrien sind beide Gründungsmitglieder! Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit weisen Sie gerne auf die Völkerrechtsverletzung Russlands bzgl. der Krim hin. Ich vermisse solche deutlichen Worte gegenüber dem Faschisten Erdogan. Was berechtigt ihn, ein Nachbarland anzugreifen? Wo bleibt Ihr Protest? Habe ich etwas überhört?
    3. „Idlib ist ein Terroristennest“, das sagte Götz Aly am 29.2.2020 im Deutschlandfunk. Jeder, der sich ernsthaft mit Nahostpolitik befasst, weiß das, außer Norbert Röttgen.
    4. Eine Frage: Wie kommen die Waffen nach Idlib? a) durch den lieben Gott oder b) durch die Türkei? Sollten Sie ernsthaft an einem Ende des Blutvergießens interessiert sein, dann setzen Sie sich mal bei Ihren transatlantischen Freunden für das Ende der Waffenlieferungen an die Terroristen ein. Was meldet Reuters am 3.3.2020: “U.S. willing to give Turkey ammunition for Syria’s Idlib“. Das ist der Wertewesten: Ein Brandstifter, der nach der Feuerwehr ruft. In Idlib wäre längst Ruhe im Karton, wenn der Westen nicht pausenlos Waffen zu den dschihadistischen Mörderbanden liefern würde. Man will das nicht beenden, weil dieses islamistische Prekariat keiner haben will, wenn es die Schuldigkeit getan hat. Eine Soldateska, die für 1.500 US$ jedem den Hals durchschneidet, will keiner – nicht mal der Erdolf – in einer Zivilgesellschaft haben. Preisfrage: Wo landen diese Verbrecher am Schluß? Dort wo die Teddybären geworfen werden.
    5. Entweder Sie sind nicht auf dem Laufendem und beratungsresistent oder sie werden durch die Dienste falsch informiert. Von einem, der Bundeskanzler werden will, erwarte ich mehr als ausgeleierte und überholte Sprüche! Informieren Sie sich mal vor Ort. Ich selbst war während der Befreiung von Ghuta in Syrien und wurde durch die syrische Bevölkerung sehr freundlich aufgenommen. Eine Frage, die man mir mehrfach gestellt hatte: „Was haben wir euch Deutschen getan, dass ihr so einen Hass auf uns und unseren Präsidenten habt?“ Assad genießt in Syrien ein großes Vertrauen und alle Syrer wissen, dass Schluss mit Lustig ist, wenn die internationale, vom Westen gepamperte, Verbrecherbande obsiegt. Die Regimechanges in Ägypten, Libyen, Irak – you name it – haben nirgends Demokratie und Gerechtigkeit gebracht, dafür aber Terror und Gewalt.
    6. Erdogan ist ein lupenreiner Faschist und Muslimbruder, der sich an nichts hält. Das erfährt nicht nur die EU sondern auch der Putin! Das „Flüchtlingsabkommen“ ist so, als ob 1938 Frankreich den Adolf Hitler gebeten hätte, den Schutz der französischen Staatsgrenze zu übernehmen. Die Aufgabe des Grenzschutzes kann nicht an Drittstaaten delegiert werden. Auch heißt Schutz Schutz und nicht Werfen mit Wattebäuschchen.
    7. Jede Art von „Flüchtlingspakt“ streut nur Sand in die Augen der Bevölkerung. Afrika wächst jede Woche um 1 Million Menschen. Wie viel davon wollen wir „retten“? Jedes Lager hat nur den Zweck – so steht es in jedem BWL-Lehrbuch – etwas zu horten oder zu stapeln, bis es gebraucht wird. Wird es nicht mehr gebraucht, dann kommt es in ein Endlager. Was machen wir mit dem Prekariat der Dritten Welt, das auch noch unintegrierbar ist (ein Moslem akzeptiert keine andere Religion, das widerspricht dem Koran)? Kommen die in ein Zwischen- oder in ein Endlager? Peter Scholl-Latour wird das Zitat zugeschrieben: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!“ Leider vermisse ich auf die Frage, was mit halb Kalkutta geschehen soll, von allen Parteien eine Lösung. Der dumme Spruch „Fluchtursachen bekämpfen“ ist wohlfeil. Seit 18 Jahren wird deutsches Steuergeld in Afghanistan verbrannt. Das Geld sämtlicher für oder gegen Afghanistan getätigten Militärausgaben, auf die Afghanen verteilt, machte jeden dort zum Millionär – aber so taucht die angeblich vom Westen geschützte Bevölkerung massenhaft an der griechisch-türkischen Grenze auf. Ist Afghanistan erst dann befriedet, wenn nur noch die Bundeswehr dort ist und alle Afghanen hier sind? Besser kann man Politikversagen nicht dokumentieren.

Norbert Röttgen ist mittlerweile „Muttis Dümmster“Zum Abschluss möchte ich Sie noch mit einem Zitat ihrer Freundin Angela Merkel vom 2. März 2020 (!) konfrontieren, das ich zuerst als Fake-News angesehen hatte: „Merkel kritisierte den Angaben nach die Syrien-Politik des Westens. Es habe sich gezeigt, dass ein von außen initiierter Wechsel der Regierung nicht möglich sei. Der Krieg habe nur zu einer Radikalisierung geführt.“ Ist das nicht der Hammer? Die Frau ist lernfähig! Das beweist, dass Mutti doch schlauer ist als Sie und Merkels Hosenanzug nicht nur physisch ein paar Nummern zu groß für Sie ist!

Just my two cts.
Freundlicher Gruß

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11 Kommentare

  1. Der ist es. Ja.

    Ich hatte das ganz kurz und brutal auf Englisch geschrieben. The Oceania Saker. "Eternal Tyranny" Sozusagen "Old style" Ist leider nicht mehr im Netz zu finden.

    Dann hat mich jemand um die Übersetzung gebeten. Heraus kam der Monsterartikel. Mein Fazit: Wenn die Leute mit der Komplexizität überfordert sind, werden sie pampig.

    • …oder sie schweigen! Da kann man auch nichts machen! Damit muß man einfach leben! Ist aber auch nicht schlimm! "Nicht gescholten ist auch gelobt!" Schwäbisches Sprichwort! … 🙂

  2. Ja, natürlich. Wenn man überblicken kann, durch welchen Kakao man gezogen wird, bedeutet dass, das man den Kopf über die Oberfläche heben konnte. Das ändert zunächst nichts an der fatalen Lage, aber es hebt das Selbstwertgefühl. Diesen Tyrannei Artikel sollten Sie durchaus nochmal nachschlagen Nov 2017.  Leicht bei Anderwelt zu finden. Er dokumentiert ein Stück Evolution. Hat man mich 1970 wegen meiner lakonischen Kürze gescholten, sprachen hier überforderte Leser von Weitschweifigkeit. Das Eine so falsch, wie das Andere. Man kann es nie allen recht machen.

  3. @Jürgen

    Ja, Sie haben recht. Diese ganze Mischpoke operiert mittlerweile weit unter jedem Standard. Man echauffiert sich letztlich vergeblich über diese Gestalten, da solche Attacken eher Eingeständnisse der Ohnmacht und der Verzweiflung sind. Es ist so etwas, wie ein letztes aufbäumen.

    Es ist einfach deprimierend. Als Jahrgang 49 hatte ich die bescheidenen 1950er, die aufstrebenden 60er, die guten 70er und 80er. 

    Aber mein Wendepunkt war der späte Abend des 9.11.1989. Der ehemalige Pfälzer CDU Plakatekleber stand vor der gerade "umgefallenen" Mauer. Ergriffen von der eigenen Größe, sprach er davon, dass Deutschland nun seine "Internationale Verantwortung" wieder wahrnehmen würde. Und ich sah in dieser Sekunde, deutsche Soldaten in Ländern herum laufen wo sie nichts zu suchen hatten. Der Mantel der Geschichte hatte mich gestreift und ich habe es gespürt. 2 Tage später kamen die ersten Arbeitgeberfunktionäre aus den Löchern und plärrten nach Senkung der Lohnnebenkosten. Und dann nahmen die Dinge ihren Lauf. Folgerichtig. Als der Buhmann im Osten weg war, benötigte man auch keine soziale Marktwirtschaft mehr für die Länder Mitteleuropas um sie als Bollwerk zu motivieren. Also, weg damit.

    Der saudumme Spruch, " wenn die Mauer noch wäre……." wurde so leider, leider wahr. Geradezu pervers und zum heulen.

    • Werter Wilfried,

       Sie äußern hier Befindlichkeiten, die ich so nicht erlebt habe. Ich tue mich daher schwer, Ihnen befriedigend antworten zu können!

       Ich versuche es mal so. Egal welche Umstände man vorfindet, die Erkenntnis, diese als solche erkennen zu vermögen (dessen unbenommen, zunächst nichts daran ändern zu können[!]), ist es nicht ein Wert für sich? So trostlos es einem auch erscheinen mag?

      • Ich jammere ja gar nicht im herkömmliche Sinne und fühle mich nicht als einer der zu kurz gekommen ist. Es versteht sich von selbst, dass ich aber auch das Meine dazu getan habe.
        Was mich deprimiert, ist dieses geistige und moralische Jammertal in das man uns manövriert hat. Wenn man es schon nicht ändern kann, darf man wenigstens maulen. Haha.
        Und ja doch, einverstanden. Es ist ein großes Geschenk, wenn man erkennen kann wo und was man ist und wo die Reise hingeht. Ob man es ändern kann, ist eine andere Sache. Man ist aber wenigstens kein Treibholz. Sie hatten vor einigen Jahren meinen Artikel über die "Immerwährende Tyrannei" kommentiert. Dort zeige ich ja, dass ich das Spiel erkannt habe. Der Artikel wurde damals von Anderwelt übernommen. 2 Jahre her, oder 3?
         

        •  Upps! Sie wissen, was ich vor Jahren kommentierte? Ich erspare mir jetzt die Suche danach! 🙂 Ich hoffe, ich habe mich nicht übernommen?

           Freilich, es ist ein flacher Trost, zu erkennen, aber nichts daran ändern zu können! Auf der anderen Seite, versetzt es einen nicht von der betroffenen in die Beobachterseite? Ich denke, es ist, bei allem Leiden, dennoch ein Gewinn!

           Zu Wissen, vermag einen vor gar nichts zu schützen, aber, es versetzt einen doch in die Lage, seinen Feinden lächelnd gegenüberzutreten! 🙂

  4.  In meinen Augen ist es geradezu müßig, sich mit solchen Gestalten überhaupt noch zu befassen! Auch ein Herr Röttgen ist bereits Geschichte! Er weiß es nur noch nicht! Egal, was er abzusondern pflegt!

  5. Eine alte Weisheit sagt: "Erstklassige Chefs erkennt man daran, dass sie sich erstklassige Assistenten suchen"

    Das sieht man, nein, nicht an Merkel, sondern an Schröder. Der hatte die erstklassigen Scharping, Fischer und Steinmeier, die Demokratie und Wohlstand in Jugoslawien und Afghanistan verbreitet haben, als kongeniale Helfer. Ach ja, den Struck noch, der hat soviel Freiheit nach Afghanistan gebracht, dass die Flüchtlinge uns den Überschuß jetzt zurückbringen. Friede seiner Asche.

    Schulz hatte recht, was die Flüchtlinge uns bringen ist wertvoller als Gold.

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