Norbert Bolz – Rede bei der 2. Konferenz der Freien Medien

Der Philosoph und Medienwissenschaftler Norbert Bolz markierte am Samstag in Berlin den Höhepunkt der 2. Konferenz der Freien Medien, die die AfD im Bundestag veranstaltete. Teilnehmer waren rund 80 der führenden Blogger, Youtuber und Journalisten, die mit ihrer kritischen Berichterstattung einen wichtigen Kontrapunkt zur Hofberichterstattung der Mainstream-Medien setzen.
Bolz sprach über „Strukturwandel in der Medienwelt“. Während der Titel kaum geeignet ist, viele Zuhörer hinter dem Ofen vor zu locken, war die Rede selbst ein brillantes Feuerwerk tiefer Einsichten, herber Kritik und scharfer Analyse über den entarteten und abdankenden Mainstream.
Bolz sprach über den Aufstieg der sozialen Medien, Echo-Kammern, Bürger-Reporter, Laien-Netzwerke und die Krise der Experten-Kultur, die sich als eine Katastrophe für die etablierten Massenmedien erweise.
Er geißelte das verstörende Selbstverständnis vor allem jüngerer Journalisten, die die Trennung von Meinung und Information für überholt halten, was dem Objektivitäts-Ideal im Journalismus den Garaus bereite. Moderne Profi-Journalisten, so Bolz, sähen sich als Oberlehrer, die von der Vorstellung beseelt seien, dass man den Menschen in unserem Land das Gehirn waschen müsse.
Viele Berichte über große Themen seien von einem prinzipiellen Desinteresse an der Wahrheit geprägt. Die Menschen im Land ließen sich derweil immer mehr auf kindische Welterklärungen ein, mit der Folge, dass sie am Ende unmündig würden.
Das Fazit von Bolz ist aufrüttelnd und erschreckend: „Wir sind am Gegenpol der Aufklärung angekommen“.

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