Niemand wagt der Hochfinanz ans Bein zu pinkeln…

Liebe Leuts,

ich war mal so frei und habe einen interessanten Kommentar von Tachyonbaby, den ich für sehr lesenswert halte, einen extra Beitrag gemacht und für einige Zeit nach oben gestellt, damit ihn möglichst viele nachdenkliche Menschen lesen. Einzelne Kommentare können schon mal schnell untergehen. Aufsätze, die länger oben stehen, werden grundsätzlich häufiger gelesen.

Ich bin überzeugt davon, dass sich viele Leser hier mit seinem Beitrag identifizieren können. Für mich zumindest ist es eine gelungene Kurzfassung meiner fast 10-jährigen Blog-Tätigkeit. Über eine rege Diskussion zu diesem Beitrag freue ich mich riesig.

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Beitrag von Tachyonbaby

sooooo verkehrt liegt der Herr Prof. Paech ja nun nicht. Allerdings geht er das Problem von der CO2-Seite an, was ja nun völlig daneben ist.

Die Frage ist ja nicht, ob ein Zusammenbruch der Systeme erfolgt und welches als erstes kollabiert, sondern wann. Es ändert sich ja nicht nur unser Klima – nicht aufgrund von CO2-Emissonen, sondern aufgrund der sich sehr langsam, aber unerbittlich verändernden Erdachsneigung (Präzession). Wir verbrauchen viel mehr Erdöl, als in der Erdrinde nachgebildet werden kann, deshalb werden uns E-Autos auch nicht auf Dauer helfen. Erstens: Wo soll der ganze Strom dafür herkommen? Und zweitens wird auch in E-Autos viel zu viel Erdöl verbaut, denn vom Reifen über Innen-Verkleidung, Polster, Himmel, Cockpit, Autolacke bis hin zur Karosserie wird alles aus Erdöl hergestellt. Den Leuten ist allgemein gar nicht bewußt, was alles von der Petrochemie hergestellt wird und daß unsere gesamte Monokultur-Landwirtschaft ohne Erdöl zusammenbricht, denn auch Kunstdünger und viele Pestizide sind ein Produkt der Petrochemie.

Noch können wir einen Übergang relativ sanft bewerkstelligen, uns um neue, schnell nachwachsende Ressourcen kümmern, wie z.B. Hanf (Kleidung, Zellulose, Papier, Medizin, hochwertigstes Speiseöl, Treibstoff etc.) und um neue Technologien für eine neue Form der Energiegewinnung, die längst hinter verschlossenen Tresortüren schlummern. Lernen wir doch beizeiten auf freiwilliger Basis ohne den ganzen Tand – der weder gebraucht wird, noch uns wirklich glücklich macht – auszukommen. Das hat mit Verelendung nichts, aber auch gar nichts zu tun. Agrar-Gesellschaft heißt doch nicht automatisch zurück ins Mittelalter. Die wöchentliche Arbeitszeitverkürzung ist längst überfällig; eine Lohnkürzung muß diese aber nicht mit sich bringen, da irrt der Herr Professor. Es ist genügend Geld vorhanden, nur bei der Verteilung hapert es. Aber dieses Thema spart man grundsätzlich aus. Niemand wagt der Hochfinanz ans Bein zu pinkeln…

Auf Dauer hat nur eine naturverträglich lebende Agrar-Gesellschaft eine Chance auf Zukunft. Weg von den Monokulturen, die nur noch verpestetes Obst und Gemüse ohne Aroma und Vitalstoffe produzieren, dabei Böden und Grundwasser ruinieren. Weg vom Monsantodreck wieder hin zum Selbstversorger-Krautgarten ums eigene Häuschen und ja – Jubel! – Mama und Papa haben wieder Zeit für ihre Kinder und es braucht auch keinen Gender-Irrsinn indoktrinierenden Kindergarten mit Sexspielecke mehr und die meisten Altenheime mit dahinvegetierenden Entsorgten werden dann auch nicht mehr gebraucht, weil wir wieder Mehrgenerationenhäuser haben, denn die Alten verfügen über Wissen, welches gebraucht wird. Und, hätte ich doch fast vergessen, die Hälfte der Krankenhäuser können wir dann auch dichtmachen und die meisten Ärzte in den Ruhestand schicken, denn die Menschen ernähren sich wieder gesund, haben wieder mehr Bewegung (arme Pharma-Industrie!).

Wieder hin zum kleinen Handwerker, der von seinem Handwerk auch leben kann. Industrie nur noch in einem ganz kleinen, feinen Rahmen für den tatsächlichen Bedarf. Es werden wieder Geräte hergestellt, die 30 Jahre halten, so wie früher auch. Was soll daran schlecht sein? Es ist doch einfach nur geisteskrank, wenn man sich die Mio. Fahrzeuge auf den Halden anschaut, die da so langsam vor sich hinrotten, verschrottet werden, der Konzern den Verlust einfach steuerlich abschreibt, weil die Gewinne ohnehin beim Börsen-Roulette generiert werden. Hauptsache man spiegelt eine Vollbeschäftigung und Umsätze vor.





Wozu müssen wir Äpfel aus Neuseeland importieren und um den halben Globus transportieren? Haben wir nicht unsere eigenen wohlschmeckenden Apfelsorten? Was für ein Wahnsinn!!! Wir transportieren Joghurt der einen Firma von München nach Flensburg und Joghurt einer anderen Firma von Flensburg nach München. Irrsinniger geht’s doch nicht mehr! Wir transportieren im Atlantik gefangene Krabben nach Asien und transportieren die ausgepulten Krabben wieder zurück. Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, in denen ein Pfund Nordsee-Krabben frisch vom Fischkutter in Hamburg-Altenwerder 50 Pfennige gekostet hat. Da hat man dann eben selbst die Krabben für den Salat aus der Schale gepult, anstatt den Krabbensalat (der ohnehin nicht schmeckt) im Supermarkt in Plastikverpackungen zu kaufen.

Liebe Frau Lengsfeld, was sagen denn die Politiker-Marionetten mit ihren im Hintergrund agierenden globalen Kapitalisten-Herren zu der Idee von Prof. Paech? Die wollen so eine Lebensweise doch gar nicht, denn die hatten wir schon mal und zwar in der Nachkriegszeit. Da hatten gemietete popelige 75 qm Doppelhaushälften einen Selbstversorger-Garten mit 1500 bis 2000 qm (z.B. in Hamburg-Neugraben), in dem jeder seine Hühner, Enten, Gänse und oft auch eine milchgebende Ziege halten konnte ohne daß ein Veterinäramt gleich auf der Matte stand und die Leute drangsalierte.

Allerdings gehört zu der von Prof. Paech propagierten Lebensweise eine homogene, geistig intakte Gesellschaft, die sich auf gleicher Kulturstufe begegnet und entsprechend nachbarschaftliche Beziehungen aufbauen kann, in denen man sich gegenseitig hilft, vertraut und über den Gartenzaun Obst, Gemüse und Saatgut tauscht, gemeinschaftlich einen Rasenmäher oder gar ein Auto nutzt.

Ich hätte absolut nichts dagegen die mit kriminellem Abschaum verseuchten Städte zu renaturieren, da ich ohnehin der Meinung bin, daß Deutschland mit 232 Einwohnern/qkm überbevölkert ist. Mit max. 40 Mio. Einwohnern wäre Deutschland wieder lebenswert. Ich hätte lieber Wölfe im nahen Wald, als mich als Frau vor zweibeinigen Wölfen, die ebenfalls in Rudeln auftreten, im Einkaufszentrum hüten zu müssen.

Ein Selbstversorger-Garten macht unabhängig, „erdet“ die Menschen und macht sie stolz auf die Leistung der eigenen Hände. Dann würden sich auch wieder funktionierende Volksgemeinschaften bilden, die zusammenhalten, sich gegenseitig stützen und schützen. O weh, o Graus! DAS läuft aber den Intensionen der Globalisten, alles zu zentralisieren, zu monopolisieren, zu privatisieren, die Familie (als kleinste funktionierende Einheit einer Nation), ja die Nationen selber zu zerstören, die Menschen unter Kontrolle zu bringen, gründlich zuwider. Heute hetzt man jeden gegen jeden und vor allem gegen die, die sich der Diktatur einer NWO mit hirnrissigen Auswüchsen entgegenstemmen.

Liebe Frau Lengsfeld, um Prof. Paechs Ideen brauchen Sie sich nicht zu sorgen. Wollen wir mal raten, was von Seiten der Politik-Marionetten geschehen wird, wenn sich viele solcher Öko-Gemeinschaften bilden (ein paar gibt‘s ja schon) und diese Lebensweise dann tatsächlich Anhänger in größerer Zahl findet??? Nur mal angemerkt: Es war bereits ein gesetzliches Verbot der Weitergabe von Saatgut über den Gartenzaun im Gespräch. Da ist es bis zu einem Steuerfahnder, der durch den Selbstversorger-Garten stapft, eine fiskalische Berechnung vornimmt, weil ja schließlich dem Einzelhandel Gewinne entgehen und keine Mehrwertsteuer gezahlt wird, auch nicht mehr weit.

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Das Lügen-Argument, Deutschland braucht mehr Einwanderung, dürfte sich damit wohl erledigt haben. Wer immer noch politische Parteien wählt, die Deutschland in den Ruin reGIERt haben, sollte…
Es wird höchste Zeit, das kriminelle Gesockse endlich in die Wüste zu jagen.

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12 Kommentare

  1. Im Großen und Ganzen stimme ich dem Beitrag von Tachyonbaby zu.

    Auch ich bin der Meinung, dass CO2 nichts mit einer Klimaerwärmung (so es sie überhaupt gibt) zu tun. Das ist vor Jahren in einer NASA-Studie festgestellt worden, die leider aus dem Netz verschwunden ist. Die Pflanzen benötigen unbedingt CO2, um überhaupt wachsen zu können.

    Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, ich hatte den Beitrag von Andrea Andromidas hier zu irgendeinem Artikel eingestellt. Dort geht er darauf ein, wer diese ganz Klimahysterie angeschoben hat und warum. In einem Satz: Die Finanzindustrie weil sie noch mehr abzocken will.

     

    Dass es nicht dauerhaft weitergehen kann, wie bisher ist wohl den meisten klar. Es muss sich etwas ändern. Dies setzt aber voraus dass das ganze kaputte System geändert und beseitigt wird. Das aber ist nicht gewollt.  Sie schreibt ja auch, dass die Ansätze für alternative natürlichere Lebensweisen schon behindert und wahrscheinlich irgendwann bestraft werden.

    Mir ist bekannt, dass es z. B. das Netzwerk solidarische Landwirtschaft gibt. Leider gibt es hier keinen Hof in der Umgebung. Dann gibt es Initiativen, wo sich Menschen zusammen tun und gemeinsam eine Fläche bewirtschaften und die Erträge teilen.

    ber das System in dem wir leben ist nur darauf ausgerichtete Profite für einige wenige auf Kosten der restlichen vielen Menschen zu generieren. Mit allem muss profitabel gehandelt werden können. Auch die menschliche Arbeitskraft ist zu einer Ware verkommen. Wer versucht dies zu ändern oder daraus auszubrechen wird mit allen möglichen und den den undenkbarsten Mitteln bekämpft.

    Und um noch mehr Profite zu generieren soll eben jetzt mit den CO2-Zertifikaten gehandelt werden.

     

     

    Die Aussage von Herrn Paech, dass es so nicht weitergehen kann, ist sicher korrekt. Aber so, wie er sich das wohl vorstellt, geht das System nur noch in die Verlängerung und wird etwas später am Ende sein.

     Hier seine Aussage laut dem Artikel von Vera Lengsfeld :  "Das betrifft das Reisen, das Wohnen, das Essen. Deutschland müsse radikal deindustrialisiert werden, ist die Kernforderung von Paech, auch wenn er das Wort nicht benutzt. Die Leute sollten höchstens noch 23 Stunden, statt 48 arbeiten, natürlich bei entsprechend verminderten Einkommen. Wohnungen sollten keine mehr gebaut werden, denn jede zusätzliche Wohnung würde die Umwelt belasten. Fleisch sollte als Speise verpönt sein."

     

    Ich unterstelle jetzt dem werten Herrn einmal, dass er dies in etwa so meint:

     

    — Ungestraft und reisen so viel sie wollen, dürfen nur die Reichen und Eliten. Die fliegen aber natürlich mit ihren Privat- oder Regierungsjets und natürlich die Militärjets. Der größte Umweltverschmutzer weltweit soll das Militär sein. Und damit ist nicht nur der Abwurf der eigentlich geächteten Uranbomben gemeint.

     

    — Wohnungen sollen nicht mehr gebaut werden? Aber die Menschen müssen irgendwie untergebracht werden. Also vielleicht Zwangseinquartierungen (natürlich nicht bei den Reichen und Eliten, die genügend Platz hätten!). So könnten jedem (natürlich nicht den Reichen und Eliten) vielleicht gerade 10 qm zugebilligt werden?

     

     

    — Also auf in die zukünftigen Smart Citys (die müssen aber leider zumindest in der BRD noch gebaut werden) in die Kaninchenbauten für die Menschen, wo die totale Kontrolle über jeden (seine Finanzen, Strom-Wasser-Heizungs-Verbrauch usw. ) sowie die direkte Bestrafung bei "Fehlverhalten" möglich ist und angestrebt wird. Willkommen in der elenden Sklaverei!

     

     — Die Reichen und Eliten dürfen natürlich weiterhin die Umwelt verschmutzen nach Herzenslust und Ressourcen verbrauchen so viel sie wünschen. Sie werden weiterhin sporadisch in ihren vielen Wohnungen und Häusern wohnen, ihre Swimmingpools beheizen und dafür sorgen, dass es in ihren Wohnungen schön warm ist.

     

     

     — Fleisch und ausgesuchte Lebensmittel(z. B. gen- und pestizidfreies Obst und Gemüse) dürfen nur noch die Reichen und Eliten essen. Wenn dadurch bei den Normalbürgern Mangelerscheinungen und Erkrankungen auftreten, ist Big Pharma sofort zur Stelle, um uns den "letzten Schliff" bis in den gewinnbringenden (für Big Pharma natürlich) Tod zu geben.

     

    Im Klartext: Es geht meiner Meinung nach diesem Herrn darum, dass die Masse der Menschen verzichten soll, damit die Reichen und Eliten mehr verbrauchen können. Dies kann aber auch auf Dauer nicht gut gehen. Denn irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht, für alle.

     

    Um Änderungen überhaupt möglich zu machen, müssten erst einmal das Zinsgeldsystem, die Börse und die Aktiengesellschaften, überhaupt die Großkonzerne und Konzernkonglomerate abgeschafft werden.

    Die Wirtschaft muss wieder regional arbeiten und ausgerichtet werden. Die ungezügelte Globalisierung mit ihren offenen Grenzen und ihrer grenzenlosen Profitgier für einige wenige ist ein Unglück für die Welt.

     

  2. Also ich habe den Versuch mit einem Selbstversorgergarten gemacht. 650qm für eine Person. Musste aber kapitulieren, weil ich körperlich nicht auf der Höhe und zudem nicht mein ganzes Leben Sklave des Garten sein wollte.

    Nach drei Jahren haben dann Diebstähle und ein Einbruch mit Diebstahl von wesentlichen Teilen meines Werkzeugparks den Entschluss zum Aufgeben gefestigt.

    Ich denke jetzt an eine kleine Aquaponik-Anlage unter den Küchenfenstern und ggfs vertikal Gardening auf dem Balkon.

    Ich hatte auch eine Solaranlage und einen eigenen Brunnen. Aber ich kann nur dazu raten, lieber einen sehr kleinen Garten intensiv zu bewirtschaften als einen sehr großen zu nehmen, wo nie Ruhe hat. Und mehr als Kanninchen ist da heute auch kaum möglich, ohne dass man horrende Summen für die Tierhaltung abdrücken muss.

    Es macht zudem keinen Sinn, im Umfeld von Armut Selbstversorgung zu betreiben, weil Einbrüche und Diebstähle garantiert sind. Die Polizei rückt für sowas im Zweifel nicht mal mehr aus. Und eine Anzeige wird auch nur dann gemacht, wenn man versichert ist und den Nachweis für die Versicherung braucht.

    Der Unterschied zwischen einem Garten und einem Haus mit Garten ist einfach, dass man im Garten nachts zumeist nicht da ist. Wer sich heute aber ein Haus mit Garten leisten kann, der hat natürlich aus sonst keine wesentlichen Probleme.

    Man kann natürlich irgendwo nach Ostbrandenburg oder Pommern gehen, wo Leute das Land verlassen und sich ein sanierungsbedürfiges Haus mit Garten für wenig Geld anlachen. Aber dann fehlt die Infrastruktur. D.h. man braucht unbedingt einen PKW für andauernde Transporte. Und auch da ist man dann vor Einbrüchen und Diebstählen nicht sicher.

    Die Zwangsmaßnahmen der energetischen Sanierung machen alte Häuser sehr teuer, wenn man sich daran halten will. Man die Regelung allerdings unterlaufen. Weil die Sanierungen wirtschaftlich sein müssten, was sie allerdings meistens nicht sind. Und kein Gutachter gibt einem die Garantie, dass man das in X Jahren eingespart hat. Damit kommt man aus dem Zwang weitgehend raus. Aber auch da: Ohne Moos nix los.

    Hätte ich jetzt 50.000 Euro, würde ich sowas in Lehmbauweise irgendwo hinstellen, wo die Menschen noch nicht arm sind:  

    https://www.youtube.com/watch?v=DO8ph1olm_w

    Dazu eine bisschen Fläche für Obstbäume, Beerensträcher, Kartoffeln und Salat.
    Oder ein ausreichend großes Segelboot. 

    • Martin, gestatte bitte eine Frage, da Du Dich anscheinend auskennst: Wenn man ein altes Haus (meinetwegen auch heruntergekommen) kauft, muß man es notgedrungen/ zwangsläufig nach heutigen Vorgaben erst energetisch sanieren?? Wer überprüft den sowas?

      Ich habe das bisher nur mit alten Autos erlebt, die noch nie öffentlich zugelassen waren. Waren ursprünglich Militär- oder Einsatzfahrzeuge. Hatten keinen Airbag, keinen Gurt, keinen KAT. Datum der Erstzulassung ist heute; das Baujahr interessiert dabei nicht. Gilt daher als nicht konform mit der jetzigen StVO (…außer natürlich mit Connections:).

      Wir haben die verrücktesten Gesetze der Welt. Das Schlafzimmer darf nicht zur Straße zeigen und so weiter. Wie ist das bei Häusern? Möchte mir auch schon länger eine feste Hütte holen. Danke!

      LG Zulu

      • Ich bin kein Experte und mache hier keine Rechtsberatung 🙂 Aber ich hatte mich mit dem Thema beschäftigt, weil ich selbst überlegt hatte, eine von den alten Immobilien zu kaufen oder mir schenken zu lassen.

        Es gibt in den mitteldeutschen Gebieten ja immer wieder Immobilien für sehr wenig Geld und manche werden gar aufgegeben, weil es keine Chance gibt, die zu verkaufen. Und die kann man sogar kostenlos von den sterbenden Gemeinden bekommen.

        Um eine neue Heizungsanlage kommt man kaum herum. Die macht meistens aber auch Sinn. Wenn man als Selbstversorger mit (eigenem) Holz heizen will, wird es dann wieder viel schwieriger als vor der Ökogesetzgebung. Denn da gibt es jetzt immer strengere Immissionsregelungen, so dass man die Heizung neu kaufen muss, selbst wenn man was altes für sehr wenig Geld bekommen würde, was noch Jahrzehnte funktionieren wird. Und dann ist man schon die ersten 10-15.000 Euro los. Wenn kein heutigen Standards entsprechender Kamin da ist, dann muss man einen selbst mauern können oder es wird ebenfalls sehr teuer.

        Dann ist der Dämmwahn vorgesehen. Dach oder war es das Dachgeschoss muss gedämmt werden. Dagegen kann man sich aber wehren, weil es eine Ausnahmeregelung gibt und die Dämmung häufig keinen Effekt hat, außer dass man Sondermüll und mittelfristig Schimmel produziert.

        Irgendwo hinten in den Regelungen gibt es gut versteckt Ausnahmeregelungen. Da kommt man aus den Zwängen raus, wenn die Massnahmen unwirtschaftlich sind. D.h. wenn man niemanden findet, der einem die Wirtschaftlichkeit garantiert, kann man es ggfs. verweigern ohne mit Bussgeldern belegt zu werden. Aber die Versuche entsprechende Firmen zu finden,  muss man dann belegen.

        In den alten Häusern ist die Elektroanlage in der Regel Schrott. Da darf man dann auch investieren. Wenn man nicht selbst Elektriker ist, dann ist das ein großer Spaß, da es darauf hinaus läuft die ganze Anlage zu tauschen. Denn bei Installation einer einzigen neuen Steckdose muss das ganze überprüft werden. Und irgendwelche Fehler sind da garantiert.

        Wenn man aber eine Immobilie hat, die z.B. kostengünstig weit ab vom Schuss ist, dann schwebt auch immer das Damoklesschwert der Erschließung (z.B. Bau einer vernünftigen Straße, Wasseranschluss oder ähnliches) über einem. Und da können dann schnell ebenfalls große Kosten auflaufen, die nicht im Verhältnis zum Wert der Immobilie stehen. Auch das Abwasser ist oft teuer, weil die Objekte nicht am Abwassernetz hängen und man seine eigene Klärgrube je nach Größe ab 6000 Euro braucht.

        Und wenn das eigene Haus dann keinen faktisch Wert hat, weil es keine Nachfrage danach gibt, kein Geschäft in der nähe, keine Kita, keine Schule, kein Kino, keine Kneipe oder was auch immer, dann bezahlt man auf andere Art eben auch einen hohen Preis.

        Es ist vielleicht etwas anderes, wenn man mit vielen Leuten einen Ort wieder revitalisiert. Aber alleine würde ich mir das sehr genau überlegen, ob es finanziell und sozial Sinn macht, sich aus einem städtischen Bereich zu entfernen.

        Denn wenn es so einfach wäre, dann würden die Leute einfach in die wenig bevölkerten Gebiete ausweichen. Das macht aber fast keiner, weil man eben so viele Nachteile hat. Von den Möglichkeiten, da Geld zu verdienen oder das Internet zu nutzen mal ganz zu schweigen.

        Die meisten suchen dann nach Immobilien, die billig sind, aber noch gut an Städte – Autobahnen und Infrastruktur angeschlossen sind. Aber da es da eben dann Nachfrage gibt, kosten auch die heruntergekommenen Häuser entsprechendes Geld.

        Es gibt einpaar Dokumentionen über die Restauration von alten Gutshäusern in Mecklenburg-Vorpommern. Da sieht man, was die Leute da manchmal in fast 10 Jahren alles in Eigenregie gemacht haben und kann sich vorstellen, was der Spaß so kostet.

        Aber diese Häuser haben, wenn sie "fertig" sind, einen Wert als Touristenunterkunft oder Repräsentationsobjekt. Manche versenken da sechs oder siebenstellige Summen in Denkmalgeschütze Objekte.

        Und es gibt auch eine Dokumentation über eine junge Dame, die ganz naiv ein altes Anwesen mit großem Tanzsaal gekauft und dann mit Freunden und Familie restaurieren wollte. Das ist aber gescheitert. Aber das Anwesen wurde dann später doch von den nächsten Eigentümern, die besser aufgestellt waren, fertig restauriet und in ein Meditationszentrum umgewandelt.

        Es braucht eben auch eine Einnahmequelle für die meisten Menschen, wenn man erst das Haus im Nirgendwo hat. Selbstversorung reicht da nicht.

  3. "Soooo verkehrt liegt  der Herr Prof. Peach ja nun nicht".

    Lassen wir jetzt mal die Hochfinanz außen vor. Deindustrialisierung und Rückbau von Infrastruktur, würde uns zwar nicht direkt ins Mittelalter katapultieren, wäre aber ein enormer Rückschritt.

    Die Industrialisierung hat den Menschen Erleichterungen und einen besseren Lebensstandard gebracht. Und vor allem mehr Gesundheit, weil die körperliche Arbeit abgenommen hat. Die Hochfinanz hat damit aber leider Schindluder betrieben und betreibt es immernoch.

    Wer ernsthaft glaubt, dass eine Deindustrialisierung uns zu einem besseren Leben verhilft, hat anscheinend nichts verstanden, oder träumt von einem märchenhaften selbstversorgenden Alternativleben irgendwo in der Pampa.

    Meine Großeltern väterlicherseits hatten 7 Kinder und einen Bauernhof. Selbstversorger mit allem drum und dran. Man sollte meinen, dass diese Gegebenheiten für ein gutes Leben ausgereicht hätten. Das Ende vom Lied war, dass Opa und Oma durch die schwere Arbeit am Ende genauso krumm waren, wie ihre Krückstöcke. Die Kinder hatten durch die Feld- und Gartenarbeiten kaum Freizeit und wurden im späteren Leben durch Bandscheibenvorfälle und Gelenkbeschwerden gepeinigt. Wer heute einen großen Garten zur Selbstversorgung betreibt und pflegt, weiß abends genauso, was er getan hat. Für Selbstversorgung einer ganzen Familie reicht so ein Reihenhausgärtchen mit Sicherheit nicht aus.

    Und was so ein selbstversorgendes "Kollektiv" betrifft, wird man sehen, dass so etwas nur auf dem Land funktionieren kann. Was ist bei solch einem Rückschritt bei Deindustrialisierung mit der Stadtbevölkerung?

    Ich könnte jetzt anfangen das hier komplett auszuschlachten. Aber das, was sich dieser Professor vorstellt, geht nur auf dem Planeten Utopia, oder mit einer selbstgestrickten Bevölkerung/Gesellschaft. Wer im Zeitalter der Industrie und Digitalisierung lebt, wird sicher nicht zurück in einem Agrarstaat mit Selbstversorgung leben wollen. Es mag vereinzelte Individuen geben, welche dazu bereit wären, aber die Masse ganz sicher nicht. Und ein Selbstversorgerleben ist ganz sicher nicht damit getan, wenn man auf seinem 3 qm Balkon Tomaten und Kräuter anpflanzt.

    Und zum Schluß noch zur Hochfinanz. Diese wird ganz sicher nicht dabei zusehen, wie ihnen die Felle davon schwimmen, auch nicht, wenn man ihnen ans Bein pinkelt. Sie werden Mittel und Wege finden, um dem Selbstversorgertraum und Deindustrialisierung den Garaus zu machen. Und sei es nur, dass sie uns in einem evtl. deindustrialisierten Agrarstaat dann zu ihren Bauernsklaven machen.

    Es ist immer das Gleiche: die Theorie ist gut, aber die Praxis spricht eine andere Sprache.

     

     

     

     

     

    • Es macht keinen Sinn totale Selbstversorgung anzustreben, so schön das in der Theorie klingt. Aber z.B. teures wenig schmackhaftes Obst und Gemüse zum Teil ersetzen, das macht schon Sinn.

      Die einfachste eigene Tomate schmeckt besser als die beste Fleischtomate aus dem Supermarkt.

      Einer meiner Gartenfreunde glaubt fest an den Weltuntergang und hat nun mehrere Gärten, und endlos Kartoffeln angebaut. Der ist allerdings ein austrainierter junger Mann mit Familie, der keine anderen Hobbies hat.

      Ich stelle mir lieber für zwei Jahre Konserven hin, als mir das in der Form anzutun. Und ich glaube immer weniger, dass eine Krise durchschlagen wird. Man wird Panik machen, die Banken retten und die Schulden verallgemeinern um in Europa weiterzukommen.

      Aber man wird es nicht zum Zusammenbruch der Sozailsysteme kommen lassen, die eine Volksaufstand zur Folge hätten. Wie immer die Verarmung der Leute schleichend und möglichst unsichtbar, um ihr Europa der Unterdrückung und Ausbeutung zu finalisieren.

      • Dem stimme ich zu, Martin. Eine gewisse Grundversorgung ist nie verkehrt. Schmeckt ja auch wesentlich besser. Aber sie kann nicht (vor allem alleine!) den ganzen gewohnten Lebensstandard von heute abdecken. Hab beim Vaddi drei eigene Beete im Garten. Kartoffeln und Erpsen. Dazu Tomaten & Kräuter auf dem Balkon. Bohnen, Kürbisse und Äpfel, Birnen, Erdbeeren macht die Nachbarin…und so weiter gibt´s da auch alles. Es wird getauscht. Die anderen haben Hühner für die Eier, Grünkohl und Kohlrabi. Oh jammi!
        Solo wäre das gar nicht zu schaffen.

        Gäbe ja auch sonst keinen Sinn…denn, wer soll das anschließend alles essen? 

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