Niedergang der Arbeiterviertel – Armut in Gelsenkirchen und Bradford

Helmut Maslo war früher Bergmann in der „Zeche Ewald“. Heute sammelt er Flaschen aus Mülleimern, um sich etwas dazu zu verdienen. Sein Schicksal könnte stellvertretend für den Niedergang des Ruhrgebietes stehen. Wenn die alte Industrie stirbt, leiden ehemalige Arbeiterstädte wie Gelsenkirchen ganz besonders. Auch im englischen Bradford kennt man das Problem: früher war die Textil-Industrie ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Heute herrschen hier Armut und Tristesse . Dieser Film ist Teil der Dokumentation „Brennpunkt Europa“, die in ganzer Länge hier zu sehen ist: https://youtu.be/f8JciCVMeio

Niedergang des Ruhrgebietes? Die fatale Euro-Rettung, die von den Altparteien geradezu gefördert wurde, wird bundesweit zum Niedergang führen. Für den, der das jetzt noch nicht begriffen hat, lommt jede Hilfe zu spät. Massenentlassungen bei Großkonzernen finden bereits statt. Die Frage nach dem Warum dürfte jedem klar sein. Aufträge brechen ein. Warum wohl sollten Großkonzerne mit vollen Auftragsbüchern ihre Belegschaft kündigen? Macht keinen Sinn, oder? 

 

Rette sich, wer kann!

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Niedergang der Arbeiterviertel – Armut in Gelsenkirchen und Bradford
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2 Kommentare

  1. Die Plutokratie braucht eben abhängige arme Leute und nach dem Zweiten Weltkrieg konnte dieses Ziel nicht so unverhohlen durchgesetzt werden, weil die Deutschen noch von dem nationalen und sozialistischen Gedanken durchdrungen waren, also nationale Solidarität.  Jetzt ist aber die Schonfrist vorbei, spätestens seitdem die SPD und Grünen 1999 die Heuschrecken a la KKR mit Steuervergünstigungen ins Land gerufen haben, und da dürfen wir uns über die jetzt aufkommende Brutalistät nicht wundern.  S. 109:

    http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/HitlerReden_1940_1941.pdf

     
    "Aber wir haben diese Probleme nun angepackt und haben Problem um Problem zu lösen angefangen. Und wir konnten wieder das eine feststellen, daß in eben dem Ausmaß, in dem wir diese sozialen Fragen angriffen, die andere Welt, und zwar besonders die angelsächsische Welt, uns mit Haß zu verfolgen begann. Für diese angelsächsische Weit sind alle sozialen Fragen gänzlich überflüssig. Sie lehnen die Beschäftigung damit ab, zum Teil weil sie wirklich in einer außerordentlich glücklichen Lage sind, zum anderen Teil weil sie eine unerhörte Rücksichtslosigkeit besitzen ihren eigenen Volksgenossen gegenüber. Und die Männer von uns, die längere Zeit in London waren, die berichten übereinstimmend immer nur eines: Es ist unglaublich, wie in einem Land mit so unermeßlichen Reichtümern die Differenzen zwischen reich und arm so ausgeprägt sein können, wie auf der einen Seite in diesem London ein geradezu unvorstellbarer Luxus herrscht und auf der anderen Seite ein Elend und eine Verkommenheit, eine Armut, die wir uns in Deutschland überhaupt nicht vorstellen können, obwohl wir im gesamten um soviel ärmer sind als England.

    Diese Schichten sahen im nationalen Deutschland sozialer Prägung einen gefährlichen Anreiz. Wir haben das ja erlebt. Man hat uns verboten, daß nur KdF.-Schiffe (Kraft durch Freude) überhaupt landeten. Man sagte mir persönlich das auch einige Male: „Wissen Sie, wir wollen uns unsere Leute nicht verderben lassen." – „Ja, wieso?" – „Na, wir wollen nicht unsere Leute uns verderben lassen mit Ihren Einrichtungen, die Sie da haben. „Sie haben verhindert, daß unsere sozialen Einrichtungen von britischen Delegationen besichtigt wurden mit dem ganz gleichen Motiv. Sie sagten: „Das wollen wir nicht." Unsere ganzen Riesenorganisationen, KdF. usw., das lehnen sie ab, überhaupt ab. Die Theater sind nicht dafür da, daß die breite Masse hineingeht, sondern das Theater ist letzten Endes da für Leute, die eben in der Lage sind, sich das zu bezahlen. Seebäder oder Reisen, das lehnen sie ab. Das ist nicht für die breite Masse da. Außerdem wird dadurch die gesellschaftliche Höhe eines Bades gestört und wird ruiniert. Das überträgt sich auf das ganze öffentliche Leben. Auch unsere Auffassung über die Erziehung.

    Wir haben, das wissen Sie, in Deutschland mit Vorurteilen ungeheuerster Art gebrochen, und zwar überall. Das ist nicht so leicht gewesen. Aber wir haben mit diesen Vorurteilen gebrochen."

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