Nicht nur Argentinien, Geierfonds zerstören auch Europa!

Dieselben Geierfonds, die Argentinien in den Bankrott treiben wollen, haben sich in den vergangenen anderthalb Jahren still und leise auch in Europa positioniert und Dutzende, wenn nicht Hunderte von Milliarden Euro von Schulden europäischer Banken für 3-4 Cent für den Euro aufgekauft, um dann den kompletten nominellen Wert einzufordern, wie in Argentinien.

Laut zahlreicher Berichte in den spanischen Medien, wie z.B. in CincoDias.com, haben Paul Singers Fonds NML Capital – der auch die Führungsrolle beim Angriff auf Argentinien spielt – und dessen Mutterfirma Elliott Management, 2013 mindestens 1,3 Mrd. € an notleidenden Krediten der größten Bank Europas Santander und weiterer spanischer Institute wie Bankia aufgekauft. Es kostete Elliott lumpige 50 Mio.€, weniger als 4% des nominellen Wertes. Elliott kaufte Ende 2013 auch die spanische Inkassofirma Gesif, um sie als Operationsbasis für den erwarteten „Geschäftsaufschwung“ 2014 zu verwenden.

Solche Geschäfte machen die Geierfonds überall in Europa – und zwar in Absprache mit den Banken. Derzeit konzentrieren sie sich auf Italien, wo sie nach Angaben von PriceWaterhouseCoopers mindestens 7 Mrd.€ an notleidenden Schulden aufgekauft haben. 2013 verkaufte Unicredit faule Verbraucherkredite im Nennwert von 950 Mio.€ für weniger als den Marktwert 80 Mio.€ an Cerberus. Derzeit verkauft Unicredit seine gesamte Abteilung für notleidende Kredite, Unicredit Credit Management Bank (UCCMB) mit einem Portfolio von mehr als 40 Mrd.$, was 32% des gesamten italienischen Markts an notleidenden Krediten ausmacht. Insgesamt haben sechs Geierfonds Gebote dafür abgegeben: Apollo Global Management, Fortress Investment Group, Lone Star Group, Cerberus, eine Abteilung der italienischen Cerved Group sowie eine Gruppe, an der Goldman Sachs, Deutsche Bank und TPG Capital beteiligt sind.

Die Verkäufe sollen Banken in ganz Europa helfen, die laufenden Streßtests der EZB zu bestehen, indem sie faule Papiere im Nennwert von 800 Mrd.€ an Immobilienkrediten und anderen faulen Schulden an Geierfonds abgeben. Die Gesamtsumme der faulen Kredite in den Bilanzen der Eurozonen-Banken beläuft sich auf mindestens 1,5-2 Bio.€. Die Geierfonds „helfen“ mit solchen Geschäften Banken in ganz Europa, ihre faulen Papiere von rund 800 Milliarden Euro abzustoßen, damit sie durch die laufenden Streßtests der EZB kommen. Als nächstes werden die Hedgefonds darauf bestehen, den ursprünglichen nominellen Preis der Immobilien, Anleihen oder was auch immer einzuklagen – genau wie im Falle Argentiniens. Die Dummen sollen dann die europäischen Nationen sein, beziehungsweise die Bürger dieser Nationen, die in einem gigantischen „Bail-in“ enteignet werden: das Zypernmodell für ganz Europa. Deshalb strikte Glass-Steagall-Bankentrennung jetzt!

Quelle: bueso

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