Neujahrsansprache einer Bürgerin an die Kanzlerin

Autor Vera Lengsfeld

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Ihre Neujahrsansprache an die Bürger Ihres Landes war eine Zumutung. Aber eine lehrreiche. Wie in dem Land, aus dem Sie und ich kommen, muss man zwischen den Zeilen lesen, um zu erfahren, was die eigentliche Botschaft ist.

Ihre Redenschreiber haben sich bemüht, Ihnen ein warmherziges, fürsorgliches Image zu verpassen. Leider stehen Ihre kalten Augen und Ihre unbeweglichen Gesichtszüge in scharfem Kontrast zu den Worten. Nicht nur das. Fast alle von Ihnen benutzten Sprachbilder sind falsch. Gleich am Anfang sagten Sie „ein bis dahin unbekanntes Virus“ sei in unsere Körper und in unsere Leben eingedrungen. Dabei gibt es Corona-Viren seit langem, nicht erst seit Covid 19. Das Virus hätte uns dort getroffen, wo wir am „allermenschlichsten“ seien, in der Umarmung, beim Gespräch, beim Feiern. Auch das ist keineswegs neu. Fast alle ansteckenden Krankheiten übertragen sich durch persönliche Kontakte, das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Covid 19. Normales Verhalten sei deshalb ein Risiko geworden und ganz ungewohnte Schutzmaßnahmen „normal“.

Diese Schutzmaßnahmen sind alles andere als normal, sondern äußerst diskussionswürdig. Die Erfahrung des letzten Jahres zeigt ganz klar: je strenger die von der Politik diktierten Maßnahmen waren, desto höher stieg die Infektions- und Todesrate. Für jeden verantwortungsvollen Politiker sollte allein das Anlass sein, über die Wirksamkeit der Verordnungen nachzudenken. Sie haben aber längst aufgegeben, diese Überprüfung, die Sie selbst am Anfang des ersten Lockdowns versprochen haben, tatsächlich zu veranlassen. Stattdessen sollen wir alle politischen Einfälle unhinterfragt als „normal“ akzeptieren.

Das Jahr 2020 sei eins des Lernens gewesen. Am Beginn hätte niemand wissen können, ob sich die getroffenen Maßnahmen als richtig erweisen würden. Das wirft Ihnen und Ihren Politikerkollegen niemand vor. Aber dass Sie eben nicht gelernt und Fehler korrigiert haben, das ist der eigentliche Makel Ihrer Politik.





Ihr Gesundheitsminister hat geäußert, dass mit dem späteren Erkenntnissen (er sagte, „dem heutigen Wissen“) die Schließungen von Geschäften, Friseuren, Gaststätten, Hotels im ersten Lockdown nicht nötig gewesen wären. Bald darauf wurde auf Ihr Drängen der zweite und dritte Lockdown verhängt, letzterer sogar viel härter als der erste es gewesen war. Wo ist das Wissen hin? Warum wurde eben nicht aus Fehlern gelernt, sondern sie in verschärfter Form wiederholt?

Sie erklären die Bekämpfung des Virus zu einer „politischen, sozialen und ökonomischen „Jahrhundertaufgabe“. Wir haben gerade das erste Fünftel dieses Jahrhunderts hinter uns. Wir wissen nicht, was kommt, können aber aus den Flammenzeichen an der Wand ersehen, dass die ökonomischen Folgen der Corona-Politik verheerend sein werden. Die Politik erlegt freihändig der Bevölkerung einen „historischen Kraftakt“ auf, unbekümmert um die Konsequenzen. Das erinnert an die „Schlafwandler“, die Staatsoberhäupter, die am Ende einer längeren Friedens- und Wohlstandsperiode ihre Völker in den Ersten Weltkrieg getrieben haben, der zum schrecklichen Urknall wurde und den Totalitarismus des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat.

Sie könnten den Schmerz, der durch Corona hervorgerufen wird, nicht lindern, aber sie würden an die Leidenden denken. Das ist ehrenwert, aber als Politikerin sollten Sie vor allem an die Folgen denken, die Ihre Entscheidungen für die Gegenwart und Zukunft des Landes haben, von dem Schaden abzuwenden Sie in Ihrem Amtseid geschworen haben. Wenn Sie bedauern, dass viele Menschen in Alters- und Pflegeheimen allein, getrennt von ihren Angehörigen sterben mussten, dann erwarte ich von Ihnen die Einsicht, dass es eine politische Entscheidung war, die diese Menschen von ihren Familien isoliert hat. Wenigstens das ist teilweise korrigiert worden, aber nur auf Druck der Öffentlichkeit.

Hier komme ich zum perfidesten Teil Ihrer Rede. Sie instrumentalisieren das Leid der Kranken und Sterbenden, um Ihre Kritiker zu diskreditieren. Sie nennen die Kritiker Ihrer Politik „Unverbesserliche“, die „das Virus bestritten und geleugnet“ hätten. Ich kenne Niemanden, der die Existenz dieses Virus leugnen würde, aber Hunderttausende die berechtigte Fragen an die Politik haben und von ihrem Recht Gebrauch machen, dies öffentlich deutlich zu artikulieren. Es ist keine Verschwörungstheorie anzunehmen, dass die Corona-Krise instrumentalisiert werden soll, um die so genannte „Große Transformation“, Englisch „The Great Reset“ in Gang zu setzen. Das haben nicht nur Klaus Schwab und Prince Charles auf dem Weltwirtschaftsforum geäußert, von der angeblichen Notwendigkeit einer solchen Transformation haben auch Sie schon häufiger in Ihren Reden gesprochen. Sie findet sich auch verdeckt in ihrer aktuellen Neujahrsansprache. Am Ende betonen Sie die angebliche Notwendigkeit „unser Wirtschaften, Mobilität und unser Leben klimaschonend“ zu gestalten, um „gleichartige Lebensverhältnisse“ zu erreichen. Im letzten Jahrhundert hat das gesellschaftliche Experiment, „gleichartige Lebensverhältnisse“ zu schaffen in Terror, Verelendung , Tod und ökologischer Katastrophe geendet. Das ist eine Erfahrung, die zum Wohle der Menschheit nicht wiederholt werden darf.

All jene, die Möchtegern-Transformatoren stoppen wollen, gefährlich, grausam und zynisch zu nennen ist der Gipfel der Demagogie. Grausam ist, grundstürzende Veränderungen von oben oktroyieren zu wollen und zynisch, für dieses Ziel das Leiden und Sterben von Menschen „an und mit Corona“ zu instrumentalisieren.





Sie formulieren ganz klar ihre Erwartungen, dass sich freie Bürger zu Untertanen wandeln sollen: Wir sollen diszipliniert Maske tragen, die uns vor dem Virus schützt, wie der Maschendrahtzaun vor Mücken. Wir sollen Abstand halten, uns in die soziale Isolation begeben und vor allem keine kritischen Fragen stellen. Das ist für Sie eine „menschenfreundliche Gesellschaft“, für mich das Gegenteil.

Am Schluss will ich nur noch zwei zweifelhafte Beispiele in Ihrer Botschaft herausgreifen.

Sie behaupten, es gäbe „Gesichter der Hoffnung“. Das wären die Geimpften. Dann erklären Sie, auch Sie würden sich impfen lassen. „wenn ich an der Reihe bin“. Sie gehören zu den Risikogruppen, haben die verantwortlichste Position in Deutschland. Sie haben ununterbrochen berufliche Kontakte, bei denen sich der notwendige Abstand nicht einhalten lässt. Sie hätten allen Grund, sich als Erste impfen zu lassen. Warum tun Sie das nicht? Sie sind ja voll des Lobes für den in Deutschland entwickelten Impfstoff, der laut Ihnen auch noch ein Symbol für die „Kraft der Vielfalt“, die „den Fortschritt bringt“ sein soll. Warum gehen Sie nicht mit guten Beispiel voran, was nebenbei bemerkt der wirksamste Schachzug gegen alle „Impfgegner“ wäre? Warum wollen Sie warten? Was befürchten Sie? Dass ein Impfstoff, der in nur zehn Monaten, statt in den üblichen zehn Jahren entwickelt wurde, nicht sicher sein könnte? Das jedenfalls befürchten alle „Impfgegner“, die meist gar keine sind, sondern berechtigte Fragen haben.

Es soll Ihre letzte Ansprache gewesen sein, weil Sie nicht mehr kandidieren wollen, teilen Sie uns am Ende persönlich mit. Warum dann das „aller Voraussicht nach“? Sie machen uns „große Hoffnungen“ für das neue Jahr.

Ich jedenfalls hoffe, dass Sie schnell abtreten, je schneller, desto besser.

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Neujahrsansprache einer Bürgerin an die Kanzlerin
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7 Kommentare

    • Ja, diese Tafel ist mir auch in die Finger gekommen. Seit 2005 steigen die Todesfälle. Die Zunahme von 2005 auf 2018 beträgt über 13%. Diese Extra Toten könnten eine Großstadt füllen. Und warum? Weiß Lauterbach eine Antwort?

      Wären wir jetzt ein Land in Südamerika und das Regime wäre der BILD nicht genehm, würden sie schreiben. "Seitdem die Chavez Junta an der Macht ist steigen die Todesfälle. Venezuela, das Land in dem wir gut und gerne sterben".

       

  1. ——– Weitergeleitete Nachricht ——–

    Betreff:??? Die Verbreitung von Falschmeldungen ist strafbar.Datum:Sat, 2 Jan 2021 16:27:54 +0100Von:Tommy Rasmussen <tommyrasmussen@arcor.de>An:poststelle@bmg.bund.de

    Cleo Lehn
    1. Januar um 15:45
    https://www.facebook.com/watch/?comment_id=186631109873699&v=225340885728930
     
    "Tommy Rasmussen Die Verbreitung von Falschmeldungen ist strafbar. Bitte unterlassen Sie das. Ihre Theorie bzgl. der aktuellen, weltweiten Sterblichkeit ist inkorrekt. Bleiben Sie gesund. Bleiben Sie möglichst viel zu Hause. Bleiben Sie solidarisch. Nur so können wir diese Jahr schnellstmöglich die Pandemie überwinden."

    Cleo Lehn: "Die Verbreitung von Falschmeldungen ist strafbar."

    Sehr geehrte Herr oder Frau Cleo Lehn, wenn die Verbreitung von Falschmeldungen strafbar ist, dann schauen Sie erst bitte lieber hier:

    31.12.2020 – Im Jahr 2019 sind nach einer vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamts in Deutschland 940.000 Menschen gestorben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht nach jetzigem Stand nicht davon aus, dass die Pandemie einen erkennbaren Effekt auf die gesamtgesellschaftlichen Sterbefälle haben wird.
    https://www.n-tv.de/panorama/Das-Coronavirus-und-die-Todesstatistik-article21728569.html

    28.12.2020 – 30.000 gestorbenen! – Die Zahl der mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen hat in Deutschland nach den Feiertagen die Grenze von 30.000 überschritten! Gut 96% der Covid-19-Verstorbenen waren jedoch 60 Jahre oder älter:

    60 bis 79 Jahre:  8405 mit oder an dem Coronavirus gestorbenen
    Über 80 Jahre:  20549 mit oder an dem Coronavirus gestorbenen

    https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_89189776/coronavirus-so-alt-waren-die-covid-19-toten-in-deutschland.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

    Ich wünsche Ihnen alles Gute, aber seien Sie vorsichtig, denn:

    "Ich werde Ihnen also das große Geheimnis sagen, das man immer dem Freimaurer zu enthüllen verspricht ‑ aber das man ihm weder im 25ten, noch im 33ten, noch im 93ten noch im höchsten Grade irgend eines der Riten enthüllt…. Lassen Sie sich nicht entgehen die Geste von Erschrecken und Blödheit zu betrachten, die auf dem Gesicht eines Freimaurers erscheint, wenn er kapiert, daß er sterben soll. Wie er kreischt und sich auf seine Verdienste um die Revolution berufen will! Das wird ein Schauspiel, um auch zu sterben ‑ aber vor Lachen!"
    http://www.luebeck-kunterbunt.de/Geschi/Rakowski-Protokoll.htm

  2. Obwohl es angesichts der Überalterung der Poltiker und der unverschämten Höhe der Pension schon nach 8 Jahren Bundestagsmandat vielleicht bei den Entscheidern im Hintergund auch Anreize gibt, die Politiker mal richtig durchzuimpfen.

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    Schon möglich. Die Frage ist, ob die das über die Impfung erreichen wollen.

    Aber ganz sicher  ist denen der BT irgendwann zu voll und damit zu teuer. Da werden die sich was einfallen lassen, wenn die nutzlosen Abnicker nicht  mehr gebraucht werden.

  3. Dann erklären Sie, auch Sie würden sich impfen lassen. „wenn ich an der Reihe bin“. Sie gehören zu den Risikogruppen, haben die verantwortlichste Position in Deutschland. Sie haben ununterbrochen berufliche Kontakte, bei denen sich der notwendige Abstand nicht einhalten lässt. Sie hätten allen Grund, sich als Erste impfen zu lassen. Warum tun Sie das nicht? Sie sind ja voll des Lobes für den in Deutschland entwickelten Impfstoff, der laut Ihnen auch noch ein Symbol für die „Kraft der Vielfalt“, die „den Fortschritt bringt“ sein soll. Warum gehen Sie nicht mit guten Beispiel voran, was nebenbei bemerkt der wirksamste Schachzug gegen alle „Impfgegner“ wäre? 

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    Ein Schachzug gegen die Impfgegner wäre dies sicher nicht. So hat sich die Raute des Grauens damals öffentlichkeitswirksam gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Später stellte sich heraus, dass die Politiker einen anderen Impfstoff erhalten hatten als das gemeine Volk, einen Impfstoff ohne Adjuvantien und dadurch mit weniger Nebenwirkungen. Wer bitte schön soll denn überprüfen, ob die und die anderen Politiker nicht einfach eine Vitaminspritze verpasst bekommt, statt des mRNA-Impfstoffes?

     

     

    • Wenn sie mit der Impfkampagne die Alten loswerden wollen, haben Sie auch einen Plan wie die Politiker unbeschadet davon kommen. Obwohl es angesichts der Überalterung der Poltiker und der unverschämten Höhe der Pension schon nach 8 Jahren Bundestagsmandat vielleicht bei den Entscheidern im Hintergund auch Anreize gibt, die Politiker mal richtig durchzuimpfen.

      Aber wahrscheinlich bekommen die einfach Salzwasserlösung in einer CO2 Kühlbox.

      Jeder Freimaurer, der auch nur ein kleines bisschen über die Zahlen Bescheid weiss und jeder Jude, wird genau wissen, dass er sich nicht impfen läßt.

      Das Entscheidende ist ja auch nicht die Impfung sondern der Eintrag im Immunitätsausweis. Und dafür braucht man nur ein paar Logenbrüder mit Arztzulassung.

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