Neue Realität in Schnöggersburg

Für 100 Millionen Euro läßt die Bundeswehr seit 2012 in der ostdeutschen Altmark eine Stadt mit einem Elendsquartier bauen. Dort werden deutsche Soldaten auf künftige Kampfeinsätze in deutschen Unruhegebieten vorbereitet.

Auszug aus einem Beitrag von Udo Ulfkotte für Kopp-online.
In Deutschland erblicken Politiker und Journalisten trotz der Flüchtlingsströme und der nicht enden wollenden Finanzkrise ständig überall Licht am Ende des Tunnels – obwohl man noch nicht einmal in ihn eingefahren ist. Während uns die Medien einerseits ständig eine glückliche und unbesorgte Zukunft suggerieren, bereiten sich Politiker insgeheim schon mal darauf vor, schwere Aufstände und Unruhen der Bürger mit Waffengewalt niederschlagen zu lassen:
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit entstand in Sachsen-Anhalt seit Herbst 2012 eine neue Stadt, die nur einem Ziel dient – dem Häuserkampf. Schnöggersburg wird das modernste Gefechtsübungszentrum (GÜZ) der Bundeswehr.

Der Ort wird benannt nach einer ehemaligen Waldarbeitersiedlung am Rande der Colbitz-Letzlinger Heide. Die geheime Bundeswehrstadt Schnöggersburg hat jetzt auf 6,5 Quadratkilometern Stadtfläche eine Hochhaussiedlung, eine U-Bahn, einen Bahnhof, einen Flughafen, eine Autobahn, Straßen – und ein Elendsviertel. Es ist das größte Übungszentrum für die Bekämpfung von Aufständen in ganz Europa: Bürgerkrieg also.

Proteste sind nicht erlaubt. Die Behörden in Sachsen-Anhalt haben seit 2012 alle Demonstrationen gegen das Bundeswehrübungszentrum in der Altmark verboten. Alle Versammlungen unter freiem Himmel im Umkreis des Geländes wurden verboten, teilte eine Polizeisprecherin in Magdeburg mit.

Eine Lokalzeitung aus der Altmark berichtete über die Anlage: »Und was kann man in Schnöggersburg alles üben? Vom modernen Häuserkampf, also dem Durchkämmen von Gebäuden beispielsweise auf der Suche nach Terroristen, bis hin zu humanitären Einsätzen wie dem Bau von Brunnen sei dort so ziemlich alles möglich, blickt der GÜZ-Leiter voraus.

Sogar die Verteilung von Lebensmittelrationen an die einheimische Stadtbevölkerung könne man in Schnöggersburg künftig simulieren.« An anderer Stelle heißt es in einem der wenigen Berichte über die geheime Stadt:

»Ab dem Jahr 2016 kann in Schnöggersburg auch geübt werden. Und das sogar in einem Elendsviertel, also einem Slum. Die Häuser selbst werden zwar nicht komplett eingerichtet, sollen aber eine große Bandbreite umfassen. In späteren Ausbaustufen nach dem Jahr 2016 ist sogar geplant, Hochhäuser sowie Einfamilienhäuser mit formvollendeten Hecken zu errichten.«

Und warum das alles? Ursprünglich sollte die Bundeswehr in Schnöggersburg auf Auslandseinsätze vorbereitet werden. Doch die schwere Wirtschafts- und Finanzkrise und die immer deutlicheren Warnungen der Sicherheitsbehörden vor auch in Deutschland möglichen inneren Unruhen wegen der nicht enden wollenden Flüchtlingsströme machten Änderungen der Planungen für Schnöggersburg erforderlich.

Die Ausstattung der Übungsstadt ist jetzt nicht in erster Linie auf auswärtige, sondern auf deutsche Verhältnisse ausgerichtet. Es sollen Kampfszenarien in unseren Städten und in den neuen Flüchtlingslagern inmitten Deutschlands geübt werden. Die Bundesregierung begründet den Bau von Schnöggersburg mit den Verteidigungspolitischen Richtlinien. (Hintergrund).

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