„Mit Propaganda ins Land gelockt“ – US-Söldner schildern RT ihr ukrainisches „Kriegsabenteuer“

"Mit Propaganda ins Land gelockt" – US-Söldner schildern RT ihr ukrainisches "Kriegsabenteuer"
Quelle: RT Alexander Drueke spricht nach seiner Gefangennahme am 17. Juni mit RT

In einem RT-Gespräch werfen zwei in der Ukraine gefangene US-Söldner dem ukrainischen Militär Desorganisation und Inkompetenz vor. Ihre Motivation für die Ukraine zu kämpfen, erklären sie mit der Wirkung der westlichen Propaganda, die Veteranen wie sie „anspricht“.

Quelle: rtdeutsch

Zwei US-amerikanische Söldner im Dienste der ukrainischen Armee wurden von den russischen Streitkräften im ostukrainischen Gebiet Charkow gefangen genommen. Diese Meldung, die diese Woche zahlreiche Telegram-Kanäle verbreitet haben, wurde am Donnerstag von der US-Seite offiziell bestätigt. RT sprach mit Alexander Drueke und Andy Huynh in einem Gefangenenlager in der Volksrepublik Donezk.

Die beiden Veteranen – Drueke hatte zwei Einsätze mit der US-Armee im Irak absolviert, während Huynh im Logistikbereich des Marine Corps in Okinawa (Japan) tätig gewesen war – ergaben sich nach einem verlorenen Kampf dem russischen Militär. Das geschah nur wenige Stunden, nachdem sie letzte Woche an die Front bei Charkow geschickt worden waren. Huynh sagte, dass die beiden unter dem Kommando des ukrainischen Geheimdienstes SBU standen und den Rückzug ukrainischer Soldaten hätten decken sollen.

„Uns wurde gesagt, wir sollten uns auf einem kleinen Aussichtspunkt postieren“, erinnerte sich Huynh und beschrieb, wie er mit einem tschechischen CZ-Gewehr und einer Panzerfaust bewaffnet wurde. Kolonnen von Ukrainern zogen sich an ihrer Stellung vorbei zurück, sie wurden von den russischen gepanzerten Fahrzeugen und einem Panzer verfolgt.

„Als [der Panzer] das erste Mal schoss, machte ich gerade meine Panzerfaust bereit“, sagte Huynh. Er behauptete, der Panzer habe kurz darauf auf eine andere Position geschossen, und in dem Glauben, er schieße auf ihn, schulterte Huynh seine Waffe und feuerte eine Rakete auf das Fahrzeug ab, verfehlte es aber. Als die ukrainischen Truppen verschwunden waren, rannten Huynh und Drueke weg und versteckten sich in einem Graben, während russische Fahrzeuge und Fußpatrouillen vorbeifuhren.

„Ursprünglich sollten wir mit Drohnen aufklären“, sagte Drueke dem RT-Korrespondenten Roman Kosyrew, „aber als wir an unserem Standort ankamen, war bereits eine Art Schlacht im Gange. Unsere Pläne änderten sich … und ein Teamkollege und ich wurden im Wald zurückgelassen.“

Als die russischen Soldaten weg waren, machten sich die US-Amerikaner auf den Weg und liefen mehrere Stunden lang durch einen Wald. Sie hätten sich verirrt und seien in einem von den russischen Streitkräften kontrollierten Dorf angekommen. „Wir wurden von einer russischen Patrouille angesprochen und haben uns ihr sofort ergeben.“

Beide Männer schilderten, dass die russischen Soldaten sie fair behandelt und sie ihnen Essen, Trinken, warme Decken und Zigaretten gegeben hatten. Drueke erklärte jedoch, er habe Gerüchte gehört, dass die beiden möglicherweise zum Tode verurteilt werden könnten, wie das bereits bei zwei Briten und einem Marokkaner der Fall gewesen war. Allerdings wurden die beiden US-Söldner im ukrainischen Gebiet Charkow gefangen genommen und nicht in der Volksrepublik Donezk, in der es die Todesstrafe gibt. In Russland hingegen ist die Todesstrafe abgeschafft.

Die Ex-Kämpfer erzählten, wie sie in die Ukraine gekommen waren. Drueke, der 2014 aus dem US-Militär ausgeschieden war, hatte zunächst keinen klaren Plan, was er in der Ukraine machen soll. Ihm zufolge flog er nach Polen in der Absicht, humanitäre Arbeit zu leisten, brachte aber dennoch militärische Ausrüstung mit und sagte, er sei bereit zu kämpfen, auch wenn der Militärdienst „nicht das A und O“ sei. Er sei zwar misstrauisch gegenüber der US-Berichterstattung, glaube aber, dass der Kampf in der Ukraine auf eine Art und Weise dargestellt werde, die „Veteranen wie mich anspricht“.

Jetzt, da ukrainische Granaten auf zivile Ziele in der Stadt Donezk fallen, sei ihm klar geworden, „dass es zwei Seiten dieser Geschichte gibt“. Auch Huynh argumentierte ähnlich.

„Am Anfang, als der Konflikt am 24. Februar begann, sah ich viele Nachrichten. … Auch hier glaube ich, dass es sich um Propaganda aus dem Westen handelt – nicht nur aus den USA, sondern aus dem Westen insgesamt. Die westlichen Medien berichteten, dass die russischen Streitkräfte wahllos Zivilisten töteten. So etwas habe ich bei meinen Versetzungen (im Land) noch nie gesehen.“

Huynh sagte, er sei im April in die Ukraine gereist und habe sich mit einem polnischen Priester in Verbindung gesetzt, der die humanitäre Hilfe für das Land organisiert, habe aber schon bald Kontakte zur „Internationalen Legion“ der Ukraine geknüpft. Nachdem er der Legion beigetreten war, verließ er sie kurz darauf mit der Begründung, dass beim Militär Korruption und Desorganisation herrschten.

„Die Befehlshaber waren sehr korrupt, und die Truppen waren sehr schlecht vorbereitet und versorgt“, schildert Huynh. Auch Drueke begann seinen Dienst in der Ukraine bei der Legion. Das Personal dort sei aber eine Enttäuschung gewesen.

Beide Männer reisten durch das Land auf der Suche nach einer kompetenteren Einheit, der sie sich anschließen konnten, und landeten schließlich bei der sogenannten „Task Force Baguette“ in der Ostukraine, einer ausländischen Söldnereinheit, die hauptsächlich aus US- und französischen Veteranen besteht. Die Einheit bestätigte am Mittwoch, dass Drueke und Huynh – die unter den Spitznamen „Bama“ und „Hate“ bekannt sind – gefangen genommen worden waren.

„Wenn ich die Propaganda aus dem Westen sehe, heißt es, die ganze Ukraine sei glorreich, und als ich hierher kam, sah ich, dass das nicht stimmt“, erklärte Huynh RT. „Die Ukrainer sagen, sie seien die Besten, aber was ich gesehen habe, ist eine Menge Korruption.“ Drueke beendete sein Interview mit einer Warnung: „Veteranen wie ich, die mit dem Gedanken spielen, hierher zu kommen, sollten das nicht tun.“

„Denkt wirklich lange und gründlich darüber nach, warum ihr das tut und was passieren kann, und ob das wirklich euer Kampf ist“, sagte er. „Wenn ich aus dieser Situation herauskomme, habe ich eine Menge Dinge, über die ich nachdenken kann.“

Russischen Angaben zufolge kamen seit Februar 6.956 ausländische Staatsbürger aus 64 Ländern in die Ukraine, um für Kiew zu kämpfen. Etwa 1.956 von ihnen wurden getötet, während 1.779 das Land wieder verließen, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Freitag.

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9 Kommentare

  1. So so, da hocken sie nun, die nicht mehr ganz so großen amerikanischen Heros, und erzählen halt, was man so von ihnen so hören will bzw., erwartet, denn natürlich wollen sie ihren Kopf retten, was man ihnen ja auch nicht vorwerfen kann, nur sollte man halt Aussagen, welche in so einer prekären Lage gemacht wurden, nicht überbewerten.

    Sie können froh sein, daß sie nicht für die Russen gekämpft haben und jetzt in ukrainischer Gefangenschaft hocken, denn ich glaube nicht, daß sie dort auch nur eine annähernde Behandlung erfahren hätten, zumindest wenn wir bedenken, was die Ukrainer mit ihren eigenen Landsleuten gemacht haben, welche unter dem Verdacht der Kollaboration oder auch nur der Sympathie mit dem „Feind“ standen.

    Die deutschen Soldaten hatte es da nicht so komfortabel, die wurden in Isolationshaft gesteckt, gefoltert und erpresst, und mit diesen erzwungenen Geständnissen wurden dann die „Beweise“ für die unvorstellbaren Verbrechen produziert, welche noch heute von „unseren“ Haus- und Hofhistorikern zitiert werden und in die „Schulbücher“ eingraviert sind.

    Wer wollte da nicht an die Zeiten der „peinlichen Befragungen“ denken, man konnte natürlich nicht behaupten, daß es den Teufel nicht gibt, aber man konnte sagen, er war auf dem Berg und ich war unten.

    Genauso wenig konnten die von den Siegern juristisch zementierten Offenkundigkeiten auch nur in Frage gestellt werden, aber man konnte sagen, daß man nichts davon wußte oder zumindest nichts damit zu tun hatte, und so gingen die „Verbrechen“ der Deutschen in das Weltgeschichtsbewußtsein ein – finis veritatis !!!

    • Die Geschichte der „Anonyma“ vom 20. April bis 22. Juni 1945 in Berlin:

      https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?sts=t&cm_sp=SearchF-_-home-_-Results&tn=Eine%20Frau%20in%20Berlin

      https://de.wikipedia.org/wiki/Marta_Hillers

      „Marta Hillers (* 26. Mai 1911 in Krefeld; † 16. Juni 2001 in Basel) war eine deutsche Journalistin. Bekannt wurde sie postum durch eine zu Lebzeiten nur anonym veröffentlichte autobiografische Erzählung mit dem Titel „Eine Frau in Berlin“. In dieser berichtet sie vom Alltagsleben der Berliner während der sowjetischen Besatzung am Ende des Zweiten Weltkrieges, insbesondere von den Massenvergewaltigungen deutscher Frauen durch marodierende Rotarmisten.“

      Die antideutsche Propaganda begann nach dem 8. Mai 1945 sofort mit dem Radio.

      Obwohl Frau Hillers von mehreren persönlichen Vergewaltigungen („Zwangsverkehr“) detailliert berichtet,

      https://krisenfrei.com/russische-perspektiven/#comment-179528

      bezweifelt sie doch nicht die ungeheuerlichen Erzählungen des Rundfunks, die der Rundfunk berichtete und der deshalb genauso wahrhaftig gewesen sein dürfte, wie er damals das ungeheuerliche Verbrechen Stalins namens „Katyn“ der deutschen Wehrmacht in die Schuhe schob. Die millionenfache Vergewaltigungen deutscher Frauen, verbunden mit erfundenen Lügen hat unserem Volk den Rücken gebrochen. Und noch heute schwärmt die Staatsanwaltschaft aus, um Stalins Statistiken strafrechtlich zu erzwingen. Da darf man sich über den Rest bei uns auch nicht wundern.

      Marta Hillers am Freitag, dem 15.Juni 1945:

      „Ich las am Abend in der ziemlich willkürlich zusammengestoppelten Bücherei des Wohnungsinhabers herum. Fand Tolstois Polikei und las es zum xten Male. Ackerte mich durch einen Band Dramen von Aischylos und entdeckte dabei die Perserklage. Mit ihren Wehschreien der Besiegten paßte sie gut zu unserer Niederlage – und paßt doch gar nicht. Unser deutsches Unglück hat einen Beigeschmack von Ekel, Krankheit und Wahnsinn, ist mit nichts Historischem vergleichbar. Soeben kam durchs Radio wieder eine KZ-Reportage. Das Gräßlichste bei all dem ist die Ordnung und Sparsamkeit: Millionen Menschen als Dünger, Matratzenfüllung, Schmierseife‚ Filzmatte – dergleichen kannte Aischylos doch nicht.“

      Wer Augen hat zu sehen, der sehe. Der anglo-zionistische Westen tut üblicherweise genau das Gegenteil dessen, was er sich selbst als höchste moralische Instanz beimißt!

      https://de.rt.com/kurzclips/video/141541-usa-und-grossbritannien-sind-heuchler/

      USA und Großbritannien sind Heuchler: China verurteilt die Auslieferung Assanges

      21 Juni 2022 07:46 Uhr

      Wang Wenbin, ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums, verurteilte am Montag die Entscheidung des britischen Innenministeriums aufs Schärfste, das sich am Sonntag endgültig zur Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange an die USA bereit erklärte.

      Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, verurteilte am Montag die Entscheidung des britischen Innenministeriums aufs Schärfste, das sich am Sonntag endgültig zur Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange an die USA bereit erklärte.

      Laut Wang sei „der Fall Assange ein Spiegel“, der die Heuchelei der USA und Großbritanni-ens im Hinblick auf die Pressefreiheit zeige.

      Zudem bezichtigte Wang die USA, den Journalisten Julian Assange in den letzten zehn Jahren der sexuellen Belästigung, der Spionage und des Datenmissbrauchs beschuldigt und ihn einer ständigen Überwachung und Verfolgung ausgesetzt zu haben.

  2. Es ist ziemlich deprimierend, daß der Clown in Kiew jeden Tag ca. 500 Männer für nichts und wieder nichts in den Tod schickt und weiterhin auf die Waffenhilfe des anglo-zionistischen Westens hofft, wo er doch schon längst alles verloren hat! Und warum kritisieren die anglo-zionistischen Massenmedien nicht die Fortsetzung dieses sinnlosen Kampfs, das sie bei AH so als Teil seines Wahnsinns jeden Tag verurteilen, wo er jedoch immerhin noch auf die Atombombe gewartet hatte.

    https://de.rt.com/meinung/141376-fur-selenskijs-wahn-sterben-taglich/

    „Mittel zum Zweck war der seit acht Jahren andauernde Krieg im Osten der Ukraine. Diesen Krieg wollten die westlichen Kriegsherren wieder intensivieren. Das begann mit der westlichen Zustimmung zur ukrainischen Offensive zur Rückeroberung des Donbass und der Krim, die am 16. Februar dieses Jahres mit einem einwöchigen massiven Artilleriebombardement gegen die Volksrepubliken Lugansk und Donezk begann. Damit wurde das Eingreifen Russlands herbeiprovoziert.

    Dabei war der Westen überzeugt, dass sich dank achtjähriger westlicher Waffenlieferungen, dank militärischer Ausbildung in Taktik und Strategie, dank US-Hilfe bei militärischer Aufklärung in Echtzeit und vielen anderen militärischen Hilfestellungen der US/NATO die Ukraine als harte Nuss erweisen würde, die die Russen kaum knacken könnten. Zudem wurde damit gerechnet, dass sich die Russen beim Kampf in der Ukraine verzetteln und dass die massiven Sanktionen im Wirtschaftskrieg gegen Russland die Heimatfront in Moskau ins Wanken bringen würde. Die erhofften Folgen waren, dass Russland sich mit hohen militärischen Verlusten in der Ukraine festfahren und zu Hause die wirtschaftliche und politische Krise zum Zusammenbruch der russischen Regierung führen würde. Das war das Kalkül.

    Tatsächlich sah es in den ersten zwei Wochen der russischen Militäroperation in der Ukraine so aus, als ob das US/NATO-Kalkül aufgehen würde. Falsch informiert waren Kolonnen der russischen Streitkräfte im Vertrauen auf wenig Gegenwehr der ukrainischen Streitkräfte und ohne hinreichenden Flankenschutz nach vorne geprescht und in für sie vorbereitete Hinterhalte gefahren. In dieser kurzen Zeit haben die Russen die bisher schwersten Verluste erlitten. Seither sind sie methodisch und langsam, aber stetig vorgegangen. Dabei hat die Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung, mit der Russland nach dem Krieg gut auskommen will, einen hohen Stellenwert. …

    Anders als im Westen erwartet hat Russland mit seinen Militäroperationen auch erfolgreich vermieden, sich zu verzetteln. Der Hauptgrund aber, weshalb der Westen aktuell so vollkommen ratlos ist, ist, dass die russische Wirtschaft auf den US/NATO-Wirtschaftskrieg grundlegend anders reagiert und funktioniert hat als erwartet. Letzten Freitag senkte die russische Zentralbank sogar die Zinssätze auf 9,5 Prozent, Tendenz schnell weiter fallend, denn auch die Inflation nimmt rasant ab. Dazu hat auch die außerordentliche Erstarkung des Rubels gegenüber fast allen anderen Weltwährungen beigetragen.

    Mit Datum vom 16. Juni 2022 bekommt man für 57 Rubel einen Dollar. So stark war der Rubel zuletzt vor dem Maidan-Putsch 2014. Aufgrund der feindlichen US-EU-Maßnahmen zur Zerstörung der russischen Währung unmittelbar nach der aktuellen russischen Militärintervention in der Ukraine war der Rubel kurzzeitig auf das Niveau von 150 Rubel zu einem Dollar gefallen.

    In der EU, in Großbritannien und vor allem in den USA droht eine Rezession in Verbindung mit fast zweistelligen Inflationsraten noch mehr Menschen in die Armut abzudrängen. Zugleich verhindern bereits sehr hohe private und staatliche Verschuldungsraten in Verbindung mit steigenden Zinssätzen eine Rückkehr der Zentralbanken zu den Zeiten der wunderbaren Geldvermehrung.

    Zum ersten Mal seit Menschengedenken droht gegen Jahresende auch in Deutschland sogar vielen Menschen aus der Mittelschicht, dass sie hungern und/oder frieren werden. Dass dies ohne politische Auswirkungen bleiben wird, ist kaum vorzustellen. Ebenso dürfte es angesichts der ständig demonstrierten Unfähigkeit und Ignoranz der Ampelregierung in Berlin – vor allem bei ihrer grünen Komponente – immer schwieriger werden, alle Schuld auf die Russen abzuschieben.

    Die Tatsache, dass Russland nicht unter den Sanktionen eingeknickt ist, hat den Russen die Zeit gegeben, um in Ruhe die anfänglichen militärischen Probleme aus dem Weg zu räumen. Mit Ausnahme des präsidialen Schauspielers Selenskij glaubt selbst der verbohrteste Propagandist in Kiew und im Westen nicht mehr an einen Sieg der Ukraine. Vielmehr wird angesichts der zunehmenden Auflösungserscheinungen der Fronteinheiten des ukrainischen Militärs jetzt diskutiert, wie viele Wochen die Armee des Landes noch durchhalten kann.

    Statt sich militärisch in der Ukraine festzufahren, wovon man im Westen ursprünglich ausgegangen ist, haben die Russen nach dem Abbruch der Verhandlungen in Istanbul durch die ukrainische Regierung Ende März und angesichts der beharrlichen Weigerung Kiews, die Verhandlungen mit Moskau zur diplomatischen Beilegung des Konfliktes wiederaufzunehmen, in den nachfolgenden Monaten auf dem Schlachtfeld in der Ukraine militärische Fakten geschaffen. Diese können auch bei eventuell zukünftigen Gesprächen mit der Ukraine oder dem Westen nicht mehr wegverhandelt werden. Und mit jedem weiteren Tag, den die Selenskij-Propaganda-Produktionstruppe in Kiew den Krieg verlängert, schwächt sie ihre Verhandlungsposition weiter.

    Mit jedem weiteren Tag Krieg opfert Selenskij Hunderte seiner eigenen Soldaten. Nach Angaben des Selenskij-Beraters Dawid Arachamija am 15. Juni anlässlich seines Besuchs in Washington verliert die ukrainische Armee täglich zwischen 200 und 500 Tote und nochmals 500 schwer Verwundete. Die Menschen sterben einen vollkommen sinnlosen Tod. Selbst wenn man das Militär und die Soldaten kaltblütig nur als Mittel zum Zweck, nämlich zur „Fortführung der Politik mit anderen Mitteln“ sieht, muss sich doch jeder vernünftige Mensch fragen, welche politischen Ziele Kiew mit der Fortführung des längst verlorenen Krieges noch erreichen will.

    Welche Verhandlungsspielräume gegenüber den Russen kann die Selenskij-Regierung mit dem Opfer von 1.400 bis 3.500 weiteren toten ukrainischen Soldaten noch gewinnen, wenn der Krieg um eine Woche verlängert wird? Keine! Auch vier Wochen länger Krieg mit bis zu 14.000 Toten werden die Lage für die Regierung in Kiew nicht verbessern. Der Krieg ist für die Ukraine verloren! Und diese Erkenntnis hat sich scheinbar inzwischen bei vielen NATO-Militärs durchgesetzt, aber offensichtlich bestehen die zivilen NATO-Politiker weiter auf ihrem Mantra: „Russland muss verlieren!“ Nur so lässt sich erklären, warum die westlichen Regierungen tatenlos bei der Fortsetzung dieses mörderischen Irrsinns durch neue Waffenlieferungen mitmachen.

    Anstatt Selenskij klarzumachen, dass er verloren hat und die NATO ihm nicht dabei helfen wird, den Donbass und die Ukraine zurückzuerobern, wie der Clown noch vor wenigen Tagen lauthals verkündet hatte, diskutierten die NATO-Kriegsminister bei ihrem Treffen in Brüssel am 15. Juni erneut weitere Waffenlieferungen an die Ukraine und bestärkten damit nur noch mehr den Realitätsverlust in der ukrainischen Führung. Warum machen das die NATO-Minister?

    Wenn ein Sieg der Ukraine ausgeschlossen ist, und wenn man mit der Fortsetzung des Krieges keine Verhandlungschips gewinnen kann, dann bleibt nur eine Erklärung: Diese hatte der US-Kriegsminister Lloyd Austin bei seinem Besuch in Kiew unvorsichtigerweise ausgeplappert, dass nämlich die Amerikaner den Krieg in der Ukraine „so lange wie möglich fortführen“ wollen, um Russland „ausbluten“ zu lassen.

    Es ist aber nicht Russland, das dabei ausblutet, sondern die Ukraine. Und das sind die Helfer und Freunde des ukrainischen Präsidenten. Die Menschen in der Ukraine sollten schleunigst daraus ihre Konsequenzen ziehen.“

    • „…verliert die ukrainische Armee täglich zwischen 200 und 500 Tote…“ 😉

      Nun, man muß unterscheiden, zwischen der vordergründigen Argumentation, warum dieser Krieg, de facto, am Leben gehalten wird und den hintergründigen eigentlichen Nutznießungen daraus.

      Vordergründig geht es natürlich um Freiheit, Demokratie und westliche Werte.
      Nutznießer sind zum einen die USA, welche hier um ihren Erhalt als Weltmacht kämpfen; um die Schwächung von Rußland u n d der EU, sowie gewisser Nebeneffekte siehe, Klimarettung oder Neuverteilung von Energieressourcen. Auch Schwabs feuchte Träume von „allen soll es gleich „gut“ (er)gehen“, dürften hier eine Rolle spielen!

      „Dass dies ohne politische Auswirkungen bleiben wird, ist kaum vorzustellbar.“
      Ach ja, Ignoranz gepaart mit Verblödung ist recht zäh! 🙂

      • Die USA haben ihre Weltmacht errungen, indem sie zweimal gegen uns Weltkriege geführt haben, obwohl wir ihnen in ihrer ganzen Geschichte niemals was geringstes zu Leide getan haben. Und nachdem sie dazu beigetragen haben , daß wir 1945 ca. 40 % unseres Staatsgebiets verloren haben, fordern sie tatsächlich jetzt noch von uns, daß wir uns auch noch weiter opfern, indem ihre Weltmacht gegen Rußland erhalten wird, indem wir uns für sie, die weitab sind, einen Krieg mit Rußland führen, der uns in keinster Weise was angeht.

        Die Politik der Eliten in Deutschland ist so weit ab vom Interesse der Bevölkerung, daß dies nur möglich ist, wenn der gesamte Staatssektor durch die undurchsichtige Parteienherrschaft einheitlich unterwandert ist nach Art der Freimaurerei. Denn diese verfolgen ja auch heimlich eine einheitliche internationalistische Politk in unterschiedlichen Gewändern.

        Für die kleinen Leute bei uns bedeutet dies höchstwahrscheinlich ab Herbst Ernährungsengpässe, hohe Benzinpreise und frieren nach Art des Wertewestens, was in Großbritannien üblicherweise im Winter zahlreichen Rentnern aus Geldmangel das Leben kosten soll.

        Die anti-nationale Strategie des Wertewestens ist einerseits nationale Völker umzuvolken, d. h.durch Vernichtung ihrer Homogenisierung zu schwächen und andererwseits einen großen Teil der Bevölkerung in die Armut zu zwingen und auch nie mehr herauskommen zu lassen. Deswegen bei uns inzwischen der hohe Anteil an prekären Beschäftigungsverhältnissen, Minijobs und Rentner die Pfandflaschen sammeln müssen.

        Wir werden jetzt einmal abwarten müssen, wieviel Menschen, die man zu Null-Zinsen in den Immobilienmarkt einsteigen ließ, bei Steigung der Zinsen über die Kante geschmissen werden. Für die kleinen Leute gibt es bei uns kein dauerhaftes Glück, sondern nur eine Zeit lang Illusionen!

        „Aber wir haben diese Probleme nun angepackt und haben Problem um Problem zu lösen angefangen. Und wir konnten wieder das eine feststellen, daß in eben dem Ausmaß, in dem wir diese sozialen Fragen angriffen, die andere Welt, und zwar besonders die angelsächsische Welt, uns mit Haß zu verfolgen begann. Für diese angelsächsische Weit sind alle sozialen Fragen gänzlich überflüssig. Sie lehnen die Beschäftigung damit ab, zum Teil weil sie wirklich in einer außerordentlich glücklichen Lage sind, zum anderen Teil weil sie eine unerhörte Rücksichtslosigkeit besitzen ihren eigenen Volksgenossen gegenüber. Und die Männer von uns, die längere Zeit in London waren, die berichten übereinstimmend immer nur eines: Es ist unglaublich, wie in einem Land mit so unermeßlichen Reichtümern die Differenzen zwischen reich und arm so ausgeprägt sein können, wie auf der einen Seite in diesem London ein geradezu unvorstellbarer Luxus herrscht und auf der anderen Seite ein Elend und eine Verkommenheit, eine Armut, die wir uns in Deutschland überhaupt nicht vorstellen können, obwohl wir im gesamten um soviel ärmer sind als England.

        Diese Schichten sahen im nationalen Deutschland sozialer Prägung einen gefährlichen Anreiz. Wir haben das ja erlebt. Man hat uns verboten, daß nur KdF.-Schiffe überhaupt landeten. Man sagte mir persönlich das auch einige Male: „Wissen Sie, wir wollen uns unsere Leute nicht verderben lassen.“ – „Ja, wieso?“ – „Na, wir wollen nicht unsere Leute uns verderben lassen mit Ihren Einrichtungen, die Sie da haben. „Sie haben verhindert, daß unsere sozialen Einrichtungen von britischen Delegationen besichtigt wurden mit dem ganz gleichen Motiv. Sie sagten: „Das wollen wir nicht.“ Unsere ganzen Riesenorganisationen, KdF. usw., das lehnen sie ab, überhaupt ab. Die Theater sind nicht dafür da, daß die breite Masse hineingeht, sondern das Theater ist letzten Endes da für Leute, die eben in der Lage sind, sich das zu bezahlen. Seebäder oder Reisen, das lehnen sie ab. Das ist nicht für die breite Masse da. Außerdem wird dadurch die gesellschaftliche Höhe eines Bades gestört und wird ruiniert. Das überträgt sich auf das ganze öffentliche Leben. Auch unsere Auffassung über die Erziehung.“

        • Habe einen ellenlangen und fundierten Kommentar dazu geschrieben und es tatsächlich geschafft, den mit zwei Klicks ins Nirwana zu befördern …
          Also jetzt, die frustrierte Kurzform!

          1. Du bist auf meine Antwort gar nicht eingegangen!
          2. Wenn ich einer Idee anhänge, die verschrieen ist, bin ich deshalb ein schlechter Mensch?

      • Moin Jürgen,

        „…verliert die ukrainische Armee täglich zwischen 200 und 500 Tote…“

        Für den Hegemon läppische Kollateralschäden. Die Ukrainer sind wie die Iraker, die Libyer, die Afghanen… lediglich Mittel zum Zweck.

  3. „Jetzt, da ukrainische Granaten auf zivile Ziele in der Stadt Donezk fallen, sei ihm klar geworden, dass es zwei Seiten der Geschichte gibt.“

    „Wenn ich aus der Situation herauskomme, habe ich eine Menge Dinge, über die ich nachdenken kann.“

    Meine Güte, sind die Jungs deppert! Der Beschuss des Donbas durch ukrainische Soldaten ist seit 2014 bekannt. Aber so bescheuertes Kanonenfutter wird halt benutzt.

    • Die wussten vermutlich nicht einmal mal wo Ukraine liegt…siehe Afghanistan.
      Viele US-Soldaten kommen ohne Schul- oder sonstige Ausbildung aus den Ghetto´s oder sogar kriminell zur Armee. Deren einzige Perspektive. Bei jedem Sportevent, Volksfest, an jeder Highschool stehen diese Rekrutierungszelte. Mit solchen „Leuchten“ kann man keinen Krieg so heroisch wie im Fernsehen dargestellt gewinnen…höchstens ungeschickt, möglichst brutal und rücksichtslos führen.

      Einmal entlassen stehen sie wieder da mit nix. Also wird man Söldner, denn Schatten- und Privatarmeen gibt es genug. Allerdings ist das auch nicht die Heilfürsorge. Oft müssen sie Pässe abgegeben und neue Identitäten annehmen. Sie existieren nicht mehr, jedenfalls nicht für´s Sozialsystem oder´s Kriegsgericht. Wird man verkrüppelt hat man auch wieder nix.

      Die Beschreibung der Behandlung durch die Russen macht den Unterschied der Ausbildung deutlich: Das sind noch Menschen. Leute wie Assange in den Knast.
      Ja, viel Spaß beim Nachdenken John Doe…

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