von Thierry Meyssan (voltairenet)
Die Angriffe auf Iran am 28. Februar durch Israel und die Vereinigten Staaten waren abgesprochen, wurden aber nicht gemeinsam durchgeführt. Jede der beiden Mächte verfolgte ihre eigenen Ziele, und Washington wollte die von Tel Aviv begrenzen. Die Ermordung von Ali Khamenei markiert einen persönlichen Sieg für Benjamin Netanjahu, aber eine Katastrophe für alle, die ihn als spirituellen Führer betrachteten.

Dieser Artikel ist eine Fortsetzung von
„Israel Iran: die Konfrontation“ , 17. Juni 2025.
„Hinter dem ’12-Tage-Krieg’„, 1. Juli 2025.
„Iran am Rande der Implosions„, 10. Februar 2026.
Die israelischen und dann die amerikanischen Angriffe auf den Iran vom 28. Februar wurden von den internationalen Medien ausführlich kommentiert. Es ist überraschend festzustellen, dass die meisten Journalisten dieses Land nicht kennen und die Ereignisse im Lichte eines veralteten Schemas interpretieren. Die meisten von ihnen denken an die besonderen Beziehungen zwischen Tel Aviv und Washington. Manche haben die Analyse von John Mearsheimer und Stephen Walt verstanden, die zeigten, dass die Israel-Lobby den US-Kongress kontrolliert.
Leider geht diese Analyse auf das Jahr 2007 zurück und die Akteure haben sich seitdem geändert. Israel ist zu einem autoritären Staat geworden, der nicht mehr von „Zionisten“ regiert wird (die sich auf Theodor Herzl berufen) sondern von „revisionistischen Zionisten“ (Jünger von Wladimir Jabotinsky). Im Übrigen praktiziert dieser Staat die Folter, hat Zehntausende Zivilisten in Gaza massakriert und erwägt, die übrigen gewaltsam zu vertreiben. Die christlich-zionistische Bewegung ist nicht mehr die, die sie einmal war. Seit der Ermordung von Charles Kirk entwickelt sich bei den amerikanischen Christen eine anti-Israel Bewegung.
Auch der US-Kongress hat sich geändert. Seit der Tea Party wurde die Republikanische Partei von den „Jacksonianern“ übernommen. Die Finanzierung ihrer Wahlkampagnen wird immer weniger vom American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) bereitgestellt und immer mehr von den Trump-Anhängern.
Vor allem aber hat sich die Welt verändert: Die militärische Vorherrschaft der Vereinigten Staaten existiert nicht mehr. Jetzt ist die Russische Föderation die stärkste Militärmacht. Präsident Trump versucht mit allen Mitteln sein Land vor Bankrott und Bürgerkrieg zu retten. Er zieht sich auf den amerikanischen Kontinent zurück, und hofft, dass Grönland und Island sich ihm anschließen werden. Während er behauptet, unbegrenzte finanzielle Mittel zu haben, kürzt er unbemerkt die Ausgaben des „amerikanischen Imperiums“. Er plant das Ende der US-Unterstützung von Europa für Mitte 2027 und das Ende der US-Unterstützung von Israel für 2035.
Präsident Donald Trump geht die Israel-Frage an mit
-den mythischen Geschichten über die Gründung der Vereinigten Staaten und Israels, zwei von Gott „gewollten Staaten“, die die Welt wie „Lichter auf dem Hügel“ erleuchten;
-seiner persönlichen Abneigung gegenüber Benjamin Netanjahu, der ihn verriet, indem er Hillary Clinton und Joe Biden unterstützte;
-seinem Hilfe-Bedürfnis der großen Finanziers der jüdischen Diaspora, um dem Bankrott seines Landes zu entgegnen.
Präsident Donald Trump hat Israels Angriff auf den Iran am 13. Juni 2025 (Operation „Lion Rises“) nicht unterstützt. Er hat bis zum 21. Juni gewartet, um die Operation „Midnight Hammer“ zu starten. Innerhalb eines Tages hat er mit Bunker brechenden Bomben Irans Nuklearanlagen beschädigt oder zerstört und damit jede Rechtfertigung für israelisches Handeln beseitigt. Damit zog er den „revisionistischen Zionisten“ den Boden unter den Füßen weg, die Israel aufriefen, Iran nuklear zu bombardieren.
Im August-September 2025 hatte Donald Trump dasselbe in Bezug auf Gaza getan. Plötzlich hatte er behauptet, Israel werde palästinensisches Gebiet nicht annektieren, sondern die Vereinigten Staaten würden es in eine Riviera verwandeln. Selbst wenn Sie es nicht sehen, hat er Israel gezwungen, das Massaker der Gaza-Einwohner aufzugeben und humanitäre Hilfelieferungen in die palästinensische Enklave zuzulassen. Die Sterberate ist in wenigen Monaten drastisch gesunken und täglich werden 4200 Lastwagen voller Hilfsgüter verteilt. Natürlich hat er das Problem nicht gelöst, aber alle US-Regierungen und alle Staaten der Welt haben seit 80 Jahren versäumt, den Palästinensern zu helfen. Was er getan hat, ist zweifellos enttäuschend, aber er hat etwas getan, während alle anderen nur geredet haben.
Die US-Iran-Verhandlungen
Der „Führer der Revolution“ hat sich lange Zeit gegen die Wiederaufnahme der Verhandlungen ausgesprochen. Seiner Meinung nach, war es nicht möglich, mit Donald Trump zu diskutieren, nachdem dieser, im Alleingang, seine Vereinbarung zum JCPoA zurückgezogen hatte.
Der Zweck der von Steve Witkoff und Jared Kushner geführten Verhandlungen mit dem Iran war nie sehr klar. Wir wissen nur:
Die USA haben dem Iran kostenlosen Brennstoff für ein ziviles Atomkraftwerk angeboten – auf unbestimmte Zeit – im Austausch mit Irans Einhalt der Uran-Anreicherung. Russland hat angeboten, das bereits zu 60 % angereicherte iranische Uran, bei sich zu Hause zu lagern. Iran hat beide Vorschläge abgelehnt.
Die Iraner haben sich geweigert, über ihre Raketen und die Finanzierung verbündeter ausländischer Gruppen zu sprechen. Sie hatten Recht, als sie sich weigerten, über ihre ballistischen Raketen zu sprechen, die Atomwaffen hätten tragen können, wenn sie solche besessen hätten, aber die zu diesem Zeitpunkt einfach nur Waffen wie alle andere waren. Es war für sie schwieriger, sich zu weigern, über ihre Hyperschallraketen zu sprechen, da die Vereinigten Staaten solche nicht besitzen und sie nicht abfangen können. Was die verbündeten Gruppen betrifft, die die Iraner finanzieren, konnten sie nicht hoffen, die libanesische Hisbollah und den irakischen Hashd al-Shaabi unter Umgehung der Souveränität des Libanon und des Irak zu finanzieren.
Mit dem besten Willen der Welt sind die US-Unterhändler jedoch auf Ablenkungsmanöver gestoßen. Um die Gespräche in die Länge zu ziehen, erklärte der Außenminister Abbas Araghtchi freundlich und auf sehr iranische Weise, dass er eine sehr große Menge schwach angereichertes Uran benötigte. Er präsentierte eine siebenseitige Liste mit Verwendungszwecken, darunter auch die Herstellung von Medikamenten. Die Amerikaner haben jedoch festgestellt, dass der Iran dafür nie Uran verwendet hat. Damit war das Vertrauen gebrochen.
Warum hat Israel den Iran angegriffen?
Israel versucht, die Islamische Republik zu stürzen und die Monarchie wiederherzustellen. Tel Aviv erinnert sich an die Freundschaft mit Schah Reza I. Pahlewi, obwohl ihre Beziehungen auch von einer harten Rivalität geprägt waren. Vor zwei Jahren holte der Mossad dessen Sohn, Reza II. Pahlewi zurück [1]. Er förderte ihn in den internationalen Medien und bei einigen Demonstrationen im Iran.
Es ist bekannt, dass die Vernichtung des Irans, Israels wichtigsten regionalen Rivalen, seit vierzig Jahren Benjamin Netanjahus persönliche Obsession ist.
Am Rande sei erwähnt, dass dies das zweite Mal ist, dass sich Israel symbolisch dem iranischen Imperialismus anpasst, dessen Symbol der Löwe ist. Nach dem „Rising Lion“ (sich erhebender Löwe) heißt diese Operation jetzt „Lion’s Roar (Brüllen des Löwen).“
Sein Ziel ist, Irans zivile Nuklearfusionsforschung zu vernichten, um sicherzustellen, dass die Öl- und Gasfirmen selbst noch eine Abhängigkeit von irgendeiner anderen Energiequelle finden.
Benjamin Netanjahu hat bereits 2011 so etwas gemeint, als er sagte: „Unsere Hauptaufgabe ist es, zu verhindern, dass ein militantes islamistisches Regime Atomwaffen erwirbt, oder dass Atomwaffen in die Hände eines militanten islamistischen Regimes geraten. Das erste ist Iran, das zweite Pakistan, genauer gesagt, falls die Taliban Pakistan übernehmen (…) Das Erste, was man tun muss, ist, zu verhindern, dass sie Atomwaffen bekommen. Dies ist unsere erste Mission, und das zweite ist, einen Ersatz für Öl zu finden“ [2]
Warum haben die USA den Iran angegriffen?
Die Vereinigten Staaten, die weiterhin Israels Beschützer sind, haben ihre Truppen nicht in das Gebiet entsandt, um Iran anzugreifen, sondern um die iranische Bevölkerung vor der vorhersehbaren Reaktion ihres Landes zu schützen. Das Pentagon hat eine Marinegruppe im Persischen Golf stationiert (um seine eigenen Militärbasen zu schützen) und jetzt eine zweite vor der Küste Israels (um es zu schützen).
Die US-Intervention, die wir erleben, „Epic Fury„, war nicht darauf ausgelegt, von Dauer zu sein. Sie ist nicht mit Israels Intervention koordiniert. Es gibt keinen gemeinsamen Generalstab, und die Mehrheit der US-Soldaten ist inzwischen anti-Israel.
Die USA können Irans Hyperschallraketenfabrik zerstören und einige Anführer töten. Das ist alles. Sie wollen weder die Wiedereinsetzung des Schahs erzwingen noch die iranische Kernfusionsforschung zerstören.
Sie greifen nur ein, um zu verhindern, dass Israel Atomwaffen einsetzt, wie die USA es schon vor neun Monaten mit der Operation Midnight Hammer getan haben.
Vorbereitung der öffentlichen Meinung
Seit Beginn der US-Operationen gegen den Iran, mit dem Bankrott der Ayandeh-Bank im Oktober und den darauffolgenden Hungerprotesten in Teheran, hat Präsident Trump nun angekündigt, dass er nicht zulassen werde, dass die iranische Regierung ihr eigenes Volk abschlachte. Es wurde jedoch bald klar, dass diese Drohung nicht umgesetzt werden würde [3]. Washington hat die Verhandlungen mit Iran wieder aufgenommen, ohne anzugeben, was es zu verhandeln beabsichtigte. Das US-Außenministerium, für das Schah Reza II. eine Marionette des Mossad ist, beschäftigte sich ausschließlich mit der Entwicklung der Hyperschallraketen von Teheran. Da es erkannte, dass seine Sorge nicht populär sein würde, konzentrierte es sich auf die israelischen Vorwürfe gegen die iranische Bombe und griff diese auf.
Nun, es gab aber seit 1988 kein iranisches militärisches Nuklearprogramm mehr [4]; eine Feststellung, die von Russland und China während der JCPoA-Verhandlungen (2013–2015) bestätigt wurde. Und die weiterhin von Russland bestätigt wird, das am iranischen Zivilprogramm teilnimmt. Außerdem sollten wir uns daran erinnern, dass zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit die Direktorin der nationalen Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, den Senatoren, bei ihrer Anhörung am 24. März 2025 versicherte, dass Irans militärisches Atomprogramm nur eine Illusion sei. Sie schrieb dies sogar in ihrem jährlichen Zusammenfassungsbericht, der berichtet, was die Vereinigten Staaten bedrohen könnte [5].
Um diese Befürchtung zu untermauern, sagte Steve Witkoff am 22. Februar 2026 in der Fox-News-Sendung My View, dass der Iran einen so großen Uranvorrat auf 60 % angereichert habe, dass er in der Lage sei, innerhalb einer Woche eine Atombombe zu bauen [6]..
„Angesichts der Marine- und Seemacht, die wir dort haben, warum sind sie nicht zu uns gekommen und haben gesagt: Wir wollen keine Atomwaffen, Folgendes sind wir bereit zu tun?“ fuhr er fort.
Vizepräsident JD Vance setzte noch einen drauf. Am 26. Februar erklärte er: „Der Iran darf keine Atomwaffen besitzen. Wenn sie versuchen, eine Atomwaffe wieder aufzubauen, verursacht uns das Probleme. Tatsächlich haben wir Beweise dafür gesehen, dass sie genau das versucht haben.“ [7].
Diese Narrativ steht im Widerspruch zu Präsident Trumps früheren Aussagen, dass Operation Midnight Hammer Irans Atomprogramm „ausgelöscht“ habe. Allerdings hat kein anderes Medienunternehmen diese Änderung der Rhetorik bemerkt.
Vorbereitung der militärischen Operationen
Während anderthalb Monaten zeigt die Propaganda unaufhörlich die Stationierung von US-Truppen rund um den Iran. Es reichte jedoch aus, festzustellen, dass sie dieses Land nicht bedrohte, sondern darauf abzielte, die US-Stützpunkte im Persischen Golf und anschließend israelisches Gebiet zu schützen.
Der Angriff, der koordiniert und nicht gemeinsam war, konnte erst stattfinden, wenn alle US-Truppen bereit waren und Narendra Modi, der indische Premierminister, Israel verlassen hatte.
Die Vereinigten Staaten haben Israel am Ende der von Donald Trump für den Iran gesetzten zehntägigen Frist erstklassige Geheimdienstinformationen übergeben, aber zwei Tage vor der Wiener Verhandlungsrunde. Also hielt der Präsident sein Wort, täuschte jedoch die Iraner, indem er ihnen vorgaukelte, er würde Verhandlungsführer nach Wien schicken.
Der doppelte israelische und US-amerikanische Angriff
Israels erstes Ziel war die Residenz von Ayatollah Ali Khamenei, wo ein Treffen der ranghöchsten Würdenträger des Regimes stattfinden sollte. Informiert von der CIA feuerten die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) eine Reihe konventioneller Bomben ab, bis sie damit ein Loch gegraben hatten, das ihnen ermöglichte, den unterirdischen Bunker zu erreichen, in dem das Treffen stattfand. Gleichzeitig „treffen“ sie andere politische Ziele. Zwei weitere Kommandositzungen wurden gleichzeitig von Israel ins Visier genommen.
Erst nach dem Tod des Hüters der Islamischen Revolution schalteten sich die Vereinigten Staaten ein. Ihr Ziel war es, den israelischen Expansionismus einzudämmen.
Die internationale Presse zitiert Richard Haass, Ehrenpräsident des Council on Foreign Relations (CFR): „Dies ist ein Krieg der Wahl … Dies war kein Krieg, den wir jetzt führen sollten. Es ist nicht so, dass Iran eine neue Schwelle überschritten und eine unmittelbare Gefahr darstellt. Das ist ein präventiver Angriff… Dies ist kein Krieg der Notwendigkeit. »
Präsident Trumps Rede, in der er den „Regimewechsel“ ankündigte, wie sie von seinen Gegnern, den Straussianern, befürwortet wird, muss entweder als vollständige Änderung seiner Politik oder als Zugeständnis an seine israelischen Verbündeten interpretiert werden. Im Moment wissen wir es noch nicht.
Die Ermordung von Ali Khamenei
Wir müssen die Bedeutsamkeit der Ermordung von Ali Khamenei durch Israel begreifen. Er war der oberste Anführer der Schiiten. Was auch immer man von ihm hält, seine Ermordung ist nicht nur eine politische Tatsache, sondern auch ein Akt eines Religionskrieges. Fragen wir uns, wie wir reagieren würden, wenn Israel den Vatikan bombardieren und Papst Leo XIV., einen Unterstützer palästinensischer Katholiken, ermorden würde?
Ali Khamenei war kein Dichter und Denker, der mit Ruhollah Khomeini vergleichbar war. Aber er wollte immer in seine Fußstapfen treten. Er war jedoch nicht gut alt geworden. Vor sechzehn Jahren verhandelte er heimlich mit US-Präsident Barack Obama darüber, Mahmoud Ahmadinejad abzusetzen und seinem designierten Nachfolger die Kandidatur für das Präsidentenamt zu untersagen. Er hatte seine hauptsächlichen Kollaborateure verhaften, heimlich vor Gericht stellen und inhaftieren lassen, zum Nutzen des sehr korrupten Hassan Rouhani, und dann des fanatischen Ebrahim Raisi.
Jedenfalls, wenn man sehr schlecht darüber denkt, was aus Ali Khamenei (86 Jahre alt) geworden war, ist die Ermordung eines religiösen Führers dieses Ranges ein Verbrechen, das den gesamten Nahen Osten erschüttert hat.
So beseitigte Israel seine drei Hauptgegner: Yahya Sinwar (Hamas), Hassan Nasrallah (Hisbollah) und Ali Khamenei (Iran). Drei Führer, die sich stark unterschieden, aber die alle drei gegen die Schaffung eines ausschließlich jüdischen Staates in Palästina waren.
Irans Reaktion
Die iranische Reaktion scheint äußerst konfus zu sein. Die Revolutionsgarden (bekannt als die „Pasdarans“) feuerten in alle Richtungen auf Israel und auf US-Stützpunkte in der Region, von Jordanien bis Katar.
Das ist eine absurde Reaktion:
-Katar ist ein sunnitischer ideologischer Verbündeter der Islamischen Revolution des Iran. Beide Länder verwenden dieselbe theologische Sprache.
-Kuwait ist auch ein Verbündeter Irans, dem Kuwait während der Covid-19-Epidemie geholfen hat. Heute gibt es sicherlich einen Gasstreit auf dem Durra-Feld.
-Saudi-Arabien war ein entschiedener Feind der Islamischen Republik, ist aber seit der Versöhnung, die China vor drei Jahren vermittelte, zu einem Verbündeten geworden.
-Die VAE sind ein unverzichtbarer wirtschaftlicher Verbündeter Irans, und umgekehrt. Dubai, das teilweise eine iranische Stadt ist, konnte nur gebaut werden dank seiner Rolle bei der Umgehung der einseitigen Zwangsmaßnahmen (fälschlicherweise als Sanktionen bezeichnet) der Vereinigten Staaten gegen Iran.
-Oman hat dem Iran stets wertvolle diplomatische Unterstützung geleistet. Seit 2013 haben die Vereinigten Staaten in Oman indirekt mit dem Iran gesprochen.
-In den letzten fünf Jahren haben sich die Beziehungen zwischen Iran und Jordanien weiterentwickelt. Die Möglichkeit, dass iranisches Öl durch den Irak transportiert wird, wurde aufgeworfen. Es scheint durch die Anwesenheit iranischer Informanten unter den irakischen Ölgesandten behindert worden zu sein. Irak ist der einzige Staat, der heute vom Iran bombardiert wurde, gegen den Teheran eine Rechtfertigung für sein Vorgehen finden konnte.
Die iranischen Bombardierungen sind möglicherweise nicht als Ganzes geplant, da die Kommunikationskanäle zwischen den verschiedenen Raketenbasen von der israelischen und amerikanischen Luftwaffe zerstört worden sein konnten. Jedenfalls erwecken sie den Eindruck von Initiativen, die nicht darauf abzielen, die Bevölkerung zu verteidigen, sondern lediglich das Regime zu verlängern.
Die paradoxen Folgen der israelischen und US-amerikanischen Interventionen
Gewalt hat oft perverse Effekte. Ali Khamenei war der Hüter der Lehre von Imam Khomeini. In dieser Funktion sorgte er unter anderem dafür, dass Iran keine Massenvernichtungswaffen erwarb. Es war eine Fatwa, die 1988 erlassen wurde, als Präsident Saddam Hussein während des im Irak verhängten Krieges gegen den Iran chemische Raketen gegen seinen Feind abfeuerte. Diese Schlacht forderte den Tod und die Krankheit vieler Iraner. Khomeini hatte daraus gelernt: Ein islamischer Staat sollte niemals eine Massenvernichtungswaffe einsetzen, die viele Menschen wahllos töten würde.
Indem Khomeini den Islam auf diese Weise interpretierte, beendete er das Atomprogramm, das der Schah mit Frankreich führte. Khamenei folgte seinem Beispiel, aber heute hat Iran keinen Leitfaden mehr. Die nationalistischen Kräfte machten keinen Hehl aus ihrem Wunsch, Persien mit einer solchen Waffe auszustatten. Sie rechtfertigen ihren Wunsch mit dem Beispiel Nordkoreas: einem Staat, der immer noch im Krieg mit den Vereinigten Staaten ist, den diese jedoch nicht mehr angreifen wollen.
Iran verfügt derzeit über eine sehr große Anzahl von Nuklearingenieuren. Es wird für die Bombenbefürworter nicht schwierig sein, ein Team zusammenzustellen, das ihr Projekt umsetzt. Schätzungen zufolge sind im Land 400 Kilogramm Uran auf 60 % angereichert. Iran verfügt noch über die notwendigen Zentrifugen, um dieses Uran etwas weiter anzureichern und die notwendigen 98 % zu erreichen.
Paradoxerweise macht die Ermordung von Ali Khamenei, angeblich um ein Militärprogramm zu bekämpfen, das nicht existierte, dies möglich.
Anmerkungen
[1] „Iran am Rande des Zusammenbruchs“, von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk, 10. Februar 2026,
[2] « A World View Interview with Benjamin Netanyahu », Les nouvelles, 2011. « YouTube World View Interview With PM Benjamin Netanyahu. Transcription », Prime Minister’s Office, March 3, 2011.
[3] „Iran am Rande des Zusammenbruchs“, von Thierry Meyssan, Voltaire Network, 10. Februar 2026.
[4] „Wer fürchtet sich vor Irans ziviler Atomkraft? „, von Thierry Meyssan, Voltaire Network, 30. Juni 2010.
[5] Annual threat assessment of the U.S. Intelligence community, March 26, 2025.
[6] « Witkoff warns Iran is ‘a week away’ from ’bomb-making material’ as Trump weighs action », Taylor Penley , Fox News, February 22, 2026.
[7] « Iran : JD Vance affirme que les États-Unis ont des „preuves“ de tentatives nucléaires iraniennes, avant les négociations de Genève », Antoine Joubeau, TV5Monde, 26 février 2026.
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Karoline Leavitt sagte heute zu einer sie umgebenden Menge, Herr Trump mußte 50 iranische Führer töten, weil sie eine unmittelbare Gefahr für die USA darstellten. Da das nicht stimmt, muß man messerscharf schließen, daß Juden die Welt heimlich beherrschen, weswegen es auch weltweit eine Auschwitz-Gesetzgebung gibt. Der ganze derzeitige Nahostkrieg wäre nicht denkbar, wenn nicht Juden heimlich die Welt beherrschen würden! Für die Goy, die keine Lust haben, direkt oder indirekt diese jüdische Weltherrschaft zu stützen, empfiehlt es sich die Fortpflanzung zu verweigern, was unsere Frauen instinktiv weitgehend tun. Ein Staat, der sich als souverän ausgibt, aber keiner ist, der seine Bürger durch die Massenmedien, insbesondere durch den zwangsfinanzierten Rundfunk, ununterbrochen verarscht, so wie mit der Rentenlüge, der eine Wehrpflicht für eine nur konventionelle Armee der USA haben will, sollte man nicht durch Fortpflanzung von Kindern erhalten. Man sollte sich als Beispiel die Indianer von Kuba nehmen, die innerhalb von 50 Jahren ausstarben, weil sie keine Sklavenkinder zeugen wollten. Die Spanier holten dann Sklaven aus Afrika, weil diese Kinder ohne Ende machten und das Sklavendasein gewöhnt waren. Vielleicht ist das auch der Grund, warum man bei uns immer mehr Schwarze ins Land holte, zuletzt Frau Faeser vor ihrem Abgang durch Sudanesen.
Soweit die Erkenntnis des Walnußbauers, der für die Selbstversorgung als frostsichere Sorte Franquette empfiehlt!
Das Öl hat sich von Ende Februar bis heute (06.03.) um etwa die Hälfte von ca. 60 auf 90 $ erhöht!
https://de.tradingview.com/symbols/USDWTI/?utm_campaign=market-overview&utm_medium=widget_new&utm_source=netzfrequenz.mmnews.de&timeframe=1M
Es tauchen immer mehr Drohnen auf, die nach den zionistischen Medien entweder aus dem Iran oder Rußland kommen sollen. Wie wäre es, wenn es eine übliche false flag Operation des ewig perfiden Albion gewesen wäre? Heute wurde wieder eine Drohne an Strand von Burgas in Bulgarien gefunden, so daß die Kriegshetzer in der Nato sofort fordern in den Krieg gegen den Iran zugunsten Israels einzutreten. Die Drohne hat jedoch keine Identifikation, hat jedoch Ähnlichkeit mit einer iranischen.
Inzwischen drohen Erdogan und der hünenhafte Präsident von Aserbaidschan, – dem es mit Erdogans Waffen gelang, die christliche Bevölkerung von Bergkarabach zu vertreiben, wo sie seit ca. 2000 Jahren gelebt hatte -, gewaltig dem Iran, weil auf ihrem Gebiet Drohnen gesichtet wurden bzw. was zerstört hatten. Iran selbst bekennt sich als völlig unschuldig an diesen Drohnen, die nicht aus dem Iran stammen. Sollte Erdogan im Trübern fischen wollen und sich auch an dem Krieg beteiligen, muß man sich erstens wundern, weil er immer Israel als Terrorstaat bezeichnet hat, mit dem er dann jetzt zusammenarbeitet, und zweitens ergibt sich für die Kurden, einem Volk wie dem Iran mit indogermanischer Sprache, endlich die Möglichkeit einen eigenen Staat bilden zu können, auch aus Teilen der Türkei!
Die von Trump gekauften kurdischen Hilfstruppen für den Krieg gegen den Iran konnten bisher angeblich nicht ausziehen, weil iraktische Schiiten sie daran hinderten bzw. der Iran sie mit Raketen bombardierte.
„USA, Israel und Kurden: Kommt eine Bodenoffensive im Iran?“
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/usa-israel-und-kurden-kommt-eine-bodenoffensive-im-iran/
Panta rhei, nicht nur in unserem Körper!
Die sunnitischen Golfstaaten haben Probleme nicht nur mit Wasser wegen geschädigter Entsalzungsanlagen durch verunreinigtes Wasser durch Öl. Aber auch die Ernährung von Millionen von Menschen ist bedroht, weswegen ein Anstrurm auf die Discounter eingesetzt hat, die teilweise leergekauft sein sollen. Die arabischen Golfstaaten können sich jetzt bei Trump bedanken, daß sie wegen Israel in einen Krieg gegen den Iran bei unklarer Frage „Warum?“ hineingezogen wurden und leiden müssen! Dabei hatten sie zuvor Trump dringend gebeten, seine Armada nicht auf den Iran herunterprasseln zu lassen, was jedoch alles nicht genutzt hat. Warum wohl?
Übersicht mit KI: Die Golfstaaten (GCC-Staaten: Saudi-Arabien, VAE, Katar, Kuwait, Oman, Bahrain) befinden sich in einem paradoxen Zustand: Einerseits gehören sie dank enormer Finanzkraft zu den weltweit am besten mit Lebensmitteln versorgten Nationen, andererseits sind sie aufgrund ihrer geographischen Lage extrem abhängig von Nahrungsmittelimporten (rund 85 % bis 90 % der Nahrungsmittel werden importiert).
. Dieser Zustand wird als hohe Lebensmittelunsicherheit bei hoher Importabhängigkeit beschrieben.
Hier sind die Kernpunkte zur Nahrungsmittelknappheit der Golfstaaten:
1. Ursachen der Knappheit
Klimatische Bedingungen: Extreme Hitze, kaum Niederschläge und das Fehlen von fruchtbarem Boden machen großflächige Landwirtschaft fast unmöglich.Wassermangel: Der hohe Bedarf an Wasser für die künstliche Bewässerung führt zur Erschöpfung der fossilen Grundwasservorkommen.
Importabhängigkeit: Über 90 % des Reisverbrauchs und rund 60 % des Fleischverbrauchs werden importiert. Unterbrechungen der Lieferketten, etwa durch regionale Konflikte, stellen ein existentielles Risiko dar.
Aktuelle Herausforderungen
Klimawandel: Jedes Grad Celsius Temperaturanstieg verringert die Ernteerträge weltweit und erschwert die globale Versorgung.
Logistik: Die Sicherheit der Schifffahrtsrouten, etwa im Roten Meer, ist entscheidend für die Versorgung.
Obwohl die Golfstaaten capital-rich (finanzstark) sind und keine Devisenknappheit haben, stellt die physische Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln (Availability Risk) [durch die Sperrung der Straße von Hormus] in einer zunehmend volatilen Welt eine langfristige Herausforderung dar.
Der Heizölpreis ist weiter angestiegen. Wenn die Regierung sagt, sie wolle mit gedrucktem Papiergeld den Preisanstieg lindern, ist das eine glatte Lüge; denn dadurch kommt kein Tropfen Öl MEHR auf den Markt!
https://www.tecson.de/de/heizoelpreise.html
Preisveränderung beim Heizöl
Referenzpreis aktuell *)
(DE-Mittelpreis für Heizöl) Freitag 6. März
Ø 137,0 ct/l
1,5% teurer als am Vortag mit 135,0 ct/l
37,0% teurer als vor 1 Woche mit 100,0 ct/l
40,7% teurer als vor 1 Monat mit 97,4 ct/l
41,8% teurer als vor 1 Jahr mit 96,6 ct/l
Preisbezug: Liefermenge 3000 L, inkl. MwSt.
Die Sperrung der Straße von Hormus führt zu einer weltweiten Energieknappheit. Die USA geben das insofern zu, indem sie Rosneft weiter gestatten russisches Öl nach Deutschland zu liefern, aber auch Indien gestatten russisches Öl zu importieren. Da die EU sowieso vorhatte ab 2027 russisches Öl zu verbieten, sagt Putin, dann könne man die Lieferung auch sofort beenden, so daß die Freimaurerhochburg in Brüssel mit dem Verzicht von Gas aus Katar und Rußland leben muß. Was ein Glück, daß der strenge Winter bei uns vorbei ist, aber unsere Industrie ist unserer Regierung ja scheiß-egal, so daß die Inflation ansteigen MUSS.
Da Spanien sein Territorium zum Krieg gegen den Iran NICHT zur Verfügung stellen will, sagte Trump zu Merz, er werde nun ein totales Imnportverbot für spanische Erzeugnisse verhängen. Merz sagte als fremdbestimmter Führer Deutschlands kein Wort dazu, genauso wie Scholz es wortlos hinnahm, als Biden in seiner Gegenwart sagte, er werde die russische Gaslieferung über die Osrtsee beenden. Wozu brauchen wir eine Regierung, die zu allem den Mund hält, uns aber in schwerste Gefahren zu dem von ihr losgetretenen Krieg gegen Rußland mittels Wehrpflicht als konventioneller Armee führen will? Eine konventionelle Armee kann uns doch nicht gegen eine Atommacht mit Atom- oder Wasserstoffbomben schützen, ganz abgesehen davon, daß die Bedrohung von den zionistischen Medien nur künstlich herbeigeredet wird.
https://www.handelsblatt.com/politik/international/ukraine-russische-behoerden-verbieten-reklame-auf-telegram/27982126.html
04.03.2026 – 19:11 Uhr Patricia Hoffhaus
Putin erwägt Stopp der Gaslieferungen in EU – „jetzt sofort“
Angesichts des von der EU geplanten Embargos gegen russisches Gas denkt Kremlchef Wladimir Putin darüber nach, die Lieferungen nun selbst schon vorher zu stoppen. „Jetzt öffnen sich andere Märkte. Und vielleicht ist es für uns vorteilhafter, jetzt sofort die Lieferungen für den europäischen Markt einzustellen“, sagte Putin in einem auch vom Kreml veröffentlichten Interview des russischen Staatsfernsehens. Demnach erwägt der Präsident dem Inkrafttreten der EU-Sanktionen zuvorzukommen.
04.03.2026 – 19:25 Uhr Patricia Hoffhaus
„Russland: Gas-Tanker nach ukrainischem Beschuss im Mittelmeer versunken
Ein mit Flüssiggas beladener russischer Tanker ist im Mittelmeer gesunken. Nach Darstellung der Regierung in Moskau wurde das Schiff von ukrainischen Drohnen angegriffen, die von der libyschen Küste aus abgefeuert wurden.“
Russland: Gas-Tanker nach ukrainischem Beschuss im Mittelmeer versunken
Ein mit Flüssiggas beladener russischer Tanker ist im Mittelmeer gesunken. Nach Darstellung der Regierung in Moskau wurde das Schiff von ukrainischen Drohnen angegriffen, die von der libyschen Küste aus abgefeuert wurden.
Die „Arctic Metagaz“ sei am Mittwoch in Gewässern zwischen Libyen und Malta untergegangen, teilte die libysche Seenotrettungsbehörde in einem Schreiben mit, das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Demnach führten plötzliche Explosionen und ein massives Feuer zum Untergang des Schiffes. Bereits am Dienstag hatte geheißen, das Schiff brenne.
06.03.2026 – 04:32 Uhr Sabrina Frangos
USA: Indien darf zeitlich begrenzt russisches Öl kaufen
Die USA erlauben es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen. Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mit.
05.03.2026 – 17:42 Uhr Carlotta Moreno Lara
US-Ölsanktionen: Dauerhafte Ausnahme für Rosneft Deutschland
Die unter Treuhand stehende deutsche Tochter von Rosneft ist von den neuen US-Sanktionen gegen den russischen Öl-Sektor dauerhaft ausgenommen worden. Das US-Finanzministerium veröffentlichte eine entsprechende Regelung, nach der mit Rosneft Deutschland und RN Refining & Marketing Geschäfte gemacht werden dürfen. Auch Firmen, die mindestens zur Hälfte den Unternehmen gehören, sind von den Sanktionen befreit. Bislang galt die Ausnahme bis Ende April 2026.
https://www.zdfheute.de/politik/ausland/spanien-merz-trump-kritik-solidaritaet-iran-krieg-100.html
„Die spanische Regierung hat trotz der Drohungen von US-Präsident Donald Trump ihre Ablehnung der Angriffe auf Iran bekräftigt. Die Position lasse sich in vier Worten zusammenfassen: „Nein zu dem Krieg“, sagte Regierungschef Pedro Sánchez. Außenminister José Manuel Albares zeigte sich „überrascht“, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zunächst öffentlich zur Kritik von US-Präsident Donald Trump geschwiegen habe.
„Wenn man mit einem anderen Land eine Währung, eine gemeinsame Handelspolitik und einen gemeinsamen Markt teilt, erwartet man dieselbe Solidarität, die Spanien beispielsweise gegenüber Dänemark gezeigt hat, als es aufgrund Dänemarks Bestrebungen, seine territoriale Integrität in Grönland aufzugeben, zu Zolldrohungen kam“, sagte Albares dem spanischen TV-Sender RTVE.“
Trump spinnt wieder mal im höchsten Grade! Man sieht wieder, daß ihm das geringste Maß an Spiritualität abgeht, er ist ein vollkommener platter Materialist!
https://www.epochtimes.de/politik/ausland/ticker-steinmeier-verschiebt-asienreise-trump-will-bei-chamenei-nachfolge-mitreden-a5418377.html
„Trump will bei Chamenei-Nachfolge mitreden
US-Präsident Donald Trump besteht darauf, an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt zu werden. „Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela“, sagte Trump dem Portal Axios.
Laut Trump müsse dies jemand sein, „der großartig für das Land, großartig für das Volk“ des Irans sei, so der US-Präsident gegenüber „Reuters“. Der Prozess für die Nachfolge des getöteten geistlichen und politischen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei sei jedoch noch in einem frühen Stadium.
Im Gespräch für die Nachfolge ist unter anderem Chameneis Sohn Modschtaba. Diesen bezeichnete der US-Präsident als inakzeptable Wahl. „Wir wollen jemanden, der dem Iran Harmonie und Frieden bringt.“ Der 56-jährige Modschtaba Chamenei gilt als Hardliner mit engen Verbindungen zu den Revolutionsgarden.
Bei dem Treffen mit Merz wurde Trump auch nach dem Schah-Sohn Reza Pahlavi gefragt, der in den USA im Exil lebt und hofft, im Fall eines Sturzes der Islamischen Republik selbst das Ruder zu übernehmen. Trump sagte, dieser wirke zwar „wie eine sehr nette Person“. Jemand aus dem Inneren des Iran wäre nach seiner Ansicht aber geeigneter.“
Umweltkatastrophen sondersgleichen!
https://www.mmnews.de/politik/247133-rakete-trifft-oeltanker-trinkwasseraufbereitung-fuer-100-millionen-menschen-am-ende
Rakete trifft Öltanker – Trinkwasseraufbereitung für 100 Millionen Menschen am Ende?
05. März 2026
In der Nacht vom 5. März ist nach einem Angriff auf einen Öltanker vor der Küste Kuwaits Rohöl in den Persischen Golf ausgetreten. Eine Katastrophe ersten Ranges.
Von Meinrad Müller
Ausgerechnet in jenes Meer, aus dem ein großer Teil des Trinkwassers der arabischen Halbinsel gewonnen wird, floss Rohöl. Der Vorfall betrifft somit eine der empfindlichsten Infrastrukturen der Region: die Meerwasserentsalzung.
Über 100 Millionen Menschen trinken Wasser aus Entsalzungsanlagen
Rund 40 bis 50 Prozent der weltweiten Meerwasserentsalzungskapazität stehen am Persischen Golf. Hunderte Anlagen entlang der Küsten von Kuwait, Saudi-Arabien, Qatar, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman produzieren täglich gewaltige Mengen Trinkwasser. Insgesamt entstehen dort mehr als 30 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Tag, also über 10 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Damit werden weit über 100 Millionen Menschen versorgt – mehr als die Bevölkerung Deutschlands. Städte wie Kuwait-Stadt, Dubai, Abu Dhabi oder Dschidda existieren praktisch nur dank dieser Wasserfabriken am Meer.
Warum Ölteppiche für Entsalzungsanlagen gefährlich sind
Die Anlagen saugen Meerwasser direkt aus dem Golf an. In modernen Anlagen wird es anschließend durch Membranen gepresst, ein Verfahren namens Umkehrosmose. Gelangt Öl in dieses Rohwasser, können Filter und Membranen beschädigt werden; Betreiber müssen die Produktion drosseln oder Anlagen abschalten. Schon kleinere Verschmutzungen oder Algenblüten haben in der Vergangenheit zu Stillständen geführt. Ein größerer Ölteppich im Ansaugbereich wird die Trinkwasserproduktion ganzer Städte beeinträchtigen.
Moderne Brunnenvergiftung
Der Persische Golf ist damit mehr als eine Ölregion. Er ist die Wasserquelle einer ganzen Wüstenregion. Wenn Verschmutzungen die Ansaugstellen der Entsalzungsanlagen erreichen, wird aus einem Tankerunfall schnell ein Problem der Trinkwasserversorgung. Genau deshalb beobachten Experten derzeit vor allem die Ausbreitung des Ölteppichs im Golf. Aus der Geschichte sind Brunnenvergiftungen bekannt, die als Kriegswaffe eingesetzt wurden. Ein Öltanker ist ein höchst verletzliches Ziel.
Ölkatastrophen zeigen die Dimension solcher Lecks
Die Geschichte kennt Beispiele, wie weit sich Öl nach Tankerunfällen ausbreiten kann. 1989 verseuchte die Exxon Valdez vor Alaska ein riesiges Meeresgebiet. 1978 verschmutzte die Amoco Cadiz vor der Bretagne mehr als 300 Kilometer Küste. Solche Katastrophen zeigen, dass Ölteppiche nicht lokal bleiben, sondern mit Strömungen treiben und große Gebiete erreichen können.
Quelle: https://www.straitstimes.com/
Meinrad Müllers Blog: http://www.info333.de/p
Vor einiger Zeit beunruhigte uns der Rundfunk, daß auf jeder Ecke Drohnen auftauchten, wobei der Rundfunk vermutete, sie kämen aus Rußland, um uns auszuspionieren. Seit ca. 3 Tagen tauchen plötzlich überall Drohnen in Zypern, Türkei und Aserbaidschan auf, von denen die Massenmedien sofort sagen, es handele sich um iranische Gerenzverletzungen, die als Kriegserklärung anzusehen sind. Man fragt sich Cui bono? Welches Interesse sollte der Iran haben, wenn er schon von Israel und den USA ununterbrochen bombardiert wird, durch einzelne Drohnen, die ihm kaum nützen, sich noch weitere mächtige Kriegsgegner zuzuziehen wie die Nato? Da Starmer gerade die Drohne in Zypern als Kriegsgrund gegen den Iran angegeben hat, meine ich, daß es sich bei diesen Drohnenangriffen um false flag Operationen des ewig perfiden Albion handelt, das mit solchen Aktionen in seiner ganzen Geschichte immer operiert hat, so auch im Burenkrieg. Daß Erdogan dies nicht ganz klar erkennt, daß es sich um eines der üblichen Betrügereien des ewig perfiden Albion handelt, befürchte ich, daß er auch in den Krieg einsteigen will, um im Trüben zu fischen. Heute wurden wieder angeblich iranische Drohnen in Aserbaidschan gesichtet, das bis zum Einmarsch des zaristischen Rußlands auch zum Iran gehörte. Da İlham Əliyev der Busenfreund von Erdogan ist, könnten die beiden versuchen im Iran im Trüben zu fischen.
„Iranian drone strikes Azerbaijan airport triggering huge explosion“
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Zum Verlust von Aserbaidschan für Persien.
Heinrich Friedjung
Das Zeitalter des Imperialismus 1884 – 1914, 1922
Erdrosselung Persiens
Während in bezug auf China nur Zukunftssorgen und Zukunftshoffnungen mitspielten, erforderte die Persische Frage eine schleunige Antwort, die auch im Winter von 1911 auf 1912 gegeben wurde. Haldane erzählt uns, daß er sich in Berlin Mühe gab, herauszubringen, ob ein geheimes Übereinkommen zwischen Rußland und dem Deutschen Reiche bestünde. Das war nicht der Fall. Aber schon jener Augustvertrag von 1911 war ein Dorn im Fuße der englischen Regierung, der sie im Gehen nicht hinderte, aber doch belästigte. Grey war entschlossen, ihn herauszuziehen, und zwar um den Preis der Überantwortung Persiens an die russische Regierung.
Den Russen war es unleidlich, daß die persischen Patrioten, die Partei des Fedaïs, alle Anstrengungen machten, um in ihrem Lande Ordnung herzustellen und dessen Selbständigkeit aufzurichten. Das Notwendigste war die Regelung der zerrütteten Finanzen, welche Aufgabe im Mai 1911 dem sachkundigen Amerikaner Morgan Shuster anvertraut wurde. Er ging rüstig an die Arbeit und traf eine Reihe geeigneter Maßregeln.·Da trat die russische Regierung mit der Beschwerde dazwischen, Shuster hätte gewisse von ihr erworbene Rechte angetastet. Sie schob Truppen an die Grenze und schickte am 29. November 1911 ein Ultimatum ab, in welchem sie nicht nur Shusters Entlassung, sondern auch Ersatz für die Kosten ihres bewaffneten Aufgebotes verlangte. In tiefer Trauer, den Untergang der Freiheit vor Augen, beriet das persische Parlament über das Ansinnen. Es unterwarf sich nicht, sondern trat dem Antrage eines angesehenen Geistlichen bei, dessen Rede bloß in den Worten bestand: „Es mag der Wille Allahs sein, daß Freiheit und Unabhängigkeit uns mit Gewalt genommen werden, wir aber wollen ihren Verlust nicht mit eigenen Händen unterzeichnen.“ Darauf rückten die russischen Truppen vom Nordwesten ins Land auf Täbris los, dessen Bewohner Widerstand versuchten und einige in der Stadt wohnende Russen erschlugen. Furchtbar war die über die Stadt verhängte Strafe, in der ein Blutbad angerichtet wurde. Im Januar 1912 besetzten die Russen auch die Hauptstadt Teheran, Persien wurde niedergetreten und Shuster kehrte in seine Heimat zurück, worauf er ein eindrucksvolles Buch „Die Erwürgung Persiens“ veröffentlichte. Darin legte er dar, in welcher Art die englische Regierung der russischen ihre Unterstützung geliehen hatte; die eine habe mit Gewalt, die andere mit vollendeter Heuchelei alles getan, um dem persischen Volke die Mittel zu nehmen, sich aus Wirrsal und Ohnmacht zu erheben.
Die Vorgänge bei der Einnahme von Täbris waren der Anfang der Ereignisse, über welche Georg Brandes folgendermaßen berichtet: „Auf diesen Staatsstreich folgte die Schreckensherrschaft in Täbris, Rescht, Meschhed und in anderen Städten. Allein in Täbris wurden weit über hundert angesehene Patrioten, darunter der höchste mohammedanische Geistliche, nationale Führer, Landtagsabgeordnete usw., den grausamsten Foltern unterworfen und darauf gehenkt. In der Provinz Aserbeidschan ernannten die Russen zum Gouverneur einen berüchtigten Räuberhauptmann, der dort mit ihrer Zustimmung drei Jahre hindurch die entsetzlichsten Barbareien beging; so ließ er einen persischen Freiwilligen kaltblütig mitten durchschneiden und je eine Hälfte der Leiche an zwei verschiedenen Enden der Stadt öffentlich zur Schau stellen; ein anderes Opfer, einen Geistlichen, ließ er zu Tode martern, nachdem er ihm vorher die Augen ausgestochen hatte. Professor Edward Brown in Cambridge, wohl der beste europäische Kenner des modernen Persiens, hat über die russischen Schandtaten des Jahres 1912 in Täbris ein ganzes Buch veröffentlicht, in dem sich die russische Kultur, mit der wir nun auch in Europa bedacht werden sollten, an der Hand eines reichen photographischen Materials in ihrer wahren Gestalt studieren läßt.
Das Verhalten Greys erfuhr den schärfsten Tadel der englischen Radikalen, die aber auch diesmal der geschlossenen Mehrheit des Parlaments gegenüberstanden, welche die amtliche Politik billigte. Über die Beschönigung, Persien hätte sein Unglück sich selbst zuzuschreiben, schrieb die „Nation“: „Es ist ein Fall von Wolf und Lamm, so flagrant und so zynisch, daß man sich kaum versucht fühlt, ihn weiterer Untersuchung wertzuhalten.“ Im „Manchester Guardian“ war zu lesen: „Kein Engländer kann diese Erzählung ohne ein tiefes Gefühl von Scham und Verwunderung lesen, – von Scham über die Schmach, mit der wir jeden Grundsatz geopfert haben, der unser Land in Asien großgemacht hat, und von Verwunderung über die Gründe, die einen liberalen Staatsmann zum Agenten der Erniedrigung gemacht“ Das radikale Blatt findet also, Greys Liberalismus habe nicht die Probe bestanden, aber die Beweggründe des Staatssekretärs wurden von dem Oxforder Professor Bertrand Russel sachgemäß gekennzeichnet: „Seitdem wir im Schrecken vor der Annäherung des Zaren und des Kaisers lebten, waren wir Rußland vollständig unterwürfig.“
Wichtiger aber als die Gedankengänge der radikalen Opposition sind für das Geschehene die der britischen Imperialisten, welche es für richtig fanden, den persischen Stein auf dem Schachbrette zu verwenden. Man lernt ihre Vorstellungen gut aus dem Buche kennen, das Murray der Politik des ihm befreundeten Grey widmete. Murray nennt sich einen Liberalen und Radikalen, sieht aber die persischen Zustände völlig mit den Augen der russischen Regierung. „Die persische Revolution“, so schreibt er, „war angeregt und geleitet durch das Beispiel der russischen Revolution. Die Neigungen der amtlichen russischen Kreise waren instinktmäßig monarchisch und verfassungsfeindlich; dabei ist es überraschend, daß sie sich so korrekt und ehrenhaft verhielten, wie sie es taten.“ Dann hält Murray den persischen Parteien einen Sündenspiegel vor und verspottet ihre Anstrengungen im Lande Ordnung zu schaffen. Wohl gibt er zu, daß Grey die Perser in ihrem Streben, sich zu erholen, nicht unterstützt habe, faßt aber sein Urteil dahin zusammen: „Verständig, hilfreich, fest, manchmal übergewissenhaft, unveränderlich, loyal und ehrenhaft, haben die Entscheidungen des englischen Staatssekretärs des Äußeren die Lage fast immer zu einer besseren gestaltet, als sie früher war. Alles in allem ist es nicht immer Schuld der Ärzte, wenn der Kranke stirbt.“ Der Kranke ist aber besonders schlimm daran, wenn der Arzt mit den gewissenlosen Erben im Einverständnisse ist. Die Brücke zwischen London und Petersburg war geschlagen; Grey aber genoß bei den Russen um so höhere Schätzung als er in England um seiner Freunde willen angefeindet wurde.
Die Schiiten kämpfen um ihr Überleben, weil die USA und der anglo-zionistische Westen bei der Durchsetzung des Existenzrechts Israels sich nur auf die gekauften Mehrheitsmoslems, d. h. die Sunniten und Wahabiten, verlassen hat. Religionskriege sind besonders gefährlich, weil sie immer auch mit Fanatismus und Selbstaufopferung verbunden sind. Die Pandora-Büchse wurde von Netanjahu und Trump durch die Ermordung Chameneis geöffnet, und die Weltwirtschaft versinkt unweigerlich in einer wirtschaftlichen Depression, die die Frage nach den Schuldigen erzwingt.
„Fragen wir uns, wie wir reagieren würden, wenn Israel den Vatikan bombardieren und Papst Leo XIV., einen Unterstützer palästinensischer Katholiken, ermorden würde?
Jedenfalls … ist die Ermordung eines religiösen Führers dieses Ranges ein Verbrechen, das den gesamten Nahen Osten erschüttert hat.
Die paradoxen Folgen der israelischen und US-amerikanischen Interventionen. Gewalt hat oft perverse Effekte. Ali Khamenei war der Hüter der Lehre von Imam Khomeini. In dieser Funktion sorgte er unter anderem dafür, dass Iran keine Massenvernichtungswaffen erwarb. Es war eine Fatwa, die 1988 erlassen wurde. …
Iran verfügt derzeit über eine sehr große Anzahl von Nuklearingenieuren. Es wird für die Bombenbefürworter nicht schwierig sein, ein Team zusammenzustellen, das ihr Projekt umsetzt. Schätzungen zufolge sind im Land 400 Kilogramm Uran auf 60 % angereichert. Iran verfügt noch über die notwendigen Zentrifugen, um dieses Uran etwas weiter anzureichern und die notwendigen 98 % zu erreichen.
Paradoxerweise macht die Ermordung von Ali Khamenei, angeblich um ein Militärprogramm zu bekämpfen, das nicht existierte, dies möglich.“