Mietpreis für die Atemluft

Steigende Mieten sind auch für die Wohnung-schaffenden Heimbaugesellschaften unangenehm, nicht nur in Deutschland. Andere Länder kommen da auf überraschende, in die Zukunft weisende Lösungen in der Behandlung des Wohnungseigentums. Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit haben der regierende Präsident und die ihn tragende Oberschicht der kleinen abgelegenen Republik Mätopia gesetzlich verfügt, dass die Luft über den Grundstücken Bestandteil des jeweiligen Bodeneigentums sein solle. Mietern einer Grundstücksimmobilie steht danach die Luft nur dann zum Atmen zur Verfügung, wenn sie neben der Wohnungsmiete noch eine Luftmiete entrichten.

Mätopia, eine demokratische Volksrepublik, in der ein gütiger Präsident – von den Bewohnern liebevoll Patron (Schutzherr) genannt – mit starker Hand für deren Wohlergehen sorgt, liegt am Südhang eines Gebirges direkt am Meer und zieht mit seiner Schönheit und mildem Klima immer mehr Touristen aus anderen Ländern an. 820.000 Einwohner leben in dem dichtbesiedelten Land von nur 40 km2 Ausdehnung. Das Haus- und Wohnungseigentum gehört traditionell zu 80 % der herrschenden Oberschicht, 20 % haben sich fleißige Menschen der Mittelschicht erwerben können, die es zumeist selbst bewohnen. Die Oberschicht macht 10 % der Bevölkerung aus, die grundbesitzende Mittelschicht 15 %. Dreiviertel der Bevölkerung müssen also zur Miete wohnen.

In alter Zeit hatte sich bei der Landnahme der Adel den ganzen Boden angeeignet und…

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