Michael Nehls sagte kürzlich der Corona-Enquete-Kommission ade. Über seine Beweggründe und darüber, warum Christian Drostens und Jens Spahns Aussagen längst die Staatsanwaltschaft hätten auf den Plan rufen müssen, spricht der Molekulargenetiker im Video-Interview mit «TTV» und «Transition News».
Von Torsten Engelbrecht (transition-news)
Der Mediziner und Molekulargenetiker Michael Nehls legte kürzlich sein Amt als ständiger Sachverständiger der Corona-Enquete-Kommission des Bundestages nieder. Der 63-Jährige hatte seine Tätigkeit als Sachverständiger durchaus mit Erwartungen angetreten, sah aber nach kurzer Zeit schon nicht mehr, wie er seine Herzensanliegen durchbringen könnte. Zumal er in der juristischen Arbeitsgruppe (AG) gelandet war, in der er sich als Mediziner und Molekulargenetiker gewissermaßen deplatziert fühlte.
Dabei ist, wie er nun im Interview mit TTV und Transition News erläutert, eben diese AG von zentraler Bedeutung, besteht doch seiner Auffassung nach insgeheim der Zweck der Enquete-Kommission darin, die nächste P(l)andemie juristisch so vorzubereiten, dass sie vor allem von der WHO aus ohne großen Widerstand einzelner Länderregierungen umgesetzt werden kann.
Nehls sieht in der Kommission letztlich eine «Show-Veranstaltung» (ähnlich wie andere sie als «Vollverarsche» kritisieren), trägt sie doch das Versprechen einer «Aufarbeitung der Corona-Pandemie» in ihrem Titel, während Bundestagspräsidentin Julia Klöckner in ihrer Eröffnungsrede tönte, sie biete die «Chance auf Versöhnung» und sei «eine für unsere Demokratie, Vertrauen zurückzugewinnen», wofür «eine umfassende und transparente Aufarbeitung» unerlässlich sei. Doch das alles sei nicht erkennbar, so Nehls. Und weiter:
«Die Kommission tut einfach nichts, um zur angestrebten Versöhnung zu kommen.»
Das zeige sich zum Beispiel bei Christian Drosten. Dieser wurde zwar vor die Kommission geladen und dort auch von ihm selbst befragt. Doch die Kommission als Ganzes habe nicht dabei geholfen, was notwendig gewesen wäre, nämlich um ihn zu «zerlegen».
Dabei «hat Drosten vor der Kommission glatt gelogen», so Nehls. So geschehen zum Beispiel im Zusammenhang mit seinem PCR-Protokoll, dem vielleicht wichtigsten «für die vollkommen zweifelsfrei bewusst geplante Corona[-Pandemie]». Doch nicht nur sei dieses Protokoll so schlecht gewesen, so Nehls weiter, dass er es Drosten, wäre er damit als Post-Doc bei ihm angekommen, «um die Ohren gehauen hätte». Auch habe Drosten, als er ihn in einer Kommissionssitzung befragt habe, wider die Fakten behauptet, der auf seinem Protokoll basierende PCR-Test schlage bei 45 Zyklen «negativ» aus.
Laut Nehls hätte bei dem Chefvirologen der Berliner Charité der Staatsanwalt längst auf den Plan treten müssen. Selbiges gelte im Grunde für Spahn. Das Positive daran sei zumindest, so Nehls, dass sich hier zentrale Figuren der Corona-Zeit im Grunde öffentlich selbst zerlegen. Und es bleibt zu hoffen, dass der Souverän dabei helfe, dies zu Ende zu führen.
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