Mehrere Tote, darunter Kinder: Ukraine beschießt Journalistenhotel in Donezk

Die ukrainische Armee hat ein Hotel in Donezk beschossen, in dem fast ausschließlich Journalisten leben. Vor dem Hotel fand zu dem Zeitpunkt eine Trauerkundgebung statt. Unter den Toten sind auch Kinder.

Quelle: anti-spiegel

Da viele Leser schon gehört haben, dass das Zentrum von Donezk, genauer gesagt das Hotel Donbass Palace, in dem fast ausschließlich Journalisten wohnen, heute von der ukrainischen Armee beschossen wurde und es dabei mehrere Tote gegeben hat, teile ich mit, dass ich nicht dort war und mir nichts passiert ist.

Heute Mittag hat die ukrainische Armee das Hotel Donbass Palace im Zentrum Donezk beschossen. In dem Hotel leben vor allem Journalisten, die für die ukrainische Armee bekanntlich „legitime Ziele“ sind. Zu allem Überfluss fand zu dem Zeitpunkt des Beschusses auf dem Platz vor dem Hotel eine Trauerkundgebung statt. Daher waren dort auch viele Zivilsten. Es gab Tote und Verletzte, unter den Todesopfern ist nach jetzigen Stand auch mindestens ein Kind, es handelt sich um ein sechsjähriges Mädchen.

Ich selbst habe Donezk gestern verlassen und bin derzeit auf dem Weg von Rostow am Don nach Moskau, weshalb ich diesen Artikel im Auto schreibe und an einer Raststätte veröffentliche. Die Nachricht von dem Beschuss hat mich schockiert, denn ich war erst vor zwei Tagen an eben dem Ort und habe dort ein Interview über meine Recherche in Rubezhnoe gegeben.

Ich habe sofort Kontakt zu meinen Freunden in Donezk aufgenommen, von denen ist jedoch niemand unter den Opfern. Aber sie sind vor Ort und sind fassungslos und berichten mir von den Toten, die dort auf der Straße liegen. Es ist surreal, zu wissen, dass da, wo ich erst vor zwei Tagen einen Kaffee getrunken habe, nun tote Kinder auf der Straße liegen.

Der Beschuss wurde, wie die Splitter des Geschosses zeigen, aus einer amerikanischen Haubitze von Typ M777 durchgeführt, was einmal mehr zeigt, wozu die ukrainische Armee die Waffen benutzt, die der Westen ihr schickt: Das Kiewer Nazi-Regime (ich kann es nicht anders bezeichnen) ermordet damit gezielt Journalisten, Zivilisten und auch Kinder.

Wenn ich heute Abend in Moskau bin, werde ich (wenn ich nach über tausend Kilometern Autofahrt nicht zu müde bin) mehr Details über den Beschuss, die Lage in Donezk insgesamt und meine Erfahrungen aus den drei Wochen in der Stadt berichten. Ansonsten bitte ich um Geduld bis Freitag, dann beginnt hier wieder die normale Arbeit und es wird wieder mehr Artikel geben, als in den letzten Tagen.

Unsere Freund in Donezk haben bereits Videos von dem Vorfall veröffentlicht (hier, hier, hierund hier), die Sie auf dem Telegram-Kanal von Alina Lipp finden könne.

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