Realsatire ![]()
Der ehemalige russische Präsident Medwedew hat nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro in einem TASS-Interview von einer möglichen Entführung von Kanzler Merz gesprochen. Die Aufregung in Berlin war groß und die Bundesregierung war not amused.
Quelle: anti-spiegel
Der ehemalige russische Präsident Medwedew ist seit der Eskalation in der Ukraine für seine spitzzüngigen Kommentare in Richtung des Westens bekannt. Nach der völkerrechtswidrigen Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro durch die USA und der vollkommen orwellschen Reaktion von Bundeskanzler Merz darauf, hat Medwedew in einem TASS-Interview über die mögliche Entführung von Merz sinniert.
„Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine großartige Wendung in dieser Karnevalsserie sein. Hier kann einen nur noch wenig überraschen. Ein Körnchen Realität steckt auch in diesem Szenario. Gerade er ist jemand, bei dem es sogar in Deutschland Gründe zur Verfolgung gibt. Darum wäre es nicht schade drum. Vor allem, da die Bürger völlig unschuldig leiden.“
Merz hat das selbst provoziert
In der Bundesregierung muss sich niemand über diese Aussage wundern, denn Merz selbst sie geradezu provoziert, als er in seiner offiziellen Erklärung zur Entführung von Maduro allen Ernstes mitteilte:
„Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit. Grundsätzlich müssen im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten.“
Merz hat damit de facto gesagt, dass Länder die Staats- oder Regierungschef anderer Länder unter Anwendung militärischer Gewalt, inklusive Bombenangriffen mit Dutzenden Toten, entführen dürfen. Er hat das nicht mal ansatzweise als illegal bezeichnet, was es zweifelsohne ist.
Daher hat Medwedew von einer „Karnevalsserie“ gesprochen, denn die Erklärung von Merz ist nun einmal Karneval, also nichts, was irgendjemand ernst nehmen würde.
Nur die Bundesregierung sah das offenbar anders, denn sie hat scharf auf Medwedews Aussage reagiert und erklärt, sie verurteile „derartige Drohungen auf das Schärfste“. Die Bundesregierung verurteilt also offensichtlich ironisch gemeinte Drohungen, einen Regierungschef zu entführen, aber bei der tatsächlichen Entführung eines Staatspräsidenten spricht die gleiche Bundesregierung von einem „komplexen“ Sachverhalt, für dessen „rechtliche Einordnung“ sie sich „Zeit nimmt“.
Da diese Erklärungen auf der ganzen Welt aufmerksam erfolgt werden, frage ich mich wirklich, ob die in Berlin gar nicht merken, wie sehr sie sich international fast jedes Mal lächerlich machen, wenn sie bloß den Mund aufmachen.
Warum das Satire war
Da die Bundesregierung mich ganz persönlich zum Feind erklärt hat, indem sie EU-Sanktionen gegen mich erwirkt hat, könnte ich mir, ich gebe es offen zu, bei Bildern von Merz und von der Leyen in Handschellen eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen. Aber diese Reaktion würde schnell wieder enden, denn ich bin für eine zivilisierte Art der Problemlösung und nicht für außenpolitische Wildwestmethoden.
Und das ist auch der Grund, warum die Aussage von Medwedew natürlich Satire war, denn Russlands Ziel ist es immer noch, das bestehende Völkerrecht zu erhalten, auch wenn der Westen es ständig mit Füßen tritt. Russland würde sich mit der Entführung westlicher Politiker wie Merz also selbst schaden, weil ein so offener Völkerrechtsbruch Russlands Ruf im globalen Süden enormen Schaden zufügen würde.
Medwedew hatte sicherlich einen Heidenspaß an der entsetzten Reaktion der Bundesregierung, denn er hat mit seinem Scherz erreicht, dass die Bundesregierung sich mit ihrer offiziellen Reaktion selbst blamiert und der Welt ein weiteres Mal stolz ihre Doppelmoral demonstriert hat.
Die Bundesregierung schwächt ihre internationale Reputation ein weiteres Mal und sie bemerkt das nicht einmal.
Schon aus diesem Grunde würde Russland niemanden aus der Bundesregierung oder der EU-Kommission entführen, denn die schwächen die EU weitaus effektiver als Russland es jemals könnte. Wer weiß, vielleicht sind das ja in Wirklichkeit alles russische Agenten…?
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