Maskenlos durch das Land: Im Zug nach Frankfurt / Main

Von Maria Schneider (conservo)

Seit eineinhalb Jahren bewege ich mich als meine Form des Protests gegen die unmenschliche, entwürdigende Coronadiktatur maskenlos mit Attest durch das Land. Was ich dabei erlebe, spottet jeder Beschreibung.

Nach über einem Jahr darben, habe ich wieder einmal Arbeit auf der Frankfurter Messe. Früh um halb sieben mache ich mich – bepackt wie ein Esel – auf den Weg, denn außer der allgegenwärtigen Maskenpflicht ist nichts mehr klar geregelt. Deshalb habe ich mir Proviant eingepackt: Wasser, Brot, Karotten und Äpfel. Das Einzige, was ich unterwegs noch kaufe, ist Espresso. Und auch hier tut man gut daran, dies außerhalb des Zuges zu tun, denn auch bei dieser Zugfahrt gab es im Bistro keine Heißgetränke.

Ferner habe ich mehrere S-Bahnen und Züge als Puffer eingebaut. Denn auch in dieser Hinsicht ist nichts mehr wie es war. Die „Personenschäden“ häufen sich und so habe ich auch heute wieder Verspätung wegen eines Selbstmordes auf der Zugstrecke.

Seit Merkels Grenzputsch im September 2015 fahre ich nur noch 1. Klasse, um Minderwertigkeitskomplexen aufgrund von Fachgesprächen mit den hereingeholten Gehirnchirurgen und IT-Experten in der 2. Klasse zu entgehen und lasse mich am Anfang des Zuges nieder. Außer mir ist nur ein weiterer, maskierter Mann im Abteil.

Kurz darauf kommt der Schaffner angetänzelt und kontrolliert minutiös mein Attest. Gnädig nickt er es ab und befielt mir mit tuntig-metallischer Stimme, ab sofort auf Einhaltung des Abstands zu achten. Sprach‘s, wedelte mit dem Hintern und verpuffte in seiner Parfumwolke.

Weder würdigte ich ihn eines Blickes, noch gönnte ich ihm eine Silbe meines Atems. Denn nach etlichen Auseinandersetzungen mit derlei Personal, ist dies die einzig mögliche Methode, um nicht unterzugehen.

Ich sinniere vor mich hin und frage mich wieder einmal, wie es geschehen kann, dass ausgerechnet homosexuelle Männer wie dieser Schaffner, Volker Beck und Jens Spahn, die in Konzentrationslagern die entwürdigende Kennzeichnung mit einem rosa Winkel hätten ertragen müssen und bis heute Opfer von Konversionstherapien mit Elektroschocks werden können, sich genauso wie ihre Peiniger verhalten.

Meine Gedanken werden unterbrochen, da der Herr auf der anderen Gangseite kurz seine Maske lüftet und mich fragt: „Funktioniert das wirklich mit dem Attest?“

„Ja.“

„Und es wird wirklich akzeptiert?“

„Ja. Denn diejenigen, die es kontrollieren, gehorchen der Obrigkeit. Und wenn eine Regel besagt, dass ein Attest zu akzeptieren ist, dann tun sie es.“

„Ich finde das gut, aber ich würde es mich nicht trauen.“

„Es ist meine Form des Widerstands, denn ich finde es wichtig, dass die Menschen sehen, dass Widerstand möglich ist.“

Ich traue mich nicht so wirklich und passe mich an. Denn ich bin Beamter und möchte meine Pension erhalten. Wichtig finde ich aber, dass man miteinander spricht.“

„Genau. Meine Kollegin ist geimpft und trägt auf Schritt und Tritt ihre Maske. Ich bin es nicht und habe mein Gesicht frei. Aber wir respektieren einander und damit ist alles in Ordnung.“

Ja. Sie sagen es. Ich bin auch nicht geimpft und werde mich nicht impfen lassen. Meine Frau auch nicht.“

„Da sehen Sie es. Das ist Ihre Form des Widerstands. Wissen Sie, es ist eine schwere Zeit. Es geht mir an die Nerven. Aber ich halte es durch, weil ich Widerstand für wichtig halte.“

„Da haben sie recht. Viele verhalten sich wie Nazis.“

„Ja, das stimmt, ich sage aber lieber, dass das System totalitär ist, denn alles kann totalitär sein. Ganz gleich, ob links oder rechts.“

„Mir macht das nicht so viel aus. Ich hatte die ganze Zeit Home Office. Und ich denke, auch diese Zeit geht vorbei. Zudem glaube ich diesen ganzen Schwindel nicht. Es geht eher darum, das System zu ändern. Aber das gab es immer wieder. Man muss sich einfach die Zeit schön machen. Wir wollen diese Tests nicht und treffen uns daher auf unserer Terrasse mit unseren Freunden, statt ins Restaurant zu gehen. Es gibt immer eine Lösung und auch diese Zeit wird vorbei gehen.“

„Mir fällt das nicht so leicht. Ich denke, die Zeiten werden hart werden, weil die Pensionskassen leer sind. Das scheint mir einer der Hauptgründe zu sein, warum in diesem System wie bei einem Ballon die Luft abgelassen wird.“

„Nein. Machen Sie sich keine Sorgen. Die drucken einfach immer weiter Geld. Schauen Sie sich Japan an. Da machen sie das schon seit 40 Jahren.“

Wir unterhalten uns weiter, bis wir in Frankfurt ankommen. Bevor ich aussteige, ermahne ich ihn noch, dass er bei dem kurzen Aufenthalt sein Gepäck nicht aus den Augen lassen soll, da Sinti- und Roma-Banden systematisch die Züge auf der Suche nach Gepäck durchkämmen und auch in der Bahnhofshalle Reisende mit penetranter Bettelei und Taschendiebstahl belästigen. Umso ironischer, dass Merkel 2G auf Bahnhöfen einführen wollte, wenn sie noch nicht einmal Bettelbanden, Horden von Afrikanern und Arabern oder Drogenhändler daran hindern kann, den ganzen Tag im Frankfurter Bahnhof ihr Unwesen zu treiben.

Ich wappne mich für meinen Gang durch die Halle und die nächsten Kontrollposten, die so sicher kommen werden, wie das Amen in der Kirche, während all die oben genannten Gruppen vom allgegenwärtigen Aufsichtspersonal nicht behelligt werden. Und so kommt es dann auch. Bis ich zu meinem Arbeitsplatz in der Messe Frankfurt komme, werde ich noch 3 Mal wegen meines maskenfreien Gesichts streng kontrolliert.

Das Gespräch jedoch hat wohlgetan und allein solche Erfahrungen sind es wert, das Attest vorzuzeigen. Denn das ist nicht das erste Mal, dass ich ein solch nettes Gespräch hatte. Zu meinem Bedauern immer nur mit Männern. Die Frauen werfen mir leider meist böse Blicke zu, schreien mich an, denunzieren mich beim Schaffner oder erheben lautstarke Forderungen, dass ich wahlweise eingesperrt, eingezäunt oder erschossen werden soll. Auch die Schaffnerinnen sind fast alle unfreundlicher als die Schaffner.

Was ist nur mit den Frauen und all den sogenannten Minderheiten in diesem Land los?

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10 Kommentare

  1. Ach, der Frankfurter Bahnhof. Es muss so um 1946 gewesen sein, dass meine Mutter und ich als 6-jähriger, auf dem Bahnsteig sassen auf unsren Zug nach Bad Nauheim wartend. Es war sehr kalt, der Wind pfiff durch die Halle welche nur noch aus dem Metallgerippe bestand da alle Glasscheiben zerbrochen waren. Wir froren ganz erbärmlich, aber meine Mutter sah wo das Rote Kreuz heissen Kakao ausschenkte – für Geld welches sie nicht hatte. Auf einem anderen Bahnsteig war aber die Heilsarmee beschäftigt ebenfalls Kakao auszuschenken – aber gratis mit freundlichem Lächeln. Bis heute war das der beste Kakao den ich je getrunken habe – und die Heilsarmee werde ich nie vergessen, gute Menschen egal was. Dann später in den 50-er Jahren gingen wir oft auf die Zeil um einzukaufen und assen immer im sehr schönen Bahnhof Restaurant. Der Frankfurter Bahnhof ist mit immer in Erinnerung als ein ¨guter Platz¨ – und jeztz höre ich wie runtergekommen und unfreundlich er geworden ist, dank unsrer ¨Freunde¨. Es schmerzt.

  2. Maria,
    es sind nicht nur die Frauen. Am Freitag hatte ich auch wieder so eine Begegnung. Vor einer Bäckereikette mit Außengastronomie wollte ich mir einen Cappuccino holen. Draußen vor der Tür standen 3 Personen mit Gesichtslumpen im Abstand von 3 Metern und warteten brav, bis sie nacheinander hinein gingen. Ich sprach einen Mann mittleren Alters an, warum er denn hier draußen warten würde? Er gab zur Antwort, weil nur so viele Kunden rein dürfen, wie es Verkäuferinnen gibt. Ich wies ihn darauf hin, dass es aber nirgendswo steht, dass das so ist. Seine Antwort war, das ist aber so, er sei Stammkunde. Aha. Ich schüttelte nur mit dem Kopf und ging an ihm vorbei einfach in den Laden hinein. Er rief mir zu, ich wäre unsozial. Ich antwortete ihm, dass ich nur meinen Verstand gebrauche. Drinnen bestellte ich meinen Cappuccino und beobachtete, dass er plötzlich auch rein ging, obwohl tatsächlich mehr Kunden drinnen waren als Verkäuferinnen. Draußen sitzend beobachtete ich das weitere Geschehen. Und tatsächlich, es wiederholte sich. Einer blieb draußen mit Maske stehen und die Nächsten stellten sich brav mit Maske im Freien dahinter, mit 3 Meter Abstand an. Ich konnte nicht anders, aber ich lachte sie alle kopfschüttelnd aus. Aber sie blieben stur stehen und verstanden wahrscheinlich gar nicht, warum ich sie auslachte. Die Menschen sind krank.Einfach nur krank. Übrigens, diese Regel gibt es dort tatsächlich nicht. Die Menschen hatten das wahrscheinlich noch im Kopf, als die Quatratmeter-Regel galt. Und weil niemand mehr so genau weiß, was eigentlich gilt, machen sie einfach das weiter, was sie kennen, anstatt sich zu informieren. Und richtig: 1G = Gehorsam, bloß nichts falsch machen. So wie damals.

    • Wenn ich mich selbst zitieren darf:

      „Egal, was man hinter dieser Impfung vermuten darf oder kann, darum geht es gar nicht! Es geht um das Prinzip der endgültigen Folgsamkeit! Der finalen Unterjochung!“

      Auf „G“ wie Gehorsam bin ich allerdings nicht gekommen! „grummel“

    • Haha…Du hast so Recht, Angsthase!
      Ja, lach sie einfach nur noch aus.
      Ansonsten ginge es Dir ja schlecht!
      Die sind so bekloppt…das gibt´s gar nicht.
      Brauchste auch nicht mehr mit Worten, Zitaten oder Argumenten kommen…
      Lachen ist gut. In erster Linie FÜR DICH.

      • Zulu,
        noch schlimmer finde ich, dass die Geimpften irgendwie komisch werden. Ein Nachbar um die Siebzig, ging jeden Tag sehr oft mit seinem Hund spatzieren und kam immer mal in unseren Hof, um ein Schwätzchen zu halten und über die Politik zu schimpfen. Jetzt, 2-fach geimpft, verläßt er nur noch ein Mal am Tag das Haus, läuft bei uns vorbei, als sehe er uns nicht und fängt an überall rumzunörgeln. Seit Neuestem läuft er mit Wanderstock, obwohl er noch sehr gut zu Fuß ist. Ihn stören plötzlich unsere Bäume hinter dem Gartenzaun, er würde sich dauernd den Kopf daran stoßen. Seine Frau, auch durchgeimpft, etwas jünger und fit, spricht auch kaum noch mit uns. Ein anderer Nachbar, auch schon etwas älter, aber noch fit in der Birne, doppelt geimpft, läuft plötzlich in kurzen Hosen und im Unterhemd, in Hausschuhen durch die Gegend. Eine andere Nachbarin, auch geimpft, steht plötzlich dauernd am Straßenrand und schaut ständig nach rechts und links, will aber die Straße gar nicht überqueren. Ein anderes Pärchen, mittleren Alters, immer zu lustigen Sprüchen bereit, zieht sich vollständig zurück. Die komplette Nachbarschaft, die immer zusammen gefeiert hatte, ist total auseinander gefallen. Das macht mir Angst.

        • Ja…das Viele komisch geworden sind ist mir auch schon mehrfach aufgefallen.
          Liegt´s an der Psyche oder an der Spritze? Des kann i net beurteilen.
          Jedenfalls kann Beides nicht gesund sein. Bleib stark, Bunny!

    • Benutze in solchen Fällen doch einfach meinen von mir geforderten Mindestabstand für die „Geimpften“ von 4,90 m zu mir/uns als Ungeimpften („nach neuester Zwangsordnung“) Jeder, jeder von den Geimpften bekommt dann plötzlich ein saumäßiges schlechtes Gewissen, grins. Die fangen dann wirklich an zu grübeln. In meiner Straße gibt es sehr viele linientreue ö.r.TV Blödmämmer. Die glauben es und sprechen dann nur noch über die Straße. Wenn Du dann noch sagst, die möchten doch bitte lauter sprechen, Du siehst zwar an den Mundbewegungen daß die etwas sagen möchten, jedoch verstehen kannst Du/ich die nicht. Dann drehen die am Rad. Angriff ist die beste Verteidigung in der Überraschung, denn keiner von diesen hörigen Knalltüten hat bisher gefragt, wo das steht, die glauben das wenn man denen das sehr selbstsicher und überzeugend sagt.

      • Ja genau! Was wäre, wenn die Ungeimpften überall einen Abstand von den Geimpften verlangen? Wenn wir einen großen Bogen um die machen würden und sagen würden, dass man sich nicht dem Zeug, dass sie gespritzt bekommen haben, anstecken möchte. Aber leider trägt das wiederum zur Spaltung bei, was wir eigentlich verhindern sollten, weil das ja das Ziel ist.

        • Ja, Dein letzter Satz, das ist das Problem. Ich denke, wenn uns diese Knalltüben begegnen, Freundlich lächeln und mit dem Köpfchen nicken. Nur so ist eine Spaltung auf Dauer zu verhindern. Wenn die dann Fragen an uns richten, ich habe es selbst erlebt, daß dann einige (jawohl einige) dann ihre Gesichtswindel unter das Kinn gezogen haben. Dieser Prozeß des Miteinander wie in früheren Zeiten, daß ist jetzt ein langer Prozeß, aber ich meine auch es lohnt sich. Beispiel 2 Punkte beim Einkaufen: Bei REWE geht es an der Kasse etwas lockerer, da meckert keiner wenn man mal mit der Kassiererin oder dem Kassierer plaudert. Wir haben einen schönen kleinen Wochenmarkt, zu Fuß gut erreichbar. Da ist es wohltuend in Ruhe und plaudernd einzukaufen.
          Wir müssen nur aufpassen, es gibt ein klares Ziel vom System in Richtung online einkaufen, daß das ein Reinfall für das System wird ist machbar.
          Kurz, es liegt an uns selber, daß dieses Land nicht noch mehr zum gegenseitigen Mistrauen „erzogen“ wird.

          • Richtig! Wenn wir die Spaltung auch noch bedienen … dann ist bald Schicht im Schacht! Also, Leben und Leben lassen! Das dürfte manche mehr zu schaffen machen, wie wenn wir sie zur Rede stellen oder auf die Barrikaden gingen! 🙂

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