„Linke“ Wortakrobatik

von Jürgen

Wer heutzutage, aufgrund seines Denkens, in den Genuss kommt mit gewissen Zuschreibungen bedacht zu werden, hat mittlerweile einen schweren Stand, sich dessen zu erwehren, bzw., den daraus entstehenden Druck auszuhalten. Man muß schon ziemlich charakterfest oder „abgebrüht“ sein, um das schadlos an sich abprallen lassen zu können. Zumal, wenn das persönliche Umfeld wegbricht, der Arbeitsplatz gefährdet oder eine Familie daran zu Grunde geht.

Als Nazi, Antisemit, Rechter, Rassist oder Faschist beschimpft zu werden, immer und immer wieder, ist allerdings Methode und erfüllt damit seinen Zweck. Inhaltliche Auseinandersetzung wird gezielt unterbunden, da gar nicht erst erwünscht; die Diffamierung setzt den Handhabenden darüber hinaus in den Stand des „Guten“; rechtfertigt sich moralisch also selbst!

Warum also ausgegrenzt, bestimmte Themen und anderes Denken, unterdrückt wird, sei hiermit beschrieben. Die Frage ist, ob die verwendeten „Keulen“ auch lauter sind! Sie in ihrem Wortsinne auch zutreffen und somit gerechtfertigt und zu Recht angewandt werden?

Fangen wir mit den „Rechten“ an. Diese hießen so, weil sie in den Parlamenten, aus Sicht des Rednerpultes, auf der rechten Seite saßen und sitzen. In Frankreich, nach der Revolution die Konservativen, in Weimar die Deutsch-Nationalen und heute im Bundestag eben die AfD. Wie auch die Revolutionären, Sozialisten oder Linken eben immer links sitzen.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum „Rechte“ mit den Nationalsozialisten gleichgesetzt werden, obwohl es der (Sitz-)Tradition so doch gar nicht entspricht? Man bezeichnet heute „links Sitzende“ doch auch nicht als nationalkonservativ?! Dient diese Umbenennung der reinen Verwirrung oder soll hier nur eine gesinnungsmäßige Gleichheit hergestellt werden? Die Bösen, egal wo verortet, müssen und können nur Nazis sein!

Wer angeblich die Demokratie abschaffen will, hat nichts anderes verdient! Die Partei der „Mitte“ (Da war die CDU einmal!) verweigert sich allerdings jeglichen parlamentarischen Gepflogenheiten; stürzt regulär gewählte Ministerpräsidenten und verweigert sich darüber hinaus der Zusammenarbeit mit von ca. 25% der Wahlberechtigten(!) beauftragten Parteien! Wer da was abschafft oder auch nicht, sollte doch offenkundig sein?

Und, wer als Nazi festgestellt, der muß ja auch Antisemit sein! Logisch oder? Davon abgesehen, daß nicht nur Juden Semiten sind (obwohl sie es allein auf sich beziehen), sondern auch nicht wenige arabische Völker in dieser Gegend so bezeichnet werden; die AfD sich durchaus zu Israel bekennt, wie auch Aufläufe wie Pegida ihre „Demonstrationen“ mit Israelischen Flaggen untermalen; kennt man keine einzige parlamentarische Aussage, die heute auch nur einen Hauch von „Endlösung“ anstreben würde. Es sei denn, das Eintreten für Palästinenser käme dem gleich …





Wer sich Sorgen wegen einer überbordenden Immigration macht und dieses auch noch artikuliert, dem wird erst mal Fremdenfeindlichkeit unterstellt. Spezifiziert wird dies mit dem Ausdruck Rassismus. Weil, wer lieber unter sich bleiben möchte, warum auch immer, der muß ja hassen! Hier wird einfach unterstellt, daß wer für sich ist, gegen andere sei! Dies alles im Lichte dessen, daß Wissenschaft und Politik sich eigentlich schon lange von „Rassenlehre“ verabschiedet haben! Heißt das verkündete Credo doch, „Alle Menschen seien unterschiedslos gleich!“? Wie kann man da noch auf diesen offensichtlich veralteten Kampfbegriff zurückgreifen, wo es doch nicht einmal mehr sich unterscheidende Rassen gäbe?

Wo die Linken die Multikulturalität doch so sehr lieben, streben sie doch an, möglichst viel Unterschiedliches, sei es im Glauben oder der gelebten Kultur, auf engstem Raum zusammen zu pferchen! Die Erfahrung aber zeigt, daß die Unterschiedlichen dazu neigen, nebeneinander her zu leben; oder ist da doch die Hoffnung, es möge sich vermischen? Ja wo ist denn da die Logik oder auch ein eventueller Vorteil? Der Deutsche aber, der von vornherein darauf setzt, ein jeder möge in seinem Kulturkreis glücklich werden, unterstützt nicht er allein die Chance auf wahre und auch bleibende Vielfalt?

Kommen wir also zu den Fascis, den Faschisten. Das Symbol dafür ist das Rutenbündel, in dem sich die einzelnen Bestandteile gleich ausgerichtet gebündelt wiederfinden (Tieferes Wissen dazu gibt es, bei Bedarf, im Netz). Was wohl auf eine auf gemeinsame Ausrichtung, wenn nicht gar Gleichschaltung aller Beteiligten wie auch des Denkens, der Gesinnung, hindeuten soll.

Nun, wenn mehr oder weniger Viele das gleiche denken, was macht dieses faschistisch? Woran erkennen? Weil es Deutsche sind? Weil es nationalistisch ist? Weil es versucht zu bewahren? Und in der Ausprägung, wo zeigt sich hier eine gebündelte Ausrichtung? Es sind doch die unterschiedlichsten sozialen Klassen, um diesen Textbaustein trefflich einzubauen, die solches anstreben. Der Studierte und der Hartz´ler verbünden sich! Der Beamte mit den abhängig Beschäftigten! Das sollte doch zumindest die Altlinken freuen? Oder geht das dann nicht, weil es ja Rechte sind und dann doch keinesfalls Sozialisten sein können?

Oder ist es wieder einmal nur die Unterstellung, es sei gegen andere gerichtet? Schließlich ist der Faschismus ja, hilfsweise, auch gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtet! Den Parlamentarismus, den Rechtsstaat, die Glaubensfreiheit, usw. und so fort!

Nur, wer genauer hinguckt, wo findet denn der Faschismus wirklich statt? Wo bleibt denn die Meinungsfreiheit, wenn, im Namen des Volkes, immer mehr Gesetze zur Überwachung derselben installiert werden? Wovon lebt denn die Parteiendemokratie noch, die andere ebenso gewählte Vertreter, vom parlamentarischen System ausgrenzt? Die politische Entscheidungen, die alle betreffen, als „alternativlos“ bezeichnet? Die Berichterstattung zwangsfinanziert, aber alle wissen nur das Gleiche zu sagen? …

In einem „demokratischen System“, welches Andersdenkende mit all den behandelten Attributen bedenkt, wer ist denn da, der wahre Faschist? In aller Ausgerichtet- und Gleichförmigkeit? Wer ist denn da, der wahre und einzige Hetzer? Erkennt man die unterschiedlichsten Vögel nicht an den Federn? Und nicht nur das! Gewisse „linke“ Vögel erkennt man auch an ihrem Gesang! Sie klingen, unterschiedslos schrill und gleich!

Euer Jürgen

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6 Kommentare

  1. Die Unterdrückung der Patrioten ist in jede Faser dieses Staates eingebaut, weswegen er auch untergehen muß;  denn ohne Patrioten ist ein Staat nicht denkbar.  

    Wer als Deutscher sein Wesen in einem Unternehmen zu erkennen geben will, etwa im Hinblick auf seine historische Meinung, kann sehr leicht von einem bösartigen Linksradikalen diffamiert, schikaniert und eventuell rausgeworfen werden.  Wer gegen Masseneinwanderung ist, ist schon fremdenfeindlich!!!

    https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__80.html

    (1) Der Betriebsrat hat folgende allgemeine Aufgaben:

    7. die Integration ausländischer Arbeitnehmer im Betrieb und das Verständnis zwischen ihnen und den deutschen Arbeitnehmern zu fördern, sowie Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Betrieb zu beantragen;

    https://www.dgbrechtsschutz.de/recht/arbeitsrecht/betriebsraete-und-personalraete/themen/beitrag/ansicht/betriebsraete-und-personalraete/auslaenderfeindlichkeit-handlungsmoeglichkeiten-des-betriebsrats/details/anzeige/

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