Leseprobe aus: Die Bombenfunktion Zinseszins

„Deutschland geht es gut“ (Angela Merkel). „Ihre Spareinlagen sind sicher“ (Angela Merkel und Peer Steinbrück; 2008). Die überwiegende Mehrheit der Deutschen glaubt tatsächlich diesen Unfug. Die implizite und explizite Staatsverschuldung Deutschland liegt bereits bei rund 10 Billionen Euro. Eine unvorstellbare Zahl:

10.000.000.000.000

Darin sind noch nicht einmal die Bürgschaften für den ESM … usw. enthalten. Dieser gewaltige Schuldenberg wird NIEMALS, weder mit hoher Inflation, noch mit einer Schuldenbremse(?), abgetragen. Die Quittung wird uns in naher Zukunft serviert. Wie ein möglichen Szenario dann aussehen könnte, beschreiben die Autoren Peter Arnold/Wolfgang Arnold in ihrem Buch, Die Bombenfunktion Zinseszins. Hier mit freundlicher Genehmigung der Autoren eine Leseprobe daraus.

Was ist aber mit den exponentiell rasch anwachsenden Staatsschulden fast aller Nationen dieser Erde? Verfolgen Sie doch nur, wie die USA ihre Schuldengrenze immer wieder anheben müssen, um nicht gesetzlich den offiziellen Bankrott des Landes ausrufen zu müssen. Dieses Ritual wiederholt sich immer schneller und wird von der Öffentlichkeit bereits kaum mehr wahrgenommen. Es bleibt ja offenkundig ohne Auswirkungen, ist nur eine lästige Formalie. Wann beginnen die Steuerzahler und Sparer aber zu begreifen, daß die Staatsschulden das exakte Spiegelbild des Geldreichtums und damit auch Ihrer Sparguthaben sind. Dabei soll sich keiner der Habenichtse damit trösten, daß er davon nicht betroffen sei, da er ohnehin nur Schulden und nichts auf dem Sparbuch habe. Er vergißt dabei, daß auch auf seiner Habenseite enorme Guthaben stehen, die ihm in der Regel nur nicht bewußt sind. Ein solches Guthaben ist beispielsweise seine zukünftige Rente, sein guter und sicherer Job als Beamter, die monatliche Gehaltszahlung seines Betriebs. Seinen Job und seine Anstellung wird er dann verlieren – da helfen auch kein Beamtenbund und keine evtl. heute noch geltende Jobgarantie mehr –, wenn zum Beispiel der Staat einfach nicht mehr in der Lage ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Es ist aber auch die Existenz des erfolgreichen Handwerksmeisters, die auf dem Spiel steht, wenn bisher gutsituierte Kunden ihre Sparguthaben weitgehend verloren haben und nicht mehr in der Lage sind, ihre Rechnungen zu begleichen. Ganz zu schweigen davon, daß für neue Aufträge kein Geld mehr da ist.

Und wenn Sie Immobilienbesitzer sind, müssen Sie damit rechnen, daß Ihre Mieter die Miete nicht mehr bezahlen können. Gleichzeitig aber werden der Staat und die Banken die ausstehenden Forderungen – auch für Forderungen an Ihre Mieter wie Heizung, Wasser, Müllabfuhr und Strom müssen Sie am Ende wahrscheinlich noch geradestehen – unbarmherzig eintreiben. Dabei werden diese Institutionen auch zum Mittel der Zwangsversteigerung greifen und mit Hilfe der juristischen Möglichkeiten – die weit über Ihren Möglichkeiten als „kleiner Bürger“ liegen, und die ggf. auch gesetzlich rasch geändert und „legalisiert“ werden – die Zwangsversteigerung Ihres Hauses betreiben, um für sich noch zu retten, was zu retten ist. Und glauben Sie in einer solchen Situation nicht, daß Sie für Ihr Haus dann noch jemand finden werden, der Ihnen einen aus Ihrer Sicht angemessenen Preis dafür bezahlen wird. Hoffen Sie in diesem Fall auch nicht darauf, daß der Staat Ihnen mit Sozialhilfe unter die Arme greifen wird (oder kann), die gerade vielleicht ihr nacktes Leben und das ihrer Familie sichern wird. Wenn Sie dann noch alt, krank und über keine in einer solchen Situation gefragten Fähigkeiten verfügen:

„… Gute Nacht, Deutschland …“

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