Lehr- oder Leerkörper?

Beitrag von Jürgen

Wo steht die Schule und die, die sie verkörpern? Das ist sicherlich das Thema, zu dem wirklich jeder etwas sagen kann! 😉 Und, so wie es aussieht, steht und fällt dieses Thema mit den Lehrern, die ein jeder von uns genossen hat!

Nicht daß die Sekretärin oder der Hausmeister weniger unwichtig gewesen wären; vor allem wenn der Schüler etwas vermißt oder Meldung zu machen hatte; aber, der Lehrkörper ist doch das, was des Schülers Leben am meisten bestimmt. Und das nicht nur temporär …

Somit gilt nun unsere Aufmerksamkeit dieser Spezies, die gerne auch mal untereinander heiratet (es gab schon Bestrebungen, das Lehrerklo zuzumauern) oder sich, aus lauter Liebe zu den Schutzbefohlenen, zur Altledigkeit entscheidet. Und es gibt sicherlich auch den Lehrenden, der durchaus geerdet auftritt; dessen unbeteiligter Ehepartner ihn aus seinem Alltag herausreißt und ihn somit erkennen läßt, daß das Leben auch andere Betrachtungen zuläßt …

Politisch betrachtet, da Ländersache, ist zumindest das allgemeinbildende Schulwesen, ständig parteipolitischen Mehrheitsverhältnissen unterworfen. Nun, was soll dabei herauskommen, wenn nicht aus einer Hand, einer Gesinnung? Wo vorher ein dreigliedriges Schulsystem (Ba-Wü), daß sich durch eine transparente Durchlässigkeit auszeichnete (nach oben, wie nach unten), als Nonplusultra erschien, haben wir jetzt ein Angebot an Gemeinschafts- und Gesamtschulen.

Haupt- und Werkrealschulen wurden dafür abgeschafft.; im Gegenzug darf dafür an jeder Schule inkludiert werden. Will heißen, ohne Rücksicht auf Verluste, sollen alle, inklusive der Gehandicapten, so heißt das heute, miteinander unterrichtet werden. Nicht zu vergessen die immer zahlreicher werdenden, die nicht mal der Deutschen Sprache mächtig sind.

Darüber hinaus, fallen an Realschulen in der fünften und sechsten Klasse keine Schüler mehr durch. Sie dürfen dann in der neunten mit Hauptschulabschluß abgehen … Hä? Sehr vermutlich beruht dieses Vorgehen darauf, daß nicht nur alle Menschen gleich seien, sondern auch der gemeine „Schööler“! Die Feuerzangenbowle läßt grüßen!

Was dann dazu führt, daß vermehrt SozPäds eingestellt werden, um die dadurch entstandenen Ungleichgewichte wieder auf ein erträgliches Maß zurückzubringen. Und bald sitzt dann in jeder Klasse noch mindestens ein Schulbegleiter, damit die schwierigen Fälle auch noch mit durchgebracht werden können …

Da, wo früher ähnlich Leistungsfähige und auch -willige unter sich waren, war sicherlich auch nicht jeden Tag Friede, Freude und Eierkuchen. Es gab aber auch kein Herabblicken und mit Sicherheit auch weniger das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit! Keine Überlegenheit und auch keine Verzweiflung darüber, es nicht so gut zu können! Ist aber auch egal, weil, der Lehrer und seine Heerscharen an Unterstützern kompensieren das ja!

Und, da kommen dann auch wieder die Sekretärin und der Hausmeister in´s Spiel! Sie, eher etwas mütterlich emotional; Er, eher etwas handfest, was Körperhaltung und Ausdruck angehen. Was dann, schon wieder zu fundamentalen Konflikten mit der sozialpädagogischen Fraktion führt! Weil, die kennt ja nichts Grundlegendes, geschweige denn eine Hausordnung!

Wobei, die Jüngeren dieser Erscheinungsform sind, in dieser Hinsicht, dann erstaunlicherweise, doch etwas zugänglicher! Warum, hat sich mir noch nicht wirklich erschlossen. Vermutlich einfach nur deshalb, weil sie eigene Kinder haben oder die eigene Kindheit noch nahe genug erscheint?





Wie auch immer, der natürliche Feind des Schülers, ist und bleibt der Lehrer! Und wenn man sich das bisher Ausgeführte betrachtet, ist er eine „arme Sau“! Nicht nur unter dem politischen Aspekt, sondern auch deshalb, weil er sich oftmals verdammt sieht, das, was Eltern nicht zu leisten imstande sind, er soll es auf die Reihe bekommen! Was dann viel Zeit frisst und der eigentlich angestrebten Tätigkeit zuwider läuft! Von nutzlosen Elterngesprächen und Klassenkonferenzen mal ganz abgesehen!

Auf der anderen Seite ist es natürlich schon so, daß das „Erlebnis Schule“ auch von den Unterrichtenden selbst maßgeblich bestimmt wird! Ein jeder hatte einen Lieblingslehrer und kannte auch solche, die man sich, na ja, zumindest auf den Mond gewünscht hätte, freilich ohne Rückflugschein! 😉

Wie kommt´s? Sind Lehrer nicht auch nur Menschen? Oder könnte es sein, die einen können es halt, die anderen eben nicht?

Zu Lehren ist ein hartes Brot! Jeder, der Kinder aufgezogen hat, kann ein Lied davon singen. Um so mehr, wenn er dann auf einmal bis zu 30 Kinder vor sich hat! Und um so schwieriger, wenn das Interesse der zu Unterrichtenden gegen Null schwindet … Schule, was ist das? Ich hab´ doch google und wikipedia! Die wissen doch alles, jederzeit abrufbar!

Wer versagt hier? Die Eltern, die Politik, die Lehrer? Allesamt miteinander? Welchen Auftrag hat „Schule“ eigentlich? Wer ist heute noch im Stande, was zu leisten? Dem Lieblingslehrer, neben vielleicht persönlicher „Attraktivität“, war es möglich Interesse, Begeisterung zu wecken, seine Eleven mitzunehmen auf eine muntere Reise des Wissens und der Erkenntnis.

Leider gibt es davon viel zu wenige, zumindest sind sie, überproportional, unterrepräsentiert gegenüber dem gesamten Kollegium! Wie kommt es dazu? Können oder wollen sie nicht (mehr)? Liegt es an den Lehrenden oder liegt es auch an den zu vermittelnden Inhalten? Mal abgesehen von der Methodik, wie zu vermitteln sei?

Gesichertes Wissen zu verbreiten, ist keine Kunst; es gleicht eher einem routinierten Ablauf. Keiner denkt sich was dabei. Es geschieht dann eben „mehr oder weniger witzig“ … Damit hat nur der ein Problem, dem es möglich ist, über seinen Horizont hinaus zu sehen! Unabhängig davon, in welchem Verhältnis er zu seinem Arbeitgeber steht! Was sich nichts schenkt!

Was schert es den verbeamteten Lehrer, was er wie vermittelt? Solange er den vorgegebenen Inhalten nachkommt, ist die Pension „sischer“! Frei nach Norbert Blüm. Den Angestellten tun sich dagegen andere Abgründe auf! Unbezahlte „Ferien“ und, wo und ob sie danach unterrichten können, steht in den Sternen!

Sinn und Zweck dieser Übung sei, Kosten zu sparen, zugunsten des Steuerzahlers. Oder geht es um etwas ganz anderes? Wenn man von dem chronisch pleiten Berlin einmal absieht, riecht es doch förmlich nach Gängelband! Wer nicht linientreu ist und bleibt, fliegt!

Das führt dann dazu, daß der vorgegebene Lehrstoff auch nicht hinterfragt wird. Der Radikalenerlass von 1972 spricht Bände! Und während er sich damals hauptsächlich gegen „Linke“ richtete, werden heute verfassungsmäßig Unbotmäßige mit dem Kampf gegen „Rechts“ und „Antisemitismus“ aus dem Rennen genommen. Der „Volkslehrer“ und ein Herr Höcke lassen grüßen!

Summa summarum, ich wollte nicht mit ihnen tauschen! Nicht nur, weil sie zwischen allen Fronten stehen, sondern auch deshalb, weil dieser „Traumberuf“ zwar didaktisch durchaus der persönlichen Veranlagung Genüge tun kann, er aber dem politischen Menschen überhaupt keine Freiheiten läßt!

So, jetzt dürft ihr loslegen!

Euer Jürgen

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Lehr- oder Leerkörper?
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9 Kommentare

  1. 10.04.2019
    Die ganzen Schul- und Ehegesetze wurden in den letzten Jahrzehnten von Grund auf geändert.  Ich vermute, daß eine "Denkfabrik" (Think tank) diese Änderungen verfaßt hat und die Parlamente des "Westens" dies gehorsamst umsetzen mußten.  

    Vor Jahren habe ich in Paris erlebt wie Hunderttausende gegen die Adoption von Kindern durch Homosexuelle demonstriert haben.  Alles vergeblich, Holland hat es doch gemacht.  Jetzt habe ich vor der Finca de Galatzo (Mallorca) wieder ein Plakat gesehen, das für Inklusion in der Schule wirbt.  

    Und die Ehegesetze, die es den Frauen gestattet, untreu zu sein und doch anschließend von den Männern Unterhalt einzufordern, ist doch für die Frauen eine feine Sache, die sie nimmermehr freiwillig aufgeben werden!  In dieser Sache wird sich noch die verständigste  zur Emanze mausern und den Willen der NWO, die Geschlechter gegeneinander aufzuhetzen, nachkommen.

    Unsere Schulen wurden kaputt gemacht, vor allen Dingen dürfen die Kinder nie historische Wahrheiten erfahren.  (Gestern wieder in Frontal 21:  "Hitler-Deutschland ist über Frankreich hergefallen", das uns allerdings zuvor den Krieg erklärt hatte!) Ob ein Land, das sich nur naturwissenschaftlich-technisch entwicklen darf, um besser ausgebeutet werden zu können, überlebensfähig ist, bleibt dahin gestellt.  Jedenfalls ist die Fehleinstellung inzwischen bei uns fest verankert und wird auch durch einen Regierungswechsel nicht mehr zu ändern sein.  Insoweit haben die Macher nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftspolitisch vorgesorgt!

    Ich sehe hinter allen diesen Hintergrundaktivitäten zionistische Politik, die spätestens seit 1945 sehr erfolgreich war, nicht nur in Israel, sondern auch weltweit.

  2. "Oder könnte es sein, die einen können es halt, die anderen eben nicht?"

    Lieber Jürgen, das denke ich sehr wohl. Ich war auf 4 verschiedenen Schulen und hatte dementsprechend verschiedene Lehrer. Mein Bruder ist auch Lehrer, für Sport und Englisch.
    Diejenigen, die ich damals als Lausbub gespektiert habe, waren die, mit viel Kreativität. Alle anderen habe ich als autoritäre Spinner abgetan. Du müßtest mal mein Zeugnis sehen…eine Katastrophe.
    Liegt aber nicht unbedingt an mir oder meiner Intelligenz. Hab mich nur gern mit Jedem angelegt. 🙂
    Es erscheint jedenfalls ein gut sichtbares Schema in Zahlenform.

    Hab den Schulgarten & Schulteich (in Freizeit) erschaffen, in Sport und Kunst ne 1. Da waren 3-4 wirklich klasse Lehrer dabei, die uns unterstützt haben. Den Rest konnte man vergessen. Dass der hippe Physik-Lehrer sogar die jungen Mädchen in seinem Cabrio nach Hause fährt…da weiß ich nur von Einzelheiten. So einer Dreckssau trau ich doch im Unterricht nicht mehr über den Weg!!

    Die Eltern wissen doch gar nicht, auf was für kaputte Menschen ihre Kinder dort teilweise losgelassen werden. Das fängt heute kurz nach der Geburt an. Weg das Ding…ab an den Pädo-Gärtner. Jeder kann heute Lehrer oder Erzieher werden. Quereinsteigen? Kein Problem…

    • Ich habe heute irgendwo gelesen, dass wir so viele Studenten ohne Abitur wie nie haben. Angeblich könnte man auch ohne Abi Medizin studieren. Ob das stimmt, weiß ich leider nicht. Man muß mit Infos allerdings heute vorsichtig sein, weil sie versuchen uns jeden Mist zu verkaufen.

      •  Man kann durchaus ohne Abi studieren. Eine Meisterprüfung oder langjährige Berufserfahrung ermöglichen dies. Alternativ eine wie auch immer erworbene Fachhochschulreife.

         Ob das speziell auf Medizin zutrifft, weiß ich nicht. Es gibt allerdings Quoten für die, die den numerus clausus nicht erreichen, aber als begabt erscheinen.

    • Ach ja gut,

       ich kannte auch mal einen Rektor, der hat, als vormaliger Lehrer, eine ehemalige Schülerin geheiratet. Zig Kinder und das hält heute noch.

       Es gibt und gab allerdings schon auch immer Schlamper, die der unangemessenen Fleischeslust frönten. Auch da kannte ich einen, aus eigener Schulzeit …

      Andererseits, warum sollten Lehrer, menschlich betrachtet, anders sein, wie der Rest der Republik? Kommen da idealisierte Vorstellungen zum Tragen, die immer noch in den Köpfen sschlummern?

      • Mag schon sein. Weiß ich nicht, Jürgen, da war ich schon weg. Er hat nachher eine aus dem 11. Jahrgang geheiratet. Dafür wurde er schließlich (als schulbekannter Stelzbock) auch gefeuert. Der hat auch meine Ex-Freundin angegraben, und damit waren wir auf Kriegsfuß. Dann hat er mich kumpelhaft nach was zu Rauchen gefragt, ahaha! Der war völlig kirre…mit Strohhut auf, komischen T-Shirts und so. Eben KEIN LEHRER!

      • Mahlzeit die Damen und Herren!
         
        "  ich kannte auch mal einen Rektor, der hat, als vormaliger Lehrer, eine ehemalige Schülerin geheiratet. Zig Kinder und das hält heute noch. "
        Jürgen, das erinnert mich doch schwer an das bedauernswerte Häufchen Elend namens "Marcon". Der hatte seine spätere Partnerin doch auch im zarten Alter von 15 Jahren in der Schulklasse kennengelernt….nur war es eben die Lehrerin.
         
        Das wollt ich in dem Zusammenhang mal mit ins Feld schmeißen 🙂
         
        Freundlichst grüßt der Harzer

  3. Für mich waren Lehrer früher noch Lehrer. Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir in der Schule politisch irgendwie indoktriniert wurden. Selbst als mein Sohn noch in der Schule war, konnte ich nichts derartiges feststellen, zumindest an dem Lehrstoff bei den Hausaufgaben. Nix Klimawandel, nix Islam, nix parteipolitisches Linksgeschwafel, nix Gendergaga, nix Frühsexualisierung.  Das alles nimmt erst in den letzten Jahren so fahrt auf. Bei den heutigen Lehrern bin ich mir nicht sicher, ob sie so aus Überzeugung handeln, oder ob sie aus Eigenschutz mitspielen. Das Gleiche könnten wir auch die Polizisten fragen. Ich bin heilfroh, dass mein Sohn unbeschadet erwachsen geworden ist und ich keine kleinen Kinder mehr habe.

    • Bei mir gings schon los: Rechtschreibreform. Das, Daß oder Dass? Zulu: "S S!" Das sagt man nicht, viel zu politisch. HÄH? Wir sagen Doppel-S. Das war mir schon wieder viel zu blöde und ich schreibe immer noch mit ß. Leck doch Arsch. Außerdem darf man seit dem ja eh schreiben wie man will.
      So ein Quatsch.

      Haustürschlüsselbundanhängerring, oder Haustür-Schlüsselbund-Anhänger-Ring? Völlig egal.
      Wie heißt es denn nun richtig? Es gibt kein RICHTIG mehr?
      Wurde damals bereits ein Angriff selbst auf unsere Sprache gestartet? Denke schon.
      Doppelkonusvollmantelschneckenzentrifuge…da kommen die Schöpfer wohl alle raus.
      Hirngewaschen.

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