Lasst uns in Frieden!

Lasst uns in Frieden!

von Eric Bonse (Lost in EUrope)

Der Friedensnobelpreis geht an… die Europäer. So präsentiert die EU-Kommission auf ihrer Website die vermeintlich wichtigste Nachricht des Tages. Doch wer alte und neue Medien liest, wird schnell feststellen, dass die Auszeichnung kaum jemand interessiert. “Lasst uns in Frieden” denken offenbar die meisten Bürger. Erstaunlich ist dies nicht, denn die EU ist in denkbar schlechter Verfassung.

Es ist ein echtes Dreamteam, das heute in Oslo den Friedensnobelpreis entgegennimmt. Kommissionschef Barroso, der Mann, der weder Finanz- noch Eurokrise kommen sah. Ratspräsident Van Rompuy, der Mann, der die Eurobonds wegzauberte und auch sonst jede Vision für Europa vermissen lässt. Parlamentspräsident Schulz, der Mann, der Berlusconi ans Bein pinkelte und seither seinen Platz an der Sonne sucht.

Drei Männer, keine Frau, ein Wort: “Die EU wird auch aus dieser Krise gestärkt hervorgehen”. Diesen Plastiksatz aus der Brüsseler PR-Maschine durfte Herman der Dichter passend zur Preisverleihung aufsagen. Glauben wird ihn so gut wie niemand außerhalb des Raumschiffs Brüssel. Denn unter der Ägide dieser Chefs, die (bis auf Schulz) von Kanzlerin Merkel handverlesen wurden, ist alles nur schlechter geworden.

  • Wettbewerb. Statt als wettbewerbsfähigster Wirtschaftsraum der Welt, wie 2000 in Lissabon beschlossen, steht Europa heute als größtes Risiko für die Weltwirtschaft da. Viele Länder sind vom Finanzmarkt abgeschnitten und müssen künstlich beatmet werden.

  • Jobs and Growth. Barroso redet Tag und Nacht davon, doch leider war die Arbeitslosigkeit nie höher als heute – auch in seinem eigenen Land, Portugal. Die Wachstumsausssichten werden ständig nach unten revidiert; wahrscheinlich wird 2013 im Zeichen der Rezession stehen.

  • Binnenmarkt. Der größte Binnenmarkt der Welt zerfällt zusehends. Vor allem im Finanz- und Bankenmarkt nimmt die Renationalisierung beängstigende Ausmaße an. Die Banken finanzieren fast nur noch Unternehmen ihrer Herkunftsländer, grenzüberschreitende Geschäfte werden zur Ausnahme.

  • Demokratie. Sie wird sicher auch heute wieder beschworen, doch in der Praxis ist sie längst abgeschafft. Nur noch Krisengewinner wie Deutschland dürfen sich noch halbwegs freie Wahlen und Parlamentsabstimmungen leisten. Die anderen müssen spuren – gerade heute wurde Italien zur Ordnung gerufen.

  • Politische Union. Weiter entfernt denn je. Die EU ist längst in drei Klassen zerfallen – die Gewinner der Eurokrise, die Verlierer der Eurokrise und die Länder ohne Euro. Der deutsch-französische Motor ist ausgefallen, Ersatz ist nicht in Sicht.

Gibt es auch Lichtblicke? Selbst das Nobelpreiskomitee scheint daran zu zweifeln. Es verweist auf “schwere wirtschaftliche Probleme” und “soziale Unruhe” in Europa – und versteht die Auszeichnung offenbar als Mahnung an Brüssel, den sozialen Frieden zu wahren (siehe auch “Friede war gestern”). Ähnlich äußerte isch auch der Leiter des Nobelkomitees, T. Jagland. Der Preis sei eine “Mahnung zu Solidarität”.

Ich bin mal gespannt, ob die Preisträger diesen Hinweis aufgreifen und sich zu Solidarität bekennen.Ansonsten kann man wirklich nur sagen: lasst uns endlich in Frieden!

Quelle: Lost in EUrope

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Der diesjährige Friedensnobelpreis an die EU wurde in den Systemmedien wieder so richtig schön und ehrenwert gefeiert. Das muss auch so sein, denn die EU, insbesondere ihre Bürokratten in Brüssel, haben alles unternommen, damit in Europa Frieden herrscht. Und deshalb mussten auch die Hauptverantwortlichen, die für den Frieden in Europa gesorgt haben, diesen Preis entgegen nehmen.

Nur muss man sich fragen, ob das Nobelkomitee bei der Vergabe des Preises auch an die Griechen, Spaniern, Portugiesen  … gedacht haben? Dort herrscht nämlich alles andere als Frieden – aber das scheint die Damen und Herren in Oslo weniger zu interessieren. Hauptsache die Eurokratten konnten mal wieder auf einer großen Weltbühne ein weiteres Mal ihre Lügen verbreiten, die ja nicht oft genug wiederholt werden können.

Ehrlich gesagt ist es eine Schande, wie der Gedanke von Alfred Nobel missbraucht wird – und das nicht zum ersten Mal. Schon öfters wurde der Friedensnobelpreis nicht vergeben. Musste dieser Preis in diesem Jahr unbedingt vergeben werden, wie z.B. 1973 [Henry Kissinger und Le Duc Tho (der ihn ablehnte)] oder 2009 (Barack Obama)? Lassen wir uns überraschen, wer oder was im nächsten Jahr den Friedensnobelpreis erhält.

Wenn es nach den Prinzipien des Nobelkomitees geht, wäre die NATO endlich mal an der Reihe. Immerhin hat diese VerbrecherOrganisation für sehr viel Frieden (Kosovo, Libyen …) auf diesem Planeten gesorgt.

Und in diesem Kontext soll hier ein weiteres krankes Gehirn erwähnt werden.

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Reding: Vereinigte Staaten von Europa sind “richtige Vision”

 

Brüssel (dts) – Anlässlich der Friedensnobelpreisverleihung an Europa fordert EU-Kommissionsvizepräsidentin Viviane Reding mehr Macht für Brüssel. “Ich halte die Vereinigten Staaten von Europa für die richtige Vision, um die aktuelle Krise, vor allem aber die architektonischen Defizite des Maastrichter Vertrags – eine Währungsunion ohne parallele Politische Union – mittelfristig zu überwinden”, sagte sie der “Rheinischen Post”. “Das heißt auch, dass die Europäische Kommission gerade im Bereich der Wirtschaftspolitik zu einer europäischen Regierung werden muss, die vom Europäischen Parlament umfassend parlamentarisch kontrolliert wird.”

Die Luxemburgerin mahnt, dass die nötige Integration auch gegen den Widerstand Londons durchgezogen werden müsse. “Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Eurostaaten bis 2020 – dann unter Einschluss der baltischen Staaten und Polens – gemeinsam Vereinigte Staaten von Europa begründen werden, während Großbritannien in einem loseren Verbund auch weiterhin an der wirtschaftlichen Integration teilnehmen wird.” Die Justizkommissarin hält Kritik an der Auszeichnung der EU mit dem Preis für ungerechtfertigt.

“Der Friedensnobelpreis geht aus meiner Sicht gerade zur rechten Zeit an die Europäische Union. Es ist gut, dass wir Europäer von Oslo aus daran erinnert werden, dass die Europäische Union immer zuallererst ein wertegeprägtes Friedensprojekt gewesen ist und dies weiterhin bleiben muss.” 

Quelle: neopresse

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Wann erkennen die Menschen in Europa endlich, dass die EU in Brüssel die größte Irrenanstalt installiert hat. Dort werden Gestalten entsorgt, die wir nicht brauchen. Das Problem ist leider, dass diese unnützen Gestalten die Menschen in Europa ruinieren und versklaven.

Bislang haben leider nur die Griechen, Spanier und Portugiesen dies erkannt und gehen auf die Strasse. Weitere Proteste in den anderen Ländern der EU werden folgen, aber leider wie immer – zu spät!

 


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