Krieg in der Ukraine – Schwarze Tage Europas

Russland hat am 24. Februar die Ukraine angegriffen. Es ist der Versuch Wladimir Putins, die russischen Sicherheitsinteressen mit militärischer Gewalt und unter Bruch des Völkerrechts durchzusetzen. Der Westen trägt durch jahrzehntelange Expansionspolitik und Arroganz eine Mitverantwortung für die jetzige Eskalation. Gewinner sind nun die Scharfmacher auf allen Seiten. Der Krieg wird nicht nur zum Tod vieler Zivilisten, sondern auch in eine neue Rüstungsspirale führen. Ein Kommentar der Multipolar-Herausgeber

REDAKTION

Als der damals im Westen so gut wie unbekannte Wladimir Putin im August 1999 zum russischen Ministerpräsidenten ernannt und im Mai des Folgejahres zum Präsidenten seines Landes gewählt wurde, waren die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland noch weitgehend ungetrübt. Sie waren es, obwohl gerade zur damaligen Zeit Ereignisse stattfanden und Entwicklungen ihren Anfang nahmen, die in der Folgezeit für Irritationen und Spannungen und schließlich für eine dauerhafte Belastung der Beziehungen sorgen sollten.

Neben der 78-Tage-Bombardierung des mit Russland traditionell eng verbundenen Serbien war es vor allem der Beginn der NATO-Osterweiterung, die von der US-Regierung mit ihrem Präsidenten Bill Clinton in dessen zweiter Amtszeit ohne Not…

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Krieg in der Ukraine – Schwarze Tage Europas
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2 Kommentare

  1. Putin hat das Völkerrecht nicht gebrochen.
    Außerdem hat die Ukraine ihre Grenzen seit 1991 nicht definiert. Wie will sie also der EU beitreten?

  2. Wenn wir diesen Besinnungsaufsatz in Ruhe auf uns wirken lassen, so nimmt man zwei Erkenntnisse mit:

    a) Der anglo-zionistische Westen hat in den letzten 30 Jahren immer mehr versucht Rußland einzuschnüren, indem er die Zusage brach, die Nato nicht nach Osten auszuweiten.

    b) Ferner hat er Raketen in den ehemaligen sowjetischen Satelliten aufgestellt, die Rußland bedrohen, wobei er verlogenerweise behauptet, sie seinen gegen den Iran gerichtet.

    „Die UN-Charta verbietet es, andere Staaten anzugreifen.“ Das wage ich zu bezweifeln. Wenn mein Nachbar mit Geld gekauft wurde – Victoria Nuland in 2014 5 Milliarden Dollar – und für einen mächtigen Gegner (USA) als Waffenbasis zur Verfügung steht, die im wesentlichen nur gegen mich gerichtet sein kann, dann hat man ein Notwehrrecht. Wie sagte Bethmann Hollweg über die Intrigen Englands: „Not kennt kein Gebot.“ Dann gilt eben das, was früher immer auf den Kanonen stand: ultima ratio regorum.

    Das Verhalten Rußlands hat der ango-zionistische Westen sich selbst zuzuschreiben, weil er entgegen der Versprechen Rußland immer mehr einschnürte, aber auch mit einer lächerlichen Lüge bedroht, seine Raketen seien nur gegen den Iran gerichtet. Wie dumm muß man denn die Gegeseite halten, um das überhaupt auszusprechen?

    Für uns ist jedenfalls folgendes wichtig. Der anglo-zionistische Westen hat seine Zusage a) gebrochen und b) in unglaublicher Weise gelogen, weil er die Gegenseite für Vollidioten hält. Woher wissen wir das? Nur aus eigener Erkenntnis; denn weder der öffentlich-rechtliche Rundfunk, noch die ganze Blätterwelt von links nach rechts, noch die Parteien, Gewerkschaften, noch der Bundesbankpräsident oder Kirchen haben dieses für uns lebenswichtige Problem Rußlands im mindesten thematisiert, und zwar weltweit!

    Ist es nicht genauso wie mit dem sog. menschengemachten Klimawandel oder den Corona-Impfungen, daß man nur auf die eigene Erkenntnis angewiesen ist, denn seit mehr als zwei Jahren herrscht bei uns ein unerbittliches Corona-Regime, das genauso verlogen ist wie die Behauptung, die Raketen in Rumänien und Bulgarien seien gegen den Iran gerichtet? Wir haben es also mit einer weltweiten mächtigen Verschwörung zu tun, an der sämtlichen Massenmedien weltweit beteiligt sind.

    Bei der Ukraine-Krise ging es darum, an die Rohstoffe Sibiriens zu kommen. Damit hätte der anglo-zionistische Westen auch China in der Tasche, das auch auf die Energiezufuhr aus Sibirien angewiesen ist, genauso wie die USA selbst:

    https://www.derstandard.de/story/2000125572656/russland-wird-zum-drittgroessten-oellieferant-der-usa

    „Damit ist Russland erstmals zum drittgrößten Ölimporteur der USA aufgestiegen – hinter Kanada und Mexiko. Das Land hat dabei den langjährigen Hoflieferanten Saudi-Arabien überholt und seinen Marktanteil bei den Importen fast verdoppelt.“

    Für mich ist bedauerlich, daß Putin nach wie vor auf eine historische Lüge bei seinem Angriff gegen die Ukraine zurückgreifen muß. Dies könnte zwar für die übergroße Mehrheit der dummgehalten Bevölkerung des „Westens“ einleuchten, stimmt aber nicht. Falsche Meinungen haben in der Menschheitsgeschichte eben auch größte Bewegungen in Gang gesetzt. So meinte Columbus, er hätte Indien entdeckt und ließ einem Matrosen die Zunge abschneiden, der das bezweifelte.

    Die Deutschen waren vollkommen informiert über die Achse Churchill-Stalin:

    Hierzu AH am 8. November 1941:

    https://web.archive.org/web/20190513204456/http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/HitlerReden_1941_1942.pdf

    „Es war noch etwas weiteres, was uns darüber belehrt hat:

    Im Jahre 1939 und 1940 fanden in London eine große Anzahl von sogenannten Geheimsitzungen des britischen Unterhauses statt. Und in diesen Geheimsitzungen hat der whiskybeseligte Herr Churchill seine Gedanken geäußert und seine Hoffnungen und endlich seine Überzeugung, nämlich, daß Rußland auf dem Marsch sei zu England hin, daß er von Mister Cripps die absoluten Unterlagen besitze, daß es höchstens ein bis anderthalb Jahre dauern würde, bis dann Rußland in Erscheinung tritt, höchstens ein bis anderthalb Jahre also man noch aushalten müßte. Das war auch der Grund für diesen damals nicht begreiflichen Mut dieses Herrn. Wir haben davon Kenntnis erhalten, laufend Kenntnis erhalten.“

    Und am 22, Juni 1941 über den zulasten Deutschlands im Trüben fischenden Stalin:

    „Während nun unsere Soldaten vom 10. Mai 1940 an die französisch-britische Macht im Westen gebrochen hatten, wurde der russische Aufmarsch an unserer Ostfront aber in einem allmählich immer bedrohlicheren Ausmaß fortgesetzt.

    Vom August 1940 ab glaubte ich daher, es im Interesse des Reiches nicht mehr verantworten zu können, diesem gewaltigen Kräfteaufmarsch bolschewistischer Divisionen gegenüber unsere ohnehin schon so oft verwüsteten Ostprovinzen ungeschützt sein zu lassen.

    Damit aber trat das ein, was die britisch-sowjetrussische Zusammenarbeit beabsichtigte, nämlich: die Bindung so starker deutscher Kräfte im Osten, daß besonders luftmäßig eine radikale Beendigung des Krieges im Westen von der deutschen Führung nicht mehr verantwortet werden konnte.

    Dies entsprach aber nicht nur dem Ziel der britischen, sondern auch der sowjetrussischen Politik. Denn sowohl England wie Sowjetrußland haben die Absicht, diesen Krieg solange als möglich dauern zu lassen, um ganz Europa zu schwächen und es in eine immer größere Ohnmacht zu versetzen.

    Der bedrohliche Angriff Rußlands gegen Rumänien sollte ebenfalls im letzten Grunde nur der Aufgabe dienen, eine wichtige Basis nicht nur des deutschen, sondern des wirtschaftlichen Lebens ganz Europas in die Hand zu bekommen oder unter Umständen wenigstens zu vernichten.

    Gerade das Deutsche Reich aber hat sich seit dem Jahre 1933 mit unendlicher Geduld bemüht, die südosteuropäischen Staaten als Handelspartner zu gewinnen. Wir besaßen deshalb auch das höchste Interesse an ihrer inneren staatlichen Konsolidierung und Ordnung. Der Einbruch Rußlands in Rumänien, die griechische Bindung an England drohten auch diese Gebiete in kurzer Zeit in einen allgemeinen Kriegsschauplatz zu verwandeln.

    Entgegen unseren Grundsätzen und Gebräuchen habe ich auf eine dringende Bitte der damaligen an dieser Entwicklung selbst schuldigen rumänischen Regierung den Rat gegeben, um des Friedens wegen der sowjetrussischen Erpressung nachzugeben und Bessarabien abzutreten.

    Die rumänische Regierung aber glaubte dies vor ihrem eigenen Volke nur unter der Voraussetzung noch tragen zu können, wenn Deutschland und Italien als Entschädigung dafür wenigstens eine Garantie geben würden, daß an dem noch übrig bleibenden Bestand Rumäniens nicht mehr gerüttelt wird. Ich habe dies schweren Herzens getan. Vor allem schon deshalb: Wenn das Deutsche Reich eine Garantie gibt, bedeutet dies, daß es dafür auch einsteht. Wir sind weder Engländer noch Juden.

    So glaubte ich noch in letzter Stunde, dem Frieden in diesem Gebiete gedient zu haben, wenn auch unter der Annahme einer schweren eigenen Verpflichtung. Um aber diese Probleme endgültig zu lösen und über die russische Einstellung dem Reiche gegenüber ebenfalls Klarheit zu erhalten, sowie unter dem Druck der sich stetig verstärkenden Mobilisierung an unserer Ostgrenze habe ich Herrn Molotow eingeladen, nach Berlin zu kommen.

    Der sowjetische Außenminister verlangte nun die Klärung bzw. Zustimmung Deutschlands in folgenden vier Fragen:

    1. Frage Molotows:

    Sollte sich die deutsche Garantie für Rumänien im Falle eines Angriffs Sowjetrußlands gegen Rumänien auch gegen Sowjetrußland richten?

    Meine Antwort:

    Die deutsche Garantie ist eine allgemeine und uns unbedingt verpflichtende. Rußland habe uns aber nie erklärt, daß es außer Bessarabien überhaupt noch in Rumänien Interessen besitze. Schon die Besetzung der Nordbukowina war ein Verstoß gegen die Versicherung. Ich glaubte daher nicht, daß Rußland jetzt plötzlich noch weitergehende Absichten gegen Rumänien haben könnte.

    2. Frage Molotows:

    Rußland fühle sich erneut von Finnland bedroht, Rußland sei entschlossen, dies nicht zu dulden. Sei Deutschland bereit, Finnland keinerlei Beistand zu geben und vor allem die nach Kirkenes zur Ablösung durchmarschierenden deutschen Truppen sofort zurückzuziehen?

    Meine Antwort:

    Deutschland habe nach wie vor in Finnland keine politischen Interessen. Ein neuer Krieg Rußlands gegen das kleine finnische Volk aber könne von der Deutschen Reichsregierung als nicht mehr tragbar angesehen werden, um so mehr, als wir an eine Bedrohung Rußlands durch Finnland niemals glauben könnten. Wir wollten aber überhaupt nicht, daß in der Ostsee nochmals ein Kriegsgebiet entstehe.

    3. Frage Molotows:

    Sei Deutschland bereit, einzuwilligen, daß Sowjetrußland seinerseits an Bulgarien eine Garantie gehe und sowjetrussische Truppen zu diesem Zwecke nach Bulgarien schicke, wobei er – Molotow – erklären wolle, daß sie nicht die Absicht hätten, aus diesem Anlaß z. B. den König zu beseitigen.

    Meine Antwort:

    Bulgarien sei ein souveräner Staat und ich wüßte nicht, daß ähnlich wie Rumänien Deutschland, Bulgarien überhaupt Sowjetrußland um eine Garantie gebeten hätte. Außerdem müßte ich mich darüber mit meinen Verbündeten besprechen.

    4. Frage Molotows:

    Sowjetrußland benötige unter allen Umständen einen freien Durchgang durch die Dardanellen und fordere auch zu seinem Schutze die Besetzung einiger wichtiger Stützpunkte an den Dardanellen bzw. am Bosporus. Sei Deutschland damit einverstanden oder nicht?

    Meine Antwort:

    Deutschland sei bereit, jederzeit seine Zustimmung zu geben zu einer Änderung des Statuts von Montreux zugunsten der Schwarzen-Meer-Staaten. Deutschland sei nicht bereit, einzuwilligen in die Besitznahme russischer Stützpunkte an den Meerengen.

    Ich habe hier jene Haltung angenommen, die ich als verantwortlicher Führer des Deutschen Reiches, aber auch als verantwortungsvoller Vertreter der europäischen Kultur und Zivilisation allein einnehmen konnte.

    Die Folge war eine Verstärkung der sowjetrussischen gegen das Reich gerichteten Tätigkeit, vor allem aber der sofortige Beginn der inneren Aushöhlung des neuen rumänischen Staates und der Versuch, durch Propaganda die bulgarische Regierung zu beseitigen.

    Mit Hilfe verwirrter, unreifer Köpfe der rumänischen Legion gelang es, in Rumänien einen Staatsstreich zu inszenieren, dessen Ziel es war, den Staatschef General Antonescu zu stürzen, im Lande ein Chaos zu erzeugen, um durch die Beseitigung einer legalen Gewalt die Voraussetzung für das Inkrafttreten des deutschen Garantieversprechens zu entfernen.

    Trotzdem glaubte ich noch immer, am besten mein Schweigen beizubehalten.

    Sofort nach dem Scheitern dieses Unternehmens fand eine abermalige Verstärkung russischer Truppenkonzentrationen an der deutschen Ostgrenze statt. Panzerverbände und Fallschirmtruppen wurden in immer steigender Zahl in eine bedrohliche Nähe der deutschen Grenze verlegt. Die deutsche Wehrmacht und die deutsche Heimat wissen, daß sich noch bis vor wenigen Wochen nicht eine einzige deutsche Panzer- oder Mot.-Division an unserer Ostgrenze befand.

    Wenn es aber eines letzten Beweises für die trotz aller Ablenkung und Tarnung inzwischen eingetretene Koalition zwischen England und Sowjetrußland bedurft hätte, darin hat sie der jugoslawische Konflikt erbracht. Während ich mich bemühte, einen letzten Versuch zur Befriedung des Balkans zu unternehmen und in verständnisvoller Zusammenarbeit mit dem Duce Jugoslawien einlud, dem Dreierpakt beizutreten, organisierten in gemeinsamer Arbeit England und Sowjetrußland jenen Handstreich, der die damalige verständigungsbereite Regierung in einer Nacht beseitigte (am 27.03.1941).

    Denn es kann heute dem deutschen Volke mitgeteilt werden: der serbische Staatsstreich gegen Deutschland fand nicht etwa nur unter englischen, sondern im wesentlichen unter sowjetrussischen Fahnen statt. Da wir auch dazu schwiegen, ging aber nunmehr die sowjetrussische Führung noch einen Schritt weiter. Sie organisierte nicht nur den Putsch, sondern sie hat wenige Tage später mit den ihr ergebenen neuen Kreaturen das bekannte Freundschaftsabkommen getroffen, das bestimmt war, die Serben in ihrem Widerstandswillen gegen die Befriedung des Balkans zu stärken und gegen Deutschland aufzustacheln. Und dies war keine platonische Absicht.“

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