Kollateralschäden der US-Strategie zur Weltherrschaft

Kriege, Terror, Verbrechen und Chaos

Andreas von Bülow im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt.
The New American Century (PNAC) wurde bereits vor Jahrzehnten von den neokonservativen Falken im Pentagon verfaßt und sollte die imperiale Vormachtstellung der USA in der Welt als Weltsupermacht für ein weiteres Jahrhundert sichern. Mit der Präsidentschaft von George W. Bush traten diese Ideen aus der Denkfabrik offen zu Tage. Doch auch im Jahre 2016 lassen sich die großen Player der globalen Weltpolitik auf amerikanische Wurzeln zurückführen – wie etwa das Terrorkonstrukt des ISIS/Islamischern Staat.

Dr. Andreas Bülow war 1922/93 im parlamentarischen Kontrollgremium der Nachrichtendienste tätig. Die Grundlagen für den heutigen Nahostkonflikt seien bereits vor 100 Jahren gelegt worden, als man die Region aufteilte und vor allem die Ölvorkommen unter die Herrschaft arabischer Königshäuser verteilte. Heute ist ISIS/IS das Instrument, um reiche Ölstaaten, wie Irak oder Syrien durch die Aufrüstung radikaler Kräfte zu destabilieren, die z. B. letztlich Assad vom Thron stürzen sollen. Ziel sei die Dreiteilung Syriens in einen kleineren syrischen Teil, ein Kalifat unter amerikanisch-saudischer Vorherrschaft, durch das eine Ölpipeline durchgehen soll, und im Norden ein kurdisches Reich, wobei hierbei gleich neue Konfliktherde mit der Türkei geschaffen werden würde. Die Folgen wie gehabt: Chaos, Terror, Menschrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen.

Mit dem Einzug der bewegten Bilder war spätestens mit dem Vietnamkrieg Schluß mit unverhohlenen Angriffkriegen. Die schrecklichen Bilder von der Front sorgten für eine Pazifismuswelle im Volke. Neue Strategien waren daher gefragt, um künftig dem Volk geplante und durchgeführte, imperialistische Angriffskriege als „Verteidigungskriege“ zu verkaufen. Im Zuge dieser Strategie ist es nur logisch, ja zwingend, daß der Präsident Syriens zum Feind hochstilisiert werden muß, und zwar gleichgültig, welche Person gerade dieses Amt inne hat.

Der syrische Präsident Assad ist demokratisch gewählt und hat mehr Wählervolk hinter sich als der amerikanische Präsident Obama – und dennoch wird Assad zum neuen Hitler des 21. Jahrhunderts stilisiert, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen und zu stürzen gilt.

Doch es formiert sich Widerstand gegen diese Form des modernen Imperialismus‘. Vor allem Rußland, aber auch deren Verbündete (BRICS) tragen nicht nur das militärische Vorgehen der NATO-Staaten gegen Syrien nicht mit, Rußland sorgte sogar mit militärischer Unterstützung dafür, daß Assad vorerst seinen Posten als legitim gewählter Präsident Syriens behalten kann.

Durch die aufgezwungenen Kriege der NATO unter Führung der USA formiert sich erneut ein Ost-West Blocksystem, das bereits zu einem neuen Kalten Krieg geführt hat. Einst beendete Gorbatschow mit Glasnost und Perestroika die Blockbildung von Sowjetunion versus USA. Es wird Zeit für einen westlichen Gorbatschow, der die Lügen des NATO-Systems restlos entlarvt und an vorderster Front die weiße Flagge hißt. Denn auf dem Spiel steht diesmal der gesamte Weltfriede.

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