ITALIEN, HYPERINFLATION UND GOLD

von Egon von Greyerz
Original in Englisch vom Donnerstag, 7 Juni, 2018

Die EZB (Europäische Zentralbank) hatte gerade ihren 20. Geburtstag. Doch es gibt wirklich keinen Grund zu feiern. Die EU ist das totale Chaos, und der am 1. Januar 1999 eingeführte Euro ist eine gescheiterte Währung. Jeder EZB-Präsident musste Brände bekämpfen, die sehr wenig mit Preisstabilität zu tun hatten, sondern viel eher Überlebensfragen waren. Die meisten Brände waren viel bedrohlicher als die paar letzten Kerzen auf dem Euro-Kuchen, die Draghi jetzt versucht auszublasen. Während seiner Amtszeit hatte der französische EZB-Präsident Trichet ein noch größeres Feuer zu löschen: die Große Finanzkrise, die 2006 begonnen hatte.

EZB 4 BILLIONEN GEDRUCKT – MANDATSFREMD

Der einzige Auftrag der EZB ist die Erhaltung von Preisstabilität. Dieser Auftrag ist in der Tat zu einer sehr kostspieligen Übung geworden. Zwischen 2006 und 2011 verdreifachte sich die Bilanzsumme der EZB von 1 Billion € auf 3 Billionen €. Aber die Krise war 2011 noch nicht vorbei. Nach einer kurzen Schuldensenkung wuchs die EZB-Bilanz zügig weiter – von 2,3 Billionen € im Jahr 2014 auf 4 Billionen € heute. Es ist schon bemerkenswert zu beobachten, wie eine supranationale Bank entsteht, die sich – in Form massiver Geldschöpfung – automatisch auch einen Daseinsgrund schafft. Im Grunde verbrennt sie nur Geld und hat ansonsten absolut keinen Zweck. Und das ist natürlich weit entfernt von ihrer eigentlichen Aufgabe der Erhaltung von Preisstabilität.

Geldschöpfung erzeugt hohe Inflation und letztlich Hyperinflation. Nur aus einem Grund haben wir in der EU noch keine hohe konventionelle Inflation gesehen: Das gesamte gedruckte Geld ist, wie auch in den USA, in den Banken geblieben. Das hatte niedrige Inflation bei Verbraucherprodukten zur Folge und eine gewaltige Vermögenswertinflation. Folglich gab es massive Zuwächse bei Aktien, Anleihen sowie Immobilien-und Grundstückspreisen – aber nicht bei den Verbraucherpreisen. Somit hat die enorme Geldschöpfung durch EZB und Eurozone-Banken bislang nur geringe inflationäre Auswirkungen gehabt. Doch mit steigender Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wird auch die Inflation steigen. Dieser Moment ist nicht mehr weit entfernt. Dasselbe wird in den USA passieren. Sobald die Geldumlaufgeschwindigkeit steigt, wird auch die Inflation in den USA rasch anziehen.

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