Inside Job

Der September ist oft ein ereignisreicher Monat. Nur zwei Beispiele: im Jahr 2001 und 2008.
Waren beide Ereignisse in diesen Jahren Inside-Jobs? Wen interessiert das noch? Alles schon vergessen. Die meistenm Menschen haben leider nun mal kein ausgeprägtes Langzeitgedächtnis – oder werden weltbewegende Ereignisse, wie sie im Septerber 2001 und 2008 geschahen, verdrängt, weil die Propagandaministerien nicht mehr darüber berichten?

Seit Februar ist die englische Version bei youtube zu sehen. Seit dem wurde der Film bis heute weniger als 20.000 mal aufgerufen. So viel zum Langzeitgedächtnis. Ich habe versucht, einigee Fakten daraus zu übersetzen. Übernehme dafür aber keine Garantie für die Korrektheit.

Einen Tag nach der Rettung von AIG bekamen die Anleger 61 Milliarden (Mrd.) Dollar. Allen voran Goldman Sachs. Die Rettung von AIG kostete den Steuerzahler über 150 Mrd. Dollar. In die AIG flossen 160 Mrd. Dollar. Davon 14 Mrd. an Goldman Sachs. Am 4. Oktober 2008 unterzeichnete Bush einen Rettungsplan über 700 Mrd. Dollar. Die Arbeitslosenquote in Europa und den USA stieg schnell auf zehn Prozent.

Im Dezember 2008 gingen General Motor und Chrysler Konkurs. In China verloren zehn Millionen Zeitarbeiter ihren Job. Am Ende zahlen immer die Ärmsten der Armen. In Singapur gab es 20 Prozent Wachstum. Danach ging es neun Punkte ins Minus. Der Export brach um 30 Prozent ein.

Die Zahl der Zwangsversteigerungen stieg in den USA 2010 auf sechs Millionen. Zeltstädte wuchsen wie Pilze aus dem Boden.

Die Verantwortlichen

Richard Fuld (Vorstandsvorsitzender von Lehman Brothers) und viele andere, die für diese Krise verantwortlich waren, stahlen sich mit ihrem Vermögen davon. Die fünf Verantwortlichen von Lehman verdienten zwischen 2000 und 2007 über eine Mrd. Dollar. Als die Firma Konkurs ging, durften sie alles behalten.

Stan O’Neal von Merrill Lynch verdiente allein zwischen 2006 und 2007 90 Mio. Dollar. Nach der Pleite akzeptierte der Vorstand seinen Rücktritt und zahlte ihm 161 Mio. Dollar Abfindung. 2007 kassierte O’Neals Nachfolger John Thain 87 Mio. Dollar. Und im Dezember 2008, zwei Monate nach der Rettung durch den Steuerzahler, zahlten Merrill Lynch und Thain dem Vorstand Boni in Mrd.-Höhe. Im März 2008 verlor AIG elf Mrd. Dollar. Doch statt Joseph Cassano zu feuern, verdiente er weiterhin eine Mio. Dollar monatlich als Berater.  „Man will sicher gehen, dass man die Schlüsselfiguren und deren Wissen nicht verliert“, so Martin Sullivan.

Die Banken in den USA sind jetzt größer, mächtiger und enger miteinander verbunden als je zuvor. Es gibt weniger Konkurrenz. Die kleinen Banken wurden geschluckt. J.P. Morgan ist größer als jemals zuvor. Nach der Finanzkrise stemmten sich  die Finanzindustrie und ihre Lobby mehr denn je gegen Reformen.

Zwischen 1998 und 2008 gab die Finanzindustrie fünf Mrd. für Lobbyismus und Wahlkampfspenden aus. Seit der Krise sogar noch mehr. Seit den 80er Jahren plädierten Ökonomen gegen jede Regulierung und spielten eine mächtige Rolle in der ReGIERungspolitik.

Nur wenige Experten warnten vor der Krise. Und selbst nach der Krise sind viele Ökonomen gegen Reformen. Wirtschaftsprofessoren leben nicht nur von ihrem Gehalt. Es geht ihnen sehr gut.

Martin Feldstein ist Wirtschaftsprofessor in Harvard und ein weltbekannter Ökonom. Als Wirtschaftsberater unter Präsident Reagan war er verantwortlich für die Liberalisierung der Märkte. Und von 1988 bis 2009 war er im Vorstand von AIG, wo er Mio. von Dollar verdiente.

Glenn Hubbard war oberster Wirtschaftsberater unter G.W. Bush.

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So ähnlich lief es in Merkel-Deutschland auch ab. Viele Banken standen vor der Pleite. Sie wurden mit Steuergeld gerettet. Die verantwortlichen Vorstände durften gehen und wurden mit Abfindungen in Millionenhöhe belohnt. Mehr Infos dazu in dem ausführlichen ArtikelLasst Banken endlich pleite gehen!

Und wenn die Wähler nichts dagegen unternehmen, wird es immer so weitergehen! 

Kennen Sie bereits die Liste krimineller Politiker der BRD-Blockparteien? Die Liste soll vor allem die Heuchelei und die hohe kriminelle Energie der Vertreter jener Parteien dokumentieren, die einen Teil Deutschlands derzeit beherrschen.
Wenn Sie nicht wissen, was Sie wählen wollen, dann schauen Sie unbedingt hier rein. Danach werden Sie vermutlich erkennen, dass Sie gar keine Wahl haben.

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