Im Donbass brennt die Zündschnur

von Manlio Dinucci (voltairenet)

Das Schachspiel geht in der Ukraine weiter. Die Vereinigten Staaten bereiten einen Angriff auf die beiden Donbass-Oblaste vor, deren Bevölkerung jetzt die russische Staatsbürgerschaft besitzt. Gemäß der russischen Verfassung wird der Präsident der Föderation, Wladimir Putin, die Verantwortung dafür haben, sie militärisch zu verteidigen. Um nicht für die Explosion verantwortlich gemacht zu werden, spielte Moskau seinen Zug aus, indem es seine Truppen einige Kilometer zurückzog… zugleich mit der Anerkennung der Unabhängigkeit der Republiken Donezk und Luhansk (d.h. der ehemaligen ukrainischen Oblaste). Washington kann sich nicht mehr auf die Minsker Vereinbarungen berufen, weil Kiew sich „dank“ Präsident Macron einfach geweigert hat, sie umzusetzen. Es kann nicht länger in den Donbass einmarschieren, ohne russische Bürger anzugreifen, deren Abspaltung von nun an gerechtfertigt ist. Und Washington wird schließlich die Unabhängigkeit der beiden neuen Republiken anerkennen müssen. In den nächsten Schritten könnten sie um ihren Anschluss an die Russische Föderation bitten.

Präsident Wolodymyr Zelensky, der schüchtern erklärte, er glaube nicht an eine russische Invasion, ist der große Verlierer in diesem Schachspiel. Weil er glaubte, dass die Vereinigten Staaten und die NATO ihm erlauben würden, seine Mitbürger im Donbass niederzumachen, verliert er diese Region. Seine Popularität bricht in der Ukraine zusammen, wo sie nur mehr 23% ausmacht.

Während die Situation im Donbass immer glühender wird, berief Präsident Biden am Vorabend des Kolloquiums mit seinem russischen Amtskollegen Putin am 11. Februar per Videokonferenz den eigentlichen Kriegsrat der NATO und der Europäischen Union ein: den Generalsekretär des Bündnisses Jens Stoltenberg, den britischen Premierminister Boris Johnson, den französischen Präsident Emmanuel Macron, den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz, den italienischen Premierminister Mario Draghi, den polnischen Präsident Andrzej Duda, den rumänischen Präsident Klaus Iohannis, den kanadischen Premierminister Justin Trudeau, flankiert von EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Der NATO-EU-Kriegsrat erklärte: „Wenn Russland eine anschließende Invasion der Ukraine durchführt, werden die Vereinigten Staaten zusammen mit ihren Verbündeten und Partnern entschlossen reagieren und einen unmittelbaren und hohen Preis verlangen.“ Das ist es, was Biden am nächsten Tag zu Putin sagte, nicht nur im Namen der Vereinigten Staaten, sondern auch der NATO und der Europäischen Union. Völlige Ablehnung jeglicher Verhandlungen, ja sogar eine Kriegserklärung, die Mario Draghi unter den Augen eines schweigenden und zustimmenden Parlaments für Italien unterzeichnet hat.

Jeden Tag verstärken sich die Anzeichen eines bevorstehenden Krieges. Das Außenministerium evakuiert die Botschaft in Kiew und fordert die US-Bürger auf, die Ukraine zu verlassen, weil „es nicht in der Lage wäre, sie vor dem russischen Angriff zu schützen“. Gleiches gilt für die Farnesina (italienisches Außenministerium). Das Pentagon zieht 160 Militärausbilder aus der Ukraine ab, die Kiews Streitkräfte ausgebildet haben. Es gibt jedoch immer noch Militärberater und Ausbilder der US- und NATO-Spezialeinheiten, die tatsächlich die Führung der Armee und der Nationalgarde in Kiew haben. In der ersten Reihe befindet sich das neonazistische Asow-Bataillon, das sich bereits durch seine Grausamkeit gegen die russische Bevölkerung des Donbass ausgezeichnet hat und durch seine Verdienste in den Rang eines mechanisierten Regiments von Spezialeinheiten befördert wurde, die von der NATO bewaffnet und ausgebildet wurden. Unter den gleichen Insignien wie die SS-Panzerdivision Das Reich, eine der 200 Hitler-Divisionen, die 1941 in die Sowjetunion einmarschierten. Sie wurden besiegt, aber der Preis, den die Sowjetunion zahlte, war sehr hoch: etwa 27 Millionen Tote, mehr als die Hälfte Zivilisten, was 15% der Bevölkerung entspricht (verglichen mit 0,3% der USA für den gesamten Zweiten Weltkrieg); ca. 5 Millionen Deportierte in Deutschland; mehr als 1700 Städte und Gemeinden, 70.000 kleine Dörfer, 30.000 zerstörte Fabriken.

All dies wird jedoch gefährlicher Weise vergessen, während Russland weiterhin wiederholt, aber wie gegen eine Wand sprechend, dass es nicht beabsichtige, die Ukraine anzugreifen, und die wachsende Konzentration von Kiewer Truppen vor dem von der russischen Bevölkerung bewohnten Donbass anprangert. Kiew hat hier mehr als 150.000 Soldaten stationiert. Sie sind mit Grad-Raketenwerferfahrzeugen ausgestattet, von denen jedes bis zu 40 km weit, in einer 20-Sekunden-Salve, vierzig 122-mm-Raketen abfeuern kann, mit Köpfen, die mit Sprengstoff ausgestattet sind, die bei der Explosion mit Tausenden scharfen Metallfragmenten oder kleinen Zeitbomben in ein großes Gebiet eindringen. Ein groß angelegter Angriff mit dieser Art von Waffen gegen die russischen Bewohner der Regionen Donezk und Lugansk würde ein Massaker provozieren und könnte von den lokalen Kräften, die aus etwa 35.000 Soldaten bestehen, nicht gestoppt werden.

Der Krieg könnte mit einer Operation unter falscher Flagge losgehen. Moskau prangert die Anwesenheit von US-Söldnern mit Chemiewaffen im Donbass an. Die Zündschnur könnte eine Provokation sein, wie ein Angriff auf ein ukrainisches Dorf, welcher aber den Russen im Donbass zugeschrieben wird, die dann von den überwältigenden Kräften Kiews angegriffen würden. Die Russische Föderation warnte: In einer solchen Situation würde sie nicht tatenlos zusehen, sondern zur Verteidigung der Russen im Donbass eingreifen und die angreifenden Kräfte zerstören.

So würde im Herzen Europas ein Krieg ganz zum Vorteil der Vereinigten Staaten ausbrechen, der, durch die NATO, der 21 der 27 EU-Länder angehören, und durch die Zusammenarbeit der Europäischen Union selbst, Europa in eine dem Kalten Krieg ähnelnde, aber noch gefährlichere Situation zurückversetzen, und den Einfluss und die Präsenz der USA in der Region stärken.

Übersetzung
Horst Frohlich
Quelle
Il Manifesto (Italien)
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Im Donbass brennt die Zündschnur
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3 Kommentare

  1. Biden hat heute in allen Nachrichtensendern der USA verkündet, dass er gesicherte Informationen hätte, dass Russland in den nächsten Tagen die Ukraine angreifen würde. Putin hätte die Tür zur Diplomatie zugeschlagen. Er, Biden, wollte die Tür zur Diplomatie auch nach einem Einmarsch offen halten.

  2. WASHINGTON (AP) – Der US-Senat stimmte am Donnerstag mit überwältigender Mehrheit dafür, seine unerschütterliche Unterstützung für eine unabhängige Ukraine zu zeigen und die russische Militäraggression gegen seinen Nachbarn zu „verurteilen“, als neue Befürchtungen einer möglichen Invasion auftauchten, die sich zu einem europäischen Krieg entwickeln könnte.
    Die Maßnahmen im Senat erfolgten, nachdem Präsident Joe Biden sagte, die USA hätten „alle Anzeichen“ für einen möglichen russischen Angriff auf die Ukraine innerhalb weniger Tage. US-Beamte haben krasse Szenarien der potenziellen Pläne von Präsident Wladimir Putin skizziert, da russische Truppen weiterhin an der Grenze zur Ukraine stationiert bleiben.
    Die Resolution der Senatoren hat keine Gesetzeskraft, bekundet dem US-Gesetzgeber jedoch die „unerschütterliche Unterstützung der Vereinigten Staaten für eine sichere, demokratische und unabhängige Ukraine“ und „verurteilt den russischen Auifmarsch“ an der ukrainischen Grenze. Die Abstimmung war einstimmig, ohne Einwände oder einen formalen Widerspruch..
    Dieser Kongress ist sich einig in seiner Unterstützung der ukrainischen Unabhängigkeit und Souveränität“, sagte Senator Rob Portman, R-Ohio, bei der Einführung der Maßnahme mit der demokratischen Senatorin Jeanne Shaheen aus New Hampshire und anderen.
    Die Senatoren haben die ganze Woche über versucht, eine Reaktion auf die zunehmenden Spannungen in der Region zu finden, und viele sind bestrebt, noch weiter zu gehen, indem sie verheerende Sanktionen gegen Putin verhängen, die Schockwellen durch die russische Wirtschaft senden würden.
    Die Ukraine hat starke Verbündete im Senat, wo Sanktionen gegen Russland als mächtiges außenpolitisches Instrument breit unterstützt werden, wenn Putin seine Aggression gegen die Ukraine fortsetzt.
    Anmerkung;

    Der Senat nimmt offensichtlich keinerlei Rücksicht auf die drohenden Gefahren und die wirtschaftlichen Belange des Deutschen Volkes. Dieses ist typisch für die USA Politik, welche es fertigt brachte, den Massenmörder Stalin der 1940 bereits Millionen Menschen auf dem Gewissen hatte, der Finnland überfallen hatte, der die baltischen Staaten überfallen hatte und dort zigtausende Zivilisten ermorden ließ, mit Geld und Versprechen auf Deutschland zu hetzen. Mit diesem Freifahrschein und 16 Milliarden Dollar US Hilfe marschierten fast 2 Millionen Rotarmisten an der Grenze zu Deutschland auf. Bestimmt nicht um dort verstecken zu spielen. Das perfide Ziel der Zionisten um Morgenthau 1939 war, dass Deutsche und Russen sich gegenseitig umbringen und die USA danach Deutschland ausrauben und nach den Briten Weltmacht werden konnte, während die Zionisten die Macht über Deutschland erhielten. Deutschland und Europa sollte sich nicht noch einmal von den Zionisten in einen Krieg mit Russland treiben lassen. Auch deren gegenwärtiger Präsident Wolodymyr Zelensky ist den Zionisten zuzurechnen.

    • Jeder, der die Stellung des Dollar als Weltreservewährung in Frage stellt, wie derzeit Putin, ist dem Untergang geweiht; denn der Export der USA dürfte zu einem erheblichen Teil aus Dollar-Banknoten bestehen. Das Ende des Frevlers ist dann etweder physisch wie Gaddafi mit seinem Gold-Dinar oder politisch wie Mahathir bin Mohamad, der auch (vergeblich) eine Goldwährung einführen wollte.

      Die USA verteidigen deswegen jetzt ihre Weltherrschaft, weil ein frecher Fuchs ihren Weinberg verwüsten will. (Vgl. Esurge domine – Luther-Bannbulle)

      https://de.wikipedia.org/wiki/Exsurge_Domine

      Offensichtlich wurden jetzt alle Pfosten eingeschlagen, damit die große Katastrophe ausbrechen kann. Der Konflikt würde dann zum dritten Mal in Europa ausgetragen, wo die USA immer erst im letzten Augenblick des Kriegs eingriffen, nachdem die Deutschen erschöpft waren, um den Gewinn, ihre Weltherrschaft, einzuheimsen.

      Daß es bei diesem Ziel überhaupt nicht um Anstand geht, kann man daran erkennen, daß Roosevelt in genauer Kenntnis des Hitler-Stalin-Paktes Polen nicht warnte, sondern statt dessen zu seinem Untergang ermunterte, woduch die Polen nach dem Krieg riesige Gebiete an die Sowjets verloren.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Heinrich_Herwarth_von_Bittenfeld

      „Nach Abschluss des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes spielte er den US-Diplomaten das geheime Zusatzprotokoll des Paktes zu, welches die Aufteilung Polens im Kriegsfall regelt.“

      https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?sts=t&cm_sp=SearchF-_-home-_-Results&tn=Wortbruch&an=Maser

      Auch die Kenntnis der Ermordung 12000 polnischer Offiziere durch Genickschuß, die die Sowjets im östlichen Polen gefangen genommen hatten, dürfte Roosevelt und Churchill bekannt geworden sein; denn die polnische Exilregierung unter Sikorski in London stellte ständig Fragen nach deren Verbleib, die seit Mai 1940 keine Post mehr über das Rote Kreuz schickten. Die beiden Herren waren also fest entschlossen mit dem Massenmörder Stalin gegen Deutschland zusammenzuarbeiten trotz ihrer Kenntnis dieser Untat. Als Göring im Nürnberger Prozeß auf diesen Mord hinwies, zog der russische Richter sofort die Pistole.

      Man hat dann einfach diesen Mord verlogenerweise den Deutschen in die Schuhe geschoben, bis Jelzin nach 1991 ein politisches Interesse daran hatte, die kommunistischen Untaten aufzudecken.

      Die Frage ist, was aus uns wird, weil in Berlin gekaufte Schwachköpfe sondersgleichen über uns herrschen? Die Frage ist, ob wir je eine für uns bessere deutsch-freundliche Vasallenregierung hatten? Das Auslaufen der Corona-Beschränkungen in den europäischen Staaten könnte darauf beruhen, daß man uns anschließend mit einem noch viel häßlicheren Krieg beglücken will???

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