Helmut Schmidt – der geistige Vater der „Reichsbürger“

Helmut Schmidt – der geistige Vater der „Reichsbürger“Von Peter Haisenko (anderwelt)

Für sehr viele ist Kanzler Schmidt immer noch der beste Kanzler, den die BRD jemals hatte. Aber trifft das tatsächlich zu? Warum ist er überhaupt Kanzler geworden? Was war seine Aufgabe zu Beginn seiner Kanzlerschaft? War er Mitglied der größten Verschwörung in der Nachkriegszeit, der Willy Brandt nicht angehörte?

Um es gleich zu Anfang klarzustellen: Es war Schmidt, der die BRD in den Schuldensumpf geführt hat, aber das ist nicht das große Thema. Es geht um den Kalten Krieg und bis heute wissen die wenigsten, was es damit auf sich hat. Schmidt wusste das. Er gehörte zu den Eingeweihten. Willy Brandt eben nicht und so musste seine Ostpolitik schnell revidiert werden, die er im besten Wissen und Gewissen vorangetrieben hatte. Um das zu verstehen muss man wissen, wer den Kalten Krieg hergestellt hatte und warum. Es waren Offiziere der Wehrmacht, Geheimdienstler und andere hochrangige Politiker aus dem Widerstand gegen Hitler, die Deutschland vor einem „Friedensdiktat“ wie in Versailles nach dem WKI retten wollten. Das ist ihnen gelungen, aber Brandt hätte das beinahe abgewürgt.

Wer genauer wissen will worum es da ging, dem sei empfohlen, diese zwei Bände aus dem Geschichtswerk von Reinhard Leube zu lesen:
https://anderweltverlag.com/p/nicht-noch-einen-friedensvertrag
https://anderweltverlag.com/p/entzaubert
Der Plan war, nach dem Krieg Deutschland in zwei Staaten aufzuteilen, die dann zu den USA und der Sowjetunion gehören sollten, als „Frontstaaten“. Die mussten dann von beiden Seiten aufgerüstet und pfleglich behandelt werden. Das war die eigentliche Grundlage für den schnellen Wiederaufstieg der BRD, der allerdings in der DDR nicht so gut funktioniert hatte. Alle Kanzler von Adenauer bis Helmut Kohl waren eingeweiht, nur Brandt nicht. Im heutigen Sprachgebrauch gab es eine „Brandmauer“ gegen Brandt´s Ostpolitik und so gegen Brandt selbst. Der wurde mit Günther Guillaume aus dem Amt geschossen. Guillaume selbst war den Eingeweihten schon lange bekannt und auch, dass er ein Ostspion ist. Die Notbremse konnte jederzeit gezogen werden.

Brandt´s Ostpolitik musste beendet werden

Schmidt war kein schlechter Kanzler. Jedenfalls im Vergleich zu denen, die nach 1990 im Amt waren und sind. Man sagte ihm nach, er wäre eigentlich in der falschen Partei, wegen seiner Politik. Aber seine erste Aufgabe bestand darin, die Fortführung der Brandt´schen Ostpolitik unmöglich zu machen, denn die beinhaltete die „Gefahr“, dass es doch noch zu einem fatalen Friedensvertrag kommen könnte. Oberflächlich betrachtet, hat Schmidt die Politik von Brandt fortgeführt. Jedenfalls musste es so scheinen, für Ost und West und vor allem für die Deutschen. Auf beiden Seiten. Schmidt hat allerdings den Ton Richtung Osten, Moskau, sofort verschärft. Das hat nicht ausgereicht. Er musste den West-Deutschen vor Augen führen, dass die Urforderung nach einer Wiedervereinigung aller ehemaligen deutschen Gebiete nach wie vor das große Ziel wäre, weil Brandt ebendas weitgehend zur Seite gelegt hatte. Alle Parteien der BRD hatten diese „Wiedervereinigung“ im Wechsel immer wieder gefordert um zu verhindern, dass ein Friedensvertrag entstehen konnte.

Was war da die schärfste Waffe, die Schmidt anwenden konnte? Er initiierte, dass das Verfassungsgericht zu diesem Thema angerufen wurde und das hat selbstverständlich in seinem Sinn geurteilt. Das Urteil lautete: Das Deutsche Reich besteht immer noch, es fehlt ihm nur eine Verwaltungsorganisation. Das Deutsche Reich hatte nicht kapituliert, sondern nur die Wehrmacht. Diese mehreren Urteile haben Bestand bis heute. Sie wurden niemals revidiert. Erst der 2+4-Vertrag hat das ein wenig aufgeweicht, aber der wurde auch nicht vom Verfassungsgericht beurteilt. Es sind die „Reichsbürger“, die sich auf diese Urteile des Verfassungsgerichts berufen. Obwohl es geradezu lächerlich ist, sitzt eine kleine Gruppe von Rentnern, bewaffnet mit Luftgewehren, seit Jahren im Gefängnis und wartet auf ihren Prozess. Der eine oder andere ist schon in der Haft verstorben. Warum wird hier gegen gültiges Prozessrecht verstoßen?

Die große Verschwörung muss geheim bleiben

Die Urteile des Verfassungsgerichts aus dem Jahr 1974 würden bei einem Prozess gegen die „Reichsbürger“ natürlich angeführt und das darf nicht geschehen. Obwohl man davon ausgehen darf, dass die üblichen Medien nicht darüber berichten werden, ist das im Zeitalter des Internet nicht mehr die Rettung. Wie würden es die Deutschen aufnehmen, wenn vor Gericht festgestellt würde, dass sich die Reichsbürger auf Urteile aus der Ära Schmidt berufen können? Urteile vom höchsten Gericht Deutschlands.

Um es hier klar festzustellen: Ich bin kein Freund der Reichsbürger-Idee. Die ist nach 80 Jahren blanker Unsinn und geht an jeder möglichen Realität vorbei. Aber 1974 sah das noch ganz anders aus. Eben als Schmidt diese Volte brauchte, um Brandt´s Ostpolitik zurück zum Kalten Krieg umzukehren. Es war aber auch Schmidt, der damals begann, die DDR zu stabilisieren. Das Geschah mit Krediten und Handel, vorbei an gültigen Embargos. Es ging darum zu verhindern, dass die DDR wirtschaftlich zusammenbricht und dann für Moskau als Frontstaat uninteressant zu werden. Na ja, so etwa wie eben nach 1990.

Wie gut ist Ihr Wissen über die Ära Schmidt?

Ich weiß nicht, ob es Ihnen ähnlich geht wie mir, wenn auch Sie die Ära Schmidt als Erwachsener noch miterlebt haben. Ich jedenfalls war damals mit ganz anderen Dingen beschäftigt und habe mich nur wenig um Politik gekümmert. Über die „Pershing-Geschichte“ hatte ich allerdings gute Informationen. Die kamen von einem General, der in der nuklearen NATO-Planungsgruppe in Shape bei Brüssel tätig war. Er sagte, dass diese Diskussion unsinnig ist, weil der NATO-Doppelbeschluss schon seit fünf Jahren beschlossene Sache ist. Wir wurden eiskalt belogen. Und nicht nur da. Jedenfalls habe ich das Manuskript von Reinhard Leube über die Ära Schmidt mit wachsendem Erstaunen gelesen. Leube deckt so vieles auf, was ich jedenfalls nicht mitbekommen habe. Wer also wissen will, was sich in der deutschen Politik so alles abgespielt hat kurz vor dem Ende der DDR und warum Helmut Kohl alles getan hat, um diese Wiedervereinigung zu verhindern, dem seien die Werke von Reinhard Leube empfohlen. Alle seine Werke sind mit jeweils mehr als 500 Quellen belegt und so seine Erkenntnisse unzweifelhaft.

https://anderweltverlag.com/p/unsere-demokratie-mit-schmidt

Sein neuestes Werk hat den Titel: „Unsere Demokratie mit Schmidt 1974-1982“. Es folgt auf den Band über Willy Brandt und seine Ostpolitik, die Schmidt mit allen Mitteln zurück zum Kalten Krieg führen musste. Warum? Da müssen Sie schon diese Werke von Reinhard Leube lesen und dann staunen, wie wir von Anfang an belogen worden sind über die wahren Motive der deutschen Nachkriegspolitik. Daran hat sich bis heute wenig geändert, wie Sie vielleicht an der aktuellen politischen Lage erkennen können. Sie können Ihre Entdeckungsreise in die Geschichte Deutschlands des 20. Jahrhunderts mit dem jüngsten Werk von Leube beginnen, denn es ein in sich geschlossenes Werk ist. Allerdings macht es hungrig auf weitere Erkenntnisse, also auf die anderen Werke von Reinhard Leube. Bestellen Sie Ihr Exemplar „Unsere Demokratie mit Schmidt 1974-1982“ direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie es in Ihrem Buchhandel. Auf der Verlagsseite finden das gesamte Werk und mehr interessante Autoren. Beachten Sie auch unsere Geschichtspakete zum Sonderpreis.
Hier können Sie auch den Rückseitentext dieses Werks lesen, der für sich schon interessant ist:
https://anderweltverlag.com/p/unsere-demokratie-mit-schmidt

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