Hände weg von Venezuela

Despaltener UN-Sicherheitsrat – scharfe Opposition gegen die Verletzung von Venezuelas Souveränität

Carla Stea
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Außenminister Jorge Areaza (TeleSur)

Heute morgen präsentierte Veneuelas AußenministerJorge Arreaza eine brilliante Verteidigung von Präsident Maduros Regierung gegen den versuchten Staatsstreich, der von den USA und ihren Lakaien in Europa inszeniert wurde und den neuerlich rechten lateinamerikanischen Ländern Peru, Brasilien, Argentinien, Kolumbien und Ekuador. Die USA nannten es eine «Dringlichkeits»-Versammlung, um die Autorisierung zur Intervention in Venezuelas innere Angelegenheit vom UN-Sichheitsrat zu erhalten, für einen schamlosen Regime-Change ähnlich denen, die Chaos in Libyen und Irak verbreiteten, nachdem die UNO eine militärische Intervention zum Sturz der Regierungen von Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi autorisiert hatte.

Südafrika, Äquatorial-Guinea, die Russische Föderation, China, Caricom, Bolivien, St. Vincent und die Grenadinen sowie Kuba gehörten zu den Ländern, die dagegen waren, was jetzt zu einer transparenten Verletzung des internationalen Rechts und einer Usurpation der Unabhängigkeit der UNO geworden ist, um das geopolitische Engineering anderorts bekannt als kapitalistischer Imperialismus zu verheimlichen.

US-Außenminister Michael K. Pompeo verurteilte China und Russland, dass sie sich der Präsidenten-Erklärung der Verurteilung von Maduros Regierung widersetzten. Pompeo deutete insbesondere auf Kuba als den Erzgauner, der die Maduro-Regierung gestärkt hat, was als zweifelhaftes Kompliment für Kubas Macht angesehen werden kann. Kuba hat in der Tat geholfen, in Venezuela das medizinische und Erziehungs-System seit Beginn der Präsidentschaft von Hugo Chávez aufzubauen.

Venezuelas Arreaza begann eine beinahe endlose Liste der US-Militär-Interventionen und Invasionen souveränrer Länder in Lateinamerika zu zitieren, und die Wiederdurchsetzung der Monroe Doktrin, indem er an die Marine-Invasion Mexikos 1912 erinnerte, die Destabilisierung und den Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Arbenz, Brasiliens Goulart, Chiles Allende und die Ersetzung dieser demokratische gewählten Regierungen durch faschistische Diktaturen, deren Menschenrechtsverletzungen und Barbarität mit den schlimmsten Untaten von Nazi-Deutschland vergleichbar waren. Der venezolanische Außenminister verurteilte die einschneidende Blockade, die dem venezolanischen Volk viele Milliarden seiner eigenen Dollar verweigert, außer den 1.2 Mrd. in Belgien und in anderen US-europäischen Lakaien-Ländern eingefrorenen Dollars, was zu weit verbreitetem Hunger und dem Kollaps des Lebensstandards des venezolanische Volkes geführt hat, weshalb viele in andere Länder auswanderten.





Als Frankreich und Deutschland Regime-Change in Venezuela forderten und die massiven Demonstrationen gegen Maduro zitierten, die seine Legitimität reduzierten, hat Russlands Botschafter Nebenzia die großen  Demonstrationen der «Gelbwesten» gegen Frankreichs Präsident Macron erwähnt und die Frage wurde aufgeworfen über die Möglichkeit eines Regime-Chande in Frankreich. Nebenzia versicherte umgehend der französischen Delegation, dass er nicht beabsichtige, zu dem Zweck eine Treffen des Sicherheitsrates einzuberufen, aber seine Pointe wurde erfasst und sie hatte Effekt.

Am belastendsten unter den Anklagen der imperialen Absichten gegen Venezuelas Souveränität war die Enthüllung von Arreaza, dass Präsident Maduro im vorigen Jahr den UN-Generalsekretär und die europäische Hochkommissarin Federica Mogherini eingeladen hatte, die bevorstehenden Präsidentenwahlen in Venezuela zu beobachten, um ihre Legitimität zu beurteilen. Seine atemraubende Enthüllung war, dass beide sich geweigert haben und viele Monate vor den Wahlen erklärten, dass das Ergebnis der Wahlen ein Betrug sein würde.

Das deutete auf Absprache und eine bewusste vorweggenommene Absicht, das Ergebnis der Wahlen zu diskredititeren, ob sie nun legitim waren oder nicht, und diese Absprache bei der Dämonisierung Venezuelas ist ein Zeichen groben Vorurteils und Korruption in genau den Organisationen, die beauftragt sind, unparteiisch die Qualität der Wahlen zu beurteilen.

Der russische Botschafter Nebenzia erklärte, dass Deutschlands Versuch, sich auf «präventive Diplomatie» zu berufen, eine Entschuldigung ist zur Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas, ja sogar eine bewusste Anfeuerung zum Bürgerkrieg, und nichts mit Prävention zu tun hat.

Es ist schwierig zu wissen, was folgen wird, aber die starke Spaltung im Sicherheitsrat und die zusätzlichen scharfen Proteste gegen einseitige Intervention seitens benachbarter Länder nahe von Venezuela deuten darauf hin, dass die Drohung einer US-Militärintervention Schwierigkeiten haben wird, die Ereignisse zu beeinflussen, besonders seit Russland die USA gewarnt hat: «Hände weg von Venezuela!»

Carla Stea ist Korrespondentin im Hauptquartier der UNO, New York.
Quelle – källa – source

Hände weg von Venezuela
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7 Kommentare

  1. 28.01.2019

    Ich bin jetzt doch nicht so sicher, ob sich die Plutokratie mit Juan Guaidó den geeigneten Agenten ihrer Ölinteressen erkoren hat.  

    https://de.wikipedia.org/wiki/Juan_Guaid%C3%B3

    Seine Frau Fabiana Rosales steht bei seinen Reden ständig hinter ihm und stärkt ihm die Schulter.  Um ihm Mut zu machen???

    Maduro hat die Truppen besucht und sich ihrer Loyalität versichert.  

    Der französische König Ludwig XVI. beklagte sich vor seiner Hinrichtung in seinem Abschiedstestament, daß er sehr bedauere, aus Menschenliebe die Schweizer Garde davon abgehalten zu haben, auf die Aufrührer zu schießen.  Napoleon schoß dann zur Verteidigung des Direktoriums auf die Menge mit Kartätschen, so daß er bis auf den heutigen Tag noch (als Illuminat)  in unserem öffentlich-rechtlichen  Rundfunk als großer Held gefeiert wird.

  2. Die USA haben jetzt die Einnahmen der Ölgesellschaft PDVSA von Venezuela beschlagnahmt und wollen deren 7 Milliarden Dollar Gewinn Guaidó  zukommen lassen oder einfrieren.  

    https://www.rt.com/news/449994-us-sanctions-venezuela-oil-maduro/

    "Washington has imposed sanctions against the Venezuelan state oil company PDVSA, seizing $7 billion in assets, Treasury Secretary Steven Mnuchin said. The US is trying to force recognition of Juan Guaido as president in Caracas."

    Die USA nehmen keine Rücksicht mehr auf Anstand und internationales Recht, um als Atommacht ihre Interessen äußert brutal durchzusetzen.  Damit sitzt jetzt Maduro geldmäßig auf dem Trocknen.

    Und sowohl die Bundesbank als auch die Bundesregierung haben uns belogen, als sie immer wieder versicherten, die 3400 Tonnen deutsches Gold seien in den USA so sicher, als  Peter Boehringer immer die Rückführung forderte.  Die USA verhalten sich wie ein Gangster, der bei seinen Raubzügen keine Gesetzen unterworfen ist.  Wir werden niemals mehr das Gold kriegen!!!

  3. "Wir werden niemals mehr das Gold kriegen!!!" 

    Woher denn auch? Die FED hat es ja selbst nicht mal in ihren Tresoren. Ein Großteil davon wurde verscherbelt, um die grünen wertlosen Scheinchen und die kriminellen Banken zu retten.

    Um es wieder zu bekommen, wurde der Irak und Libyen überfallen. Dann war die Ukraine mit einer Farbenrevolution an der Reihe. Insgesamt kommen da schon einige Tonnen Gold zusammen.

    Venezuelas Gold (161 Tonnen) und Oelreserven sind auch nicht zu verschmähen. Die Engländer wollen Venezuelas Gold nicht rausrücken. Sobald Venezuela von der CIA verwaltet wird, können die Venezolaner ihr Gold definitiv abschreiben.

    Ach ja, und was nicht unerwähnt sein soll. Brasilien besitzt zwar nur etwa 67 Tonnen Goldreserven, aber mit einer US-Marionette als Regierungschef könnte Brasilien auch bald seine Goldreserven abschreiben.

  4. 29.09.2019

    Heute morgen habe ich bei RT auch gehört, daß die Bank of England das Gold Venezuelas eingefroren hat.  Damit hat die Bank immerhin bewiesen, was die öffentlich-rechtliche Propaganda permanent verneint, nämlich daß Gold doch noch Geld ist.

    Es ist wieder erstaunlich, wie aus allen Ecken und Enden urplötzlich eine Allianz sich gegen Maduro zusammenfindet, die ihn vernichten und den USA wieder ein gutes Geschäft zuschanzen will.  Der Rede von Pence zur Unterstützung Guaidos folgte doch sofort die Unterstützung der EU, deren Unterstützung Guaidos  in ein unmöglich von Maduro einzuhaltendes Wahl-Ultimatum gekleidet wurde.  Solche Ultimaten stellt man nicht, sagte man Österreich-Ungarn, als es nach dem 28. Juni 1914 von Serbien Aufklärung wegen der Ermordung des Erzherzog-Nachfolgers forderte und schritt dann konsequenterweise zum Krieg gegen Mitteleuropa.  Also wieder international abgestimmtes Theater.

    Sind es zionistische Kreise, die diese wahrhaft unheimlich zusammenarbeitende Allianz dirigieren und beherrschen?  Wollen diese Kreise nicht nur Israel schaffen und vergrößern und rassenrein erhalten, während alle anderen Völker durch Vermischung zugunsten ihrer Weltherrschaft geschwächt werden?

    Die Aktion gegen Venezuela könnte sich für die USA jedenfalls durchaus als Schuß ins Knie erweisen.  Denn wer wird noch Geldvermögen in den USA haben wollen, wenn es von einem staatlichen Räuber gestohlen werden kann?  Wer ist so blöd außer der Bundesbank?  Auf die Gleichgültigkeit der deutschen Beamten ist jedoch Verlaß, haben sie doch L e h m a n B r o t h er s nach deren Konkurs via KfW noch ca. 300 Millionen Euro überwiesen à fonds perdu!

    Diese Aktion muß einer Goldwährung Auftrieb geben, und da es zu wenig Gold für den weltweiten Umlauf gibt, wird man auf Silber als Scheidemünze zurückgreifen müssen:

     https://de.wikipedia.org/wiki/Scheidem%C3%BCnze

  5. 29.01.2019

    Die Unterstützung von Putschisten ist durchaus eine Strategie des "Westens", um seine geopolitischen Ziele zu ereichen. 

    Am 25.März 1941 unterschrieb die jugoslawische Regierung in Wien mit Deutschland und Italien einen Pakt, der Jugoslawien in keinerlei Weise band.  Zwei Tage später wurde jedoch die Regierung durch einen Putsch in Belgrad gestürzt, das Werk von Freimaurern.  Vgl.

    http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Gregoric_Danilo_1943.pdf

    Der deutsche Reichskanzler war am 25. März zunächst hocherfreut, dann enttäuscht und zuletzt wütend, und äußerte sich am 4. Mai 1941 im Reichstag wie folgt:

    "So wurde am 25. März dieses Jahres in Wien ein Pakt unterzeichnet, der dem jugoslawischen Staat die größte Zukunft bot und dem Balkan den Frieden sichern konnte. Sie werden verstehen, meine Abgeordneten, daß ich an diesem Tage mit einem wahrhaft glücklichen Gefühl die schöne Donaustadt verließ, nicht nur, daß sich eine fast achtjährige außenpolitische Arbeit ihren Lohn zu holen schien, nein, ich glaubte auch, daß damit vielleicht noch in letzter Minute das deutsche Eingreifen auf dem Balkan überhaupt überflüssig werden könnte.

    Zwei Tage darauf erschütterte uns alle die Nachricht von dem Streich einer Handvoll gedungener Putschisten, die jene Tat vollbrachten, die den britischen Premierminister zu dem Jubelruf hinriß, er habe nun endlich etwas Gutes zu berichten. Sie werden weiter verstehen, meine Abgeordneten, daß ich nunmehr aber sofort den Befehl zum Angriff gab. Denn es ist unmöglich, daß man in dieser Weise mit dem Deutschen Reich verfährt.

    Man kann nicht jahrelang um eine Freundschaft bitten, man kann auch nicht einen Vertrag abschließen, der nur dem anderen zugute kommt, und es dann erleben, daß dieser Vertrag nicht nur über eine Nacht gebrochen wird, sondern daß nun als Antwort der Vertreter des Deutschen Reiches insultiert, der Militärattache bedroht, der Gehilfe dieses Militärattache verletzt, zahlreiche andere Deutsche mißhandelt werden, daß man Büros, Schulen, Ausstellungsräume usw. demoliert, die Wohnungen von Reichsdeutschen zerstört und Volksdeutsche überhaupt wieder einmal als rechtloses Wild hetzt und tötet. Ich habe weiß Gott den Frieden gewollt. Wenn aber ein Minister Halifax mit Hohn erklärt, daß man das sehr wohl wußte und gerade deshalb uns zwang, zu kämpfen, so, als ob dies also ein besonderer Triumph der britischen Staatskunst sei, dann kann ich einer solchen Bosheit gegenüber nichts anderes tun, als die Interessen des Reiches mit den Mitteln in Schutz zu nehmen, die uns Gott sei Dank zur Verfügung stehen."

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