Griechenland überwacht Schließfächer

Das Finanzamt stellt in Griechenland Fallen an Bankschließfächern, da es fortan alle Besuche der Inhaber verzeichnen wird.

In Griechenland sind die Banken bereits verpflichtet, der Unabhängigen Behörde für Öffentliche Einnahmen (AADES) bekannt zu geben, welche ihrer Kunden über Schließfächer verfügen.

Informationen der Zeitung „Ta Nea“ zufolge werden die Banken nun in einer zweiten Phase aufgefordert werden, mittels des Registersystems für Bankkonten auch Informationen darüber zu übermitteln, wann und wie häufig der Besitzer sein Schließfach aufsucht.

Griechenlands Finanzamt wirft „elektronisches Auge“ auf Schließfächer

Die Zeitpunkte und die Häufigkeit des Aufsuchens der Schließfächer können ein Indiz für Steuerhinterziehung darstellen, wenn sie mit anderen Informationen oder verdächtigen Bewegungen der Steuerpflichtigen kombiniert werden. Ebenfalls wird angenommen, dass diese Fakten die Verfolgungsbehörden auf die Wege des Schwarzgeldes und zur Aufdeckung von Schmuggel- oder Zinswucherringen usw. zu führen vermögen.

Gegebenenfalls können sie jedoch auch als indirekter Beweis aufgefasst werden, wenn beispielsweise die von dem Finanzamt Überprüften behaupten, eine neue Einzahlung eines großen Geldbetrags bei einer Bank habe sich aus Geldern ergeben, die sie früher einmal auf einem Konto hatten und in Angst vor einem Schnitt der Bankguthaben anstatt unter der Matratze in Bankschließfächern deponierten.

Die AADE setzt auf die konkrete Maßnahme, da sie einschätzt, ihre Kassen mit mehr Einnahmen aus fälligen Verbindlichkeiten zu stärken, da sich heutzutage eine große Anzahl von Kontopfändungen als ineffektiv erweisen.

Es sei angemerkt, dass die Öffnung von Schließfächern und Pfändung ihrer Inhalte bereits jetzt vorgesehen sind, jedoch sind die Verfahren streng, da eine obligatorische Voraussetzung das Vorliegen eines gerichtlichen Beschlusses oder einer staatsanwaltlichen Bestellung ist. Es werden sogar auch „Stürmungen“ (durch sogenannte „Steuer-Rambos“) geplant, bei den die Schlüssel der Schließfächer beschlagnahmt werden, und wenn Bargeld existiert, wird es zur Verrechnung mit Schulden an den Fiskus beschlagnahmt werden.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Quelle: gr-blog

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1 Kommentar

  1. tja, dann sollten die Griechen schnell ihr Geld unters heimische Kopfkissen legen und immer mal in die Bank gehen, um dort ein Täfelchen Schokolade oder ein Pfund Kaffee zu lagern, ein Fläschchen Tsipouro wäre auch eine gute Anlage für Notzeiten ;))))))))))))))))))

    Wir sehen überall die kleinen Tests, wie die Schlingen enger gezogen werden, in dem einen Land die Bankfächer, im anderen das Bargeld, hier werden Hartz4-Alte aufn Campingplatz outgesourced, während für Siedler aus aller Welt nagelneue Häuser gebaut werden, …

     

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