Hohe Mieten, steigende Lebenshaltungskosten und eine wachsende Abgabenlast treiben immer mehr Deutsche ins Ausland. Besonders alarmierend: Vor allem gut ausgebildete Fachkräfte kehren dem Standort Deutschland den Rücken.
Quelle: transition-news
Immer mehr Deutsche verlassen ihr Land, weil sie sich durch hohe Mieten, steigende Lebenshaltungskosten, Inflation und hohe Steuer- und Abgabenlast stark belastet fühlen. Und nicht nur das. 2024 wanderten sogar rund 270.000 Deutsche aus – ein Rekordwert und der erste Netto-Auswanderungsüberschuss seit 2008, als zuletzt mehr Deutsche das Land verließen als Einwanderer kamen. Das berichtete etwa die Welt vor einigen Tagen.
Die Ziele der Auswanderer liegen vor allem in nahegelegenen Ländern: Die Schweiz war 2024 weiterhin das beliebteste Ziel mit mehr als 320.000 dort ansässigen Deutschen, gefolgt von Österreich und anderen EU-Staaten. Die Zahl der Deutschen mit Wohnsitz in Österreich stieg innerhalb eines Jahrzehnts besonders stark an.
Experten sehen in dieser Entwicklung eine Warnung für die deutschen Wirtschafts- und Sozialsysteme, weil der Abfluss von Arbeitskräften, insbesondere gut ausgebildeter Fachkräfte, die demografischen Herausforderungen verstärken und den Fachkräftemangel verschärfen könnte. Besonders im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) erwägen viele Beschäftigte einen Umzug ins Ausland, da dort bessere Arbeitsbedingungen, höhere Gehälter und oft eine höhere Lebensqualität locken.
So verliert Deutschland trotz einer weltweit sehr hohen Abschlussquote in den MINT-Fächern zunehmend hochqualifizierte Fachkräfte ans Ausland. Laut einer repräsentativen Umfrage denken etwa 36 Prozent der MINT-Beschäftigten über einen Umzug ins Ausland nach, weil Länder wie USA, Schweiz und Kanada mit besseren Gehältern, höherer Lebensqualität und attraktiveren Karrierechancen locken.
Gleichzeitig soll es in Deutschland einen großen Fachkräftemangel mit knapp 150.000 offenen MINT-Stellen geben. Zwar studieren in Deutschland viele aus dem Ausland, doch nur ein Teil bleibt auch langfristig. Hauptgründe für die Abwanderung sind nicht nur verdienstbezogene Faktoren, sondern auch Arbeitskultur, Flexibilität und Innovationsklima. Die Abwanderung belastet Unternehmen und kann die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland gefährden.
Hinzu kommt, dass die Geburtenzahlen gesunken sind: 2024 wurden deutlich weniger Kinder geboren als im Durchschnitt der 2010er Jahre, was den demografischen Druck erhöht und die Bedeutung einer funktionierenden Zuwanderungspolitik unterstreicht.
In der Debatte warnen Ökonomen und Wirtschaftsforschungsinstitute schon seit längerem, dass Deutschland ohne ausreichenden Zuzug von Fachkräften und ohne wirksame politische Maßnahmen langfristig mit Wachstums- und Wettbewerbsproblemen zu kämpfen haben könnte. Zumal die Bevölkerung altert und immer mehr potenzielle Steuerzahler und Arbeitskräfte ins Ausland abwandern.
Quelle:
Welt: Stadtbild, Inflation, Mieten, Steuern: Immer mehr Deutsche wandern aus – Experten warnen vor Folgen für Wirtschaft und Sozialsysteme – 15. Dezember 2025
Haufe.de: MINT-Report 2025: MINT-Fachkräftemangel bleibt trotz Wirtschaftskrise hoch – 27. November 2025
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Als die Deutschen sich in den 50ger 60ger Jahren rasant vermehrten steuerten die Parteien dagegen . Ergebnis war der Pillenknick. In den 80ger,90ger und 2000er Jahren wurde die Geburtenraten durch familienfeindliche Politik ( Steuern etc.) nochmals
nach unten gedrückt. Das war kein Zufall sondern Planung um die Masseneinwanderung zu rechtfertigen. In der Politik geschieht nichts zufällig, alles ist um Jahrzehnte im voraus geplant.
Ich denke mal, der Autor des Artikels hat einen „kombinierten Socken -und Hackenschuß“, wenn er behauptet, das Zuzug das Problem lösen könnte.
Das ist genau das, was die Hintergrundmächte sich wünschen – vor allem für Deutschland als Ganzes – Volksaustausch.
Das Problem kann rein formal nur gelöst werden durch sofortige Absetzung der Deutschenfreindlichen Regierung und blitzschnelles Aufwachen des verbliebenen Volkes!