Falkensee: AfD fordert Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland – doch die Altparteien lehnen geschlossen ab

Altparteien in die Hundertprozentfalle gelockt

Von Redaktion opposition24

Foto: O24
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Falkensee: Die Stadtverordneten der AfD hatten Mitte Februar einen Antrag eingebracht, und folgten damit einer Aufforderung des Bündnisses gegen Rechts: zur Aufnahme von Flüchtlingen in Falkensee und zur Umschichtung aller kommunaler Geldmittel!

Am Mittwoch war es dann soweit. Hier eine Zusammenfassung direkt von der Fraktion: 

„ …Der Bürgermeister verweist gegen 21.45 Uhr unter TOP 12 (sehr allgemein gehaltener Antrag der Linken zur Aufnahme von unbegrenzt vielen minderjährigen Flüchtlingen aus Griechenland, aufgrund eines schriftlichen Aufrufs des Bündnis gR v. 11.02.) geschickt auf die reine Zuständigkeit des Landkreises bei solchen und ähnlichen, zukünftigen Anträgen, so dass die Linke ihren Antrag noch zurückziehen kann.

Highlight des Abends ist natürlich unser Antrag zur Beschlussvorlage unter TOP 13 „Umschichtung von Haushaltsmitteln für die von Bündnis gegen Rechts beantragte Unterbringung von unbegrenzt vielen Asylbewerbern“ (mit ausführlicher, zweiseitiger Begründung – Antrag TOP 13)

[ … ]

Die Linke fordert noch sarkastisch, dass die AfD ja die 7-Millionen-Erbschaft für die Flüchtlingsaufnahme verwenden kann, aber nach unserem Hinweis auf die viel üppigeren Mittel der Linken, nämlich die 400 Millionen EUR aus altem SED-Parteivermögen, kommt aus der Fraktion hierzu keine weitere Idee.

Abgelehnt, doch die AfD sorgt für eine besondere Pointe

Alle Fraktionen im Raum seien sich auffällig schnell darüber einig, dass man über den Antrag nicht debattieren, sondern lieber ganz, ganz schnell abstimmen sollte, schildert die AfD-Fraktion. Aber dann verpassen die Stadtverordneten den Blockparteien eine gehörige Ohrfeige. Natürlich stimmen alle dagegen, wie es grundsätzlich der Fall bei AfD-Anträgen sei, schildert ein Mitglied der AfD-Fraktion.

Und dann kommt der Konter: 

Aber da auch wir keinen spontanen massenhaften Zuzug aus griechischen Lagern nach Falkensee haben wollen, müssen natürlich auch wir gegen unseren Antrag stimmen, so dass plötzlich 100% Gegenstimmen und Null Zustimmung vorliegen. Damit hatte in der SVV wohl niemand gerechnet – leichte Tumulte entstehen, Überraschung gelungen ! 😉  …“

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6 Kommentare

  1. Hier sieht man gut, wie die weit in der AFD verbreitete Intelligenz die Altparteien gnadenlos vorführt und schachmatt setzt.

    Herrrrrlich !!!

     

    Wenn das Schule macht, wir zukünftig genauer nachgedacht vorher.

  2. Da hat man richtigen Anschauungsunterricht, wie blöde die Menschen sind, die solche dummen Politiker wählen. Es lässt nur ein Schluss zu, die Wähler sind noch dümmer! 

  3. Naja, ein bisschen Kindergarten ist es schon.

    Aber es zeigt eben auch, dass Unvereinbarkeitsbeschlüsse und das Ablehnen von Anträgen einer Partei ohne jede inhaltliche Prüfung nur aus Prinzip keine Lösung sind.

    •  Richtig! Genau das ist ja das Problem! Die lassen sich vorführen wie die Schulerbuben! Wegen Staatsräson, Parteibeschluß und political correctness!  Das Gehirn an der Garderobe abgegeben! Wir sind dafür, daß wir dagegen sind! Lauter Grasdackel …

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