Faire Goldreserven der Bundesbank

Vielen Dank Herr Boehringer. Dass die GrünInnen auf der politischen Bühne schon immer inkompetent und überflüssig waren, ist mit hinlänglich bekannt. Die Figuren, die Sie in Ihrem Artikel nennen, reichen bei weitem nicht aus. Spätestens jetzt aber weiß ich, dass die GrünInnen nicht nur dumm, sondern ausgesprochen dämlich sind. Die restlichen Attribute erspare ich mir.

von Peter Boehringer (Deutsche Edelmetall-Gesellschaft)

Preisfrage: Kann man derart politisch korrekt sein, dass man schon wieder am anderen Ende der Skala ankommt – also im extrem IN-Korrekten? Man kann! Man muss dafür allerdings besonders ahnungslos und schon wirklich extrem politisch korrekt sein. Dann kann man zufällig und ungewollt am anderen Ende ankommen – bei inkorrekten und heiklen Wahrheiten nämlich! Wovon sprechen wir? Die GrünInnen in kompetenter Person von „Pastorin“ Göring-Eckardt (multikuturelle Islamversteherin im obersten Sowjet der EKD) sowie von Botaniker Toni Hofreiter haben eine Anfrage zu den Goldreserven der Bundesbank gestellt: Faire Goldreserven der Bundesbank (sic, kein Aprilscherz!). Es zeichnen auch noch weitere grüngüldene ExpertInnen mit – darunter Cem „Eine Moschee in [m]einem Wohnhaus ist unzumutbarÖzdemir und seine Gegenspielerin Claudia „Eine Moschee gehört in jedes Wohnhaus“ Roth.

Die Motivation der Kleinen Anfrage an die Bundesregierung vom 18.12.2014 ist natürlich nicht vertieftes Interesse der Grünen an der aktuellen BuBa-Goldlagerung und an der Geschichte der noch immer geheimnisumwitterten (da nie seriös auditierten) Horte in Frankfurt, New York, London und Paris. Nein, während kleine Bürgerinitiativen wie etwa „Holt unser Gold heim“ noch immer mühsam an dieser profanen Transparenz zum 100 Mrd EUR schweren Volksvermögen arbeiten, sind die Grünen Weltaufklärer und Weltverbesserer schon viel weiter und in ganz anderen moralischen Sphären:

Man sorgt sich aus wohl verstandener „historischer Verantwortung der deutschen Kolonialgeschichte“ (sic!) darum, ob das historische deutsche Gold (bekanntlich theoretisch eingelagert und unangetastet seit den 1950er/60er-Jahren) beim damaligen Einkauf nicht in irgendeiner Form mit „schwersten Menschenrechtsverletzungen, der Perpetuierung von Konflikten, Vertreibung, sexueller Gewalt, der Rekrutierung von Kindersoldaten“ in Verbindung gestanden haben könnte (sic!); wenigstens der Kinderarbeits-Verdacht steht beim damaligen hoch verdächtigen Einkaufs-Preis auf Dumping-Niveau von nur 35 Dollar pro Goldunze schreiend im Raum… Oder ob das hehre Bundesbankgold, das nach BuBa-Vorstand Thiele bei den „integersten aller Partnerbanken“ bestens lagert, nicht irgendwie doch „aus dunklen Quellen stammen“ oder „zur Konfliktfinanzierung beigetragen haben“ könnte. Manche Dinge könnte man mangels ausreichender Phantasie nicht erfinden…

Doch es sind wirklich authentische Infos – auch wenn jetzt nicht ganz klar ist, ob die Grünen mit unserer „Kolonialgeschichte“ in den 1950ern und 1960er-Jahren vielleicht die BRD selbst als Kolonie der Siegermächte meinen?! Den Originaltext finden Sie unten oder hier [danke an den unermüdlichen Goldseitenforisten „Bembelpetzer“ fürs Ausgraben]. Wenn die Grünen wüssten, wie nahe sie uU mit den Vorwürfen im o.g. letzten Satz an einer Wahrheit sind, die sie als treue Transatlantiker SO bestimmt nicht offenlegen wollten – sie würden sofort die Anfrage zurückziehen [was nun aber nicht mehr geht, da hiermit öffentlich 😉 ]! Im kommenden Buch zum Thema „Deutsches Gold“ lege ich dagegen sehr wohl dar, dass die hoch intransparente und potenziell nur fraktionale (Bruchteils-)Verwahrung des Bundesbankgoldes durchaus zur langjährig kriminellen Goldpreisdrückung, damit zur Papiergeldstützung und damit zur „Konfliktfinanzierung“ in aller Welt bzw. zur „Perpetuierung von Konflikten“ durch Falschgeld „aus dunklen Quellen beigetragen haben könnte“.

Allerdings wird die BuReg dies natürlich so nicht antworten. Wie sie überhaupt gerade die für uns interessanten Fragen dieser Kleinen Anfrage nicht oder wie immer bei BuBa und BuReg nebulös, doppeldeutig, unvollständig oder „aus Sicherheitsgründen“ einfach mit Schweigen beantwortet! Die Frage ist dabei nur immer, WESSEN Sicherheit dieses Omertà-hafte Schweigen eigentlich dient…

Falls die Grünen belegte (!) Antworten auch nur auf fünf der zwölf Fragen bekämen, wäre es eine Sensation! Bei den ersten vieren besteht zumindest noch eine kleine Chance auf eine angedeutete Antwort – ganz sicher aber auch nicht vollständig belegt! Lassen Sie die unten einkopierten Fragen einfach auf sich wirken – und ignorieren Sie manche Dämlichkeit schon in der Fragestellung; etwa, dass die Bundesregierung (statt der Bundesbank) die Goldreserven bei sich verbucht. Vielleicht hatte man bei der Frage aber auch (dann immerhin empirisch gestützt) Schäubles „Privat-Buchhaltung“ im Hinterkopf: wo 100.000 DM im Briefcouvert waren, könnten doch auch ein paar 12,5kg-Barren drin sein…

Doch Scherz beiseite, liebe Grüne: Ungeachtet eurer politisch viel zu korrekten Motivation [wann folgt eigentlich die Anfrage, ob die verstromte Kohle, mit der der Fraktionsraum der Grünen im Bundestag beheizt wird, nicht durch Kinderarbeit gefördert wurde – ist erheblich wahrscheinlicher!] solltet ihr doch unbedingt darauf bestehen, dass die Bundesregierung bzw. die Bundesbank minutiös die Fragen beantworten – und anhand bis zu 60 Jahre alter Transaktionsbelege und Barreneinkaufslisten / Barrentransportlisten mit Einzel-Barrennummern auch BELEGEN! Nur dann könnt ihr nachprüfen, aus welchen Minen, Bezugsquellen und unter Missachtung welcher Menschenrechte von wem auch immer das Gold gefördert und von der Bundesbank (oder Fed) eingekauft wurde! Sehr spannendes Thema – besonders, wenn ihr noch die Sauereien der Fed bei der monetären Makroklempnerei der Welt in eure Kriminalitätsbetrachtungen mit einbezieht – da bleibt dann seit 1951 kein Auge trocken im fractional gold banking Betrugsspiel! Wenn ihr die Antworten alle in belegter Form bekommt und minutiös bis zum kleinsten Einkaufsbeleg von 1951 veröffentlicht (wie es ja absolut üblich ist nach Parlaments-Anfragen), dann pilgere ich in einem persönlichem Canossagang zu eurer Fraktionssitzung und leiste völlige Abbitte für meine Frechheiten euch gegenüber. Im Büßerhemd und mit 12x wiederholtem „Mea Maxima Culpa“. Versprochen, selbst wenn ihr mich wie einst Papst Gregor den Heinrich IV im kalten Winter 1077 zuerst tagelang vor der Canossa-Fraktionstür warten lasst! Aber bitte lasst mich nicht ewig warten. Heinrich wurde am 28. Januar zum Papst vorgelassen – dieses Datum in 2015 wäre doch mal ein Ziel. Die Bundesbank muss vorher liefern. Schön wären dabei schon einfach mal nur die ohnehin bereits überfälligen und von den mit den Hufen scharrenden internationalen „Repatriate the Gold„-Initiativen heiß erwarteten Antworten der BuBa zu ihren aktuellen Bestandszahlen an den vier Lagerorten per Ende 2014. Selbst die sind noch unbekannt – die Bundesbank würfelt wohl gerade noch aus, welche Zahl sie in der schon verspäteten Pressemeldung für die Heimholungs-Tonnagen 2014 angeben soll. Oder wie man die wahrscheinlich mickrige Zahl für 2014 von voraussichtlich unter 150 Tonnen erklären soll. Und wie man das erneute Einschmelzen der Barren durch Unbekannt in Unbekannt und die Überführungen durch Unbekannt nach Frankfurt in eine sinnvolle PM packt…

++++++++++++++++++++++++++
KLEINE ANFRAGE der Abgeordneten Claudia Roth, Marieluise Beck, Omid Nouripour, Cem Özdemir, Jürgen Trittin und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Faire Goldreserven der Bundesbank :!:

Wenig bekannt ist, unter welchen Bedingungen das Rohgold für diesen Bundesschatz abgebaut, vertrieben, gehandelt oder schließlich in den Bundesbesitz gelangt ist. Jedoch sollte Deutschland schon aus historischer Verantwortung u. a. wegen seiner Kolonialgeschichte klären, ob bei Abbau und Handel von Teilen der Goldreserven Menschenrechte missachtet oder Konfliktparteien finanziert wurden.
… Die Folge sind schwerste Menschenrechtsverletzungen sowie die Perpetuierung der Konflikte, die wiederum zu Vertreibung, sexueller Gewalt, der Rekrutierung von Kindersoldaten etc. führen. In der umfassenden Finanzmarktrechtsreform des Dodd-Franck-Acts der USA kommt Handels- und Förderunternehmen sowie den Konsumenten solcher Rohstoffe die Verantwortung zu, möglichst auszuschließen, dass Rohstoffe aus dunklen Quellen stammen und das gekaufte Gold nicht zur Konfliktfinanzierung beigetragen hat.

Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie ist der aktuelle Bestand [2015]der Goldreserven der Bundesregierung bzw. der Bundesbank (bitte nach Menge, Lagerort und Marktwert aufschlüsseln)?
2. Welche Bestände von anderen Edelmetallen und Edelsteinen befinden sich im Bundesbesitz (bitte nach Menge, Lagerort und Marktwert aufschlüsseln)?
3. Wann wurden welche Mengen der Goldbestände seit Ende des zweiten Weltkriegs gekauft bzw. verkauft (bitte nach Datum der jeweiligen Einkäufe aufschlüsseln)?
4. Auf Grundlage welcher Richtlinien und Kriterien kaufen die Bundesregierung bzw. die Bundesbank Gold? [Ordre de William Martin, heute Jannet Yellen?!]
5. Inwiefern teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass die Bundesbank bei der Beschaffung ihres Goldes dieselben Vorgaben haben und beachten sollte, wie sie die amerikanische Regierung dortigen Unternehmen im Rahmen des Dodd-Franck Acts macht?
6. Welche Zertifikate und Zeugnisse liegen für die jeweiligen Goldkäufe vor (bitte für jeden Goldkauf einzeln angeben)?
7. Aus welchen Quellen wurden bei den jeweiligen Gold-Einkäufen die Reserven der Bundesbank beschafft (bitte nach Datum, Einkäufen, Herkunftsland und Bezugsquellen aufschlüsseln)?
8. Inwiefern wurde bei der Beschaffung überprüft, wo das Gold abgebaut wurde, und auf welchen Wegen es zu dem direkten Verkäufer gelangte? [Käufe dann 1960 durch die Fed i.A. BuBa… :>> ]
9. Welche Anstrengungen haben die Bundesregierung bzw. die Bundesbank unternommen, um sicherzustellen, dass ihre Goldkäufe an keinem Punkt der Förderung oder der Lieferkette dazu beigetragen haben, dass Menschenrechte missachtet oder Konfliktparteien finanziert wurden?
10. Wie schließen die Bundesregierung, bzw. die Bundesbank für zukünftige Goldankäufe aus, dass bei Abbau und Handel dieses Goldes Menschenrechte missachtet oder Konfliktparteien finanziert wurden?
11. Welche Informationen liegen der Bundesregierung darüber vor, aus welchen Ländern und Minen das Gold stammt und wann es abgebaut wurde?
12. Wieviel Gold haben Bundesregierung bzw. Bundesbank je und wann angeschafft aus
● der Demokratischen Republik Kongo, zuvor Zaire,
● Südafrika,
● der Volksrepublik China,
● Indonesien,
● Ghana,
● Usbekistan,
● Brasilien,
● Chile,
● den USA,
● Australien,
● Kanada,
● Russland,
● Peru,
● Papua-Neuguinea,
● Kolumbien,
● Philippinen,
● Chile,
● Tansania,
● Mali,
● Kasachstan,
● Guinea,
● Burkina Faso,
● Kirgistan,
● Türkei,
● Neuseeland,
● Togo,
● Simbabwe (ehemals Rhodesien),
● Guatemala?

Berlin, den 17. Dezember 2014, Katrin Göring-Eckardt, Dr. Anton Hofreiter und Fraktion

(Visited 7 times, 1 visits today)
Faire Goldreserven der Bundesbank
10 Stimmen, 2.30 durchschnittliche Bewertung (50% Ergebnis)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*