Europol warnt vor Gefahr durch in die Ukraine gelieferte Waffen

Westliche Medien und Politiker überschlagen sich mit Forderungen, der Ukraine mehr Waffen zu liefern. Sie verschweigen dabei, dass niemand weiß, wo die Waffen landen und in wessen Hände sie fallen.

Quelle: anti-spiegel

In russischen Medien ist der Verbleib der an die Ukraine gelieferten Waffen eines der wichtigsten Themen. Russische Experten warnen, dass niemand weiß, was mit den westlichen Waffen passiert, wenn sie über die ukrainische Grenze gekommen sind. Da die Ukraine ein hochgradig korruptes Land ist, besteht die reale Gefahr, dass Waffen verschwinden und auf den Schwarzmarkt gelangen. So können die westlichen Waffen nicht nur in die Hände islamistischer Terroristen gelangen, sondern auch an kriminelle Vereinigungen in Europa.

Das Problem dabei ist, dass wir nicht „nur“ von Handfeuerwaffen und Handgranaten reden, es geht auch zum Beispiel um tragbare Stinger-Raketen, die gegen Flugzeuge eingesetzt werden. Was wäre zum Beispiel, wenn einige der an die Ukraine gelieferten Stinger-Raketen an islamistische Terroristen gehen, die damit in Europa Verkehrsflugzeuge im Landeanflug abschießen? Oder wenn eine kriminelle Vereinigung mit einem solchen Abschuss droht und gigantische Summen über Bitcoin-Konten fordert, damit sie keine Flugzeuge im Landeanflug auf europäische Großstädte abschießen?

Westliche Medien und Politiker berichten über diese Gefahr gar nicht, daher muss es sich bei solchen Warnungen natürlich um russische Propaganda handeln.

Aber falsch geraten, denn davor wird auch von Experten im Westen gewarnt, die westlichen Medien thematisieren diese Gefahr jedoch nicht, weil das in der Bevölkerung Widerstand gegen die ohnehin in Teilen der westlichen Bevölkerung umstrittenen Waffenlieferungen an die Ukraine befeuern könnte.

Das „Schwarze Loch“ Ukraine

Dass russische Experten sich diese Gefahr nicht ausgedacht haben und dass es sich dabei nicht um russische Propaganda handelt, erfährt man verschämt in einigen US-amerikanischen Medienberichten. Und das sind keine Berichte der „bösen“ US-Medien, wie zum Beispiel Fox News, sondern darüber hat unter anderem CNN berichtet. Der Grund war, dass Vertreter des Pentagon sich zum Verbleib der Waffen in der Ukraine geäußert haben. CNN zitierte US-Experten schon im April wie folgt:

„Für eine kurze Zeit haben wir die Sicherheit, aber wenn sie in den Nebel des Krieges eintreten, haben wir fast keine mehr. Sie fallen in ein großes schwarzes Loch, und nach kurzer Zeit hat man überhaupt keine Ahnung mehr.“

Die Kontrolle darüber, was mit den westlichen Waffen passiert, nachdem sie in der Ukraine angekommen sind, war auch ein Thema bei dem Besuch von US-Verteidigungsminister Austin und US-Außenminister Blinken in Kiew Ende April. Sie haben von Selensky gefordert, die Ukraine solle der Verbleib der Waffen besser überwachen.

Deutsche Medien berichten darüber am liebsten gar nicht, denn das könnte die in der deutschen Bevölkerung ohnehin beschränkte Unterstützung für die Waffenlieferung in die Ukraine stören.

Europol ist besorgt

Am 28. Mai hat die „Welt“ ein Interview mit Catherine De Bolle, der Direktorin von Europol, veröffentlicht. In dem Interview ging es um viele Themen, aber ein Teil einer Antwort von De Bolle hatte Sprengstoff:

„Was uns ebenfalls besorgt, ist der Verbleib der Waffen, die aktuell in die Ukraine geliefert werden. Irgendwann ist der Krieg vorbei. Wir wollen eine Situation verhindern wie vor 30 Jahren im Balkankrieg. Die Waffen aus diesem Krieg werden noch heute von kriminellen Gruppen genutzt. Wir müssen einen Weg finden, wie wir mit der Situation nach einem möglichen Kriegsende umgehen. Wir werden eine internationale Arbeitsgruppe zusammenstellen, die sich mit dieser Frage beschäftigt.“

Die Deutschen sollen das nicht erfahren

Die „Welt“ hatte nach dem Thema Sicherheit der Waffenlieferungen an die Ukraine gar nicht gefragt und nach dieser Aussage von De Bolle auch nicht nachgehakt. Frau De Bolle hatte dieses Thema ungefragt angeschnitten und die „Welt“ wollte es nicht vertiefen. Auch andere deutsche, angeblich kritische, „Qualitätsmedien“ sind nicht der Meinung, dass der deutsche Leser von dieser Gefahr erfahren sollte. In großen deutschen Medien habe ich lediglich einen Artikel bei n-tv gefunden, der dieser Aussage von De Bolle gewidmet war.

Andere deutsche Medien haben diese Aussage von Frau De Bolle bestenfalls gut versteckt erwähnt. Beim Spiegel zum Beispiel wurde sie in den Newsticker zum Ukraine-Konflikt aufgenommen, einen eigenen Artikel war das Thema dem Spiegel nicht wert. Spiegel-Leser haben im Newsticker über die Ereignisse des 28. Mai lediglich erfahren:

„10.14 Uhr: Die europäische Polizeibehörde Europol ist besorgt über den Verbleib der Waffen, die aus der EU in die Ukraine geliefert werden. »Irgendwann ist der Krieg vorbei. Wir wollen eine Situation verhindern wie vor 30 Jahren im Balkankrieg«, sagte Europol-Direktorin Catherine De Bolle der »Welt am Sonntag«. »Die Waffen aus diesem Krieg werden noch heute von kriminellen Gruppen genutzt.«
Europol plant daher, eine internationale Arbeitsgruppe einzurichten, um Strategien für einen Umgang mit der Situation zu entwickeln. Europol beobachte zudem verdeckte Aus- und Einreiseaktivitäten bekannter terroristischer und gewaltbereiter Extremisten zwischen der Ukraine und der EU.“

Leider keine russische Propaganda

Die Probleme mit dem Verbleib der Waffen, die der Westen an die Ukraine liefert, sind also real und es handelt sich dabei keineswegs um russische Propaganda. Aber während russische Medien ihre Leser und Zuschauer über die Gefahr informieren, verschweigen westliche Medien das Thema so gut es geht.

Deutschland (und der Westen insgesamt) wird von seinen Medien immer mehr zum Tal der Ahnungslosen gemacht, denn wichtige Meldungen, die nicht in das gewollte transatlantische Narrativ passen, werden konsequent versteckt. Daran wird verständlich, warum man im Westen zu Zensur greifen und russische Medien wie RT und Sputnik verbieten musste: Die böse „russische Propaganda“ spricht die Wahrheiten, die Menschen im Westen nicht erfahren sollen, einfach zu oft aus.

Es zensieren nur diejenigen, die etwas zu verbergen haben, wie man an diesem Beispiel wieder deutlich sehen kann.

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1 Kommentar

  1. Ein großer Teil wird wieder in Deutschland landen!
    Der freuen sich sicherlich die harten Polizisten auf die kommenden Schießereien!

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