Europas Bürger zwischen allen Fronten. (Teil 2/3)

Man muss nicht gerade ein unverbesserlicher Pessimist sein, um zu bemerken, dass das Europa wie es sich seine Väter wünschten, so niemals Wirklichkeit werden kann, denn zu sehr widersprechen die Lobeshymnen der EU-Spitzen und der sie noch stützenden Regierungen der immer augenscheinlicher werdenden Wirklichkeit.

Es kann eben auf Dauer nicht gut gehen, wenn Politik die Mathematik schlägt!

Dieses von uns so sehnlichst gewünschte Europa ist dabei, sich für seine Bürger zu einem Albtraum zu entwickeln. Zu einem Moloch, der seine Demokratien auffrisst, deren Rechtsnormen nivelliert und von Konzernen über CETA und TTIP das Verschachern staatlichen Rechts nebst Richtlinien zulässt! Völker einer unbeschreiblichen Armut preisgibt und seinen Menschen eine planbare Zukunft verwehrt. Arbeitsplätze zerstückeln lässt und die Löhne in den einzelnen Ländern gegeneinander in Konkurrenz setzt oder dies nicht verhindert und so im Interesse von Konzernen eine Lohnspirale nach unten in Bewegung brachte, oder zumindest toleriert, die, wie eine sich drehende Spirale ohne Ende ist und Armut in der Zukunft und im Alter verursacht.

Die Bürger Europas fühlen sich zunehmend zwischen allen Fronten und Stühlen und begreifen, dass sie in atemberaubender Geschwindigkeit auf eine Manövriermasse der Finanzwelt und der Konzerne reduziert werden. Da über die Köpfe der Bürger Europas Differenzen mit Russland herbeipolitisiert wurden, erkennen diese schon an den Folgen der durch Sanktionen entstandenen Spannungen, die mitten in Europa zu Krieg führen können. Nur ein kleiner Funke in Gestalt einer weiteren Eskalation in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol entscheidet nun über Krieg und Frieden und die Souveränität Europas.

Die den Schuldenstaaten zwangsweise ohne EU-Rechtsgrundlagen aufoktroyierten Troikakontroller mit ihrer Machtfülle plündern den Besitz der schon sowieso gebeutelten Staaten bis aufs Hemd aus, erzwingen ruinöse Lohnkürzungen um einer Konkurrenzfähigkeit willen, die so in Europa nicht erwünscht ist und als Vorbereitung auf die Freihandelsabkommen TITIP CETA und TISA erscheinen, die die europäische Lohnsituation weiter verschärfen werden! Der IWF mit seinen Knebelkrediten hat in Europa nichts zu suchen, da dieser ausschließlich US-Interessen bedient.

Unverdrossen wird den Bürgern Europas vom deutschen Finanzminister Schäuble eingebläut, dass Portugal, Irland, Spanien und Italien, auch Frankreich auf einem guten Weg sind und diese für Griechenland Vorbilder sein könnten, wenn es sich nur an die vertraglichen Vorgaben hält, welches aber O-Ton Schäuble schon kleine Fortschritte zeitigt und ebenfalls auf einem guten Weg zum guten Weg, zum guten Weg, zum g…W…..g…..sei!

Hier hat Schäubles Gesundbetungsschallplatte wohl einen Sprung, trotzdem legt er diese immer wieder auf, um sich wohl selbst zu stimulieren, da er weiß, dass er sich auf einem falschen Weg befindet, der uns allen nur schadet.

Doch Griechenland hat im Gegensatz zu diesen von Schäuble hochgelobten Staaten keinerlei Geschäftsmodell. Heute nicht und in absehbarer Zukunft auch nicht und wird auch künftig in dem Kreislaufdilemma von Alimentation und Tilgung verbleiben und wie bei einer defekten Schallplatte immer den gleichen Songteil abspielender da heißt: Ich brauche Geld und kann nichts zurückzahlen … ich brauche Geld und kann nichts zurückzahlen…………… ich brauche Geld und kann nichts zurückzahlen….ich …br…..Ge….u ….. ka… ni.. zzzzz.

Defekte Schallplatten muss man vom Teller nehmen, sonst ist die teure Nadel auch noch hin und verdirbt obendrein die ganze Musiksammlung. Ein Schelm, der nun an die Eurozone denkt.

Wir haben es hier mit zwei defekten Songs zu tun, die wir mit Grausen uns immer wieder anhören müssen, obwohl beide Texte mittlerweile arg verschrammt und unverständlich, nicht mehr anhörbar sind.

Was ist denn in den gelobten Ländern gut?

Durch die hohe Arbeitslosigkeit und noch höhere Jugendarbeitslosigkeit in Portugal findet ein Exodus der Arbeitswilligen ins Ausland statt und die Bevölkerung schrumpft über die demografischen Werte hinaus drastisch, da keine Arbeit vorhanden ist. Die Flucht der arbeitslosen Menschen aus diesen für sie hoffnungslosen Zuständen spricht Bände Herr Schäuble. In Portugal und spricht man schon von einer verlorenen Generation!

Durch die hohe Arbeitslosigkeit und noch höhere Jugendarbeitslosigkeit in Spanien findet ein Exodus der Arbeitswilligen ins Ausland statt und die Bevölkerung schrumpft über die demografischen Werte hinaus drastisch, da keine Arbeit vorhanden ist. Die Flucht der arbeitslosen Menschen aus diesen für sie hoffnungslosen Zuständen spricht Bände Herr Schäuble. In Spanien und spricht man schon von einer verlorenen Generation! Hinzu kommen die Folgen einer vor Jahren schon geplatzten Immobilienblase, welche die Bürger, dann die Sparkassen, die sich deshalb zusammenschließen mussten und dann der spanische Staat auszubaden haben, der sich um die Troika herummogelte, da ja nur die Banken betroffen waren und der Staat ja scheinbar gesund war. Die Kreditausfallrisiken in Spanien sind wie in Italien extrem hoch, wie auch die Staatsschulden explodieren und werden immer höher und die Staatsfinanzen sind schon lange nicht so gesund wie angegeben. Hier wird getrickst und umgeschichtet, was das Zeug hält, um die EU einzulullen, was diese auch gerne zulässt. Man müsste ja Konsequenzen ziehen.

Durch die hohe Arbeitslosigkeit und noch höhere Jugendarbeitslosigkeit in Irland findet ein Exodus der Arbeitswilligen ins Ausland statt und die Bevölkerung schrumpft über die demografischen Werte hinaus drastisch, da keine Arbeit vorhanden ist. Die Flucht der arbeitslosen Menschen aus diesen für sie hoffnungslosen Zuständen spricht Bände Herr Schäuble. In Irland allerdings musste ein eigentlich gesundes Staatswesen seine und ausländische zockende Banken bis hin zum eigenen Ruin retten. Doch selbst seine günstigen, für die Europäer aber ärgerlichen Investitionsmöglichkeiten konnten eine grassierende Arbeitslosigkeit nicht verhindern. Auch hier wandern die Fachkräfte ab und stehen wie in den anderen Ländern für eine wirtschaftliche Erholung nicht mehr zur Verfügung.

Ist es nicht bedrückend, dass man Textteile mühelos für jedes oben genannte Land übernehmen kann, da sich die Miseren gleichen?

In Italien ist die Wirtschaftsleistung um 20% geschrumpft und zieht so eine steigende Arbeitslosigkeit mit sich nach. Eine Kreditausfallrate von 1183,673 Mrd. Euro spricht Bände und obendrein hat Italien als drittgrößtes Eurozonenland mehr Schulden als Deutschland!!! Die Italiener verweigern sich Lohnkürzungen und keine Regierung wagt das zu tun, was sich in Deutschland auf dem Lohnsektor abgespielt hat. Auch in Italien zeigen die ökonomischen Daten nach unten! Will Herr Schäuble das alles nicht sehen?

In Frankreich ist die Wirtschaftsentwicklung rückläufig. Auch dort müssten die Löhne, um wieder mit einer zu sehr staatlich unterstützten Wirtschaft konkurrenzfähig zu werden gesenkt werden. Welch ein Sprengsatz!!Lohnkürzungen, Rentenkürzungen oder längere Lebensarbeitszeit, Kürzungen der unbestritten guten und besseren sozialen Leistungen als in Deutschland, da traut sich keine Regierung ran. Also bekommt der französische Staat seine Kosten nicht in den Griff. Und da man sich in Europa sowieso nicht an Vertragsinhalte hält, bekommen die Franzosen nun zum wiederholten Male(!) bis 2017 mehr Zeit, ihre Haushaltsverschuldung auf 3% zu trimmen, die aber weiter steigt und zurzeit bei 4,5% liegt.

Ach ja, 2017 wird ein neues Staatsoberhaupt gewählt und eine Frau namens Le Penn darf es um Gotteswillen nicht sein, gelle! Da will man die Franzosen bis dahin doch lieber nicht in Wallung bringen und lässt diese weiterwursteln.

Was bedeuten in Europa heute noch Verträge, außer denen, die Deutschland einzuhalten hat?

Wie wir also aus berufenem Mund von Schäuble hören, ist die EU, ganz besonders der Währungsraum gegen alle Unkenrufe eigentlich doch gut in Schuss, oder wie er sagt „Auf einem guten Weg“ ……„Auf einem guten Weg“ ……….„Auf einem guten Weg“!

Entschuldigung, hier hat doch die Platte einen Sprung, hatte ich glatt vergessen,sorry!

Der weise Feldherr und Senator GATO im alten Rom hatte die Angewohnheit nach jeder seiner brillanten Reden zu sagen: „Und im Übrigen bin ich der Meinung, das Karthago zerstört werden muss“!

Ich erlaube es ihm gleich zu tun und sage: „Und im Übrigen bin ich der Meinung, das der Euro abgeschafft werden muss“!

Heiner Hannappel

heiner.hannappel@gmx.de

Meine Homepage auf Fortuna Netz:

http://www.fortunanetz.de/hannappel/index.php

 

 

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