Europäisch-amerikanisches Fundament so brüchig wie nie zuvor – Gabriel

Neues vom Häuptling der Atlantik-Brücke e.V.

Deutschlands Ex-Vizekanzler und früherer Wirtschafts- und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat den aktuellen Ton im deutsch-amerikanischen Verhältnis als besonders rau bezeichnet, die Beziehungen seien ihm zufolge so schlecht wie nie, obwohl die Sanktionen seitens Washingtons nichts Neues seien.

„Der Ton und der Umgang im deutsch-amerikanischen Verhältnis ist besonders rau geworden“, sagte Gabriel auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Berlin.

Es habe immer Konflikte zwischen Deutschland, Europa auf der einen Seite und den Vereinigten Staaten auf der anderen Seite gegeben. Es sei jetzt nicht etwas, was es nie gegeben habe. Dabei erinnerte Gabriel an die Auseinandersetzungen um den Vietnam-Krieg, um Chile, um den zweiten Irak-Krieg. Es sei ihm zufolge auch nicht das erste Mal, dass die USA Sanktionen gegen ein deutsch-russisches oder europäisch-russisches Erdgasprojekt beschlossen haben.

„Auseinandersetzungen gab es schon häufig, aber noch nie war das deutsch-amerikanische, europäisch-amerikanische Fundament so brüchig und so schwierig, wie das derzeit der Fall ist“, beklagte Gabriel, der jetzt den Vorsitz in der Atlantik-Brücke innehat.

Aus seiner Sicht hat das mit zwei wesentlichen Ursachen zu tun. Eine ist die geopolitische Ursache, die die globalen Interessen verschiebe. „Amerika wird schon seit geraumer Zeit und deutlich vor Beginn der Präsidentschaft von Donald Trump pazifischer und weniger europäisch, damit verlagern sich auch die Interessen“, sagte Gabriel.

Aber auch die Präsidentschaft Donald Trumps sei „außerordentlich bedeutsam“ gewesen für dieses „schwierige, man kann glaube ich sagen, schlechte Verhältnis, das wir derzeit haben“.

„Jedenfalls war es noch nie so schlecht wie jetzt“, sagte Gabriel.

Hoffnung auf Verbesserung

Doch die Deutschen geben die Hoffnung auf eine Verbesserung nicht auf. Gabriel führte die Ergebnisse einer Umfrage über den möglichen Wahlausgang in den USA in der kommenden Woche an. Demnach rechnen die Deutschen fast gleichenteils mit einem Sieg Joe Bidens (41,3 Prozent) wie mit einem Sieg Donald Trumps (38,4 Prozent).

Die Ostdeutschen glauben etwas stärker an eine Wiederwahl Trumps als die Westdeutschen. Bei den Parteien sind das besonders die Wähler der AfD, die an eine Wiederwahl Trumps glauben, auch die Wähler der FDP glauben mehrheitlich daran.

Eine deutliche Mehrheit der Befragten (68,5 Prozent) glaubt Gabriel zufolge, dass sich das deutsch-amerikanische Verhältnis nach dem Sieg Joe Bidens verbessern werde. Das Vertrauen in eine gute Zusammenarbeit mit den USA sei jedenfalls noch nicht grundsätzlich unterminiert.

„Die Zuversicht, dass sich unter einer neuen politischen Führung wieder Vieles verbessern kann, ist außerordentlich groß in Deutschland“, so Gabriel.

Quelle: sputniknews

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Europäisch-amerikanisches Fundament so brüchig wie nie zuvor – Gabriel
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9 Kommentare

  1. Der feiste Herr aus der Erwachsenenbildung, der es im untersten Drittel der Abiturienten bis zum "Lee(h)ramtsstudium" brachte und von der Idee besessen ist, alles kontrollieren zu müssen; aber, wie das unappetitliche Äussere des Herrn von der "S.P.D." unschwer erkennen lässt, bereits an der Selbstkontrolle scheitert, firmiert also als "Wirtschaftsfachmann", "Finanzfachmann", "aussenpolitischer Experte" und "Staatsmann". Ein wahrhaftiges Universalgenie. Das spricht Bände über die Qualität des Personals dieser sog."Republik".

    In der Entourage der "Atlantikbrücke" -Schulabrecher Fischer und die gescheiterte Theologiestudentin G.E. für viele andere- des seligen Herrn Warburg (einem aufrechten, US-amerikanischen Patrioten) ist "Siggi das Pack"  allerdings bestens aufgehoben. Da muss er nicht gross nachdenken, sondern nur nachplappern.

     

    • "Das spricht Bände über die Qualität des Personals dieser sog."Republik"." Und insbesondere auch der Deutschen Bank, die keine deutsche Bank ist, weswegen Gabriel bei ihr gut aufgehoben ist.  Sein ehrenwerter Vater würde sich wohl im Grab herumdrehen, wenn er wüßte, was für ein Früchtchen er gezeugt hat!

      Mensch, welches wunderbare Geldscheffeln eines SPD-Genossen!!! Da kann man richtig neidisch werden beim Geldscheffeln für Nichsttun!  Kein Wunder, daß Scholz das Eintreiben der Cum-Ex-Geschäfte versäumt hat!

      https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmar_Gabriel

      Tätigkeiten nach seinem Ausscheiden als Bundesaußenminister (seit 2018)

      Gabriel ist seit Juni 2019 Vorsitzender der Atlantik-Brücke[33] und Mitglied der Trilateralen Kommission[34] sowie des European Council on Foreign Relations.[35] Außerdem gehört er seit Mai 2018 dem Kuratorium der International Crisis Group an[36] und seit März 2019 dem Beirat von Deloitte.[37] Seit März 2020 ist er Mitglied im Präsidialrat der Björn Steiger Stiftung[38] Von Juni 2018 bis zum Frühjahr 2020 war er als Autor für die Holtzbrinck-Medien Handelsblatt, Der Tagesspiegel und Die Zeit tätig und verdiente damit zwischen 15.000 und 30.000 Euro im Monat.[39][40] Im Sommersemester 2018 war er Lehrbeauftragter an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn[41] und im Herbst 2018 drei Wochen lang Gastdozent an der Harvard University.[42] Seit November 2019 ist er bei der Eurasia Group als Politikberater tätig.[43]

      Am 24. Januar 2020 nominierte die Deutsche Bank ihn für ein Mandat im Aufsichtsrat ihres Geldhauses.[44][45][46] Diese Ankündigung verursachte zum Teil kritische Reaktionen. Beispielsweise forderte Abgeordnetenwatch eine Karenzzeit von drei Jahren für einen solchen Wechsel mit der Begründung, es würde dem Demokratieverständnis schaden, wenn Gabriel keine zwei Jahre nach seinem Ausscheiden als Vizekanzler „jetzt sein Adressbuch an die Deutsche Bank versilbert, das er nur als Vertreter des Volkes so prall füllen konnte“.[47] Es gab in der Presse auch positive Kommentare, so schrieb Marc Beise in der Süddeutschen, dass die Bank „von seiner Erfahrung und Persönlichkeit“ profitieren würde und darüber hinaus die Gesellschaft, da „eine funktionierende Großbank gut ist fürs Land“.[48] Am 20. Mai 2020 wurde Gabriel als Mitglied des Integritätsausschusses der Deutschen Bank in den Aufsichtsrat desselben Unternehmens gewählt.[40]

      Ebenfalls wurde im Mai 2020 vermeldet, dass Gabriel in den Aufsichtsrat von Siemens Energy gewählt wurde.[40]

      Nach eigenen Angaben war Gabriel von März bis Ende Mai 2020 als Berater für die Tönnies Holding tätig. Gabriel sollte nach eigener Aussage in Erfahrung bringen, welche Handelsrestriktionen für Fleischwaren beim Export nach Asien im Zuge der afrikanischen Schweinepest geplant und wie Exportgenehmigungen weiterhin zu bekommen seien.[40]

      • Das Wesen und die Bedeutung der Aufsichtsräte:  Genau genommen Bestechung von Politikern wie Merz und Gabriel durch die Großindustrie.

        S. 126:

        http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/HitlerReden_1940_1941.pdf

        "Oder ein anderes Beispiel: Außer diesen Dividenden gibt es dann die sogenannten Aufsichtsratsgebühren. Sie wissen vielleicht noch gar nicht, wie furchtbar die Tätigkeit eines Aufrichtsrates ist. Man muß also da im Jahr einmal eine Reise tun und muß dann zur Bahn gehen. Man muß sich dann in die erste Klasse hineinsetzen und muß irgendwohin fahren. Und dann muß man in ein Lokal hineingehen, um zehn Uhr oder um elf Uhr, je nachdem, und dann wird dort ein Bericht verlesen. Und da muß man dann zuhören. Und wenn der Bericht verlesen ist, dann muß man anhören, daß ein paar etwas sagen dazu, und das kann natürlich auch sogar über die Essenszeit dauern, kann ein oder um zwei Uhr werden, und nach zwei Uhr muß man wieder aufstehen, und man muß dann wieder seine Reise zurück machen. Wieder zurückfahren muß man, erster Klasse wieder zurückfahren! Und es hat wohl da jeder das Recht, daß er dann im Jahr so 60- oder 80- oder 100.000 Mark – das war bei uns früher auch – als Entschädigung fordert. Denn er versäumt ja anscheinend sehr viel, und außerdem, die Anstrengung muß sich auch bezahlt machen.

        Diesen Unfug, den haben wir allerdings bei uns eben beseitigt. Und es ist nur eine Verschleierung von Gewinnen gewesen, weiter gar nichts. Und vor allem, es war ein Mittel zur Bestechung. Denn die Herren Abgeordneten sind Aufsichtsräte.

        Das war bei uns auch. Wir haben das beseitigt. Kein Abgeordneter darf Aufsichtsrat sein, es sei denn, gänzlich unbezahlt. Irgendeine Bezahlung ist ausgeschlossen, unter jeglicher Form ausgeschlossen. In diesen anderen Ländern ist das eben nicht. Sie sagen nun, „Ja, das ist für uns ein heiliger Staat“. Das gebe ich zu, der macht sich auch bezahlt dafür. Aber ob der Staat auch für die Völker heilig ist, das ist etwas anderes. Ich glaube, für die Völker ist das schädlich. Ich glaube, das kann man nicht aufrechterhalten, daß ein Mensch ein ganzes Jahr schuftet und arbeitet und dann einen demgegenüber geradezu lächerlichen Lohn bekommt, und ein anderer, der setzt sich einmal in eine Sitzung hinein und streicht dafür nun ungeheure Gehälter ein. Das sind unmögliche Zustände."

  2. " Aber auch die Präsidentschaft Donald Trumps sei „außerordentlich bedeutsam“ gewesen für dieses „schwierige, man kann glaube ich sagen, schlechte Verhältnis, das wir derzeit haben“. "

      Wenn man Ursache und Wirkung verwechselt, kann man schon zu solchem Schluß kommen! Ob der Herr Gabriel sich bewußt ist, daß auch er sich auf einem Schleudersitz befindet?

     Die alten Seilschaften sind offengelegt und werden demnächst zerrissen werden! Und dann geht es auch an das letzte Fundament des deep state hierzulande. Merkel trägt ja schon Orange … cheeky

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