EU versagt bei Energiekrise «auf der ganzen Linie»

Die EU wollte sich gleichzeitig von russischer Energie abkoppeln und den Energieschock aus dem Iran-Krieg abfedern. Beides ist gescheitert. Die Europäer zahlen, Konzerne und die USA sahnen ab. 

Quelle: transition-news 

Das Portal Lost in Europe hat der EU ein komplettes Versagen beim Umgang mit der Energiekrise bescheinigt. Demnach hat von der Leyens «Elitetruppe» zwei Monate benötigt, um auf die größte Energiekrise aller Zeiten zu reagieren, die die USA und Israel mit ihrem Angriff auf den Iran ausgelöst haben.

Doch statt konkreter Hilfe sei nur heiße Luft gekommen. So habe die EU gefordert, die Mitgliedsländer sollten sich von den Fossilen (Öl und Gas) lösen und keine Energie mehr in Russland kaufen. Doch nun komme die Quittung. Wegen der Knappheit hätten die EU-Länder im neuen Jahr mehr Flüssiggas aus Russland importiert, als es seit Beginn des Ukrainekriegs der Fall gewesen sei. Russland bleibe der zweitgrößte LNG-Versorger, trotz des geplanten Embargos.

Gleichzeitig seien die USA zum wichtigsten Gasversorger für die EU aufgestiegen. Die Unabhängigkeit von Russland funktioniere nicht, zudem seien wir nun auch noch in größere Abhängigkeit von US-Präsident Trump geraten.

Auch beim Kerosin brauche die EU die USA und sie suche beim Aggressor im Irankrieg Hilfe. Davon würden nicht nur die US-Konzerne profitieren, sondern auch deutsche Energieunternehmen. Seit dem Angriff auf den Iran hätten zum Beispiel Raffinerien und Tankstellenbetreiber in Deutschland bereits eine Milliarde Übergewinn erzielt.

Zudem würden neue Daten des T&E-Ölprofit-Trackers zeigen, dass Raffinerien und Tankstellen in Deutschland infolge des Iran-Konflikts im Jahr 2026 voraussichtlich 4,9 Milliarden Euro Übergewinn erzielen werden.

Doch die EU-Politiker würden dies «als gottgegeben» hinnehmen. Die EU-Kommission weigere sich, eine Übergewinnsteuer einzuführen. Und die Energieminister hätten ein Krisentreffen in Zypern geschwänzt und nur ihre zweite Garde geschickt.

Lost in Europe gibt noch eine kleine Anekdote am Rande preis: Trotz Energiekrise sind die Flüge mit Privatjets laut dem Springer-Blatt Politico im letzten Monat um zehn Prozent gestiegen. Und auch EU-Chefin von der Leyen fliege immer noch privat.

Quelle:

Lost in Europe: Energiekrise: Die EU scheitert auf der ganzen Linie – 13. Mai 2026

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