EU-Gesundheitsbehörde drängt Regierungen zu neuer Impfkampagne und deutet Dauerimpfprogramm an

von Norbert Häring

Zeitgleich mit der Entscheidung der Schweiz, Covid-Impfungen nur noch für Risikopatienten über 16 Jahren zu erlauben, drängt die Europäische Gesundheitsschutzbehörde ECDC die Regierungen zu einer Impfkampagne im Herbst. Der Bericht enthält nichts zur Nutzen-Risiko-Abwägung, dafür das Eingeständnis, dass man nicht weiß, ob die Impfung noch wirkt. Die abschließenden Forschungsprioritäten lesen sich wie eine Drohung.

Gut versteckt im medialen Osterloch hat die EU-Behörde European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) am 5. April eine Empfehlung an die EU-Regierungen veröffentlicht, die die PR-Abteilungen von Biontech und Pfizer nicht besser hätten formulieren können. Die Regierungen sollen für den Herbst eine Covid-19-Boosterkampagne vorbereiten.

Bisher gibt es solche Pläne nur in zwei EU-Ländern, Frankreich und Schweden, für Menschen über 65 und Risikogruppen. Doch selbst das ist dem ECDC zu zurückhaltend. Es will Booster-Kampagnen für alle ab 60 und Risikogruppen.

Die Pressemitteilung dazu ist überschrieben mit (übersetzt):

„Impfkampagnen im Herbst, die sich auf ältere Menschen und andere Risikogruppen konzentrieren, sind der Schlüssel zur Verringerung der Auswirkungen von COVID-19.“

Das geschieht zu einer Zeit, in der die Belastung des Gesundheitssystems mit Covid kaum noch eine Rolle spielt, Todesfälle sehr selten geworden sind und die öffentliche Debatte und Wahrnehmung vor allem von den stetig steigenden Schätzungen hinsichtlich des Vorkommens schwerer Impfnebenwirkungen dominiert ist.

Fast zeitgleich mit der Empfehlung des ECDC haben die zuständigen Schweizer Behörden alle Impfempfehlungen außer für schwerst Immungeschwächte zurückgezogen. In der Schweiz dürfen nur noch Mitglieder von Risikogruppen über 16 Jahre nach Einzelfallabwägung und in der Verantwortung des impfenden Mediziners geimpft werden.

Oberste Verantwortliche für das Machwerk des ECDC ist Direktorin Dr. Andrea Ammon, eine deutsche Medizinfunktionärin, die 2017 vom Robert-Koch-Institut kam. Im Verwaltungsrat der ECDC sitzt von deutscher Seite Ute Teichert, Leiterin der Generaldirektion Gesundheitsschutz im Bundesgesundheitsministerium. Im Beitrat des ECDC sitzt RKI-Abteilungsleiter Osamah Hamouda.

Alles ist relativ

Eine ausdrückliche Auseinandersetzung mit dem Risiko-Nutzenverhältnis einer Impfung beziehungsweise Impfkampagne findet man in dem ECDC-Bericht nicht. Schädliche Nebenwirkungen der Impfung werden nur erwähnt als (irregeleiteter) Grund für Menschen, keine weitere Impfung zu wollen.

Wäre ich Verantwortlicher in einer Antikorruptionsbehörde, würde mich das inspirieren, genau hinzuschauen. Epidemiologen können nicht vergessen, sich mit dem Risiko-Nutzenverhältnis einer Impfung auseinanderzusetzen. Wenn sie es tun, tun sie es absichtlich. Es steht ihnen zwar frei, sich auf eine Seite der Abwägung zu konzentrieren. Aber dann können sie auf dieser Basis keine Handlungsempfehlung abgeben.

Außer dem Weglassen der Nachteile wendet das ECDC noch eine zweite Methode an, um zu der sicher nur zufällig für die Impfstoffhersteller umsatzmaximierenden Empfehlung einer weiteren Impfkampagne zu kommen. Sie drücken die Vorteile, die sie herausarbeiten nur in jeweils zielführender relativer Form aus. Im Zentrum steht eine „mathematische Modellierung“, derzufolge eine Booster-Kampagne im Herbst – unter der unwahrscheinlichen Annahme, dass sie gut angenommen würde – bis einschließlich Februar 2024 zwischen 21 und 32% aller Covid-bedingten Hospitalisierungen vermeiden könnte. Es gibt kein Wort dazu, ob das in absoluten Zahlen viel oder wenig ist.

Zu den aktuellen Hospitalisierungsraten nach Alter sagt der Bericht auch lieber nichts, außer der relativen Angabe, dass diese für die Älteren „immer noch“ höher seien als für die Jüngeren. Aus einer Grafik kann man aber ablesen, dass die Rate auch für die über 60-Jährigen seit Sommer 2022 sehr viel niedriger ist als in den beiden Vorjahren und derzeit weniger als 10 je 100.000 Menschen dieser Altersgruppe betrifft. Das Hospitalisierungsrisiko liegt also bei weniger als einem Zehntel Promille. Dazu steht in der Fußnote noch, dass wahrscheinlich die Hälfte der gezeigten Hospitalisierten mit Covid-Bezug nur mit, nicht wegen Covid im Krankenhaus ist.

Bei den Todesfällen, bei denen wir in dieser Altersgruppe bei nahe Null je 100.000 angelangt sind, fehlt dieser Hinweis, obwohl er genauso angezeigt sein dürfte. Auf Intensivstationen liegt weniger als einer von 100.000 über 60-Jährigen mit oder wegen Covid. Das ist ein Risiko von weniger als einem Hundertstel Promille. Abbildung 18 im Wochenbericht des RKI vom 6. April zeigt anschaulich, dass seit Frühjahr 2022 die Belegung der Intensivbetten mit Patienten mit Covid-Bezug nur nur noch einen Bruchteil früherer Spitzen erreicht hat.

Covid-Intensivpatienten laut RKI-Wochenbericht vom 6.4.2023

Auch zur Rate der Hospitalisierungen von Covid-Infizierten macht der Bericht im Text und tabellarisch nur Angeben zu den relativen Werten, nicht zu den (sehr niedrigen) absoluten. Leser erfahren nur, wie hoch das Risiko von Menschen mit länger zurückliegendem Booster relativ zu Menschen mit frischem Booster ist, aber nicht, wie niedrig das Risiko schon geworden ist, das man mit einem neuen Booster vielleicht ein bisschen senken könnte.

Damit bei dieser minimalen Hospitalisierungs- und Sterberate eine Impfkampagne mit einem unbestrittenermaßen schwach und nur relativ kurzfristig wirksamem Impfstoff erwartbar mehr bringt als sie in Form von Impfnebenwirkungen und Kosten schadet, muss man in die Modellrechnung eine schwere Infektionswelle mit so vielen Hospitalisierungen hineintun, wie wir sie seit dem Winter 2021/2022 nicht einmal mehr näherungsweise hatten.

Doch eine solche Information sucht man in dem Bericht vergeblich. Weil man sich mit Nebenwirkungen nicht beschäftigt hat, hielt man es für nicht nötig. Aber wie man es verantworten kann, auf dieser Basis die Regierungen zu einer Impfkampagne zu drängen, ist völlig schleierhaft.

Klaffende Wissenslücke

Die Autoren des Berichts geben zu, dass man nicht weiß, ob die auf inzwischen nicht mehr umlaufende Omikron-Varianten angepassten bivalenten Impfstoffe bei den aktuellen und künftigen Varianten noch (gut) wirken. Die möglichen Auswirkungen der sogenannten Immunprägung auf den Schutz gegen COVID-19 seien unklar. Dabei geht es um die Hypothese, dass die vorherige Prägung einer früheren Variante den späteren Immunschutz gegen neue Varianten reduziert. Das würde den Nutzen variantenspezifischer Impfstoffe beeinträchtigen.

Im Bericht heißt es dazu resignierend-resümierend (kursive Hervorhebung von mir):

„Die oben beschriebenen Erkenntnisse über monovalente und bivalente Auffrischungsimpfungen deuten darauf hin, dass die bivalenten Auffrischungsimpfungen einen größeren Schutz bieten, wenn sie auf den vorherrschenden zirkulierenden Stamm abzielen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich dies auf den Schutz vor neuen Varianten auswirken wird.“

Man braucht sich nur das Absinken der angegebenen Impfstoffeffektivitäten im Verlauf der Corona-Zeit von angeblich nahe 100% auf weit weniger als 50% und zum Teil in den negativen Bereich vor Augen zu halten, um hier eher skeptisch zu sein.

Boostern als Dauerprogramm

Der Bericht richtet sich nicht an die breite Öffentlichkeit, sondern an die Nationalen Technischen Impfberatungsgruppen (NITAGs) und die Gesundheitsministerien und -behörden. Auf der letzten Seite, bei den Forschungsprioritäten, lässt er etwas durchblicken, was der Öffentlichkeit gegenüber immer noch als krude Verschwörungserzählung abgetan wird, dass nämlich ein Boostern auf Jahre hinaus geplant ist. Anders kann ich mir folgende Forschungspriorität jedenfalls nicht erklären:

„Bewertung der Notwendigkeit, die Stammzusammensetzung von COVID-19-Impfstoffen auf jährlicher Basis in ähnlicher Weise wie bei der Grippe zu harmonisieren und Kriterien für den Entscheidungsprozess zu definieren. Auswahl der Stämme und Optionen für monovalente bzw. multivalente Impfstoffe sind von der EMA und den internationalen Regulierungsbehörden weiter zu erörtern.“

Man muss schon viel Bereitschaft mitbringen, den Autoren dieser Impfprogrammempfehlung, die unter der alleinigen Aufsicht von Regierungsvertretern handeln, unschuldige Irrtümer zu unterstellen. Dazu ist die Argumentation hinsichtlich der Entscheidung, was weggelassen wird, und welche Vergleiche präsentiert werden, viel zu eindeutig auf ein angestrebtes Ergebnis hin gerichtet.

Für mich sieht das sehr deutlich danach aus, dass die Regierungen großen Geschmack am Corona- und Impfregiment gefunden haben und die darin entwickelten Herrschafts-Instrumente, bis hin zur Möglichkeit der jederzeitigen Angstproduktion, verstetigen wollen.

(Visited 278 times, 1 visits today)

Entdecke mehr von Krisenfrei

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

6 Kommentare

  1. „Impfkampagnen im Herbst, die sich auf ältere Menschen und andere Risikogruppen konzentrieren…“

    Immer rein in die Älteren und Kranken mit dem Giftzeug. Was sie mit Psychoterror nicht schaffen, muß halt „medizinisch“ abgearbeitet werden. Genau so kommt mir das langsam vor. Leider weiß ich nicht mehr von wem der Spruch mit den nutzlosen Essern war. Unfassbar.

    • Risikogruppen:

      1. Die für das Rentensystem
      2. Die für das Sozialsystem
      3. Die für das Gesundheitssystem
      4. Die für die Pflegeversicherung
      5. Die für die Stabilität der Besatzung
      6. Die für die Stabilität des Lügengebäudes
      7. … usw …

      Diese Risikogruppen macht man medizinisch weg. Euthanasie und Massenmord…

      Und schon hat man wieder blühende, den USA und Israel zujubelnde Landschaften!

      Naja, es wird ja keiner gezwungen werden… Man wird die Leute dazu bringen, das „freiwillig“ zu tun.

      Und später wäscht man die Hände in Unschuld und sagt: Wir wussten von nichts und es war ja alles deren freiwillige Entscheidung…

      Wo gibt es eigentlich Aktien von Bestattungsunternehme?

    • Noch vor dem Corona-Quatsch und der Impfnötigung, vor allem durch den Scholz, der uns unmittelbar nach seiner Kanzlerschaft mit einer Impfpflicht drohte, wenn wir uns nicht freiwillig SEINEM uns zugedachten Schicksal ergeben, gab es in 2017 das Buch „Unnötige Esser“. Und die Nötigung ist noch gar nicht ausgestanden; denn noch immer droht uns der in seiner Stimme leicht wehklagende Klabautermann, – mit der Unterstützung des Scholz selbstverständlich -, mit weiterem Ungemach!

      Nutzlose Esser sind hauptsächlich ältere Menschen, die zwar Anwartschaften haben, die jedoch nicht mehr honoriert werden, weil sie blöd genug waren, sich ausbeuten zu lassen. Soviel Dummheit gehört deswegen mit dem Tod bestraft, auch weil sie weiterhin wagen CO2 auszuatmen.

      https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1045330357

      Nutzlose Esser

      Die Menschheit wird in den nächsten Jahrzehnten massiv dezimiert! Was ist zu erwarten, was können wir tun – und wer steckt dahinter?

      Gabriele Schuster-Haslinger

      https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?sts=t&cm_sp=SearchF-_-home-_-Results&tn=Nutzlose%20Esser

      https://www.zvab.com/servlet/BookDetailsPL?bi=22457861410&searchurl=sortby%3D20%26tn%3DNutzlose%2BEsser&cm_sp=snippet-_-srp1-_-title4

      Nutzlose Esser : Die Menschheit wird in den nächsten Jahrzehnten massiv dezimiert! Wen erwischt es als erstes, wie kann man sich selbst davor schützen – und wer steckt dahinter?

      Beschreibung

      Neuware – Es ist ja nun kein Geheimnis, dass immer mehr Menschen auf diesem Planeten immer weniger Rohstoffen gegenüber stehen. In den kommenden Jahren kommt hinzu, dass Maschinen, Roboter und Drohnen menschliche Arbeitskraft überflüssig machen. Was zurückbleibt, sind aus Sicht der rational-kaufmännisch denkenden ‚Elite‘ sog. ‚Nutzlose Esser‘ – Menschen, die entweder arbeitslos, zu ungebildet oder zu alt sind und dem produktiven Teil wertvolle Rohstoffe und Nahrungsmittel wegnehmen und zu viel kosten. Die Situation ist jedem logisch denkenden Menschen bewusst, doch mag ein christlich-sozial eingestellter Mensch nicht aussprechen, was unausweichlich scheint, um das Dilemma zu lösen: eine Dezimierung der Weltbevölkerung! Das haben nun jene übernommen, die im Hintergrund die Weltgeschicke steuern, und nicht nur entsprechende Pläne geschmiedet – nein, sie setzen sie bereits um! Wie steht es um den Plan, vor allem das deutsche Volk ‚auszurotten‘ Mittlerweile sprechen nämlich sogar offizielle Stellen davon, das deutsche Volk regelrecht ‚auszutauschen‘. Bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft bereiten uns bereits jetzt auf die Endphase vor. Sie sprechen offen aus, was geplant ist: ‚Ab 75 wird es schon eines sehr guten Grunds bedürfen, dass ich überhaupt zum Arzt gehe. Das heißt, Darmspiegelungen und andere Krebsvorsorgemaßnahmen fliegen raus – und zwar vor 75.‘ Wer für das Bruttosozialprodukt nicht mehr einträglich sein kann, wird als kostenintensiver Faktor betrachtet und sollte, nach den Wünschen der Elite, möglichst rasch sterben. Die Autorin erläutert in diesem Buch nicht nur die verschiedensten Methoden, mit denen dies bereits geschieht und was uns noch bevorstehen wird, falls sich nicht etwas gravierend ändert. Sie deckt ebenso auf, wer im Hintergrund wirklich die Fäden in der Hand hält. Bei ihren Recherchen stellte sie fest, dass nicht nur ein grundlegendes Umdenken der Menschheit erforderlich ist. Es gibt sogar deutliche Hinweise, dass Deutschland dabei eine Schlüsselrolle zugedacht ist. 356 pp. Deutsch. Bestandsnummer des Verkäufers 9783938656426

  2. Ich kann nur allen Interessierten den Bestseller von Robert F. Kennedy JR “ Das wahre Gesicht des Dr. Fauci“- Bill Gates, die Pharmaindustrie und der globale Krieg gegen Demokratie und Gesundheit empfehlen.(Kopp Verlag) Kennedy zeigt im Detail, wie Fauci, Gates und Konsorten ihre Kontrolle über Medien, wissenschaftliche Fachzeitschriften, wichtige staatliche und regierungsnahe Einrichtungen, globale Geheimdienste sowie einflussreiche Wissenschaftler und Ärzte nutzen, um die Öffentlichkeit mit furchterregender Propaganda über die Virulenz und Pathogenese von Covid-19 zu überschwemmen, Kritiker zum Schweigen zu bringen, Debatten zu unterbinden und abweichende Meinungen rücksichtslos zu zensieren. –
    Mir scheint, daß die EU vor allem von der korrupten v.d. Leyen ( die in der Beschaffung von Impfstoffen eine wichtige Rolle spielt ) gesteuert wird.
    Anfang 2000 schüttelte Fauci Bill Gates in der Bibliothek von Gates‘ 147 – Millionen-Dollar-Villa in Seattle die Hand und zementierte damit eine Partnerschaft, die darauf abzielte ein zunehmend profitables globales Impfstoffunternehmen im Wert von 60 Milliarden Dollar mit unbegrenztem Wachstumspotenzial zu kontrollieren. Durch finanzielle Einflussnahme und sorgfältig kultivierte persönliche Beziehungen zu Staatsoberhäuptern sowie führenden Medienhäusern und Einrichtungen der sozialen Medien übt die Pharma-Fauci-Gates-Allianz die Herrschaft über die globale Gesundheitspolitik aus – bis zu dieser Stunde.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*