Die Ziele der Einen im Spiegel der Anderen

Russland hat seine Ziele in der Ukraine nicht erreicht — sagt wer?


Denn von wessen Zielen reden wir hier wirklich? Oder anders gefragt: Wer definiert welche Ziele für wen? Die Ukraine-Berichterstattung ist auch eine Projektion der selbst gelebten Ideologien.


von Peter Frey (peds-ansichten)

Vorwort

Was in diesem Artikel eigentlich keinen bedeutenden Platz finden möchte, ist Empörung. Andererseits können wir das Thema Ideologien und damit auch Emotionen nicht ausgrenzen. Denn davon lebt(e) unter anderem:

  • der Kampf (Krieg) in Form „humanitärer Interventionen“,
  • „der Kampf (Krieg) gegen den internationalen Terrorismus“,
  • „der Kampf (Krieg) gegen das Virus“,
  • „der Kampf (Krieg) gegen den russischen Aggressor“.

Dieser Kampf sieht übrigens auf „der guten Seite“ ganz erstaunlicherweise immer die gleichen Akteure, gern als „internationale Gemeinschaft“ oder „Weltgemeinschaft“ oder — und damit etwas wahrheitsnäher ausgedrückt — die „westliche Wertegemeinschaft“. Der Kampf steht (siehe oben) immer links, also zuerst. Das Ich steht im Mittelpunkt. Das Ich, dass die mit dem Ego verschmolzenen Interessen in sich vereint. Was nicht mit dem Ich „kooperiert“, kann nicht akzeptiert werden und ist daher „böse“. So schlicht funktioniert Schwarz-Weiß-Denken.

Egomanen haben nicht nur kein Verständnis für das Denken und Handeln aller (!) Andersdenkenden. Sie verweigern sich den fremden, ängstigenden, verunsichernden Perspektiven. Sie fühlen sich nur im eigenen Kosmos wohl und nur dieser kann gelten, denn dessen Verlust setzen sie mit der Aufgabe des eigenen Ichs gleich. In solch einer Verfasstheit ist es doch aber unmöglich, eine Einsicht in das Handeln der Anderen zu bekommen. Alles was man sieht, wird man der eigenen Denke und den eigenen Erwartungen anpassen.

Es geht also um die Fähigkeit, andere Perspektiven einzunehmen.

Befasst man sich mit dem Krieg in der Ukraine, um die Fragen nach den Ursachen, dem Verlauf sowie Erfolgen oder Misserfolgen zu beantworten, dann spiegelt die jeweilige Sicht immer auch die eigenen Erwartungen, Überzeugungen und Ideologien wider. Es ist nun einmal so, dass Objektivität ein Ideal ist, dass sich nur in den seltensten Fällen in seiner ganzen Reinheit leben lässt.

Erfolg und Misserfolg misst sich vor allem an den Erwartungen. Sind diese Erwartungen ideologisch geprägt, dann müssen die Ergebnisse mit den eigenen Erwartungen in gewisser Weise harmonieren.

Ideologien benötigen Feindbilder. Eigene Erwartungenn implizieren in Ideologien, dass der Gegner schwach geredet wird.

Motive

Was also bezweckte Russland mit seiner Intervention in der Ukraine? Dessen Regierung hat gegenüber der Weltöffentlichkeit die Ziele, hier sehr allgemein gehalten, folgendermaßen definiert:

  1. Schutz der russischen Ethnie im Donbas und der Lugansker Region, Beendigung des (inzwischen acht Jahre währenden) Krieges gegen diese Regionen (nun Republiken) (1),
  2. kein weiteres Heranrücken der NATO an die russischen Grenzen, Abzug aller NATO-Kräfte aus der Ukraine, Sicherung des atomwaffenfreien Status der Ukraine, Herbeiführung eines neutralen, nicht paktgebundenen Status der Ukraine (2),
  3. Entnazifizierung der Ukraine (3)

Die russische Führung hat vor dem Februar des Jahres 2022 über Monate hinweg die roten Linien definiert, ab denen sie dem Treiben in der Ukraine nicht mehr tatenlos zusehen würde. Die fortschreitende NATO-Integration und die wachsenden aggressiven Ausfälle Selenskyjis ließen eine Reaktion erwarten, forderten diese geradezu heraus (4).

Russland hat, um dies zu erreichen, seine Methoden geändert und am 24. Februar 2022 eine „militärische Sonderoperation“ in der Ukraine begonnen. Mit dieser soll(te) das militärische Potenzial der ukrainischen Armee radikal reduziert werden. Insbesondere deren Fähigkeit, eine umfassende Offensivoperation gegen die neu gegründeten Republiken an der Grenze Russlands führen zu können.

Was Russland erklärtermaßen nicht anstrebt, wiederholte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa ein weiteres Mal am 17. März des Jahres:

„Ich möchte nochmal betonen, was weder westliche Medien noch das westliche Establishment sehen wollen — die Sonderoperation ist nicht gegen die friedliche Bevölkerung der Ukraine gerichtet, verfolgt nicht das Ziel, das Territorium des Landes zu übernehmen, ihre Staatlichkeit zu zerstören, den amtierenden Präsidenten zu stürzen.“ (5)

Die oben genannten sind strategische Ziele und der aufgenommene heiße Krieg Russlands in der Ukraine ist die Änderung im strategischen Handeln. Innerhalb dieser Strategie und zur Erreichung derer Ziele hat man sich wiederum operative Ziele gesetzt:

  1. Binden der Hauptkräfte der ukrainischen Armee im Süden und Osten des Landes, dort wo die Krim beziehungsweise die beiden neu gegründeten Republiken (Lugansk und Donezk) angrenzen; insbesondere Zerschlagung der Offensivfähigkeiten des ukrainischen Militärs,
  2. Binden der Kräfte in der Nähe der Hauptstadt, um diesen die Möglichkeit zu nehmen, das ukrainische Militär im Osten zu verstärken,
  3. Einnahme der Stadt Mariopol, da die dort stationierten nationalistischen Bataillone eine latente Gefahr für die neuen, angrenzenden Republiken darstellen würden,
  4. Schwächung der militärischen Infrastruktur der Ukraine, Herstellung mindestens der Lufthoheit, wenn nicht gar Luftherrschaft, um die Offensivkraft des Gegners herunterzuschrauben.

Es stellt sich eine Frage: War dieser Krieg seitens Russlands langfristig geplant oder eher mit „heißer Nadel gestrickt“?

Der Autor meint, dass Letzteres zutrifft. Man wurde zunehmend nervös, als nicht nur die Artillerie- und Raketenangriffe auf die „Separatistengebiete“ in Größenordnungen zunahmen. Auch weil die halbe ukrainische Armee an der Grenze dieser Gebiete sowie zur Krim hin konzentriert wurde. Der „Countdown für die De-Okkupation der Krim“ war bereits im Sommer vergangenen Jahres von der ukrainischen Führung eingeläutet worden (6). Dass dies auf einen Krieg hinauslaufen würde, muss wohl nicht weiter erläutert werden.

Aber auch deshalb, weil die Ukraine in zunehmendem Maße von westlichen Staaten mit Waffen vollgestopft wurde, man nationalistische Kampfverbände des rechten Sektors aufrüstete (7) und sich tausende Militärs der NATO im Land tummelten. Obwohl die Ukraine der NATO nicht angehört. Mit Waffen aus NATO-Staaten wurden gleichzeitig NATO-Strukturen in der Ukraine geschaffen (8 bis 10).

Erst recht schrillten die Alarmglocken, als der ukrainische Präsident Selensky während der sogenannten Münchner Sicherheitskonferenz offen damit drohte, aus dem Budapester Moratorium auszusteigen. Jeder weiß, dass an diese Vereinbarung der kernwaffenfreie Status der Ukraine gebunden ist.

Trotzdem sieht man sehr deutlich ein Konzept.

Entsprechen die Operationen der russischen Armee den oben genannten drei strategischen Zielen? Ja, das tun sie. Und weil sie es tun, erscheinen diese deklarierten Ziele auch glaubwürdig.

Nach vier Tage des Ukraine-Krieges sah die militärische Situation im zweitgrößten europäischen Land so aus (b1):

Diese Karte, wie gesagt vier Tage nach Ausbruch der offenen, bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine erstellt, kann uns einiges erzählen. Was sie nicht erzählt, ist die eines ruhmreichen Eroberungsfeldzuges. Weil das auch nicht das Ziel der Gesamtoperation ist.

Was sich nach drei Tagen herausschälte, waren fünf Teiloperationen, von denen jedoch nur drei auf der Karte sichtbar werden. Eine dieser drei umfasst den Südosten der Ukraine bis hinüber zum Donbas, einschließlich der aus mehreren Gründen strategisch wichtigen Großstadt Mariupol. Die Zweite erkennt man im Nordosten, bis hin zur Millionenstadt Charkow und die Dritte wird als Stoßkeil aus Weißrussland in Richtung Kiew erkennbar.

Um ein Gefühl für die Größe dieser militärischen Geländegewinne zu bekommen, führe man sich vor Augen, dass die weißrussische Grenze über 100 Kilometer von Kiew entfernt liegt. In vier Tagen hatten russische Einheiten diese Distanz überwunden und standen vor den Toren Kiews. Damals sollen 100.000 militärische Angehörige in die gesamte ukrainische Angriffsoperation eingebunden gewesen sein, in einem Land, dass größer ist, als Deutschland, Österreich, die Schweiz und Tschechien zusammen. Inzwischen hat sich die Personalstärke wohl verdoppelt. In diesem Gebiet, nahe der weißrussischen Grenze liegt übrigens auch das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobil.

Schauen wir uns nun die Situation zwei Wochen später an (b2):

Auch am 14. März waren russische Kräfte nicht in die ukrainische Hauptstadt eingedrungen. Sie versuchten es erst gar nicht.

Warum auch sollten sie das tun?

Die Antwort ist recht einfach: Es diente nicht den strategischen Zielen.

Ähnliches sehen wir im Falle Charkows im Nordosten. Leicht bewaffnete, keinesfalls massierte russische Truppen drangen bereits nach wenigen Tagen in die Stadt ein. Sie liefen in eine Falle. Für den Autor war das ein grober Fehler der russischen Aufklärung. Man hätte wissen müssen, dass nationalistische Bataillone sich in der Stadt verschanzt hatten und damit Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbrauchten (11). Aber die russische Armee hat nachfolgend nie einen ernsthaften, großangelegten Angriff versucht, um Charkow einzunehmen — warum nicht?

Es hätte die selbst deklarierten strategischen Ziele konterkariert.

Anders sieht die Situation in Mariupol an der Küste des Asowschen Meeres aus. Die dort stationierten Militärs wären eine latente Bedrohung für die östlich direkt angrenzende Donbas-Region gewesen und mussten daher aus russischer Sicht ausgeschaltet werden. Etwa 15.000 Kämpfer ukrainischer Streitkräfte und nationalistischer Milizen verschanzten sich dort in bewohnten Gebieten. Sie sind dort seit acht Jahren omnipräsent (12). In einer solchen Situation die Stadt im Sturm zu nehmen, wäre nicht nur mit hohen eigenen Verlusten, sondern auch mit zivilen Opfern verbunden. Also ist die Einnahme der Stadt durch russische Truppen und verbündete Milizen eine mühselige Angelegenheit, eben um Opfer so weit es geht, zu vermeiden.

Bis zum 30. März änderte sich an dieser Situation nicht so viel. Bis auf die Tatsache, dass nunmehr das gesamte ukrainische Gebiet an der russischen Grenze in einer Tiefe von zehn bis einhundert Kilometern unter russischer Kontrolle stand (b3):

Das wurde übrigens in den Medien als Misserfolg betrachtet, die Erlangung der militärischen Kontrolle über ein Gebiet, das größer ist als die ehemalige DDR — und das mit etwa 200.000 Soldaten.

Wer glaubt ernsthaft, dass Russland mit dieser Mannstärke die Ukraine zu besetzen vorhatte? Dass man damit auch noch Kiew einschließen, belagern und sturmreif schießen wollte? So etwas ist militärisch völlig absurd, wird aber Russland von „Experten“ hierzulande ernsthaft als Plan unterstellt (13). Und wenn das Unterstellte nicht eintrifft, dann sind die Russen halt gescheitert?

Hier die dazu passenden Auslassungen der passenden Experten, gereicht vom „Qualitätssender“ ARD:

„Ganz deutlich ist, dass die russischen Truppen die militärischen Ziele, die am Anfang dieses Krieges gesetzt waren, in keiner Weise erreicht haben. Die Idee, die Regierung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu stürzen beziehungsweise einen schnellen Regimewechsel herbeizuführen, war militärisch unrealistisch. Die russische Armee hat über zu viele Achsen angegriffen, die Truppen waren zu zerstreut. Das gesamte Operationskonzept war in den ersten Tagen nur schwer zu verstehen, denn es stand konträr zu ihrer Militärdoktrin.“ (14)

Wo und wann hat die russische Regierung den Sturz der ukrainischen Regierung als Ziel dieser militärischen Operation ausgegeben? Mir ist nichts dergleichen bekannt. Deutsche Massenmedien „verquatschen“ sich übrigens manchmal auch (Hervorhebung durch Autor):

„Ursprünglich hatte Kreml-Chef Wladimir Putin das Ziel ausgegeben, die Ukraine zu »demilitarisieren und zu entnazifizieren«. Von einer Besetzung des Landes hatte er aber nicht gesprochen, was ihm Beobachtern zufolge nun Spielraum für eine Verhandlungslösung geben könnte.“ (15)

Jener, der die zuvor zitierte wie unbelegte Behauptung zur Basis seiner Spekulationen macht(e), also Kausalketten bastelt(e), die auf unbewiesenen Annahmen beruht, ist ein gefragter Mann im Mainstream. Sicher ist es kein Zufall, dass dieser eifrig Zitierte tief im Geflecht der NATO verankert ist (a1). Franz-Stefan Gady ist sozusagen ein Pendant für Christian Drosten — und wird entsprechend herumgereicht.

„Ich [Franz-Stefan Gady] kann mir vorstellen eine Rakete auf den Maidan, um zu signalisieren: »Wir werden kommen, wir schüchtern euch ein und ihr müsst die Stadt verlassen.« Ich glaube, die Russen haben das Interesse, dass so viele Bewohner wie nur möglich Kiew verlassen.“ (16)

Er kann es sich vorstellen, weil es Teil der Doktrin westlicher Kriegsführung ist! Gady ist übrigens tatsächlich im Bereich „doktrinelle Weiterentwicklung“ tätig (17).

Ob er es möchte oder nicht: Er ist nichts weiter als ein Propagandist und damit unfähig, die wahren Ziele Russlands überhaupt nachvollziehen zu können. Das aber muss ein Analyst, für den er sich offenbar hält, können. Er muss in der Lage sein, sich unvoreingenommen in die Sicht der anderen Seite hinein versetzen zu können. Nun, das kann er nicht. Analyse, die außerhalb der eigenen Doktrin angegangen wird, ist weder sein Ding, noch das der ARD-Tagesschau. So, wie die Leute dort offenbar mehr als rar gesät sind, die das Talent und außerdem die Möglichkeit hätten, die Behauptungen des NATO-Propagandisten zu hinterfragen.

Aber wissen Sie, warum noch wir ein Spiegeln sehen?

Nun, man muss sich nur zu erinnern wissen:

  • Milosevic muss weg (Jugoslawien)
  • Hussein muss weg (Irak)
  • Ghadaffi muss weg (Libyen)
  • Assad muss weg (Syrien)
  • Maduro muss weg (Venezuela)
  • und so weiter …

Wer hatte doch seine militärischen, politischen, diplomatischen und propagandistischen Ziele an „er muss weg“ fest gemacht? Putin, Russland? Wohl nicht, dafür sehr wohl Jene, die Russland (Putin) unterstellen, genau wie sie selbst zu ticken.

Und haben wir bei dieser Betrachtung nicht eine wichtige Personalie vergessen?

  • Richtig, denn Janukowitsch (Ukraine) musste ja schließlich auch weg.

Seit jenem Jahr 2014 — und eben nicht erst seit dem Februar 2022 — herrscht übrigens Krieg in der Ukraine.

Was hier außerdem sichtbar wird, sind die Vorstellungen des Westens, wie man erfolgreich Krieg führen müsste (18). An diese Vorstellungen hält sich Russland nicht. Zum Beispiel auch nicht an die Strategie — angelehnt an die Luftkriegsdoktrin von Douhet —, durch immer weiter auf zivile Einrichtungen ausgedehnte Bombardements, den Gegner zu demoralisieren (19, 20).

Rücksichtslose Kriegsführung „der Guten“ hat die Medien hierzulande nie hinter dem Ofen hervor gelockt. Außer wenn es darum ging, so etwas Russland anzuhängen — oder Assad. Das syrische Raqqa, wurde 2017 von US-Bomben vollständig zerstört und dabei Tausende Zivilisten getötet, eindeutig ein Kriegsverbrechen und eines gegen das Völkerrecht noch dazu (21). Bei der „Befreiung“ des irakischen Mossuls im gleichen Jahr starben mindestens 7.000 Zivilisten durch US-Bombardements (22). Russische Truppen kämpfen immerhin nahe ihrer Staatsgrenze. Bomben des „Wertewestens“ fielen und fallen dagegen Tausende Kilometer weit weg.

Empörung möchte ich damit nicht wecken. Das tun Andere, wenn sie sich in Empörung über die russische Kriegführung wälzen. Dass diese Entrüstung verlogen ist, sieht man eben daran, wie die „freie westliche Welt“ seit Generationen Krieg führt — und zwar weitab von ihren eigenen Grenzen.

Weiter oben sprach ich über fünf Operationen, von denen nur drei sichtbar wären: die im Südosten (nördlich der Krim und dann nach Osten Richtung Mariupol), im Nordosten im Großraum Charkow, sowie den Vorstoß auf Kiew. Die ersten beiden Operationen banden wohl die Hälfte der operativen Kräfte der ukrainischen Armee, die dritte zielte auf das Machtzentrum und diente auch als Drohkulisse, um Kiew an den Verhandlungstisch zu zwingen. Bleiben noch zwei Operationen zu klären (a2).

Operation vier ist abhängig von den Operationen südlich und nördlich derselben. Es sind die westlichen Fronten der beiden neu gegründeten Republiken. Auf der anderen Seite befinden sich die größten Truppenmassierungen der ukrainischen Streitkräfte, geschätzt 70.000 Soldaten samt Kampftechnik. Dieses Truppenaufgebot wurde VOR dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine an der Konfliktlinie zu den beiden Republiken stationiert. Mit der Schwächung derer Flanken wird auch diese, im direkten Kampf nur unter großen Verlusten angreifbare Armee verletzbar. Offensiv konnte sie nie wirklich auftreten und das hat wiederum mit der fünften russischen Operation zu tun.

Von Beginn an legte das russische Militär allergrößten Wert auf die Schwächung der militärischen Infrastruktur des Gegners — wohlgemerkt der militärischen und nicht der zivilen Infrastruktur. Also wurden und werden Tag für Tag in der gesamten Ukraine Militärstützpunkte, Waffen- und Munitionsdepots, Ausbildungslager (unter anderem auch für ausländische Kämpfer), Luftabwehrsysteme, Flughäfen und Flugfelder sowie Kommunikationsnetze angegriffen (23).

Russland hatte bereits in den ersten Tagen des Krieges die Lufthoheit, wenn nicht sogar Luftherrschaft über die Ukraine gewonnen. Das brachte den in der Ukraine operierenden russischen Streitkräften, deren Mannstärke unter jener der ukrainischen liegt, operative und taktische Vorteile und entriss den großen ukrainischen Gruppierungen im Südosten des Landes weitgehend die Fähigkeit zu offensiven Handlungen.

Inzwischen droht eine Einkesselung der ukrainischen Truppen im Osten, ein Abschneiden von ihren, eh schon in Mitleidenschaft gezogenen Nachschublinien. Diese Verbände werden derzeit noch nicht frontal und massiv angegriffen, sondern eher „beschäftigt“. Es ist eh nicht Ziel der russischen Armeeführung, diese Gruppierungen zu zerschlagen. Man hat immer gesagt: „Legt die Waffen nieder und geht nach Hause“.

Fazit

Die russische Intervention war keine lang vorher geplante Operation. Russland fühlte sich zu raschem Handeln gezwungen und improvisierte. Entsprechend gab es auch relativ hohe Verluste an Menschen und Material und verschiedene operative und taktische Ziele wurden verfehlt. Gescheitert ist man militärisch deshalb noch lange nicht. Auch wenn das Experten in westlichen Medien gern so darstellen.

Man hat die NATO-Militärs wissen lassen, dass man gut informiert ist über den Zustrom an Söldnern und Waffen in Richtung der Ukraine — und das man dem nicht tatenlos zusehen wird. Deshalb wurden Militärstützpunkte und Ausbildungslager auch im Westen der Ukraine, nahe der polnischen Grenze mit Raketen angegriffen und zerstört, wobei Hunderte ausländische Söldner starben (24, 25).

Zwei strategische Ziele wurden und werden durch die Operationen der russischen Armee bestätigt. Die Sicherung der territorialen Integrität der von Russland anerkannten neuen Republiken Lugansk und Donezk, was den Schutz der dort mehrheitlich russischen Ethnie einschließt, zum Einen. Zum anderen ging es um die Schwächung beziehungsweise Zerstörung der militärischen Offensivfähigkeiten der zunehmend in die NATO-Strukturen eingebundenen ukrainischen Armee. Das ist gelungen.

Der Vorstoß nach Kiew war eine Operation, die vor allem dazu diente, den ukrainischen Truppen eine Konzentration ihrer Kräfte auf den Osten des Landes zu verwehren und die Kiewer Regierung, Militärführung und Geheimdienste in Hektik und Planlosigkeit zu versetzen. Auch das war erfolgreich. Kampfhandlungen in Kiew selbst hat es praktisch nicht gegeben und das war auch nicht gewollt. Die wenigen Raketen, die in Kiew einschlugen, galten dem Sitz des ukrainischen Geheimdienstes, einer Rüstungsfabrik sowie Depots von Waffen und Munition.

Das dritte strategische Ziel, die Zurückdrängung des extremen ukrainischen Nationalismus, teils bewaffent und mit teils faschistoidem Einschlag (26 bis 28) wurde mit der Operation eher konterkariert. Auch wenn man den westlichen Massenmedien immer misstrauen sollte, haben diese bei der Information über die Stimmung in der Ukraine wohl insofern recht, dass eine neue Welle des seit Jahren geschürten Nationalismus (29 bis 34), ein der Hysterie und des Hasses gegen Russen, aber auch andere Ethnien und Andersdenkende durch das Land schwappt.

Selbst wenn eine diplomatische Lösung im aktuellen Konflikt erreicht wird — wovon der Autor ausgeht — wird dieser extreme Nationalismus kaum so bald verschwinden. Die Ukraine ist voller Waffen und Hass. Diejenigen, die in den vergangenen Jahrzehnten aus der „freien Welt“ heraus kräftig mitwirkten, dass es so weit kommt, werden sich die Hände reiben. Denn es hat den Anschein, dass dieser Nationalismus zu einem Selbstläufer geworden ist.

Der Weg zu einer dauerhaften Versöhnung zwischen der Ukraine und Russland dürfte daher lang und steinig werden.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen — insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors — kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden. Letzte Aktualisierung: 11. April 2022.

(a1) „Franz-Stefan Gady ist Politikberater und Analyst am Institute for International Strategic Studies (IISS) in London. Er berät Regierungen und Streitkräfte in Europa und den Vereinigten Staaten zu Themen der Strukturreform, organisatorische, doktrinelle Weiterentwicklung, sowie der Zukunft des Krieges. Vor seiner Tätigkeit am IISS, arbeitete er für das EastWest Institute, the Project on National Security Reform, und die National Defense University. Feldforschung führte ihn mehrmals nach Afghanistan und den Irak, wo er die afghanischen Armee, NATO-Streitkräfte, und kurdischen Milizen in diversen Einsätzen begleitete. Gady ist auch Journalist und Kommentator“ (17i)

(a2) So wie im Falle der PLandemie nimmt sich der Autor das Recht, eigene Überlegungen anzustellen, einschließlich der Möglichkeit, damit fehlzugehen.

(1) 09.11.2020; OSCE, Special Monitoring Mission to Ukraine; Thematic Report: Civilian Casualities in the conflict-affected regions of eastern ukraine (01.01.2017 bis 15.09.2020); https://www.osce.org/files/f/documents/f/b/469734.pdf

(2) 24.02.2022; Anti-Spiegel; Wladimir Putins Rede an die Nation; https://www.anti-spiegel.ru/2022/putins-komplette-rede-an-das-russische-volk-zum-beginn-der-militaeroperation/; Originalquelle: https://kremlin.ru/events/president/news/67843

(3) 03.03.2022; Russisches Außenministerium; Pressekonferenz von Außenamtssprecherin Maria Sacharowa; https://www.mid.ru/en/press_service/spokesman/briefings/1802683/#2;

(4) 07.02.2022; Linke Zeitung; Scott Ritter; In der Ukraine-Krise ist der „heilige“ Artikel 5 der NATO ein Pakt zum Selbstmord; https://linkezeitung.de/2022/02/07/in-der-ukraine-krise-ist-der-heilige-artikel-5-der-nato-ein-pakt-zum-selbstmord/; Übernahme von Russia Today: https://de.rt.com/international/131076-wuerden-waffenlieferungen-der-nato-genuegen-um-ukraine-zu-verteidigen/

(5) 03.03.2022; Russisches Außenministerium; Pressekonferenz von Außenamtssprecherin Maria Sacharowa; https://www.mid.ru/de/foreign_policy/news/1804778/

(6) 23.08.2021; ZDF; Ukraine unterstreicht Anspruch auf die Krim; https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ukraine-krim-selenskyj-100.html

(7) 24.02.2020; Atlantic Council; Anton Shekhovtsov; Why Azov should not be designated a foreign terrorist organization; https://www.atlanticcouncil.org/blogs/ukrainealert/why-azov-should-not-be-designated-a-foreign-terrorist-organization/

(8) 18.03.2022; Guido Grandt; HEINZ G. JAKUBA enthüllt: Wie der ukrainische Botschafter mit Rechtsradikalen „sympathisiert!“; https://www.guidograndt.de/2022/03/18/heinz-g-jakuba-enthuellt-wie-der-ukrainische-botschafter-mit-rechtsradikalen-sympathisiert/

(9) 16.03.2022; nachrichtend, ARD; Helga Schmidt; NATO-Verteidigungsminister: Statt einzugreifen, sollten wir uns bewaffnen; https://nachrichtend.com/nato-verteidigungsminister-statt-einzugreifen-sollten-wir-uns-bewaffnen/

(10) 20.09.2021; ZDF; Ukraine und NATO-Staaten starten Manöver; https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ukraine-nato-militaermanoever-100.html

(11) 27.02.2022; n-tv; Russische Truppen sind in Charkows Zentrum; https://www.n-tv.de/politik/Russische-Truppen-sind-in-Charkiws-Zentrum-article23158888.html

(12) 08.04.2022; Unsere Zeit; Arnold Schölzel; Sie wissen, was ukrainische Nazis tun; https://www.unsere-zeit.de/sie-wissen-was-ukrainische-nazis-tun-167759/

(13) 04.03.2022; ISPK; Wie ist die militärische Lage in der Ukraine einzuschätzen?; https://www.ispk.uni-kiel.de/de/aktuelles/volltexte/wie-ist-die-militaerische-lage-in-der-ukraine-einzuschaetzen

(14) 24.03.2022; ARD-Tagesschau; Interview mit Franz-Stefan Gady; „Eklatante Mängel auf taktischer Ebene“; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-krieg-verlauf-101.html

(15) 28.03.2022; Stuttgarter Zeitung, AFP; Selenskyj dringt auf schnellen Frieden; https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.verhandlungen-zwischen-russland-und-ukraine-selenskyj-dringt-auf-schnellen-frieden.5b8b72be-9020-4fc8-91a0-60d23f62413d.html

(16) 03.03.2022; ZDF; Militärexperte schildert, wie ein Großangriff auf Kiew aussehen könnte; https://www.zdf.de/nachrichten/politik/kiew-militaer-russland-ukraine-krieg-100.html

(17, 17i) AIE; Franz-Stefan Gady; https://www.aies.at/aies/mitarbeiter/gady.php; entnommen: 08.04.2022

(18) 03.03.2022; ISW; Russian Offensive Campaign Assessment; Mason Clark, George Barros, Kateryna Stepanenko; https://www.understandingwar.org/backgrounder/russian-offensive-campaign-assessment-march-3

(19) Peace Research Institute Frankfurt; Berthold Meyer, Peter Schlotter; Die Kosovo-Kriege 1998/1999 — Der Luftkrieg der NATO; https://www.jstor.org/stable/pdf/resrep14597.7.pdf; abgerufen: 05.04.2022

(20) 29.03.2017; taz; Nach Luftangriffen in West-Mossul:US-General geht von Beteiligung aus; https://taz.de/Nach-Luftangriffen-in-West-Mossul/!5396932/

(21) 24.08.2017; Reuters; Civilians under greater threat as Raqqa fight intensifies — Amnesty; https://www.reuters.com/article/uk-mideast-crisis-syria-raqqa/civilians-under-greater-threat-as-raqqa-fight-intensifies-amnesty-idUKKCN1B400B?edition-redirect=uk

(22) 18.07.2017; WSWS; Bill van Auken; Nach der „Befreiung“ Mossuls geht der Horror der US-Belagerung weiter; https://www.wsws.org/de/articles/2017/07/18/irak-j18.html

(23) 10.04.2022; ARD-Tagesschau; Russisches Militär: Weitere Objekte in Ukraine zerstört; https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-sonntag-125.html#Russisches-Militaer-Weitere-Objekte-in-Ukraine-zerstoert

(24) 19.03.2022; Aufstehen-Potsdam; Söldner für Ukraine verliert Illusionen: „Tonnen toter Briten, Pässe zerschnitten, alles im Arsch“; https://www.potsdam-aufstehen.de/2022/03/19/soeldner-fuer-ukraine-verliert-illusionen-tonnen-toter-briten-paesse-zerschnitten-alles-im-arsch/

(25) 13.03.2022; ARD-Tagesschau; Ukraine meldet ersten Angriff nahe Lwiw; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-krieg-evakuierung-mariupol-103.html

(26) 29.04.2021; taz; Bernhard Clasen; Mit SS-Symbolen und Hitlergruß; https://taz.de/Rechtsradikale-in-der-Ukraine/!5769181/

(27) 31.01.2015; Focus; Christoph Kürbel; Kiews braune Helfer; https://www.focus.de/politik/ausland/politik-und-gesellschaft-kiews-braune-helfer_id_4440704.html

(28) 24.02.2022; Blauer Bote; Jens Bernert; Ukrainischer Präsident setzt seit Jahren Nazis ein und vergleich jetzt Russland mit Hitler-Deutschland; http://blauerbote.com/2022/02/24/ukrainischer-praesident-setzt-seit-jahren-nazis-ein-und-vergleicht-jetzt-russland-mit-hitler-deutschland/;

(29) 06.09.2018; Blauer Bote; Jens Bernert; Spiegel: 2500 europäische Nazis kämpfen in der Ukraine – Der Spiegel vergisst zu erwähnen, dass die NATO eng mit den Nazis zusammenarbeitet; http://blauerbote.com/2018/09/06/spiegel-2500-europaeische-nazis-kaempfen-in-der-ukraine-der-spiegel-vergisst-zu-erwaehnen-dass-die-nato-eng-mit-den-nazis-zusammenarbeitet/

(30) 07.02.2015; Tagesanzeiger; Schweizer Neonazis liefern Geld in die Ostukraine; https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Schweizer-Neonazis-liefern-Geld-in-die-Ostukraine/story/13160853

(31) 14.08.2014; Focus; Linda Hinz; Schmutziger Kampf in der Ukraine: Neonazis im Dienst der Regierung; http://www.focus.de/politik/ausland/das-bataillon-asow-schmutziger-kampf-in-der-ukraine-neonazis-im-dienst-der-regierung_id_4058717.html

(32) 10.08.2014; Frankfurter Rundschau; Christian Esch; Neonazis im Häuserkampf; http://www.fr-online.de/ukraine/ukraine-neonazis-im-haeuserkampf,26429068,28083302.html; https://web.archive.org/web/20140815015007/http://www.fr-online.de/ukraine/ukraine-neonazis-im-haeuserkampf,26429068,28083302.html

(33) 25.02.2015; Junge Welt; Roland Zschächner; Söldner und Veteranen; https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/artikel/257066.s%C3%B6ldner-und-veteranen.html

(34) 08.09.2014; Die Presse; Christian Ultsch; Die Kriegsverbrechen des Kiew-treuen Aidar-Bataillons; http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3866833/Die-Kriegsverbrechen-des-Kiewtreuen-AidarBataillons

(b1) Militärische Situation in der Ukraine am 4. Tag des Krieges; Quelle: Southfront; https://southfront.org/military-situation-in-ukraine-on-february-28-2022-map-upadate/

(b2) Ukraine-Krieg, Militärische Lage; 29.03.2022; Quelle: Southfront; https://southfront.org/wp-content/uploads/2022/03/29march2022_Ukraine_map.jpg?x41789

(Leseempfehlung) https://free21.org/die-militaerische-lage-in-der-ukraine/

(Titelbild) Ukraine, Flagge; Autor: mi1635592 (Pixabay); 01.03.2022; https://pixabay.com/de/photos/ukraine-flagge-flagge-grunge-flagge-7035311/; Lizenz: Pixabay License

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Die Ziele der Einen im Spiegel der Anderen
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21 Kommentare

  1. „Entnazifizierung der Ukraine (3)“? Selten so gelacht. Putin mit seinem Angriffskrieg ist dann selber ein NAZI. Die schlimmsten Nazis aller Zeiten sitzen heute in Israel. Stalin war ein roter Faschist. Die rote Armee eine Mörderbande. Spätere Regierungen in Russland haben die Untaten Stalins durch Auflösung der Sowjetunion wieder etwas relativiert. Putin möchte die Zeit zurückdrehen. Man kann die weiteren Ziele Putins zwar nachvollziehen, aber diese sind trotzdem schwer zu rechtfertigen. Der Vergleich mit Hitler lag nahe, passt aber nicht mehr ganz. Hitler hatte eine Gegenbewegung gegen den jüdisch geprägten Zionismus entwickelt, der Deutschland, dessen Ohnmacht nach der Kapitulation nutzend, von Osten her überrennen wollte. Der Nationalsozialismus war eine volksverbindende Ideologie genau wie das Judentum oder der Kommunismus. Hitlers Krieg galt alleine der Unterstützung für Deutsche die, durch das Diktat von Versailles heimatlos geworden, darbend zwischen den Fronten saßen. Das war völkerrechtlich völlig legitim. Der folgende Krieg des Westens war ein geplanter Völkermord an den Deutschen. Denn diese Konkurrenz des NS haben die Juden nicht ausgehalten und haben deshalb die Welt und insbesondere ihre Glaubensbrüder zum Krieg gegen Deutschland angestachelt. Heute ist die Ukraine Ziel der Zionisten. Dass diese Wort- und Tatsachenverdreher nationalistische Regungen für ihre Zwecke nutzen würden war vorhersehbar. Das machen diese Zionisten doch schon seit Jahrhunderten. Sie versuchen Feindbilder zu schaffen und Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Der di da Finger wird geschwungen: „Die da sind Schuld“. Putin sollte sich nicht an vermuteten Nazis abarbeiten, sondern seinen eigentlichen Feind benennen: Die Ostküste.

    • Als ob Putin nicht wüßte, wer hinter diesen „ukrainischen Nazis“ steckt (Ist doch hier mit der Antifa oder gar Demokratiebewegungungen sonst wo nichts anderes!)? Wenn man sich schon an Schablonen abarbeitet, sollte man sich nicht auch noch zu schablonenhaftem Denken verleiten lassen! 🙂

  2. Auf den farbigen Karten, die das von Russland besetzte Gebiet zeigen, könnte man mit etwas Phantasie, diesem Gebiet die Form eines Hufeisens zuschreiben. Hoffen wir also, dass kein Journalist Rudolf Scharping im Westerwald aufspürt und ihn zu Anne Will zerrt. Eventuell zusammen mit Joschka Fischer.
    Mangels Auschwitz Phantasien, könnte der Letztgenannte, einige Bilder von Fassbomben in die Kamera halten.

  3. Fazit: Die Ukraine war tatsächlich Teil der Nato, obwohl nominell nicht angehörend; denn sie war eingebunden in das Nato-System mit Ausrüstern und massiven Waffenlieferungen. All dies konnte nur den Sinn haben, irgendwann einmal Rußland anzugreifen in Form des ansonsten allgemein üblichen anglo-zionistischen Stellvertreterkriegs. Man kann auch dem anglo-zionistischen Westen kein Jota galuben, nachdem Saddam Hussein mit der erlogenen Behauptung, er verfüge über Massenvernichtungswaffen, angriff und bestimmt eine halbe Million Menschen ins Jenseits beförderte. Die „westliche“ Wertegemeinschaft ist somit gleichbedeutend für gemeine Lügen und geradezu unglaublicher Unmenschlichkeit.

    Insofern hatte Putin vollkommen recht, nicht mehr länger gute Miene zu schlechtem Spiel, bzw. Mummenschanz, zu machen. Er wurde auch zu einem glücklichen Zeitpunkt gezwungen aktiv zu werden, als die ukrainische Armee drauf und dran war, über die Krim und die Donbass-Provinzen herzufallen. Denn die anglo-zionistischen Staaten haben mit dem Corona-Unfug sich ihren eigenen Bevölkerungen schon erheblich entfremdet. Im übrigen sind sie allesamt kurz vor dem Bankrott!

  4. Man muß nicht unbedingt dem Militär angehören, um zu sehen, dass es sich hier seitens Russlands, nicht um einen herkömmlichen Krieg handelt, so, wie es die USA überall zu tun pflegen. Übrigens ist die Größe der Ukraine zu beachten und wo Kampfhandlungen stattfinden. Hätte es diesen Flüchtlingsstrom gebraucht, oder wären die Zivilisten im Westen der Ukraine sicher gewesen? Bleibt also die Frage offen, wieso flüchten jetzt alle und wovor?

    • Die Flüchtlinge, in möglichst großer Zahl, dauerhaft in Deutschland zu implementieren, ist Teil der übergeordneten Strategie.

      Interessant ist die Frage, wie groß dieses Jahr die Ernte in der Ukraine ausfällt. Vielleicht wird Putin auch noch Agent Orange einsetzen?
      Eventuell wird Hill & Knowlton noch ein Faß davon entdecken, es russisch etikettieren und der BILD vorstellen.
      Da viele Leute die Brutkasten Story entweder nie gekannt, oder schon wieder vergessen haben, wäre auch hier Spielraum.
      Und wer weiß noch, dass die Deutschen 1914 Babys in Belgien gegrillt haben?

      • Es kommen aber fast nur Frauen und viele Kinder. Entweder gehen sie wieder zurück, oder die Männer kommen nach. Dann allerdings macht Ihr erster Satz einen Sinn. Ich wünsche jedem ein Leben in Frieden. Aber die eigene Bevölkerung sollte nicht vergessen werden. Den Eindruck im „besten Deutschland aller Zeiten“ habe ich nämlich.

      • „die Ernte“ ist das Stichwort. Damit ist nicht Getreide und Sonnenblumenöl gemeint.
        Könnte ein paar Bilder zusammenstellen, die jedoch weder jugendfrei noch für zartbesaitete Menschen geeignet sind. Nur soviel: Unter Mariupol wurden 24km Tunnel entdeckt. Und warum hat man Tschernobyl mit als erstes eingenommen? Dort leben gesunde Tiere! Nix verstrahlt. Doch was ist darunter? Was wird dort gemacht? Widerlich. Genau wie Ahrtal/Eifel/Schwarzwald/Belgien/Niederlande/Polen/Tschechien…ach überall. Das kann sich niemand Normales vorstellen, welche Ausmaße das hat! In USA ebenso: Alles unterkellert. WOZU? Checkt mal Ferrero zum Beispiel. Wer macht das? Wer koordiniert das? Wo kommt das her? Da wird Dir schlecht. Und man selbst sehr sauer.

        • Ist das das, worüber schon 2 Jahre geschrieben und bis jetzt nichts getan wurde……Oder läuft da jetzt etwas endlich?.Ganze Erde betroffen.. QA?………….Gruß an Jürgi von Ophelia……………..,,,,,Nichts schreiben über gestriges Treffen WP?u. NH

          • https://krisenfrei.com/laberecke/#comment-177949

            Bist Du WP.s Ophelia?

            Ophelia mußte unglücklich und letztendlich wahnsinnig werden, weil ihr Geliebter Hamlet sich ihr nicht offenbaren konnte. Und WP, den Du vermißt hast, weil er sich nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigte, muß sich auch verbergen, weil alle Geheimdienste dieser Welt nur ein Ziel haben, ihn zu töten.

            „Nichts schreiben über gestriges Treffen WP?u. NH (Nehammer).“

            Putin ist zum Glück ein harter Brocken, deswegen so auch das Ergebnis:

            https://www.tagesschau.de/ausland/europa/nehammer-135.html

            „Er ist der erste Regierungschef eines EU-Landes, der Putin seit Kriegsausbruch traf. Doch nach dem Gespräch zeigte sich Österreichs Kanzler Nehammer wenig optimistisch.“

            • Hamlet kann auf sich aufpassen und man kann auch aneinander denken…..Irgendwann sieht man sich..—……Hat meine Oma immer gesagt….bilde dir deine eigene Meinung…kommt die Wahrheit immer irgendwann an das Licht…… Ist das, was heute geschieht, in der Vergangenheit programmiert worden. Wenn nicht jemand das ehrlich ändern will, daß nicht ewig die Menschen unter dem leiden müssen, sieht es für die Erde böse aus…….Leute, die aus dem Leid anderer Profit ziehen, gelangen irgendwann selbst in die Hände solcher Eigenartigen—-wer ist glaubhafter und erfahrener– NH oder WP?……Wer ist guter Politiker??? Kann Ö eine ehrliche Antwort geben, wenn es darf…..und will.“20 Jahre Berufserfahrung hinterläßt sicher Spuren. Traut sich aber niemand die echte Meinung äußern——–, wie in der Schule…du mußt das abschreiben, eigene Meinung zählt nicht……Dieses Spiel mußt du mitspielen!!—- Ich nicht böse…du böse…?!—- Childish— bringt nichts Pos. Mußte heißen….wir zusammen lösen das Problem und make the earth fit, Neg kommt in den Container.

              • Hmm, die Frage aller Fragen?! Warum kann der Mensch nicht friedlich koexistieren? Weil er eben Mensch ist! Mit all seinen Vorzügen und wohl, noch mehr, Schwächen. Keinem Korsett oder Konzept gelang es bisher, ihm das auszutreiben! Liegt wohl daran, daß alles von Menschen erdacht und auch durchgeführt wurde … Weder angeblich proklamiertem Individualismus noch auferlegtem Gemeinschaftssinn gelang es, auch nur ein Mindestmaß an Friedfertigkeit oder der Nichtübervorteilung zu generieren! Woher soll es also kommen? Das Unvollkommene kann nichts Vollkommenes gebären! Es wird erst „himmlische Ruhe“ auf Erden sein, wenn es sich selbst zerstört hat!

            • Hat jeder seine eigene Meinung zu der ganzen Show……. In der heutigen Zeit egal.Gibt nur eine….Das mit Hamlet ist sehr interessant. Fragen, die ihn betreffen, kann nur er beantworten..Gefährlich ist das Leben immer. Schicksal bestimmt. Verstecken nicht leicht, weil Menschen keine Osterhasen sind.

              • @Olga
                Ich hatte mal den Eindruck, daß Du unglücklich in WP verliebt bist, der etwa Dein Lebensalter haben dürfte, weil es Dich sehr beunruhigte, daß er nicht mehr auftauchte. Er muß unbedingt verhindern, daß das geplante Attentat, etwa anläßlich der G20, auf ihn ausgeübt wird, weil dann der ganze Widerstand Rußlands gegen die Weltherrschaft des anglo-zionistischen Westens zusammenbrechen wird. Ophelia ist auch so ein an das Gute glaubende und hoffende Mädchen wie Du, zu der Hamlet aus politischen Gründen ablehnend sein muß.

          • Natürlich läuft das, Olga, schon seit Jahren.
            Warum sind die wohl sonst so in Panik.
            Am Anfang steht immer die Aufklärung (my job),
            dann Ermittlungen, Zusammenhänge, Verfahren, blabla,
            und dann erst kommt der Zugriff.
            Wenn allerdings korrupte Richter dabei sind
            DIE SELBST mit drin stecken war die ganze Arbeit umsonst.

            Mir dauert das auch viel zu lang!
            Vor allem weil man es mitansehen muß.
            Dieser Dreck wird auch gar nicht medial debattiert.
            Darum gefällt mir wie Putin das jetzt macht.
            Eiserner Kehrbesen.
            Die haben in 2 Monaten schon über 30.000 Kinder befreit!
            Keine Ahnung wie viele da noch kommen.

            Diese Schweinerei muß endlich aufhören.
            Man glaubt gar nicht, welche „Prominenten“
            -unsere Vorbilder- alles darin verwickelt sind.
            Widerwärtiger Abschaum. Kann weg.

            • Verstehe das schon….. Nur, daß es da echt eine Lösung gibt für etwas, das schon Jahrhunderte wahrscheinlich immer wieder gegossen wird, und wo immer wieder neue solche Menschen? nachgekommen sind, die schauen, daß das weiter gut wächst, glaube ich nicht wirklich……..Besser wäre eine andere Erde für nette Individuen, die anderen können bleiben und weiter sich zerzupfen. Jeder, der für eine gute Lösung arbeitet, wird vielleicht einmal sehr enttäuscht sein…..Lösung nur mit real God…nur der mag die Erde nicht mehr…sieht man ja täglich die Gründe auf der Erde.Mit dem Großteil der Humans kann man nicht, um ein positives Ziel zu erreichen, zusammenarbeiten….Fehlt da irgendetwas…genetisch bedingt? Angeborener Nächstenhaß?Zuwenig Glitzerzeug im Safe?—-……….Am besten alles so lassen, bringt nicht viel. Starrsinnige ändern?……was nur für eine Fantasy show.! Jeder muß an sich auch denken…. Come never truth.Do svidanya…right? Dobry den………1..pozelui.!

              • Will man was ändern, müßten viele zusammenarbeiten…….geht bei den Netzen, die alle zusammengehören, nicht. Machen die mit viel Money im Safe mit und die bleiben auch trotz allem……….Muß man warten, bis die sich selbst zerlegen…sagte mal wer…… Arbeiten viele jetzt gegen einen…Bräuchte eine Armee mit lauter Hulks……Ob da Positivdenken was bringt.?????? Sitzen überall welche, die nichts Gutes wollen…Vielleicht Lachgas?….Lachen sich alle krumm und schlafen dann ein…… Gerichte arbeiten schnell, so kann sich sehr viel bis zu einer Verhandlung ändern.

            • Kann man zufrieden sein, wenn man arme Leute von Bösen befreien kann……Die Erde ist aber kein Heaven, da Böses weg, dafür woanders wieder Böses. Gibt welche, die vom Leid anderer leben, brauchen die das zum Leben……Geht auch auf Jahrhunderte zurück,,,,,kamen damals Eigenartige und übernahmen die Herrschaft auf der Erde……bis jetzt….Änderung kaum, haben die allerhand Kräfte, um da weiterzumachen……Sollte man seine Gesundheit nicht zur Rettung aufs Spiel setzen…..Wie heißts….Leben kurz, soll harmonisch sein….Jeder hat das Recht bißchen Freude zu erhaschen.Änderung auf der Erde wird es kaum durch das Agieren von guten Menschen geben..Werden die eher dafür bestraft…..Unguter Planet, oder was immer, Erde.—–Schreibe zu viel…poka

              • Jein, die Bösen wird es immer geben, haben wir doch schon besprochen.
                Gefährlich wird´s wenn die sich vernetzen und zusammenarbeiten.
                Dank Ablenkung und Völlerei haben wir das jahrelang verpennt.
                Heute bis in allerhöchste Kreise übers SmartTV direkt in UNSER Brain.
                Dann denkst Du, es sei Deine Realität (tun sie auch selber).

                In Wirklichkeit nur deren gestörte Anschauung der Welt. NICHT UNSERE!
                Dermaßen krank und bringen sich sogar gegenseitig um wie im alten Rom.
                Ein gesundes Lebewesen tut so etwas nicht.
                Richtig, Harmonie ist unsere Mission.

                Woran das jetzt liegt? Wickeltischunfall, fehlende Mutterliebe, Gendefekte/Inzucht, Minderwehrtigkeitskomplexe, zu kleiner Schniedelwutz, haha@ „zu wenig Glitzerzeug“…k.A.! Es gibt gute Menschen und es gibt Vollidioten. War schon im Kindergarten so.

                Auch danach in der Grundschule, beim Gymnium, später auf der Arbeit…Hab schon immer Andere gegen Stinkstiefel verteidigt (auch paarmal auf die Nase bekommen), trotzdem festgelegt: Das ist richtig so.
                Bin ein ganz Lieber, aber wehe man reizt mich zu sehr.
                Ungerechtigkeits-Allergie…da bekomm ich Hals! Naja.

                Ein Artikel über „Konstruktivismus“, wie unser Gehirn äußere Einflüsse interpoliert/interpretiert:
                https://www.safety-energetics.de/blog/wahrnehmung-warum-unsere-wahrnehmung-der-realitaet-oft-falsch-ist/
                Doswidanja poka, смешная женщина! 😉

                • .Ungerechtigkeit kann einen schön auf Touren bringen. Hasse ich das auch sehr.Habe mich selbst erzogen und bin immer mit dem Ergebnis zufrieden gewesen. Gefiel nicht allen, aber nachmachen oder gefallen war nichts für mich…..Lieb sein ist gut, aber nicht zuviel……Kann keine Videos ansehen………gibts da 2 Buchstaben mit 6Strichen….wie spricht man das und wie heißt das?Spasibo, dobro den……Nighti night. pleasant dreams…Zuzi als Kosename?? Alles Gute für WP.

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