Der britische Journalist Martin Jay ist der Ansicht, dass die Sanktionen des Westens gegen Russland so «spektakulär gescheitert» sind, dass man von einer Vorbereitung Russlands darauf ausgehen könne. Das Land sei trotz dieser Sanktionen stärker geworden.
Quelle: transition-news
Der britische Journalist Martin Jay kritisiert auf Strategic Culture Foundation die westlichen Sanktionen gegen Russland scharf. Das gilt auch für die sekundären Sanktionen, die der US-Präsident Donald Trump gegen einige Länder verhängt hat. Diese seien «fast unmöglich umzusetzen», so Jay. So hätten die Türkei, China, Südkorea und Indien bereits während Trumps erster Amtszeit «Umgehungslösungen» gefunden. Zu den Sanktionen der EU meint er:
«Jeder Wirtschaftsstudent wird Ihnen sagen, dass die deutsche Wirtschaft in alarmierendem Tempo zusammenbricht oder dass Großbritannien innerhalb eines Jahres eine massive Rettungsaktion des IWF benötigen wird, nachdem diese Volkswirtschaften aufgrund der Finanzierung des Ukraine-Krieges und des Wegfalls des Kaufs von billigem russischem Öl zusammengebrochen sind. Haben die Sanktionen gegen Russland irgendeinem westlichen Land geholfen? Natürlich nicht.»
In einer multipolaren Welt gebe es eine Tendenz hin zur Loslösung von der Abhängigkeit vom US-Dollar, erläutert der Journalist. Dabei würden die BRICS-Staaten als neuer Handelsblock auftauchen. Sanktionen wie die über 25 Prozent gegen Indien, die Trump mit dessen Käufen von russischem Öl begründete, würden das sehr reale Risiko bergen, dass sie die Inder einfach in die Arme anderer größerer Kunden treiben, die sie mit besseren und billigeren Waffen ausstatten können. Im Falle Chinas würden sie Peking lediglich zu einer geostrategischen Militärstrategie im Osten gegen die USA und ihre Verbündeten drängen. Jay weiter:
«Was für ein kolossaler Fehler in der Einschätzung der Lage waren diese Sanktionen sowohl für die USA als auch für die Regierungen der EU, die nun verzweifelt nach neuen fiskalischen Maßnahmen suchen, nur um ihre öffentliche Infrastruktur intakt und funktionsfähig zu halten. Die Sanktionen des Westens gegen Russland sind so spektakulär gescheitert, dass wir nur annehmen können, dass Russland sich darauf vorbereitet hatte und trotz dieser Sanktionen stärker geworden ist.»
Der Journalist ist der Ansicht, dass Sanktionen den Krieg in der Ukraine «offensichtlich» nicht beenden können. Nur eine Abkehr von den «wilden Wahnvorstellungen», die viele westliche Staats- und Regierungschefs immer noch hegten, dass die russische Wirtschaft am Boden liege und ihre Strategie auf dem Schlachtfeld in der Ostukraine nicht aufrechterhalten könne, könne dies bewirken.
Dass die EU erwäge, beschlagnahmte russische Vermögenswerte zu stehlen, sei keine Strategie. Es sei ein Versagen der Regierungsführung auf so vielen Ebenen. Es sei aber leicht zu verstehen, warum der ukrainische Präsident Volodymyr Selenskyj noch im Spiel sei: Für ihn liefere das Geld aus dem Westen das Minimum an Kriegsmaterial, «um den ganzen Zirkus am Leben zu erhalten, während er das Kriegsrecht im Land aufrechterhält und sich weit über seine gesetzliche Amtszeit hinaus als Präsident hält». Jay schließt:
«Was werden diese Staats- und Regierungschefs sagen, wenn Pokrowsk, eine Stadt im Osten der Ukraine, die von russischen Truppen umzingelt ist, fällt? Während Selenskyj seine eigenen Spezialeinheiten dorthin schickt, um Zeit zu gewinnen, erlaubt Russland ausländischen Journalisten, dorthin zu reisen und sich in seine Armee einzubetten. So zuversichtlich ist Putin, dass die Zeit nahe ist, in der diese eine Schlüsselstadt wie ein Dominostein fällt und die gesamte ukrainische Armee mit sich reißt.»
Quelle:
Strategic Culture Foundation: Western sanctions are a straightjacket to western economies – 7. November 2025
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COP30 in Belem scheint der größte Reinfall des Jahrhunderts zu werden, weil die größten Verbraucher von fossiler Energie nicht vertreten sind: USA, China, Indien, Rußland. Trump glaubt nicht an den menschengemachten Klimawandel, Gutteres und der gesamte anglo-zionistische Westen schon. Die ca. 40.000 Teilnehmer in Belem haben für ihre Anreise enorm viel fossiler Energie verbraucht, die sie der Menschheit hätten ersparen können. Lula de Silva hielt zwar eine leidenschaftliche Rede, sagte jedoch vor einem Jahr, die Abholzung des Regenwaldes Amazoniens könne er erst 2030 stoppen. Also alles Volksverdummung!
Was wird euer Altersvermögen in 5 Jahren noch wert sein ?
Moin Incamas,
das hängt ganz davon ab was Du unter Altersvermögen verstehst.
Papiergeld oder Echtes Geld (z.B. Gold/Silber)?
Lang ist es her, als ich es schrieb: https://krisenfrei.com/wp-content/uploads/2024/03/sordon_echtes-geld.pdf
Am Ende steht eure restlose Verarmung ! Übrigens gibt es dann reichlich Hunger da die deutsche Landwirtschaft auch nicht mehr genügend produziert !
Importwachstum: Im September 2025 stiegen die deutschen Importe insgesamt um 4,8 % im Vergleich zum September 2024.
Österreich: Im ersten Halbjahr 2025 stiegen die Lebensmittelimporte um 7,9 % auf 4,8 Milliarden Euro.
Im Jahr 2020 hat Deutschland etwa 353 verschiedene Lebensmittel aus 175 Ländern importiert und 95 Milliarden US-Dollar für Importe ausgegeben – durchschnittlich 91 Milliarden US-Dollar pro Jahr zwischen 2011 und 2020.