Die Wahrheit zur Herkunft der meisten Migranten in Deutschland

von Joachim Jahnke

Es ist nicht unwichtig zu wissen, wie hoch der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei uns ist und wo sie herkommt, zumal sich das erheblich auf die Beschäftigung, den Umfang an Sozialhilfen, die Situation in den Schulen sowie in der beruflichen Bildung und die deutsche Zukunft insgesamt auswirkt. So stieg bis Mai 2020 bei Migranten aus den Asylherkunftsländern der Arbeitslosen-Anteil wieder auf fast 40 % (Abb. 20914), die Quote der Sozialhilfe- und H4-Bezieher lag im April bei über 58 % (fast 1 Mio. Personen, Abb. 20860); bei den ursprünglich als dringend gesuchte Fachkräfte angepriesenen Syrern sind es sogar knapp 74 % – und das meist viele Jahre seit ihrer Ankunft in Deutschland. Von allen Leistungsberechtigten sind allein 29 % Migranten vom Balkan, aus Rußland/Ukraine, Türkei und den Asylherkunftsländern – eine erhebliche Belastung für unser Sozialsystem.

 

 

Doch das Statistische Bundesamt und die Medien täuschen mal wieder über Anteil und Herkunft der Migranten. So meldete sich jetzt das Statistische Bundesamt mit den neuesten Zahlen vom Mikrozensus 2019. Leider geschieht das unter der wohl absichtlich zur Beruhigung gedachten Überschrift „Bevölkerung mit Migrationshintergrund 2019 um 2,1 % gewachsen: schwächster Anstieg seit 2011“ und dem Zusatz „52 % der Menschen mit Migrationshintergrund sind deutsche Staatsangehörige“. Dann folgt mit gleicher Tendenz die Aussage:

„Knapp zwei Drittel aller Personen mit Migrationshintergrund sind aus einem anderen europäischen Land Eingewanderte und ihre Nachkommen.“

 

Prompt rückt die Tagesschau ihre Zuschauer manipulierend ein Photo nur mit Frauen ohne Kopftuch ein und schreibt gleich am Anfang ihres Berichts:

„21 Millionen Menschen in Deutschland haben ausländische Wurzeln. Die allermeisten von ihnen stammen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus den Nachbarländern oder haben Eltern aus einem anderen europäischen Land.“

Also – so wird suggeriert – keine Probleme mit der Integration und unserer Zukunft!

Doch kann uns das wirklich beruhigen? Leider enthält diese Darstellung gleich drei grobe Irreführungen. Erstens, enthält die Einordnung unter „Europa“ zwei Riesenländer, die weit nach Asien hineinreichen, nämlich die Türkei mit 13 % und Rußland mit 10 % aller Haushalte mit Migrationshintergrund. Die aus Rußland sind vor allem Rußlanddeutsche, die sich mit der Zeit bei uns integrieren. Dagegen kommen die mit türkischem Hintergrund meist aus der asiatischen Provinz Anatolien. Zieht man deren Anteil von 13 % der Zugewanderten ab, so reduziert sich der Anteil aller mit wirklich europäischem Hintergrund auf wenig mehr als die Hälfte und weit unter die genannten „zwei Drittel“ oder die „Allermeisten“ der Tagesschau. Der Anteil der problemlos zu integrierenden Migranten aus den entwickelten Ländern von W-Europa und Nordamerika beträgt dagegen nur 13 % (Abb. 20892). Dem steht der große Block von 34 % aus Naher/Mittlerer Osten, Afghanistan, Afrika und Türkei/Anatolien gegenüber. Dieser meist muslimische Block ist in Deutschland umso mehr präsent, als er sich auf bestimmte Viertel der Großstädte konzentriert und dort mehrheitlich in Erscheinung tritt.

 

Zweitens, fügt das Statistische Bundesamt im Kleingedruckten an:

„Die Zahlen beziehen sich auf die Bevölkerung in Privathaushalten und nicht auf die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften, da aufgrund der Änderung des Mikrozensusgesetzes der Migrationsstatus ab 2017 nicht mehr für die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften ermittelt werden kann.“

Ein sehr großer Teil der etwa viereinhalb Millionen seit 2013 vor allem aus Asien und Afrika zugewanderten Migranten ist also gar nicht erfaßt, weil noch in Gemeinschaftsunterkünften lebend. 2016 war das etwa die Hälfte der in Deutschland angekommenen, inzwischen dürften es weniger sein. Die Medien unterschlagen das natürlich in ihrer Berichterstattung total.

Drittens, gelten beim Statistischen Bundesamt als Menschen mit Migrationshintergrund nur zwei Generationen von Migranten. Dazu wieder im Kleingedruckten:

„Eine Person hat nach der hier verwendeten Definition einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde.“

Wenn die Person von einem nach Deutschland eingewanderten Großelternteil mit nicht deutscher Staatsangehörigkeit abstammt, wird sie nicht mehr als eine mit Migrationshintergrund gezählt. Doch gerade bei Menschen mit türkischem Hintergrund, der größten Migrantengruppe, findet die Einwanderung schon seit dem Anwerbeabkommen von vor fast 60 Jahren statt, so daß die meisten damals Eingewanderten inzwischen Enkel und sogar Urenkel haben. Die Deutsch-Türken insgesamt, aber auch noch die dritte Generation, haben eine starke Zuneigung zur Türkei als ihrem eigentlichen Heimatland – weit mehr als zu Deutschland – und auch zu Erdogan (Abb. 20049, 20463) und haben überwiegend schlecht integriert auch in der dritten Generation meist faktisch noch immer den türkischen Hintergrund ihrer Familie, obwohl sie das Statistische Bundesamt wie Deutschstämmige zählt.

 

 

Bei dem großen Kinderreichtum gerade türkischer Familien (Abb. 20912) kann man davon ausgehen, daß die vom Statistischen Bundesamt nicht mehr als mit Migrationshintergrund gezählten Enkel und Urenkel der Ersteinwanderer inzwischen zahlreicher sind als die noch als mit Migrationshintergrund eingestuften ersten zwei Generationen. Würden alle aus der Türkei zugewanderten Familienmitglieder ohne Verkürzung auf zwei Generationen gezählt, so wären sie zusammen mit denen aus dem Nahen- und Mittleren Osten, Afghanistan und Afrika wahrscheinlich weit zahlreicher als die aus Europa.

 

* * * * *
Es wäre ehrlicher, den Deutschen zu sagen, daß die Datenbasis schwach und durch künstliche Begrenzungen eingeschränkt ist und daß ohne die falsche Zählung der Türken mit ihrem asiatischen Hintergrund als Europäer und unter Berücksichtigung von drei statt nur zwei ihrer Generationen ein europäischer Hintergrund nur bei einer Minderheit der Migranten angenommen werden kann. Warum muß bei der Berichterstattung über die Migration immer wieder an der Wahrheit vorbei gedoktert werden?

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3 Kommentare

  1.  Warum bezeichnet man jede Statistik, jede Umfrage, jede Prognose, die einem etwas vorgau(c)keln soll, als "getürkt"? Gut, so manchem soll etwas auch "spanisch" vorkommen. Da gibt es sicherlich noch mehr davon … wie etwa "Schwedische Gardinen" usw..

     Aber, von Nichts kommt ja schließlich auch nichts! Es ist ja auch nicht so, daß man anderen Völkern prinzipiell abgeneigt wäre! Muß wohl gesagt werden, sonst glaubt es ja wieder keiner … Murat, wenn er es liest, mag es bezeugen … Ich hafte ja auch nicht dafür, was so, über die Zeit, in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeflossen ist!

    Also: https://www.kandil.de/arabesken/weshalb-getuerkt

  2. Nie vergessen, jeder einzelne der Migranten kostet netto über 400,000 Euro.

    Das wäre anders, wenn wir Migration hätten, bei der der Bildungsstand und das Vermögen der Migranten, das der Deutschen Bevölkerung übersteigt.

    Gleichzeitig bedeutet Migration von Menschen aus den untersten sozialen Gruppen auch immer einen Zuwachs von Kriminalität und Gewalt.

    Wenn wir dagegen Zuwanderung aus der Schweiz und Luxemburg hätten, würde die Kriminalitätsrate sinken.

    Aber um die Idee der Nation für die EU-Diktatur zu opfern, ist eben jedes Mittel recht. Und die Kosten der Migration verteilt man in die Sozialversicherung, so dass nur die alten Sklaven die Kosten für die neuen Sklaven tragen dürfen und die Reichen bei uns von dem Druck auf dem Arbeitsmarkt profitieren.

    Ergebnis: Im Schnitt sind die Deutschen zusammen mit den Portugiesen die ärmsten Menschen in der EU. Viele haben nicht mal das Geld auf der Bank, um sich am Ende des Monats eine Waschmaschine kaufen zu können, falls die vorherige kaputt gehen sollte.

    Vermögensbildung ist für die meisten Menschen in Deutschland aufgrund dieser Lasten nicht möglich. Während man Kapitaleinkünfte von den Soziallasten ausnimmt und geringer Besteuert als Arbeitseinkünfte. Und während man den internationalen Konzernen (im Mehrheitsbesitz der USA) gestattet, praktisch gar keine Steuern zu bezahlen und die Gewinne so außer Landes zu schaffen.

    Da braucht es dann die ständige Indoktrination, das Zwangsfernsehen, die Verfassungsschutz finanzierte rechte Szene, usw… um das dreckige Spiel Jahr um Jahr ausweiten zu können.

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