Die Moral von der Geschicht, Gesetze gelten für Politiker nicht

Gerald Grosz

„Bestellst Du nach 23 Uhr eine Runde, ist Van der Bellen im Bunde“, schafft es Österreichs moralische Instanz auf alle Titelseiten der Welt. Als jener Politiker, der die Gesetze unterschreibt, sich an selbige aber nicht hält. Während 30.000 Menschen in Österreich vom Innenminister drakonisch, auf Basis von gesetzeswidrigen Verordnungen des Gesundheitsministers abgestraft wurden, sich deren polizeistaatliches Klüngel an den Geldtaschen der Menschen verbiss, ist Van der Bellen von jeglicher Strafe befreit, unter der Käseglocke seines Hofburgamtes strafunfähig, gleichsam eines besachwalteten Mündels. Nicht einmal justiziell satisfaktionsfähig, nennt er sich „Hüter der Schönheit der Verfassung“. Er habe sich verplaudert, fast 2 Stunden lang. Gut, ab einem gewissen Alter ist das Zeitgefühl schleissig, dabei dachte ich aber immer, Pensionisten haben es besonders eilig. Zu fünft saßen sie am Tisch, das majestätische Ehepaar aus der Präsidentschaftskanzlei, ein befreundetes Paar und der Wirt. Auch straffrei, denn es ist ja nicht auszuschließen, dass es dabei um eine Cohn Bendit Kommune der 68er handelt. Ob es an den Virologen der Regierung liegt, die den Bundespräsidenten nach 23 Uhr vor jeder Erkrankung immun erklären, zumal sich kein Virus an die Marlboro Schwaden herantraut? Apropos Marlboro: Während in öffentlichen Räumen nicht geraucht werden darf, nebelt der grüne Moralapostel die Amtsräume Maria Theresias genüsslich ein, verfärbt sich der barocke Stuck wie die Zähne schwarz. So sieht es aus, wenn man unter der Richtschnur der eigenen Moral noch Limbo tanzt. Und jene Journalisten, die noch jeden Covid-Sünder als „Corona-Deppen“ auf ihren Titelseiten dargestellt haben, halten angesichts ihrer Sonderpresseförderungen das geschmierte Schandmaul. Moral lässt sich eben durch Geld ablösen. Wie man dazu sagt: Sonderjudaslohn.

Ob ich ihn zum Rücktritt auffordere, den lustigen Professor? Nein, denn dann haben wir nach HeiFi, den „roten Heinzi“, den zweiten Luxuspensionisten mit einer Privilegien-Apanage jenseits der 20.000 Euro im Monat, den wir Corona ausgesackelten Steuerzahler über den Winter bringen müssen.

Während die Österreicher nicht reisen dürfen, acht Wochen lang hinter Schloss und Riegel in ihren Eigenheimen vermoderten, lässt der türkise Ohrendumbo die Partys im Kleinwalsertal starten. Während alle den Maulkorb der Regierung tragen dürfen, wird der grüne Vizekanzler ohne Maske im Supermarkt erwischt und der Gesundheitsminister wischt mit seinen Masken den Tisch auf. Ja, so funktioniert die neue Normalität einer Elite, die es sich richtet, wo es nur geht. Wie auf der Titanic. Während die Menschen im Maschinenraum absaufen, wird auf dem Oberdeck noch Walzer getanzt und Champagner gesoffen. Wobei in den Etablissements des gastronomischen Little Buddha, des Kindkanzlervertrauten, dann doch statt zum Schampus, eher zum Koks gegriffen wird. „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“, sang man in Döbling und meinte den Schnee. Während die Regierung den Arbeitgebern und Arbeitnehmern 38 Milliarden Euro zusagte, sind nach 10 Wochen gerade einmal 464 Millionen Euro ausgezahlt. Wie sich das nennt: An der langen Hand des Staates verhungern. Die klare Zielsetzung der Regierung ist es doch, die Unternehmen in die Pleite schlittern zu lassen, damit man sich die Kosten der Rettung erspart. Derweil verschachert Deutschlands Angela hinter den Kulissen das Tafelsilber Europas mit ihrer Pariser Amour fou, dem französischen Liebhaber Macron, an die südlichen Pleitestaaten. Nur weiter so, Freunde! Nur weiter so! Euer Aufprall wird elend sein!

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2 Kommentare

  1. Ja – diese Mischpoke richtet sich selbst.

    Man erinnert sich an Jean-Claude Gin (Juncker): Ein versoffener Apparatschik; unfähig, auch nur seinen Tagesablauf zu koordinieren.

    Sozusagen das "€U"dSSR-Pendant zu Breschnew oder Jelzin aus dem Original.

    Aber gleich den verkalkten und leberzirrhotischen Gerontokraten auf der Bühne des Lenin-Mausoleums wurde auch der herumdilirierende Bruder Jean-Claude bis zum letzten Tag mit Schläuchen und Pillen auf das Podest gerollt, wo er dann, ins Nichts starrend, planlos seinen stereotypen "€U"-Dummsprech heraus lallte. 

    van der Bellen gehört schon nach seinem medicoren Erscheinungsbild in genau dieselbe Garde.

    Verrottete und diskreditierte Systeme sind von einer panischen Angst besessen, Fehler öffentlich einzugestehen – wohl wissend, daß letztlich das System ein einziger Fehler, das Konto restlos überzogen ist und die Gottspieler nackt sind.

    Wie man sieht – die Übereinstimmungen zwischen dem verfaulenden Sowjet-Imperium und der vom Geruch des verwesenden Kadavers umwölkten Brüsseler Despotie sind nicht nur strukturell und ideologisch, sondern auch personell deckungsgleich.

    Sie vereinen sich vor allem in der Herrschaft von Loge, Fusel und Polizeiknüppel.

    Denn wenn nichts mehr geht – schön- und mutigsaufen, das geht immer noch.

     

     

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